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„Montag ist Ruhetag!“ Ärger um Trillerpfeifen bei Protesten

Die Fans des 1. FC Köln sind am Montag nicht vollzählig zum Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen angereist. Rund 2000 Anhänger unterstützten die Mannschaft vom Gästeblock aus. Ein Großteil der Ultras war dem Spiel ebenso fern geblieben wie die Werder-Ultras. Eine Protestaktion, die aber auch für Ärger sorgte.

Aus Bremen berichtet Marc L. Merten

Auch das dritte Montagsspiel der diesjährigen Bundesligasaison hat für Proteste gesorgt. Am Abend im Weserstadion fehlten einige tausend Fans, darunter eine Großteil der Ultras auf beiden Seiten. So blieb der Mittelblock in der Werder-Kurve leer. Dafür prangten dort Banner wie „Werderfans gegen Montagsspiele – Montagsspiele abpfeifen“.

Trillerpfeifen in brenzligen Spielsituationen

Genau dieser Slogan sorgte jedoch für Ärger während der Partie. Die Fans hatten untereinander Dutzende Trillerpfeifen verteilt, die teilweise so klangen wie die Pfeife von Schiedsrichter Benjamin Brand. So irritierten die Pfiffe der Anhänger teilweise die Spieler, sodass der Stadionsprecher mehrfach darum bitten musste, die Trillerpfeifen nicht in brenzligen Spielsituationen zu verwenden. Doch genau das passierte, vor allem bei Kölner Ballbesitz.

Daran lag es allerdings wahrlich nicht, dass die Geissböcke am Ende mit 1:3 (0:1) verloren. So schlichen die Kölner einmal mehr nach 90 Minuten betrübt in die Fankurve, wo ein großes Banner „Montag ist Ruhetag“ hing. Die Ironie des Abends war unübersehbar: Der Effzeh ist auf dem besten Wege, in der kommenden Saison noch häufiger montags zu spielen. Dann in der Zweiten Liga.

3 Kommentare
    • Robert H. says:

      Na, du hast Probleme … Protestaktionen sind keine Wohlfühloasen.
      Die Aktionen haben meine volle Solidarität, zumal sie scheinbar weitgehend friedlich verlaufen sind. Und wegen absoluter thematischer Übereinstimmung.
      Habe das Spiel weder live noch im TV mir angetan.

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