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Viertbeste Offensive: Eine Bilanz der Kölner Torfabrik

Die Horror-Bilanz der Hinrunde

Stefan Ruthenbeck hat dem 1. FC Köln offensiv neues Leben eingehaucht. In der Rückrunde gehören die Geissböcke zu den treffsichersten Mannschaften der Liga. Auch, weil fast alle Stürmer wieder treffen. 

Köln – Die Bilanz liest sich erschreckend: Nur sechs Mal traf der Effzeh in den ersten 14 Spieltagen unter Peter Stöger das gegnerische Tor. Zwar wurden auch die Kölner Stürmer in der Hinrunde extrem vom Verletzungspech heimgesucht, doch nicht immer. So waren zwischen den Spieltagen drei und sechs bis auf Artjoms Rudnevs alle Angreifer einsatzbereit. In diesen vier aufeinanderfolgenden Spielen gelang dem Effzeh trotzdem kein einziger Treffer.

Mit Ruthenbeck fielen auch die Tore wieder

Eine solche Negativ-Serie sucht man unter Stefan Ruthenbeck vergeblich. In den vergangenen 13 Bundesligaspielen mit Ruthenbeck an der Seitenlinie traf der Effzeh einzig gegen Bayern München nicht. Dort stand den Kölnern allerdings, wie in dem darauffolgenden Spiel gegen Wolfsburg, kein einziger etatmäßiger Stürmer zur Verfügung. In beiden Partien musste der gelernte Rechtsverteidiger Lukas Klünter als vorderste Sturmspitze agieren.

Seit der Rückserie sind fast alle Angreifer wieder fit, lediglich Sehrou Guirassy fehlte die letzten Wochen nach einer Sprunggelenks-OP. Das schlägt sich auch in den Ergebnissen nieder: 17 Tore erzielten die Kölner bislang in der Rückrunde. Neben den Bayern trafen lediglich Frankfurt und Hoffenheim noch öfter als der Effzeh.

Alle Stürmer kriegen ihre Chance

Für die letzten sieben Spiele machte dabei Hoffnung, dass fast alle Stürmer wieder treffen. Obwohl sich Simon Terodde mit fünf Toren aus neun Spielen bislang am treffsichersten zeigte, haben auch drei andere Angreifer zuletzt ihre Torgefährlichkeit unter Beweis stellen können. So wurde Yuya Osako in den letzten Wochen immer wertvoller für die Geissböcke. In den vergangenen fünf Spielen traf der Japaner gleich drei Mal.

Ruthenbeck hielt vor Wochen fest, dass Terodde und Osako für ihn das favorisierte Sturm-Duo bilden. Dennoch standen mit Sehrou Guirassy, Jhon Cordoba, Claudio Pizarro und Simon Zoller alle vier weiteren Stürmer mindestens in einem Spiel der Rückrunde in der Startformation. Während Cordoba noch immer auf seinen ersten Treffer im FC-Trikot wartet und Guirassy seine Chancen bis zur Verletzung nicht nutzen konnten, wussten Pizarro und Zoller zu überzeugen.

4 Kommentare
  1. OlliW
    OlliW says:

    Dass ich in dieser Saison nochmal das Wort „Torfabrik“ in Zusammenhang mit unserem geliebten FC lesen würde, hätte ich auch nicht gedacht! ;-) Aber es stimm ja alles im Artikel. Die Rinrunde ist die verdammte Hypothek, die es auszumerzen gilt. Und das ist eben so schwer! Wenn die ein, zwei Treffer pro Spiel bis zum Ende bleiben, gilt umso mehr, wie gegen Leverkusen, hinten wieder sicher zu stehen! Sonst reichen die schönsten Knipsereien nicht aus.

  2. Stefan Schmitz
    Stefan Schmitz says:

    Bei aller Hoffnung und Euphorie. Ganz so rosig sieht im Sturm dann doch nicht aus. Gegen Leverkusen haben wir beide Tore mehr oder weniger geschenkt bekommen. Wie viele gute Chancen haben die Jungs liegen gelassen bzw nicht richtig zuende gespielt? Reichlich, und zwar in Überzahl! Es war ein großartiger Kampf, den wir Gott sei Dank gewonnen haben. Allerdings mit 3(!)-facher Hilfe der Werkself. Wir sollten ganz ruhig bleiben. Sonst ist nachher das Gejammer wieder groß.

    • Uli Scherber
      Uli Scherber says:

      …sehe ich ähnlich.
      Mir wird auch Zoller zu hoch gelobt! Bei Kontern in
      aussichtsreicher Postion 3-4 Katastrophenpässe, wobei
      die Technik auch nicht grad sein Ding ist.
      Vielleicht schlägt in Hoffenheim wieder S.Terrode zu.
      Wäre uns allen zu gönnen!

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