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„Auch Wunder gibt es im Fußball immer wieder“

Timo Horn über die aktuelle Situation und RB Leipzig

Seit Wochen steht der 1. FC Köln mit dem Rücken zur Wand. Elf Spieltage verbleiben der Mannschaft, um neun Punkte auf die Konkurrenz aufzuholen und den Klassenerhalt doch noch zu sichern. Auch Torhüter Timo Horn weiß, dass es an ein Wunder grenzen würde, sollte der Effzeh in der Liga bleiben. Dennoch gibt er noch lange nicht auf. 

Köln – Am Donnerstag nach dem Training stellte sich Timo Horn den Fragen der Medienvertretern und sprach unter anderem über den kommenden Gegner aus Leipzig, seine persönliche Zukunftsplanung und die Chancen auf den Klassenerhalt.

Das sagte Timo Horn über…

…die verbleibenden elf Spiele mit neun Punkten Rückstand: „Mit jedem Spiel dass man nicht gewinnt, läuft einem natürlich die Zeit davon. Allen war nach der Hinrunde klar, dass wir eine extrem starke, überdurchschnittliche Rückrunde brauchen, um in der Liga zu bleiben. Wir sind gut gestartet, haben dann zwei Niederlagen hinnehmen müssen. Gegen Hannover haben wir zumindest phasenweise eine gute Antwort gezeigt. Bekannterweise haben wir das Spiel in letzter Sekunde dann doch nicht gewonnen. Ich denke, das hätte der Mannschaft noch einmal einen Schub gegeben.

Es wird von Woche zu Woche schwieriger

Jetzt müssen wir die Köpfe wieder aufrichten. Das ist das Wichtigste und die größte Herausforderung. Die Mannschaft gibt weiter Gas, jeder versucht alles einzubringen. Wir stehen in der Pflicht, alles für den Verein rauszuhauen und noch möglichst viele Punkte zu sammeln. Aber es wird von Woche zu Woche schwieriger, wenn wir nicht punkten.“

…den kommenden Gegner RB Leipzig: „Gerade zuhause spielen sie ein enormes Pressing und versuchen dem Gegner keine Luft zum Atmen zu lassen. Wir haben unter der Woche extrem viel trainiert, uns auf engem Raum zu befreien. Das wird auch am Sonntag der entscheidende Punkt sein. Die Frankfurter haben es uns ein bisschen vorgemacht, natürlich auch mit einer sehr harten Gangart in einem hektischen Spiel. Nur so kann man den Leipzigern den Schneid abkaufen. Nichtsdestotrotz wird es auch ein deutlich schwierigeres Spiel als zuhause gegen Hannover.“

24 Kommentare
  1. Immerfc says:

    Sorry aber das mit man verschwendet keine Gedanken an die Zukunft erst ab Sommer glaubt doch kein Mensch… wie kann es sein so abzuschneiden, die Mannschaft ist zusammengeblieben, bis auf moderate… das wir ein paar weniger Buden machen ok aber Abwehr Mittelfeld ist geblieben, wie schafft man es so viele Gegentor zu bekommen? Ich denke da hat sich mal wieder der schlendrian eingeschlichen… dir Timo danke ich persönlich für dein Engagement, dem ein oder anderen eher nicht… was bleibt sind wir Fans egal in welcher liga… ich wette selbst in der Kreisliga kommen wir noch zu 40.000tausend ins Stadion… viel Glück in Leipzig, wir werden es brauchen

  2. Stefan Schmitz says:

    „Ich glaube, das wäre das Schlimmste was man machen kann, wenn man anfängt das hier abzuhaken und über etwas anderes nachzudenken. Alles andere wird man im Sommer sehen.“

    Mal wieder eine 0815-Aussage feinsten. Die Antwort hätte von jedem stammen können. Wie ich die guten alten Zeiten vermisse, in denen es noch charakterstarke Fußballer gab, die klare Antworten gegeben haben und sich getraut haben, die Dinge beim Namen zu nennen. Aber es ist auch ein Problem der Medien, die sich mit solchen Aussagen abspeisen lassen, anstatt den Spielern mal auf die Füße zu treten.

    Horn wird im Abstiegsfall nächstes Jahr in Dortmund sein. Heimat hin oder her. Auch Hector und Bittencourt werden gehen. Der einzige, wo ich noch etwas Hoffnung habe ist Heintz.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Lass uns da nicht so kritisch sein. Poldi ist nach dem letzen Abstieg auch nicht beim FC geblieben. Und ob die großen Spieler der Vergangenheit – wie Schäfer, Weber, Overath, Flohe und die anderen – im Falle eines Absturzes des FC ins zweite Glied in Köln geblieben wären, das wissen wir doch gar nicht.

