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Heintz auf Schalkes Liste: Ablöse über zehn Millionen?

Dominique Heintz könnte den 1. FC Köln im Abstiegsfall aufgrund einer Ausstiegsklausel verlassen. Am Dienstag sickerte durch, dass der FC Schalke 04 der heißeste Kandidat für einen Wechsel des Innenverteidigers ist. Die Königsblauen müssten für den 24-Jährigen aber tief in die Tasche greifen.

Köln – Dominique Heintz war noch kein Jahr in Köln, da verlängerte er seinen Kontrakt bereits vorzeitig bis 2021 und ließ eine Ausstiegsklausel aus dem Vertrag streichen. Diese Klausel galt in jedem Fall, ligaunabhängig und belief sich auf eine mittlere, einstellige Millionensumme.

Ausstiegsklausel in Höhe von zehn Millionen Euro

Im Sommer 2018 könnte allerdings eine andere Klausel greifen, die im neuen Vertrag verankert wurde: für den Fall eines Abstiegs des 1. FC Köln. Wie die Ruhr Nachrichten berichten, beläuft sich diese Klausel auf zehn Millionen Euro und würde den Geissböcken somit einen beträchtlichen Geldsegen garantieren, sollte es tatsächlich in die Zweite Liga gehen.

Dieser Fall ist nach dem 1:3 bei Werder Bremen noch ein Stückchen wahrscheinlicher geworden. Und so wundert es nicht, dass sich immer mehr Vereine beim Effzeh umsehen und überlegen, welcher Spieler im Abstiegsfall für sie interessant sein könnte. Wie der GEISSBLOG.KOELN erfuhr, hat der FC Schalke 04 seine Fühler nach Heintz ausgestreckt und will den 24-Jährigen im Sommer verpflichten.

Schalke will Heintz für die Dreierkette

Die Königsblauen steuern in dieser Saison unter Domenico Tedesco auf eine internationale Teilnahme hin, könnten sogar die Champions League erreichen. Für die Dreierkette im Defensivverbund suchen die Schalker zur nächsten Saison einen neuen Linksfuß. Heintz gilt als Wunschkandidat von Sportchef Christian Heidel. Und weil der Abstieg der Kölner in diesen Tagen immer wahrscheinlicher wird, wird auch ein Abschied des Pfälzers im Sommer immer realistischer. Am Montagabend bestritt Heintz sein 100. Pflichtspiel für den FC. Es scheint, als werden nur noch acht weitere hinzukommen.

13 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Der FC und wir als FC-Fans müssen eines in den kommenden Wochen und Monaten unbedingt seinlassen: die jetzigen Spieler beim FC halten zu wollen und das vielleicht noch unter der Überschrift „Wir kämpfen um den oder jenen Spieler!“ oder unter dem Motto „Zeige, ob du den FC im Herzen hast oder ob du nur ein geldgeiler Typ ohne Vereinstreue bist!“ Das würde – ich bin der festen Überzeugung – dem FC nur schaden und keinem nützen.

    Ein Negativbeispiel für solche „Wir wollen den Spieler/die Spieler unbedingt halten“-Kampagnen ist Borussia Dortmund, zugegeben auf einem anderen Niveau. Die Wechsel von Götze zu den Bayern, von Sahin zu Real, von Kagawa und Mkhitaryan zu ManU, von Lewandowski und Hummels zu den Bayern, von Dembele zu Barca und von Aubameyang zu Arsenal waren in der Mehrheit mit Konflikten und Misstimmungen verbunden. Der BVB stellte sich in diesen Konflikten als das unschuldige Opfer anderer großer Vereine dar, ohne damit jedoch irgendetwas an dem Wechsel des betreffenden Spielers ändern zu können. Schließlich stand Dortmund trotz der hohen Ablösen als Looser-Verein da, dem die Spieler auf der Nase rumtanzen. Diese unglückliche, weil an den Realitäten vorbeigehende Personalpolitik ist dem BVB in dieser Saison auf die Füße gefallen, wie der merkwürdige Zustand des Vereins und der Mannschaft zeigt.

    Der FC sollte am Ende und nach Abschluss der laufenden Spielzeit unbedingt vermeiden, in ein ähnliches Tauziehen mit Noch-FC-Spielern zu geraten. Das kostet wahnsinnig viel Energie und ändert doch an den Tatsachen, dass normalerweise die Spieler sich durchsetzen, nichts. Stattdessen sollte es heißen: Reisende soll man nicht aufhalten und die vor Reiseantritt zu erzielenden Ablösen nehmen wir gerne mit.

