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Risa verlässt den Effzeh: Wechsel nach Norwegen

Birk Risa ist nicht mehr Spieler des 1. FC Köln. Der 20-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung zurück in seine Heimat und läuft künftig in der ersten norwegischen Liga für Odds BK auf. Dort unterschrieb der Linksfuß einen Vierjahresvertrag.

Köln – Die Meldung kommt überraschend, da in den meisten europäischen Ländern die Transferfenster bereits geschlossen sind. Nicht so in Norwegen, wo die Klubs noch bis zum 4. April Spieler unter Vertrag nehmen können. Birk Risa hat die Chance ergriffen und sich dem Erstligisten Odds BK angeschlossen.

Bundesliga-Debüt gegen Freiburg

Wie der Effzeh dem GEISSBLOG.KOELN am Freitag bestätigte, war Risa unter der Woche mit dem Wechselwunsch an die sportliche Führung herangetreten. Dem entsprach Sportchef Armin Veh. Die Klubs einigten sich auf eine nicht näher genannte Transfersumme und wickelten den Wechsel noch vor Ostern ab.

Risa kam in seiner Zeit bei den Geissböcken bei der U17, U19, U21 und den Profis zum Einsatz. Neben 20 Regionalliga-Spielen lief er zweimal für die Profis auf. Im Heimspiel gegen Freiburg Anfang Dezember wurde Risa eingewechselt. Gegen den VfL Wolfsburg stand der Youngster sogar in der Anfangsformation. Darüber hinaus stand Risa in zwei Europa-League-Spielen zumindest im Kader.

 

3 Kommentare
  1. Huey L. says:

    SCHADE!!!
    Ein junger und talentierter Spieler, mit dessen Verpflichtung man damals große Hoffnungen für seine Zukunft und damit einhergehend natürlich auch für den FC verband, der sich aber leider nie richtig durchsetzen und in den Vordergrund spielen konnte. Woran das lag und liegt, ist reine Spekulation.
    Es bleibt ihm zu wünschen, dass er in seiner Heimat fußballerisch wieder glücklich wird und nach einer Zeit -ähnlich wie Mikael Ishak- dann in der 1. oder 2. Liga eindrucksvoll zeigt, was man von FC Seite ziehen gelassen, nicht entdeckt, nicht gefördert oder was auch immer hat… .

      • Karl Heinz Lenz says:

        Aus FC-Fan-Kreisen hört man immer wieder, dass der FC ein Verein sei, in dem die Riesentalente aus dem Juniorenbereich nichts werden können und die dann gezwungen sind, in anderen Vereinen groß herauszukommen.

        Ich kann mich täuschen, aber meinem Überblick nach stimmt das in dieser Allgemeinheit nicht. Von den vielen Jungs, deren Abgang in den letzten ca. zehn Jahren bedauert wurde, habe nur ganz wenige gezeigt, dass sie das Zeug zu einem guten Bundesligaspieler haben. Und diese ganz wenigen haben meistens eine ganze Reihe von Jahren sich unterhalb oder außerhalb der Bundesliga versucht, bis sie dann als gereifte Spieler in der Bundesliga eine Rolle spielen konnte. Wie, gesagt, wenn ich mich richtig erinnere, sind das die folgenden Spieler:

        – Daniel Brosinski kam über Wehen-Wiesbaden, dem MSV Duisburg und Fürth zu Mainz 05, wo er sich vier Jahre nach seinem Weggang vom FC einen Stammplatz erkämpfte.
        – Mark Uth verließ 2012 den FC und spielte mehrere Jahre in den Niederlanden bei Heerenven und Almelo, bis er dann schließlich zu Hoffenheim kam.
        – Simon Terodde verließ 2011 den FC und spielte lange Jahre in der 2. Liga bei Union Berlin, Bochum und Stuttgart, um das schließlich Anfang 2018 wieder beim FC zu landen (Gott sei Dank!).
        – Yannik Gerhardt verließ 2016 den FC, wo er zwar keinen absoluten Stammplatz hatte, aber häufig spielte, und ging zum VfL Wolfsburg, wo seine Karriere aufgrund von Verletzungen und Nicht-Berücksichtigung durch die Trainer derzeit stockt. Immerhin gehört er zu dem Kader eines Bundesligavereins.

        Das sind die Spieler, die als Junge Kerle den FC verlassen haben und es (mehr oder weniger) geschafft haben, sich danach in der Bundesliga zu etablieren – meist aber nach einer mehrjährigen „Lehrzeit“ anderswo. Habe ich da Spieler vergessen? Bitte mir sagen.

        Alle anderen FC-Spieler, die in den letzten 10 Jahren als junge Spieler den Verein verlassen haben (oder verlassen mussten) kicken (oder kickten) meines Wissens unterhalb der Bundesliga oder in ausländischen Ligen, die nicht zu den leistungsstarken Ligen Europas gehören.

        Dazu gehört auch Mikael Ishak. Nach seinem Abschied vom FC tingelte er durch verschiedene Vereine im Ausland, die ihn wiederum an andere Klubs ausliehen. Seit 2017 spielt er beim 1. FC Nürnberg in der 2. Liga. Wenn wir in die Zukunft schauen und annehmen wollen, dass er mit Nürnberg in die Bundesliga aufsteigt und sich in der Bundesliga als Stammspieler bewährt, dann würde es auch für ihn gelten: eine jahrelange Anlaufzeit, bis er soweit war, in der Bundesliga erfolgreich spielen zu können.

        Ishak ist ja nur ein Beispiel. Wie hätte denn der FC mit der Vielzahl der jungen Spieler, die nach ihrem Weggang vom FC in niederklassigen Vereinen mehr oder weniger erfolgreich gespielt haben, umgehen sollen? Hätten diese Spieler alle langfristige Verträge bekommen sollen, mit der Hoffnung, irgendwann könnte es ja mit der Bundesliga-Reife klappen? Bis dahin auf die Tribüne? Mit Marcel Hartel hat zusammen mit seinem neuen Verein Union Berlin ein Rückkaufrecht vereinbart, wohl weil man ihm eine positive Entwicklung zutraut. Dass das für ihn auch in der 2. Liga nicht so einfach ist, sieht man daran, dass er aktuell auf der Bank oder auf der Tribüne sitzt.

        Es ist doch nun einmal so, dass alle Bundesliga-Vereine (auch der FC) grundsätzlich bereit sind, junge Spieler in ihre Mannschaften zu integrieren. Aber doch nur solche Jungs, bei denen man absehen kann, dass sie den Sprung auf das Bundesliga-Niveau kurz- oder mittelfristig packen. Vier oder fünf Jahre „Lehrzeit“ sind aber im Profifußball nicht „kurz- oder mittelfristig“. Die Jungs, die so viel Zeit brauchen, müssen eben den Umweg über die 2. oder 3. Liga oder über kleinere europäische Ligen nehmen. Aber wie ich oben an den Beispielen gezeigt habe, schafften es von den jungen „FC-Juwelen“ auch mit Umweg nur ganz wenige bis hoch in die Bundesliga.

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