      Was jetzt Timo Horn, Hector und Heintz angeht: Alle drei haben sich in der Vergangenheit meiner Wahrnehmung nach für den FC voll reingehauen. Aber sollen die denn wirklich mit in die 2. Liga gehen, wenn es denn so weit kommt? Meine Güte, so eine Profilaufbahn dauert doch nicht ewig! Ich verdenke es Hector nicht, wenn er Nationalspieler bleiben will, genauso wenig wie solch Klasse-Jungs wie Timo Horn und Heintz, die sicher beide die Nationalmannschaft fest im Auge haben. Das sind junge Spieler, das ist doch gesund, dass die einen Ehrgeiz haben und auch bis ganz nach oben hinwollen. Genauso wie die Jungs und Mädels bei Olympia, die davon träumen, auch auf dem Treppchen zu stehen.

      Und was die von dir, Stefan, kritisierten Fußballer-Interviews angeht. Die Eingangs erwähnten Schäfer, Weber, Overath, Flohe haben doch in ihrer aktiven Zeit keine oder kaum Interviews geben müssen. Die Medienszene war doch damals viel, viel kleiner als heute. Nachdem das Medienaufkommen in den letzten beiden Jahrzehnten derartig explodiert ist und die Berichterstattung über den Fußball sintflutartig zugenommen hat: Sollen denn die Jungs wirklich dauernd die Wahrheit sagen, wenn sie gefragt werden? Jeder Furz, den heute ein Spieler loslässt, wird in den Medien breitgetreten und jede Aussage wird kommentiert und interpretiert (auch verdreht), ob derjenige nicht wirklich etwas anderes meint, als er vorhin gesagt hat usw. Und seien wir als Fans doch ehrlich. Wenn ein Spieler, auch vom FC, etwas im Interview sagen würden, was uns missfällt, dann regen wir uns doch auch fürchterlich auf. Von wegen „Es doch schön, dass der Junge ehrlich gesagt hat, was Sache ist.“

      Im Falle von Timo Horn verstehe ich die Kritik an ihm nicht. Er hat doch oft schon gesagt, dass er keinen Treueschwur zum FC abgibt und dass er – wenn er die Chance dazu hat – zu einem anderen attraktiven Verein, bei dem er sich verbessern kann, wechseln wird. Damit hat Timo schon sehr viel mehr gesagt, als jeder der Jungs, die aktuell beim FC spielen.

  3. Stefan Schmitz says:

    Wow, das sind 27 Zeilen, die genug Stoff bieten, um mit 100 zu antworten. So gern ich über manches von dir angesprochene auch diskutieren würde, es hat keinen Sinn, denn es würde den Rahmen sprengen.
    Mir geht es nur um diese gleichgeschalteten, geradezu einstudierten Wischi-Waschi Aussagen. Keiner traut sich mehr zu sagen, was er wirklich denkt.
    Das war früher einfach anders. Wir müssen dafür noch nicht mal allzuweit zurückdenken. In den 90ern gab es sie noch zu hauf, erst in den späten 2000er Jahren verschwanden die Art Spieler von der Bildfläche. Und auch wenn die Medien heutzutage jeden noch so kleinen Furz anzünden wollen, mal ganz ehrlich: Das war zu der Zeit auch nicht anders! Da hat sich so manch einer dran verbrannt, aber es war Ihnen egal! Augen zu und durch! Das waren noch gestandene Männer mit dickem Fell. Ein ganz anderer Menschenschlag. Das waren Menschen, die auch ein Leben außerhalb der Käseglocke Profifußball kannten.

    Heutzutage werden die Spieler zu sehr in Watte gepackt und nahezu verhetschelt. Auch der Umgang mit der Öffentlichkeit wird ihnen eingetrichtert, damit auch ja nix passiert. Können sie was dafür? Schwer zu beantworten. Sie werden schließlich systematisch zu dem herangezüchtet, was sie sind. Die machen allerhöchstens den Mund auf, wenn ihr Berater sich was davon verspricht. Frei Meinungsäußerung ohne Absprache mit Verein und/oder Berater? Oh Gott bewahre! Es sei den ich bin ein Außnahmespieler. Dann kann ichs mir ja leisten….
    Es ist nichts neues und man ändert wohl nichts mehr dran. So ist es halt im „Geschäft“ Profifußball. Bedauernswert finde ich es trotzdem.
    Einerseits können einem die Spieler leid tun. Andererseits auch nicht, denn sie machen es ja brav mit. Wieso auch nicht? Ist ja der bequeme Weg.