    Außerdem glaube ich nicht, dass es sportlich gesehen klug ist, die Mannschaft zusammenhalten zu wollen. Wie schon öfters an dieser Stelle diskutiert: Die Mannschaft ist in ihrer jetzigen Zusammensetzung offenbar an ihrem Limit angekommen und ein Umbruch mit neuen Spielern wäre das Beste.

    Das gilt auch für Dominik Heintz. Wenn er bei Schalke anfängt, dann wird er dort ungefähr das Dreifache wie beim FC verdienen. Und er wird in einer Mannschaft sein, in der er – wenn für ihn alles gut laufen sollte – in den Kader der Nationalmannschaft aufrücken könnte.

    Und die Vereinstreue? Mit diesem Schlagwort kann ich gar nichts anfangen. Schäfer, Overath, Weber, Flohe und wie alle die großen Namen der 1960er und 1970er Jahre lauten, bis hin zu Toni Schumacher und anderen, waren doch in ihrer Mehrzahl Kölner oder Rheinländer. Ist doch klar, dass die eine enge Verbindung zum FC hatten. Köln war für die meisten von ihnen doch auch Heimat! Dominik Heintz aber ist ein junge aus der Pfalz. Das ist dem seine Heimat. Aber es ist doch verständlich, dass er zum FC und zu Köln ein anderes Verhältnis hat als die großen Namen aus den 1960er und 1970er Jahren. Jonas Hector ist Saarländer. Meré ist Spanier. Maroh ist Slowene. Sörensen ist Däne, um nur mal die Abwehrspieler zu nennen. Poldi, der Kölner schlechthin („Liebe deine Stadt“), unsere angebliche „FC-Ikone“, tingelt seit Jahren von einem Verein zum nächsten.

    Und die „aktive Fan-Szene“? Hat die denn wenigstens Vereinstreue? Zum Teil sicher schon. Wobei ich aber vor allem diejenigen wahrnehme, die sich nur für ihre eigenen Themen und für die Sonder-Anliegen ihrer Gemeinschaft (oder sollte man sagen Sekte?) interessieren. Ein echtes Interesse an Mannschaft und Verein möchte ich für eine Minderheit dort sicherlich annehmen, sehe ich aber von meinem Standpunkt aus bei der Mehrheit nicht.

    Also lass uns, was die auf uns zukommenden Spielerwechsel angeht, den Ball flach halten. Ich würde mich freuen, wenn es Armin Veh und seinen Mitarbeitern gelingen sollte, für die kommende Saison mit Klugheit und Geschick ein neues Team zusammenzustellen. Wie es aussieht, wohl für die 2. Liga. Aber egal, auch in der 1. Liga geht es mit der jetzigen Mannschaft nicht mehr.

    • Ali Perez says:

      Spieler mit Ausstiegsklauseln wird man wohl kaum halten können, wenn sie weg wollen und sie das dementsprechende Angebot erhalten.
      Aber Spieler mit gültigen Verträgen sollte man gegebenenfalls schon zum Verbleib zwingen, wenn sie zum Grundgerüst für die 2. Liga gehören sollen und die Angebote für sie nicht hoch genug sein sollten. Wo kommen wir denn da hin? Hannover hat das z. B. mit Sané durchgezogen und der spielt immer noch für die Niedersachsen. Na klar hat der ein paar Tage geschmollt, aber man kann doch vor den Spielern nicht einknicken. Niemand außer ein paar Romantiker fordert Vereinstreue, aber Vertragstreue kann man durchaus einfordern. Deine Beispiele hinken in unserem Fall, denn keiner unserer Spieler besitzt die Exklusivität eines Dembele, Götze, Lewandowski usw.. Insofern haben wir wohl kaum mit Streiks zu rechnen. Jeder unserer Spieler ist ersetzbar; das ist eine völlig andere Ausgangslage.

      Für 10 Millionen ist Heintz kein Schnäppchen. Ich denke, damit könnten wir prima leben. Kempf vom SC Freiburg kann man z. B. ablösefrei verpflichten und der ist meines Erachtens wesentlich talentierter.

