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Außer Clemens alle fit für Leipzig: Auf wen setzt Ruthenbeck?

Das Lazarett beim 1. FC Köln lichtet sich immer mehr. Anders als zum Ende der Hinrunde kann FC-Trainer Stefan Ruthenbeck aktuell fast aus dem Vollen schöpfen. Auf wen setzt der Coach beim schwierigen Auswärtsspiel in Leipzig?

Köln – Gut gelaunt präsentierte sich Stefan Ruthenbeck am Freitagmittag an der Seite des sportlichen Geschäftsführers Armin Veh bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen RB Leipzig. Trotz Tabellenplatz 18 wolle er mit “breiter Brust” nach Leipzig fahren. Und dabei kann er fast auf den gesamten Kader zurückgreifen.

Alle sind fit und im Training dabei

“Mit Ausnahme von Christian Clemens sind alle fit und werden heute beim Training dabei sein”, sagte der FC-Coach am Freitag. Somit melden sich auch die zuletzt angeschlagenen Marcel Risse, Yuya Osako und Simon Terodde für das kommende Spiel gegen Leipzig zurück.

Marcel ist noch “leicht erkältet, er hat aber kein Fieber mehr”, sagte Ruthenbeck und fügte hinzu: “Yuya hat muskulär etwas gespürt.” Beide konnten bereits am Donnerstag wieder am Mannschaftstraining teilnehmen.

Abwarten bei Terodde und Bittencourt

Bei Simon Terodde, der im Spiel gegen Hannover 96 eine leichte Gehirnerschütterung davon getragen hat, setzt Ruthenbeck weiter auf Vorsicht. Der Stürmer trainiert zwar wieder mit dem Team, doch der Trainer will auch “die Abende abwarten, um zu sehen, wie Simon auf die Belastung reagiert.” Grundsätzlich steht einem Einsatz des Angreifers am Sonntag allerdings nichts im Wege.

Ob es bei Leonardo Bittencourt für einen Platz im Kader oder sogar für die Startelf reichen wird, wollte Ruthenbeck noch nicht sagen: “Bei Leo schauen wir von Tag zu Tag”, so der FC-Coach. Doch er fügte hinzu: “Er ist ein verdienter Spieler und kann für uns den Unterschied ausmachen.” So oder so hat der FC-Trainer bei der Kadernominierung für das Spiel gegen Leipzig zum ersten Mal ein Luxusproblem.

18 Kommentare
  1. Geisbock514 says:

    tschuldigung, is wahrscheinlich nicht richtig Stelle aber ich muss es los werden
    macht mich zu sau,
    vor ein paar Tagen habe ich in der „Fachpresse“ gelesen, dass der Trainer festgestellt hat, dass es Sprachbarrieren beim FC gibt?
    Der Trainer hat erkannt das Herr Cordoba (gilt auch für Girrasy) kein Wort Deutsch, Englisch o. ä. (außer Muttersprache) kann. Nach einem 3/4 Jahr FC und 3 Monate Ruhtenbeck wird festgestellt, „Mir (uns) war nicht so klar, dass er gar nichts versteht“. (Was sind da für Pappnasen am Werk?)
    Das ist nicht nur lächerlich, sondern sehr peinlich so etwas zu sagen!
    Grade lese ich bei one football… „Veh , ich würde anders aufstellen als Ruthenbeck“ ….ganz große Klasse
    !!!!! MACH ES!!!!!!
    Entschuldigung an alle, die anderer Meinung sind

    • Andy Andy says:

      Bin zu 100% bei Dir. Beide sind nicht tragbar für den FC. Bei so einem scheiss Vorstand , da kann man ja nichts anderes erwarten. Mit einem erfahrenen Trainer und Sportvorstand hätten wir die Klasse gehalten. Was hat denn Veh bis jetzt positives gebracht ? Der Spieler der geholt wurde geht noch auf VERSAGER NUMMER 1. Der FC muss sich komplett neu aufstellen, denn sonst werden wir auch in Liga 2 nichts reißen. Aber es gibt ja noch SPIELE GEGEN FORTUNA KÖLN in Liga 3

    • NICK says:

      Ich fand es auch merkwürdig, wie sich Veh zu Aufstellung geäußert hat. Das war nicht schlau, das macht man intern und nicht auf der PK. Aber letzten Endes muss der Trainer seinen Kopf hinhalten und er entscheidet. Wobei ich auch anders aufstellen würde, jedoch ob das besser wäre…???