    Gleiches gilt auch bei den wohl anstehenden Abgängen. Klar kann man so argumentieren. Die wollen halt den nächsten Schritt versuchen. International spielen. Eventuell auch mal in die Nationalelf. So eine Karriere dauert ja nicht ewig.

    Andererseits sind diese hochambitionierten Spieler wohl warscheinlich allesamt Absteiger. Wir können jetzt über Stöger, Schmadtke, den Vorstand, den Videoassistenten und das schlechte Wetter klagen, wie wir wollen. Letztendlich sind es die Spieler, die versagt haben. Niemand anderes. Und es waren dann nicht nur ein Rausch, Olkovski, Sörensen oder Clemens, sondern ALLE! Und da ist liegt einfach der entscheidene Punkt. Es ist eine Charakterfrage: Löffele ich die selbst gebraute, ekelhafte Suppe mit aus…oder gehe ich den bequemen Weg? Die Antwort kennen wir. Ist ja auch normal in diesem „Geschäft.“
    Hoffentlich gibt es den ein oder anderen Spieler, der mich Lügen straft und bleibt.

    Ja ich weiß, meine Ansichten sind seeeehr Oldschool. Vielleicht sogar Antik. Aber dafür schäme ich mich nicht.

  4. Stefan Schmitz says:

    Was die von dir angesprochenen alten Legenden angeht nur soviel:

    Ich hatte das Glück einen FC Spieler der frühen Jahre persönlich kennen zu lernen. Der Mann hat einen Großteil seiner Karriere für einen Appel und ein Ei gespielt.

    Er ist 1953 zum FC gegangen, gegen den Willen von Sepp Herberger, der ihn in Kaiserslautern sehen wollte. Diese Entscheidung hat ihn die Nominierung für die Nationalelf und somit auch den Weltmeistertitel gekostet. Er war auch mal kurzzeitig Trainer, bzw Feuerwehrmann. Er hat seine Aufgabe gemeistert und wurde danach wieder „entsorgt“. Tragischerweise für ihn hat der Erfolg dem FC recht gegeben. Denn kurz darauf folgte legendäre Doublesaison. Sein Verhältnis zum FC war danach offiziell zerrüttet. Inoffiziell gab es für ihn aber nie eine andere Liebe, nur den FC. Er hat nichts bereut. Vor einigen Jahren ist er leider gestorben. Es war Georg Stollenwerk. Einer der Vergessenen, leider.

    Ich will das nicht auf die heutigen Spieler beziehen, weil man das nicht kann. Das gleiche gilt auch für die von dir erwähnten Overath, Schäfer, Flohe, Weber etc. Die Menschen waren damals anders gestrickt. Geerdeter, heimatverbundener und genügsamer. Ist auch alles sehr lange her.

    Ich mache nur darauf aufmerksam, weil er einer der Vergessenen ist, genauso wie Flohe vor seinem Tod. Man fokussiert sich so sehr auf z.B. Hans Schäfer oder Wolfgang Overath, da bleiben viele andere zu Unrecht auf der Strecke.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Steffen, du hast sicher mit vielem recht. Auch ich sehe, dass wir in einer Zeit leben, in der trotz aller tatsächlichen oder angeblichen Liberalität und Toleranz auf viele Menschen ein Druck zur Anpassung und zum lauwarmen Talk ausgeübt wird, der auch mir zuwider ist. Und da hast du recht: Jeder muss dann gucken, ob er im Chor mitsingt oder echt bleibt. Ob das nur ein Thema für uns heute ist oder ob es das in den 50er, 60er oder 70er Jahren auch gab? Ich weiß es im Moment nicht zu sagen. Ich kann es mir schon vorstellen, dass es „früher“ mehr Spieler in der unverbogenen Art gab, die du bei deinem Kommentar im Auge hast.
      In letzter Zeit wird ja von verschiedener Seite häufiger gefordert (z. B. von Jürgen Kohler), dass bei der Ausbildung der jungen Spieler wieder mehr auf die zu stärkende Persönlichkeit und überhaupt auf die Fähigkeit, individuell ein Spiel zu gestalten und vielleicht sogar zu enscheiden, geachtet werden soll. Also weniger Spieler, die als Taktikmaschinen und Leichtathleten ausgebildet sind. Dieses Thema hängt ja mit dem zusammen, was du ansprichst. Also mehr Querköpfe. Beispielsweise hat in unseren Sportmedien und in der Öffentlichkeit so ein Spieler wie Kevin-Prince Boateng keinen so guten Ruf wie sein Bruder Jerome. Beides tolle Fußballer. Aber Prince hat eben etwas, was unserer FC-Mannschaft zum Beispiel gut tun würde, nämlich dass er im guten Sinn ein „Tier“ ist und den Kopf immer oben behält, auch wenn die Kugeln nur so rumfliegen.
      Noch einmal zu unserem Timo: Trotz allem, ich finde ihn einen tollen Typen und bin stolz, dass der FC einen solchen Spieler hervorgebracht hat.