      • Karl Heinz Lenz says:

        Ich bin ganz nahe bei dir, Ali.
        Was ich sagen wollte: Der Kölner denkt normalerweise nicht, er fühlt. Beispielsweise brachten die Kölner Blätter in diesen Tagen Artikel zum Thema „Zukunft von Ruthenbeck“. Ich habe die so verstanden, als wollten die Schreiber sich dafür einsetzen, dass Ruthenbeck nach Saisonende Trainer des FC-Profis bleibt, egal in welcher Liga. Das ist typisch Köln: Der Mann hat sich eingesetzt, er ist ein guter Kerl, ne Kölsche Jung, der das Hätz auf dem rechten Fleck hat. Stimmt ja alles! Nur das kann kein Grund sein, dass er Trainer des FC bleibt. Das muss Armin ganz nüchtern analysieren und nach sportlich orientierten Vernunftgründen entscheiden. Und so, das wollte ich sagen, muss es auch mit den Spielern gehen: Cool und nüchtern, rein an der Frage orientiert, ob der Spieler in der 2. Liga eine Hilfe oder ein Klotz am Bein ist. Und diese Frage hat mit den Verträgen erst Mal nichts zu tun. Auch von einem Spieler, der keine Ausstiegsklausel hat und der den Schritt von einem ewigen Talent zu einem guten Bundesligaspieler immer wieder nicht geschafft hat, darf der FC sich trennen wollen.

        • Horst Simon says:

          Genau so sollte es sein. Nur Spieler halten, welche uns in der
          2. Liga weiter helfen. Einige werden uns mit Sicherheit
          verlassen u. a. Heintz, Hector, Mere, Timo Horn usw.
          Es stellt sich allerdings die Frage, welche Spieler wir nach den
          freiwilligen Abgängen noch gebrauchen können.
          Mir fallen nicht sehr viele ein!

        • Ali Perez says:

          Jaja… …die kölsche Seele… …neigt leider zum Mittelmaß. Da gebe ich dir absolut recht. SR wird noch überzeugende Spiele brauchen, wenn er den Cheftrainerposten behalten will; da bin ich mir sicher. Die Liste seiner Fehleinschätzungen wird doch immer länger. Was die Spieler betrifft bin ich mal gespannt, was passiert. Um Meré haben sich letzte Saison nicht viele Vereine gerissen und mit Malaga wäre er bereits abgestiegen, hätte er das Angebot angenommen. Heintz ist für sein Können wie schon gesagt mit 10 Mios kein Schnäppchen und Hector muss auch erstmal wieder Leistung zeigen. Wirklich sicher wechseln wird meiner Meinung T.Horn.

    • Sasko Danev says:

      Ich finde den Kommentar richtig gut. Ich verstehe auch nicht, warum viele Fans die vermeintlichen Leistungsträger unbedingt halten wollen. Ein Heintz, der ein wesentlicher Bestandteil der Mannschaft bzw. der Abwehr ist, hat zusammen mit seinen Kollegen fast 2 Tore pro Spiel kassiert. Im Moment qualifiziert er sich damit nicht für die 1. Liga. Ich würde als Manager einer Bundesliga-Mannschaft auch keine Absteiger kaufen. Die haben ja bewiesen, dass sie 1. Liga nicht können. Ein Umbruch ist eine notwendige Maßnahme bei einem Abstieg. Wenn Schalke 10 Mio. zahlt sollte man dankbar sein und den Spieler abgeben.

  2. Ottla says:

    Startelf 1. Spieltag – Liga 2:

    Pollersbeck/Mister X

    Horn/Handwerker – Meré – Maroh/Mister X – Klünter

    Mister X – Koziello – Özcan – Risse

    Terodde – Guirassy/Cordoba

    Zoller? – weg! – hat nur stagniert
    Osako? – weg! – hat nur stagniert (5-7 gute Spiele und der Rest für die Grotte reicht nicht)
    Heintz? – weg – aber hey, 10 Mio für den!
    Horn? – weg! – bitter – ist dann aber so (dafür, was, knapp 20 Mio oder so? – Hammer!)
    Hector? – weg? (dann ebenfalls ja mind. 20 Mio) – aber wer weiß, vl. bleibt er ja sogar? –
    Sörenesen? – glaube, der bleibt sogar… wenn nicht – mehr als 5 Mio für den ist Knaller! (so toll ist der nicht – wer soll den wollen?)
    Meré – unbedingt halten!
    Bittencourt – weg? – oder wer weiß? – ansonsten hier wohl krasseste Baustelle (aber wir werden viel Geld für ihn bekommen)
    Höger, Jojic, Olkowski und Clemens? – bleiben ja wahrscheinlich alle (wer sollte die wollen?) – aber ehrlich gesagt: wollen wir das überhaupt… ? (okay, Höger und Clemens in Liga 2 macht Sinn – aber Jojic? – bitte nicht – steht zusammen mit Zoller und Osako wie kein Zweiter für Stagnation)

    >>> Liga 2 muss aber auch die Chance für neue Junge-Wilde sein! – daher bitte 2. Liga mit Ruthenbeck! – wir haben noch Leute wie Nartey, Führich, Bisseck, Queiros…

  3. C W says:

    Danke für diese nüchternen Kommentare. Ich sehe das ähnlich. Es muss im Abstiegsfall jedem klar sein das wir Spieler verlieren die eine Ausstiegsklausel haben. Ob man das nun gut findet oder nicht sei dahin gestellt, aber was das Festhalten an Spielern bringt die weg wollen, auch da gibts mit Geromel ein „schlechtes“ Kölner Beispiel. Da muss man gar nicht nach Dortmund schielen.