      —————Guirassy————
      —–Bittencourt—-Koziello—–
      Hector—Öczan—HÖGER—-Risse
      ——–Heintz – Maron – Mere—-
      —————–Horn—————

  2. Immerfc says:

    Da bin ich auch bei dir lieber geisbock 514. Was mich wundert ist das den Spielern nicht mal mit klaren Worten gesprochen wird… es scheint so als ob sich Spieler alles erlauben können, keine klaren ansagen mehr in Richtung Profis nur noch bitte bitte und ich bin euer Freund in der Hoffnung auf Leistung seitens der Profis… ein Trainer ist schon länger nicht mehr der starke Mann nur noch Marionetten der vor der Kamera rumschwafelt… was haben wir noch vor 3 Monaten gehört ich baue auf die Jugend, die gebe ich nicht mehr ab usw… und Nu alle wieder unten und die Herrn Profis dürfen weiter rumstümpern und Phrasen dreschen… wir geben uns nicht auf usw… wir sehen doch die Leistung… die Profis gehen und schliessen ab der fc fan bleibt fc fan ein Leben lang… nur Zahl ich nun nicht mehr, Kündigung der Mitgliedschaft ist schon unterwegs… Stöger mit Abfindung Weg, schmadtke mit Abfindung Weg, osako 24 spiele 3 Tore super Mann? Usw… nee sorry aber mir reicht es… wie lange lässt man den Spielern denn Zeit… einige sind seit 3 Jahren da und wir warten weiterhin auf deren Durchbruch? Wenn ich 3 Jahre Alibi Arbeit leiste werde ich bestimmt nicht GELOBT, geschweige denn mit Abfindung belohnt…

    • Immerfc says:

      Warum weil ich nicht mehr die Abfindungen zahlen will? Hast es doch gut beschrieben fc fan bleibt auf ewig fc fan unabhängig von den Machern… als fc fan bin ich geboren und so gehe ich auch von der Welt eines Tages… sollten die handelnden Personen in meinen Augen wieder gute Arbeit leisten kann und werde ich wieder zahlendes Mitglied sein…sind für dich nur die Fans die Mitglieder eines Vereins sind?

      • NICK says:

        Man muss nicht Mitglied sein, um Fan zu sein. Manchmal ist vllt. auch finanziell nicht möglich. Aber was nervt sind eben die Mitglieder, die immer wieder auftauchen, sobald es im Verein mal nicht stimmt und dann öffentlich in irgendwelchen Foren mit der Kündigung drohen oder stolz ihre schon vollzogene Kündigung verkünden…wen, meint man, interessiert das? Ebenso lächerlich finde ich die Aussage, man könne ja wieder eintreten, wenn es wieder besser läuft. Dann kann man auch keinem Profi vorwerfen, dass er beim Abstieg wechselt und irgendwann zurück kommen möchte…

        „Un mer jon mit Dir wenn et sin muss durch et führ“ – bedeutet für mich nicht „Kündigung, sobald es mal hakt und wieder eintreten, sobald es mir wider gefällt“ Es gibt Gründe die ich akzeptieren kann, aber diesen nicht. Und dann muss man einfach fragen, ob man wirklich „Fan“ ist. Wobei man „Fan sein“ wohl auch stark unterschiedlich sein kann. Von daher mach mit Deiner Mitgliedschaft, was Du willst, aber eine Kündigung in der jetzigen Situation, ist in meinen Augen nix Tolles und nix das man stolz irgendwo in einem Forum verkünden muss…

  3. ralf brostewitz says:

    ….da geht es mir so wie nick, ich kann den spielern nicht vorwerfen das sie gehen und gleichzeitig kündige ich die mitgliedschaft – ist schon sehr befremdlich ! die aussage von veh auf der pk sehe ich aber nicht so dramatisch – wie oft wird den hier geschrieben – oh falsche aufstellung, ich hätte es so gemacht etc. etc., er hat es dann doch klar erklärt das er nicht immer beim training dabei ist – wie wir auch nicht – und das der coach nach seinen trainingseindrücken aufstellt !