      • Stefan Schmitz says:

        Ja, und das auch zurecht. Aber ob im ein Wechsel rein sportlich weiterbringt? Ich wage es zu bezweifeln. Sein Niveau stagniert seit Jahren. Internationale Klasse auf der Linie – in der Strafraum Beherrschung allerdings höchstens Mittelmaß. Woran liegt das?
        Am Standort Köln, oder an der Ausbildung bzw Alex Bade? Vielleicht liegt es auch nur an ihm selbst, vielleicht ist es von allem etwas.

        Wie auch immer. Er wäre in fast jedem Land der Erde Nationalkeeper, aber für Deutschland reicht es nicht. Das wird es höchstwarscheinlich nie, egal wo er spielt. Mit viel Glück wird er eventuell mal die Nr3. Auf Neuer folgt Ter Stegen und auf ihn widerrum ein neuer, den wir noch nicht kennen.

        Ein Wechsel bedeutet für ihn vielmehr besseres Geld und die Aussicht auf den ein oder anderen Titel.

        Wenn er jetzt beim Abstieg bleibt, müsste er darauf vorerst verzichten. Gewinnen würde er trotzdem. Ehrlichen, zu 100% angebrachten Respekt und Annerkennung über viele, viele Generationen. Und das vollkommen zurecht.
        Er bräuchte dafür kein Marketing wie unser „Prinz“, dem kölschen Jung – ich bin doch voll Effzeh – das ist meine Stadt – Podolski. Das hätte er nicht nötig.

        Genau genommen kann er sogar beides haben. Er ist noch jung und als Torhüter kann er noch lange spielen. Er hat noch genug Zeit um den FC wieder mit auf Kurz zu bringen und danach z.B. das Abenteuer Ausland zu suchen.

        • Michael H says:

          Mag sein, dass Horn sich seine nichtssagenden Aussagen von Beratern angeeignet hat oder meint, dass er damit die besten Chancen hat, sich in die Nationalmannschaft zu spielen (Löw mag ja keine „Charakterköpfe“ – abgesehen von Müller vielleicht), aber ich habe eher das Gefühl, dass er einfach nicht soviel mitzuteilen hat. Das meine ich gar nicht negativ, aber auch wenn er von den Kölner Medien seit Jahren als Leitwolf hochgejubelt wird, füllt er diese Rolle einfach nicht aus. Weder auf noch neben dem Platz. Und das ist okay so. Aber vermutlich ist es zu wenig, um bei einem wirklich großen Club zu landen und sich dort durchzusetzen. Zumindest, wenn die eigene Entwicklung seit Jahren stagniert – so, wie es bei ihm der Fall ist.

          Das Gegenbeispiel ist vielleicht tatsächlich Hector. „Trotz“ seiner eher rationalen, freundlichen und bodenständigen Art strahlt er eine gewisse Führungsstärke aus und man nimmt ihm ab, dass er tatsächlich hart daran arbeitet, „besser“ zu werden. Die habe ich bei Horn einfach nie mitbekommen. Großes Potential (Fritz Walter Medaille), in bestimmten Bereichen Weltklasse (auf der Linie), aber ihm fehlt die Präsenz – und vielleicht auch der Wille.

          Wird er in die zweite Liga gehen? Vermutlich nicht. Die kolportierten 9 Millionen sind ein Schnäppchen und es wird sich schon ein etablierter Verein finden, der das bezahlen wird. Auch wenn es dann eben nur Leipzig, Dortmund oder Tottenham und keiner der ganz Großen wird.

