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Führungsbeben beim HSV: Weg für Schmadtke frei?

Der Hamburger SV hat am Donnerstag einen personellen Kahlschlag in der Führungsetage vollführt. Der neue Präsident und Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann hat Vorstandsboss Heribert Bruchhagen vor die Tür gesetzt und in einem zweiten Schritt den bisherigen Sportdirektor Jens Todt gleich mit entlassen. Kommt jetzt Jörg Schmadtke zum HSV?

Hamburg – Es ist ein Führungsbeben beim abstiegsbedrohten Hamburger SV. Der Bundesliga-Dino, der zusammen mit dem 1. FC Köln am Tabellenende steht und erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die Zweite Liga absteigen könnte, hat sich vom Vorstandsboss und vom Sportchef getrennt.

Wird Schmadtke der neue Sportvorstand?

„Die HSV Fußball AG startet ihre Neuausrichtung“, gab der Klub am Donnerstag bekannt. „Wir haben uns nach eingehender Analyse der Gesamtsituation zu diesem Schritt entschieden und widmen uns nun der Neuausrichtung“, ließ sich Hoffmann zitieren und setzte Frank Wettstein als Alleinvorstand ein. Wettsteins erste Amtshandlung war die Entlassung von Jens Todt als Sportdirektor.

Der Aufsichtsrat werde nun „die Suche nach geeigneten Kandidaten für die Komplettierung des Vorstandes“ beginnen. „Wir erstellen ein konkretes Anforderungsprofil und werden einen geordneten Prozess angehen, mit dem wir den besten Kandidaten für den HSV finden wollen“, sagte Hoffmann, der bereits vor zwei Wochen erklärt hatte, der HSV brauche einen starken Sportvorstand. Diesen Posten gab es bis dato beim HSV nicht. Wird er nun für Jörg Schmadtke geschaffen?

Dann muss man einen Haken dahinter machen

Der ehemalige Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln stand schon vor seinem Wechsel 2013 zum Effzeh beim HSV auf der Liste. Die Gespräche verliefen damals aber nicht harmonisch, sodass Schmadtke schließlich an den Rhein und nicht an die Elbe wechselte. Nun scheint der Weg frei für den HSV, zumal er vergangene Woche beim „kicker.tv“ betonte, seine Zeit beim FC analysiert und die Akte geschlossen zu haben: „Man setzt sich damit intensiv auseinander, wie die eigene Rolle war – um das nächste Mal eine andere Reaktion zeigen zu können. Dann muss man einen Haken dahinter machen.“

Der 53-Jährige dürfte also bereit sein für eine neue Aufgabe. Vergangene Woche bestand laut eigener Aussage zwar noch kein Kontakt zum HSV. Das könnte sich nun aber geändert haben. Nach der Entlassung von Bruchhagen und Todt wäre das Feld für einen Wechsel Schmadtkes nach Hamburg jedenfalls bereitet. Und dass der HSV für den Manager schon einmal reizvoll war, deutet darauf hin, dass Schmadtke dieses Mal die Chance beim Schopf packen könnte.

9 Kommentare
  1. Horst Simon says:

    Nach dem Desaster in Köln kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Bundesligist
    Schmadtke verpflichtet. In Aachen, Hannover und am Anfang in Köln konnte er sich
    auf seinen Scout Dr. Jacobs verlassen. Mit diesem ist er bekanntermaßen nicht mehr
    zusammen. Welche bundesligatauglichen Spieler hat denn Schmadtke alleine in 16/17 in
    17/18 verpflichtet? Wenn ich an Cordoba für 17 Mio. denke, könnte ich in die Luft gehen.
    Schmadtke hat nicht erkannt, wo Verstärkungen nötig gewesen wären.
    Nur deshalb stehen wir da, wo wir stehen.

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