    Zu solchen Spielern wird sicher auch ein Dominik Heintz gehören, ebenso wie ein Horn und ein Hector und wer kanns ihnen verübeln. Natürlich wäre es ein Zeichen wenn gerade ein Horn oder Hector mit runter gehen würden, zumal beiden klar sein muss das ihr Marktwert und ihre Chancen auf einen, gerade von Horn ja immer wieder geforderten Topverein, in dieser Saion nicht gerade gestiegen sind. Aber glaubt da wer dran?

    Beim Rest bin ich ganz bei Ali und KH. Hier muss man grundsätzlich erst mal gucken wen will ich den überhaupt behalten, bzw. wem traue ich es zu der Mannschaft in Liga 2 zu helfen. Und dann muss man gucken für wen kommen Angebote und wie hoch sind sie und bin ich bereit den Spieler dafür abzugeben.

    Ich habs nach der Hinrunde schon mal geschrieben ich glaube wir haben mit den jungen Spielern die wir haben wie Mere, Koziello, Özcan, Guirassy und den Spielern die im Abstiegsfall sicher bleiben wie ein Terodde einen guten Kaderstamm wenn wir es schaffen von den erfahreneren Spielern wie Höger, Bittencourt oder Risse noch einige zu halten.

    Beim versammelten Rest, also Leuten wie Jojic, Olkowski, Clemens, Zoller und Co. muss man dann ganz klar gucken wem traut man zu in der 2. Liga zu helfen und mit wem will vielleicht auch ein neuer Coach zusammen arbeiten. Denn und damit greife ich den zweiten Punkt von KH auf, ein Ruthenbeck sollte es nicht sein. Es war gut das er sich zur Verfügung gestellt hat, aber ich denke man sollte das Thema Aufstieg und Neuaufbau hier mit einem frischen Mann beginnen, ähnlich wie man es mit Stöger damals gemacht hat.

  4. Wolfgang Stübner says:

    Nüchtern und realistisch betrachtet muss man ab sofort Armin Veh und allen Verantwortlichen ein glückliches Händchen wünschen, um eine schlagkräftige Mannschaft für die 2. Liga zusammen zu stellen. Was den aktuellen Kader betrifft, sollte ab jetzt der „Reinigungsprozess“ beginnen. Spieler, die es über Jahre nicht geschafft haben, sich zu verbessern oder konstante Leistungen abzurufen, sollten meiner Meinung nach im neuen Kader keine Rolle mehr spielen. Zudem stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, überteuerte Profis und Akteure, deren Gedanken offensichtlich eher bei anderen Vereinen liegen, weiterhin zu beschäftigen (Guirassy, Cordoba, J. Horn).
    Trainer Ruthenbeck gebührt der Dank, sich in einer wahrhaft aussichtslosen Situation zu Verfügung gestellt zu haben. Zumindest kurzfristig war es ihm gelungen, motivierend auf die Mannschaft einzuwirken und deren Fitnesszustand in einen Normalzustand zu bringen.
    Wenn man jedoch die beiden ersten Rückrundenspiele gegen Mönchengladbach und Hamburg ausklammert, hat Trainer Ruthenbeck aus den weiteren sieben Partien fünf Punkte geholt. Daher muss nüchtern betrachtet auch seine Bilanz als eher abstiegsverdächtig eingestuft werden.
    Und dies vor allem auch, da er ja – wie selbst seit Wochen betont – nahezu alle Spieler wieder dabei hat(te).
    So sollte bei der Neuausrichtung für die Saison 2018 / 2019 das Augenmerk auf die Trainerposition durch die Verantwortlichen nicht vernachlässigt werden.

  5. Andy Andy says:

    Alles Fachleute hier. Am besten machen wir aus dem Geißbock —Heim eine Kultstätte , und aus dem Stadion eine Karnevalistische Hochburg. Den FC als Fußballverein abmelden ? Sollten wir mal unter den vielen Fachleuten diskutieren. Können uns ja zusammen schließen mit Fortuna und Viktoria , um dann die stärkste Kraft in Liga 4 zu sein. Party wäre dann garantiert.

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