          Werde ich ihm das übel nehmen? Ein Wechsel zu Dortmund schon, aber es gibt für mich halt keinen unsympatischeren Verein in Deutschland. Ansonsten eher nicht. Er dürfte sein Salär verdoppeln oder verdreifachen – und das ist guter Grund genug, zu wechseln.

  5. OlliW says:

    Mal so gefragt: Was soll Timo denn groß sagen? Also ich will von ihm hören, dass er die Saison noch nicht abgeschenkt hat und dass man das gemeinsam Verbockte bis zuletzt versucht gerade zu biegen. Und eben das sagt er auch. Soll er sagen: „Klar, ich geh nach Dortmund, wenn wir absteigen. Bin doch nicht blöd! Und, mal unter uns Pfarrerstöchtern, davon gehen doch eh alle aus, oder? Vielleicht auch England, wenn die weiterhin Interesse haben. Und ich weiß auch von Jonas, Dominique und Jorge, dass sie dann weg sind. Mal so gefragt: Was soll Timo denn sagen? Also ich will von ihm hören, dass er die Saison noch nicht abgeschenkt hat und dass man das gemeinsam Verbockte bis zuletzt versucht gerade zu biegen. Und eben das sagt er auch. Soll er sagen: „Klar, ich geh nach Dortmund, wenn wir absteigen. Und, mal unter uns Pfarrerstöchtern, davon gehen doch eh alle aus, oder? Vielleicht auch nach England, wenn die weiterhin Interesse haben. Noch Fragen? Und ich weiß auch von Jonas, Dominique und Jorge, dass sie dann weg sind.“ So?

    Mich nervt es ja auch. Ich bin auch ein alter Idealist, der von Vereinstreue und einer Aufrichtigkeit mit Ecken und Kanten bei Spielern träumt. Ist halt vorbei. Auch so ein Ding von Jannes Horn, der nach einem halben Jahr (!) schon zum Red Bull Legionär werden will, statt sich beim FC durchzukämpfen, finde ich unmöglich. Mit 30 könnte ich es verstehen (wobei de dann für RB zu alt ist) Aber der hat wirklich seine Karriere noch vor sich. Man kann auch in der 2. Liga zum Führungsspieler reifen!

    Es ist nun mal so, die Fans und die Vereinsführung baden diese miserable Saison aus und gehen in die zweite Liga. Nicht die besten Spieler, die am Abstieg massiv mit Schuld sind.

  6. Paul Paul says:

    Es ist heute wohl so, dass es für einen ehrgeizigen Spieler nicht mehr ausreicht, Stammspieler des 1. FC Köln zu sein. Es ärgert mich, dass Spieler oder Trainer sich durch einen Abstieg, d.h. durch ihr Versagen, noch verbessern können (s. Peter Stöger), während wir Fans die Suppe auslöffeln können. Zumindest wird Timo Horn bei einem anderen Verein erfahren, dass seine schlechte Strafraumbeherrschung und seine geringen fußballerischen Qualitäten dort auch erkannt werden, und es bleibt abzuwarten, ob er jemals Stammtorhüter der Nationalmannschaft wird. Ich habe da meine Zweifel. Vorstand raus!

  7. Stefan Schmitz says:

    „Mich nervt es ja auch. Ich bin auch ein alter Idealist, der von Vereinstreue und einer Aufrichtigkeit mit Ecken und Kanten bei Spielern träumt. Ist halt vorbei.“

    Warum ist es vorbei? Weil wir es uns bieten lassen. Weil die Fans bis heute einen Podolski feiern, obwohl er die verlogenste Mimose von allen ist. Blicken wir doch mal zurück…

    Der hat 2×3 jahre für den FC gespielt. Nach den ersten 3 Jahren folgte der Abstieg, er ging nach München, scheiterte mit Pauken und Trompeten und bettelte geradezu um seine Rückkehr in seine alte Komfortzone Köln. Dieser Transfer war trotz aller Fairness und aktiver Hilfe(!) seitens der Bayern kaum zu realisieren! Der FC ist für den Jungen nahezu betteln gegangen. Das war eine riesige Aktion! Am Ende hat es gereicht. Der „kölsche Jung“ durfte nach Hause. Mit welchem Ergebnis? Drei Jahre später folgte der nächste Abstieg. Und der kölscheste aller Kölschen zog wieder mal den Schwanz ein. Man hat sich darüber höchstens ein paar Tage beklagt, danach als „normal“ abgestempelt und dem lustigen Kerlchen alles Gute für die Zukunft gewünscht. Ich nicht. Für mich ist er seit seinem zweiten Abgang gestorben. Wenn ich heute seine schlauen Kommentare aus dem fernen Japan lese kommt mir die Galle hoch. Im Sommer, als die Welt am Rhein noch in Ordnung war und Europa auf uns wartete, kokettierte er doch abermals mit seiner Rückkehr. Er war ja sogar fast schon beleidigt, dass sich noch niemand vom FC bei ihm gemeldet hat. Aber er müsse sich ja nicht anbiedern. Jeder weiß ja, wie sehr er den Geissbock im Herzen trägt. Igitt kann ich nur sagen.