  4. Karl Heinz Lenz says:

    Vor kurzem wurde ich in einem anderen Fan-Forum von einem der Redakteure als „Küchenpsychologe“ charakterisiert. Anlässlich der Pressekonferenz von Armin Veh und Stefan Ruthenbeck möchte ich mich noch einmal auf diesem Gebiet versuchen:

    Es fiel mir auf, dass bei der Pressekonferenz der Geschäftsführer Sport dabei war. Vielleicht war das schon einmal der Fall und ich habe es verpasst. Jedenfalls war in der Zeit, als Peter Stöger unser Cheftrainer war und ich mir die Pressekonferenzen anguckte, der damalige Geschäftsführer Sport nie dabei. Von daher war der Auftritt von Armin Veh gestern Mittag etwas Besonderes. Was mag der Grund gewesen sein? Ich jedenfalls habe es mir seit dem Arbeitsantritt von Stefan Ruthenbeck eigentlich immer schon gewünscht, dass Armin Veh dabei ist und seinem neuen, jungen Trainer beim Auftritt vor der Presse Rückendeckung gibt und demonstriert „Wir sind ein Team, wir ziehen an einem Strang!“ Im Unterschied zu früher, als der Manager des Jahres und der Trainer des Jahrhunderts noch bei uns waren.

    Nun geriet gestern der Auftritt von Armin Veh aus meiner Sicht überraschend. Ich hätte nie erwartet, dass Armin Veh von sich selbst aus – ohne von den Journalisten gefragt zu werden – darauf zu sprechen kommt, dass er die Mannschaft anders spielen lassen würde. Man kann sagen: „Das war aber ehrlich!“ Die Freunde unter uns, die fordern, dass im Fußball endlich mit den nichtssagenden und beim Berater eingeübten Statements Schluss sein soll, werden sich gefreut haben. „Endlich sagt mal jemand die Wahrheit!“ Ich frage mich aber, ob diese Wahrheitsliebe nicht besser in einem Vieraugengespräch ausgelebt worden wäre. Ich selbst habe mir schon gewünscht, dass Armin Veh mit unserem neuen Cheftrainer im engen Austausch ist und ihm als sein Vorgesetzter vielleicht auch mal sagt, wie er wünscht, dass die Mannschaft spielt. Beispielsweise die Aufstellung gegen Frankfurt: Als ich die gesehen habe, habe ich direkt gedacht, dass das eine Angst-Aufstellung ist. Und so hat unsere Mannschaft dann auch gespielt. Armin Veh sollte sich ruhig einmischen, finde ich.

    Dass zu betonen, war wohl vielleicht der Sinn seines Auftrittes bei der Pressekonferenz. Warum sollte er dort sonst lang und breit erzählen, dass er 27 Jahre bzw. 40 Jahre Trainer-Tätigkeit im Profifußball hinter sich hat? Das habe ich als Wink mit dem Zaunpfahl verstanden.

    Gleichzeitig aber wirkte Armin Veh auf mich während der Pressekonferenz nicht wirklich präsent, eher unsicher, mit vergleichsweise leiser Stimme. Ich kenne ihn ja nicht, aber man hatte nicht den Eindruck, dass da gestern der Boss saß.

    Anders Stefan Ruthenbeck, der sehr geerdet wirkte, präsent, mit deutlicher Stimme, mit Selbstbewusstsein und klaren Aussagen. Wenn ich die drögen und durch viel Ächsen, Stöhnen und Schulterzucken untermalten Pressekonferenzen seines Vorgängers vergleiche, so macht er einen wirklich guten Eindruck.

