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Nach verpasstem Sieg: War das der eine Nackenschlag zu viel?

Der Rückstand des 1. FC Köln auf den Relegationsplatz ist nach dem Sieg des 1. FSV Mainz 05 über Berlin und der gleichzeitigen Punkteteilung des Effzeh gegen Hannover auf neun Punkte angewachsen. Bei noch elf ausstehenden Partien ist die Rettung zwar noch theoretisch möglich, allerdings auch wieder ungleich schwieriger geworden. 

Köln – Die Nachspielzeit in Müngersdorf hätte am Samstagnachmittag an Dramatik nicht überboten werden können. Erst die pure Erlösung nach dem Treffer von Claudio Pizarro zum 2:1, dann die bittere Erkenntnis, das Spiel nach dem Videoentscheid doch nicht gewonnen zu haben. Wieder einmal ein Nackenschlag für den Effzeh, nachdem man sich auf einem guten Weg gewähnt hatte.

Wie viele Rückschläge kann eine Mannschaft verkraften?

Wenn man sich den bisherigen Saisonverlauf vor Augen führt, musste der Effzeh mehr als nur ein paar Nackenschläge verkraften. Die Niederlage gegen den VfB Stuttgart, nachdem man die drei Punkte ebenfalls bereits zum Greifen nahe hatte. Der Witz-Elfmeter für Mainz 05 und die damit verbundene Niederlage. Das 3:4 gegen den SC Freiburg nach eigenem drei-Tore-Vorsprung. Und jede einzelne Verletzung in der Hinrunde dämpfte die Stimmung am Geissbockheim aufs Neue. Und nun der aberkannte Siegtreffer, nachdem man bereits über zwei Minuten gejubelt hatte und der den Effzeh wieder auf sieben Zähler herangebracht hätte. „Wir haben ein paar Nackenschläge gut verdaut, die Punkteausbeute ist aber zu schlecht“, sagte Stefan Ruthenbeck nach dem 1:1. Die Frage ist nur, wie viele dieser Nackenschläge kann die Truppe noch wegstecken?

Zwischen Himmelhoch jauchzend und zum Tode betrübt

Klar ist, hätte der Schiedsrichter eine Minute früher abgepfiffen oder der Linienrichter das Abseits sofort angezeigt, die verlorenen zwei Punkte hätten wohl weniger geschmerzt. Jubelstürme der Erleichterung brachen aus und die Hoffnung auf das Wunder hatte neues Feuer gefangen. Bis der Schiedsrichter mit seinen Händen ein Viereck zeichnete und damit ausdrückte, dass der Videoassistent eingegriffen hatte. Eine dramatische Schlussphase zwischen Himmelhoch jauchzend und zum Tode betrübt.

Ich kann die Tabelle lesen

Nun müssen die Kölner diese Situation bis zum nächsten Spiel in Leipzig aus den Köpfen bekommen und einen neuen Versuch starten. Seit vier Spielen ist die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck nun schon ohne Sieg und neun Punkte Rückstand bei noch elf ausbleibenden Spielen sind eine große Hürde. Das weiß auch der Trainer: „Ich kann die Tabelle lesen. Aber wenn wir noch einmal eine Serie starten, können wir nochmal rankommen.“ Denn auch wenn die Aufgabe immer schwieriger wird, an Resignation denkt am Geissbockheim niemand: „Ich werde nicht aufgeben und die Jungs werden es auch nicht. Das, was wir heute gesehen haben, so spielt keine Mannschaft die aufgibt. Wir werden noch Punkte einfahren, davon bin ich überzeugt.“ Wenn man dem Effzeh eines nicht vorwerfen kann, dann, dass sie es nicht versuchen würden. Vielleicht folgt die Belohnung dafür ja schon am nächsten Spieltag.

1 Antwort
  1. Rene Offergeld says:

    Alles versucht? Wenn das gegen Frankfurt oder Hannover als alles versucht durchgeht dann gute Nacht und träumt schön weiter… ok verstehe das wir nicht zaubern den Gegner in Grund und Boden spielen aber 90 Minuten volldampf muss doch drin sein… und erzählt mir nix ich habe das Spiel gesehen…

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