    Ich habe es vor kurzem schonmal gepostet. Wir haben hier eine eigentlich wunderbare Eigenschaft, die uns ausmacht. Leider stolpern wir regelmäßig darüber und sind zu blind bzw selbstverliebt, um es uns ein zu gestehen.

    -Keiner liebt seine Stadt so sehr wie der Kölner. Und der FC ist des Kölners liebstes Kind. –

    Eine Tatsache, die kaum einem entgeht. Die auch manchmal ehrlich bis ins Mark ist. Aber auch eine Tatsache, die viele Leute eiskalt ausnutzen!

    Podolski nutzt es aus, sogar geschäftlich abseits des Fußballs. Aber auch andere. Auch unser ehemaliger Cheftrainer Peter Stöger hat mit uns gespielt. Einige sind jetzt wach, aber viele andere schlafen ruhig weiter. Manch einer für immer. Der ein oder andere ist so vielleicht auch glücklicher. Ich nicht!

    • Flizzy says:

      Gute Einstellung, ich teile deine Meinung mit Herrn Podolski und Herrn Stöger. Sind für mich beides Heuchler.

      Timo Horn würde ich nur einen Wechsel zu Dortmund übel nehmen, Herrn Stöger und Herrn Bade hinterwatscheln. Seit dem 2:3 gegen den BVB und der Stöger Affäre, hat meine Symphatie zu diesem Verein arg gelitten. Alles andere wäre irgendwie OK, seit 2002 beim Effzeh, könnte man mit Leben wenn er z.Bsp. zum FC Liverpool gehen würde. Wenn er doch tatsächlich bleibt im Abstiegsfall, beweist er wahre Vereinstreue. Wir werden sehen….

      • OlliW says:

        Geht mir ähnlich. Bloß nicht nach Dortmund!
        Stöger hinterließ eine melancholische, unfitte, verunsicherte Mannschaft mit 3 Punkten. sechs Tage später in komplettem BVB-Ornat aufgelaufen war harter Tobak. Und durch das 2:3 hat er seine „große Liebe“ noch mal zusätzlich an den Abgrund gestoßen. Klar, so ist der Sport. Aber trotzdem ist es scheiße.
        Hab gestern sogar Bergamo die Daumen gedrückt. Aber Stöger hat echt viel Dusel in Dortmund. Überzeigend ist das nicht. Durch die glücklichen Siege ist die Bilanz Stögers besser als die reale Substanz der Schwarz-Gelben! Aber was soll’s…

    • Michael H says:

      Es ist halt einfach, die Kölner Manie, ähm, den Kölner Stolz, auszunutzen.

      Die Sache ist doch die: die Profimannschaft bzw. die zugrundeliegende KGaA ist ein Unternehmen. Wir „jungen“ Fans identifizieren uns mit dem Unternehmen aufgrund irrationaler, emotionsgeladener und schlicht unerklärlicher Gründe. Klar, Tradition bla bla. Was auch immer. Gleichzeitig verunglimpfen einige Hoffenheim, Leipzig und Co. Und natürlich Dortmund (eine Aktiengesellschaft!). Moment. Dortmund? Nein, komischerweise nicht. Achja, die Kölner Ultras finden Dortmunds recht(sextrem)e Ultras ja cool. Ich vergaß (was ist eigentlich aus der Fanfreundschaft mit St. Pauli geworden? Habe meinen Schal hier immernoch rumliegen).