    Und was machen wir jetzt mit diesen Eindrücken? Natürlich bleibt alles Spekulation, weil wohl keiner von uns weiß, was im Geisbock-Heim wirklich läuft. Unter „normalen“ Umständen gäbe es nach dieser Pressekonferenz Schlagenzeilen wie „Veh will FC anders spielen lassen als Ruthenbeck!“ Und das wäre „normalerweise“ ein Zeichen dafür, dass ein Trainerwechsel bevorsteht.

    Nun ist beim FC ja eigentlich wenig „normal“. Wir sind ja „spürbar anders“, oder …

  5. Alf Krispin says:

    Genau genommen ähnelt Veh, die letzten Jahre betrachtet, einem Looser. Entweder hat er selber das Handtuch geworfen oder er wurde mangels Erfolges verabschiedet! Das finanzielle Gnadenbrot und Zeichen für erfolglose Trainer ist dann meist ein Einstieg ins TV-Geschäft als Sprechpuppe. Ich glaube Köln hat da aus der Not heraus einfach zu schnell den Posten des wichtigen Sportdirektors besetzt. Hoffentlich wird das nicht ganz rasch zum Boomerang!

  6. Huey L. says:

    Ich fand den Auftritt von Armin Veh auf der Pressekonferenz auch wenig überzeugend und im Nachgang unglücklich. Was wahrscheinlich als kumpelhafte und flapsige Bemerkung gedacht war (Thema Aufstellung), erwies sich schnell als Boomerang, wenn man sich einmal den Pressespiegel anschaut. Ansonsten möchte ich auch nicht wieder ein altes Fass aufmachen, aber ich sehe mich immer mehr in meiner damaligen These bestätigt, dass man an Schmadke festhalten hätte müssen. Bitte nicht falsch verstehen und mich als den absolut blauäugigen Schmadke Fan abstempeln. Der hat wahrlich keine Meisterleistung in der Transferpolitik im Sommer, mit dem vielen zur Verfügung stehenden Geld vollbracht, hätte aber im Winter die Chance zur Korrektur verdient gehabt. Sein (wahrscheinlicher) Vorschlag, sich vom Pitter zu trennen, hätte rückblickend zwar wahrscheinlich Tumulte zum damaligen Zeitpunkt rund ums Geißbockheim ausgelöst (ich hätte das zugegebenermaßen zu dem Zeitpunkt auch nicht verstanden/begrüßt), vermutlich hätten wir dafür heute aber mehr Punkte auf dem Konto… . Er hatte da wohl schon eine gewisse Weitsicht, die ihm allerdings bei den Sommertransfers – wie angesprochen- leider abhanden gekommen ist.
    Ich weiß, ist reine Spekulation, aber wahrscheinlich wäre es günstiger (Abfindung) und wahrscheinlich sportlich besser für den FC gelaufen. Aber der Pitter war damals einfach zu beliebt und wurde nicht als Nubbel gesehen.
    Man sollte nicht vergessen, dass es eben nicht nur „Krampen“ waren (wie hier schon mal geschrieben wurde), die Schmadke geholt hat, sondern durchaus auch Spieler, die den FC sportlich und finanziell aus dem Tal der Tränen in seiner Amtszeit geholt haben. Früher wurden „Namen“ für viel Geld gekauft und Spieler immer nur mit Verlust abgegeben. Terodde wollte er übrigens auch im Sommer schon holen und hätte es wahrscheinlich im Winter auch gemacht, Koziello stand wohl auch auf seinem Beobachtungszettel… .
    Ich weiß, da war jetzt ne Menge Spekulation, „hätte“ und Glaskugelseminar dabei, musste aber mal raus.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Ich sehe das eigentlich so wie du. Die langen Wochen ohne einen Sportgeschäftsführer haben dem FC im Herbst und im frühen Winter 2017 schwer geschadet. Der Vorstand und der Finanzgeschäftsführer mussten dann gegenüber Fans und Öffentlichkeit die den Sport betreffenden Dinge vertreten und erklären, die eigentlich ein Sportgeschäftsführer hätte vertreten und erklären müssen, bis hin zur dann doch vollzogenen Entlassung des Cheftrainers.