      Und die Spieler? Erklären sich wie sie es halt tun müssen: „Verein X ist mein Verein“. Ujah? Andere rennen direkt dem Geld hinterher. Modeste? J Horn? Neuerdings auch die Trainer – Stöger? Was solls. Wie Stöger letztens sagte: was soll er sich denn gegenüber seinem alten Arbeitgeber bzw. dessen Fans dafür rechtfertigen, dass er nach seinem Rausschmiss (forciert oder nicht) einen neuen Job angenommen hat. So sehr ich Stöger nicht leiden kann – recht hat er. Profifußball ist ein Geschäft und auch Fußballprofis und -funktionäre müssen schauen, wo sie bleiben. Diesen dies übel zu nehmen zeigt nur die eigene Naivität auf.

      Aber… das heißt nicht, dass man nicht bestimmte Spieler oder Funktionäre dafür respektieren kann, dass sie sich gegen bessere Karrieren und für den existierenden Arbeitgeber entscheiden. Auch das mag absolut egoistische Gründe haben (Familie, Status, dass man sich in einer bestimmten Stadt oder in einem bestimmten Umfeld schlicht wohl fühlt). Dennoch kann man das würdigen – wenn man möchte.

      Und T Horn? Hat zumindest nie erklärt, dass er unter keinen Umständen gehen würde. Von daher würde ich keinen Groll gegen ihn hegen und muss mir eingestehen, dass er bessere Mannschaften als die derzeitige finden kann. Das ist sein gutes recht. Aber dankbar müssen wir ihm für seine Zeit hier nicht sein. Denn letztlich hat er nur seinen Job gemacht. Meistens gut. Manchmal herausragend. Ab und zu nicht so gut.

  8. Alf Krispin says:

    Mit verlaub, aber im Profisport geht es bei allen Beteiligten immer nur um die Kohle. Der Unsinn der Ehre wegen seinen Beruf für wenig Geld auszuüben ist absolut schwachsinnig. Bist du gut, dann gibts ´dicke Kohle, bist du nicht gut, dann spielst du beim FC. Warum soll ein Horn nicht auch das Geld eines Ter Stegen verdienen, wenn er könnte. Auch der FC versucht seine Spieler immer so billig als möglich zu bekommen und seine wirtschaftlichen Interessen in den Vordergrund zu stellen. Warum sollte das Gleiche einem Spieler nicht erlaubt sein? Ein weiterer Aufschwung des FC ist momentan Geschichte und leider offensichtlich am geizigen Sparkurs der Einkaufsstrategen gescheitert. Warum sollten diese Versäumnisse nun die wenigen gefragten Spieler ausbaden . Kenne auch keinen Fan der bereit wäre einzuspringen um den jahrelang finanziellen Verlust eines Spielers aus eigener Tasche auszugleichen aber erwarten mit kindlichem Gemüt ewige ehrenhafte, brotlose Treue zum Verein! Wo lebt ihr Samariter eigentlich?

    • Karl Heinz Lenz says:

      Ich glaube nicht daran, dass alle Fußball-Profis nur ans Geld denken. Bin ich deshalb naiv und gutgläubig.? Ich hoffe nicht. Es sind bestimmt auch eine Menge Jungs dabei, die den Fußball genauso lieben wie wir und die einfach aus Leidenschaft kicken und auch deshalb gut sind. Dass sie in diesem verrückten Beruf mit Geld zugeschmissen werden – egal ob sie leidenschaftliche Sportler oder nur gierige Geldschränke sind – gehört mit zum System, so wie es aktuell ist.
      Wenn ich das Gefühl hätte, dass die Jungs alle nur Inkasso-Agenturen sind und sonst nichts, ich glaube nicht, dass ich mir dann noch ein Spiel ansehen würde. Und dann würde ich mit euch hier auch nicht diskutieren – was ich auch schade fände …

      • Alf Krispin says:

        Was du glaubst oder nicht, kannst du halten wie du willst! Tatsache ist, dass das Streben nach höherem spielerischem Vereinsniveau und das erreichen diverser Titelgewinne das logische Ziel eines jeden Profisportlers sein sollte und somit gleichsam einhergehend, bessere Bezahlung zu Folge hat.

      • Michael H says:

        Natürlich denken sie nicht nur ans Geld. Tut der Rest der Bevölkerung ja auch nicht. Uns geht es ebenso um Reputation/Status (wie prestigeträchtig ist der Arbeitgeber/Verein, für den ich arbeite/spiele?), Wohlbefinden (mag ich die Stadt, das Vereinsumfeld, die Mitspieler und Mitarbeiter?), Planungssicherheit (monetär, aber auch bezüglich Familienplanung), persönliche Ziele (Fremdsprachen, andere Kulturen, Karriereoptionen im Anschluss) und so weiter und so fort.