      In „11 Freunde“ wird in einem langen Artikel versucht, den Absturz unserer Mannschaft und unseres Vereins unter Schmadtke und Stöger zusammenfassend zu erzählen und die Ursachen zumindest anzudeuten. Wir haben das hier im Forum ja auch alles durchdiskutiert, man kann vieles von dem für 5 Euro dort nachlesen.

      Was ich in diesem Artikel interessant fand, war die Aussage, dass es schon seit Beginn der Saison 2016/2017 zwischen Schmadtke und Stöger Meinungsverschiedenheiten über die Führung der Mannschaft gegeben haben soll. Schmadtke war demnach der Meinung, die Mannschaft könne mehr, nur der Trainer hole nicht genug aus den Jungs raus, während Stöger die Mannschaft am Limit sah. Da muss was dran sein, denn ich erinnere mich, dass Schmadtke so etwas in einem Doppelinterview sagte, das er damals zusammen mit Stöger dem „Kicker“ gab. Tatsächlich ist es ja auch so, dass die Mannschaft in der Saison 2016/2017 zum ersten Mal unter Schmadtke/Stöger längere Phasen hatte, wo sie schlecht spielte und es zunehmend Murren gab, auch über die Aufstellungen, mit denen das Team ins Spiel ging.

      Was Peter Stöger angeht, wird in „11 Freunde“ der Eindruck nahe gelegt, dass bei ihm irgendwann die Luft raus war. Bekannt geworden ist ja das Interview, in dem er berichtete, nach dem triumphalen letzten Saison-Spiel, das den fünften Platz in der Abschlusstabelle brachte, völlig leer und abwesend alleine in der Kabine gesessen zu haben. Aus welchen Gründen es zu dieser Stimmungsverdunklung kam ist schwer zu sagen. Jedenfalls soll er nach der anschließenden verkorksten Saisonvorbereitung im Sommer und seit Beginn der laufenden Saison Schmadtke gegenüber häufig damit kokettiert haben, er würde ja demnächst sowieso entlassen. Wenn man das so liest, dann hat man den Eindruck, dass da jemand mit dem FC schon längst abgeschlossen hatte, aber die Ausgangs-Tür nicht fand.
      Schade, dass Stöger später andere für schuldig sprach („FC tritt menschliche Werte mit Füßen“) und es bisher noch nicht geschafft hat, sich in einer ernstzunehmenden Art und Weise dazu zu bekennen, dass er als Trainer für den Absturz der Mannschaft Verantwortung (oder zumindest Mitverantwortung) trägt.

      Jörg Schmadtke erscheint in „11 Freunde“ als jemand, der nach außen ein Rauhbein ist, aber dahinter sich ein leicht verletztbarer Mensch verbirgt. Werner Spinner zufolge hätte der Vorstand – hätte Schmadtke verlangt „Ich oder Stöger!“ – sich auf jeden Fall für Schmadtke entschieden. Schmadtke stellt sie Sache hingegen so dar, dass er die Entlassung von Stöger gewollt habe, es aber „in den Gremien“, so seine Formulierung, es darüber keine Einigkeit gegeben habe. Daher sei er handlungsunfähig gewesen, was nachvollziehbar ist, wenn es denn so war. Stöger selbst hat erzählt, er habe im Vorzimmer gesessen, als Schmadtke im Oktober drinnen beim Vorstand und bei Alexander Wehrle saß und er habe – so Stöger – in diesem Moment fest mit seiner Entlassung gerechnet. Zu seiner Überraschung sei dann der abgefundene Schmadtke derjenige gewesen, der das Feld geräumt habe. Schmadtke stellt sein Verhältnis zu Stöger so dar, dass er im Laufe des Jahres zunehmend den Kontakt zu ihm verloren habe. Stöger habe mit ihm nicht mehr gesprochen, jedenfalls nicht mehr verbindlich und vertrauensvoll. Er sei Stöger quasi hinterhergelaufen, aber er habe den Eindruck gehabt, er sei dem Trainer damit lästig gefallen. Und das in einer Zeit, in der Schmadtke schrittweise zum Bösewicht ernannt wurde (BILD im Herbst: „Wenn der FC absteigen sollte, dann ist das Ihre Schuld, Herr Schmadtke!“), während Stöger – wohl auch aufgrund seiner intensiven Medienarbeit – immer mehr in den Himmel gehoben wurde. Das muss Schmadtke mehr zugesetzt haben, als man auf den ersten Blick vermutet.

      Warum der Vorstand in dieser Situation Schmadtke nicht stützte und Stöger nicht entließ, wird in dem Artikel in „11 Freunde“ leider nicht behandelt. Du, lieber Huey, vermutest ja, dass der Vorstand angesichts der irrationalen, aber dennoch massiven medialen und Fan-Unterstützung nicht die Traute hatte, die Reißleine zu ziehen, spätestens nach dem Heimspiel gegen Hoffenheim. Das kann schon so sein.

      • Huey L. says:

        „Du, lieber Huey, vermutest ja, dass der Vorstand angesichts der irrationalen, aber dennoch massiven medialen und Fan-Unterstützung nicht die Traute hatte, die Reißleine zu ziehen…“
        Ja, hinzu kommt, lieber Karl Heinz, dass es ja auch innerhalb des Vorstandes keine einhellige Meinung gab „Stichwort Peter Stöger zum Arsene Wenger des FC machen“. Und jetzt kommt noch was, mit dem ich mir quasi selbst widerspreche, wenn man meinen obigen Kommentar liest. Hätte man Stöger gegen alle Widerstände entlassen, wäre Schmadke noch mächtiger geworden. Er hätte sich einen Trainer ausgesucht, der ihm genehm und passend ist und bestimmt keinen Querdenker. Die „Alleinherrschaft“ von Schmadke ist dem Vorstand ja erst richtig bewusst und klar geworden, als sie in das zu Recht von dir angesprochene Vakuum nach der Entlassung Stöger/Schmadke gestoßen wurden. Da hat man erst gemerkt, dass Schmadke eine viel zu hohe und unkontrollierte Machtfülle hatte, durch die es zu diesen fragwürdigen Personalentscheidungen im Sommer erst kommen konnte. Man hat aus diesem Fehler gelernt und Besserung gelobt, Veh hat einen kompetenten Mann an die Seite bekommen, die Scoutingabteilung soll zum Glück (endlich) ausgebaut werden. So kann man aus diesem ganzen Dilemma schlussendlich das Fazit ziehen, das auch Jürgen Becker am Ende der Mitternachtsspitzen häufig zieht: “ Nix is esu schläch, dat et nit och für irjend jet joot is!“

  7. ralf brostewitz says:

    …was für eine kaderzusammenstellung ? 3 stürmer : terodde okay, osako ? pizarro ? wo ist zolli,sehrou, cordoba ? gegen die laufstarken und schnellen rb spieler pizzaro und lehmann ?? wenn das man nicht von vornherein in die hose geht ….

  8. Andreas Bartelmes says:

    Wisst ihr noch… in der Saison 10/11 hat sich der Sportliche Leiter Volker Finke für die letzten 3 Spiele auf die Bank gesetzt und den Übergangslösung Trainer beerbt. Die gleiche Situation wie jetzt. Ich habe so das Gefühl, dass das wieder eintritt. Veh löst Ruthenbeck ab…

    • NICK says:

      Ich muss zugeben, dass war auch einer meiner ersten Gedanken, als ich Aussage von Veh auf der PK hörte. Ich hoffe, dass dies nicht eintritt – wir brauchen einen anständigen Sportdirektor der die neue Saison vorbereitet und keinen „Vater-Trainer“, der sich irgendwann selbst auf die Bank setzt…

  9. Andy Andy says:

    Morgen ist der FC abgestiegen. Es gibt richtig was auf die F. Wenn ein Veh seinen Trainer in den Schatten stellt , und er meint er hätte als Trainer immer anders aufgestellt dann sieht man doch hier das der nicht richtig tickt. Mein Gott was ist denn hier wieder für eine Scheisse am backen. Wann kommt mal ein Vorstand der uns wieder auf den Weg bringt? Spinner hat doch als Leverkusener nichts beim FC zu suchen. Ist ein Blender.

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