        Und, ja, manche Profis mögen auch deswegen sehr gut Fußball spielen, weil sie gerne Fußball spielen und einfach viel Zeit, Schweiß und Tränen investiert haben.

        Aber mal im Ernst: glauben wir wirklich, dass wir Spieler im Kader haben, die nur beim FC Fuballprofi spielen würden? Präferenzen mag es geben, aber ich bezweifle, dass ein einziger unserer Profis es vorziehen würde, seine Karriere zu beenden, anstatt für Mönchengladbach, Leverkusen oder Bayern aufzulaufen (mal Alter und andere relevante Faktoren außen vor gelassen).

        Und das ist okay so. Immerhin haben wir noch keine Zustände wie in den USA, in denen Vereine auch mal eben Städte wechseln, wenn sich der Eigentümer dazu entscheidet.

    • Stefan Schmitz says:

      vor allem sollte man nicht vergessen, dass wir vor nicht all zu langer Zeit finanziell am Abgrund standen. Es war kurz vor 12!

      Wir sollten, vor allem einem Alex Wehrle gegenüber, tiefste Dankbarkeit zeigen.
      Das was sich in den letzten Jahren bei uns getan hat, ist aller Ehren wert. Unsere erdrückenden Schulden, die teilweise noch aus der „Ära“ Artzinger-Bolten stammen, sind Geschichte!

      Ja, die Modeste- Millionen wurde teilweise verschleudert. Der Cordoba Transfer regt auch mich auf. Aber alles in allem können wir uns sehr glücklich schätzen.

      Wir können uns einen Abstieg leisten, das wirft uns zwar zurück, aber es gefährdet uns nicht. Frag mal beim HSV nach! Wenn es sie erwischen sollte, wovon ich mittlerweile ausgehe, wird es dort duster. Die haben Schulden ohne Ende. Ohne einen Kühne, der auch -bei allem Respekt- nicht mehr ewig leben wird, wären die längst da, wo Kaiserslautern heute ist. Mindestens!

      • Michael H says:

        Zu Cordoba: ich frage mich, warum niemandem aufgefallen ist, dass er vielleicht nicht so das Sprachgenie ist – oder kein Interesse daran hat, Deutsch zu lernen. Wenn man dem trauen kann, was die Medien so berichten, ist das ja schon fast Arbeitsverweigerung – aber wäre defintiiv eine „red flag“ bei der Sichtung und den Verhandlungen gewesen. Vielleicht kann man also Schmadtke doch ein wenig kritisieren, was den Transfer angeht.

        Ansonsten, zu Wehrle: es wird immer gesagt, was für großartige Arbeit er geleistet hat. Ohne das wirklich in Abrede stellen zu wollen – vielleicht haben wir einfach nur seit langer Zeit wieder wen beim FC, der vernünftige Arbeit im Bereich der Finanzen leistet.

  9. OlliW says:

    Nein, es kann nicht nur ums Geld gehen. Das kann nie die alleinige Motivation sein, um Profi zu werden. Wer immer nur aufs Geld blickt, wird nicht so gut, das ist meine Überzeugung. Du musst das lieben und leben und Glücj haben und dran bleiben und viel, viel entbehren, bis Du so weit bist, dass Du zu den wenigen ca. 1000 professionellen Fußballern gehörst, denen ein Verein bereits ist, ein Millionengehalt zu zahlen, dass du allwöchentlich gegen den Ball trittst. Bloß, wenn die Möglichkeit da ist, geht eben die Karriereplanung erst richtig los. Und da diese Gelder im Spiel sind, kommt man als Spieler, Berater und auch womöglich Angehöriger schnell in diesen Strudel.
    Es gibt beim FC eine ganze Reihe Spieler, die eindeutig keine reinen Karrieristen sind, sondern gerne und mit Stolz für diesen komischen und glorreichen Verein spielen. Da bin ich mir sicher und das fühle ich auch. Vor allem in den letzten vier, fünf Jahren.

    • Stefan Schmitz says:

      „Es gibt beim FC eine ganze Reihe Spieler, die eindeutig keine reinen Karrieristen sind, sondern gerne und mit Stolz für diesen komischen und glorreichen Verein spielen. Da bin ich mir sicher und das fühle ich auch. Vor allem in den letzten vier, fünf Jahren.“

      Der Tag der Wahrheit naht. Hoffentlich behälst du zumindest teilweise recht.

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