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FC schafft Klarheit: Ruthenbeck bleibt nicht bei den Profis

Der 1. FC Köln hat am Donnerstag für Klarheit gesorgt und bekannt gegeben, dass Stefan Ruthenbeck über die Saison hinaus nicht Trainer der Profis bleiben wird. Darüber hinaus verkündete Sportchef Armin Veh, dass „zeitnah“ der neue Trainer präsentiert werden soll. 

Köln – Nach den Gerüchten um Markus Anfang hat der 1. FC Köln reagiert. „Der Vertrag von Stefan Ruthenbeck als Cheftrainer wird im Sommer enden“, gab Armin Veh auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln am Donnerstag bekannt. „Intern war das für uns schon lange klar. Es ist unsere Aufgabe, die Spekulationen jetzt zu beenden, damit die Mannschaft in Ruhe arbeiten kann.“

Neuer Trainer soll „in der nächsten Zeit“ klar sein

Darüber hinaus ließ Veh wissen, dass er zwar keine Namen kommentieren wolle, „aber wir werden in der nächsten Zeit bekannt geben“, wer Trainer der Geissböcke in der kommenden Saison werden wird. Markus Anfang von Holstein Kiel steht angeblich beim Effzeh im Wort. Doch zu Anfang selbst wollte sich Veh nicht äußern.

21 Kommentare
  1. Paul der Troll says:

    Es war ein Fehler, Ruthenbeck zu bringen, und es ist ein Fehler, in zu halten. Spätestens nach der Niederlage gegen Stuttgart hätte man es mit einem Feuerwehrmann versuchen müssen. Der Abstieg kann über 100 Mio. Verluste bringen, da wäre das doch wohl einen Versuch wert gewesen. Aber das kann man von einem Präsidium nicht erwarten, das seit geraumer Zeit fast nur noch Fehlentscbeidungen zu verantworten hat. PRÄSIDIUM RAUS!!!

  2. OlliW says:

    Guten Mittag!
    Nicht, dass das nicht zu erwarten gewesen wäre, dass Ruthe aufhört. Aber irgendwie, wenn man nach der Stimmung geht, nach den Vibrationen am Geißbockheim un dem, was nach außen tritt, sieht es doch sehr stark danach aus, als habe man „aufgegeben“. Als sei nun akzeptiert, dass es nach unten geht. Keine Durchhalteparolen mehr, das Ende der „Endspiele“ wird verkündet. Bloß nicht abschenken, aber noch was entscheidendes in den letzten 5 Partien holen zu können, davon scheint niemand mehr auszugehen und daran will auch nicht mehr geglaubt werden.

    So mein Eindruck. Schon auf dem Weg aus dem Stadion nach dem Mainz-Spiel war eine ähnliche, resignierte aber auch friedliche Stimmung unter den Fans zu spüren. Da war wenig Wut, allerdings Enttäuschung zu hören. Dennoch eine hohe Akzeptanz, nach dem Motto: „Schade, wäre nicht nötig gewesen, dieser 6. Abstieg. Aber was soll’s. Gehen wir eben runter und kommen wieder. Simmer ja inzwischen gewohnt.“ Einen nachhaltig erfolgreichen, „großen“ FC will man gar nicht mehr als Möglichkeit ansehen.

    Wie gesagt, so mein Gefühl in den letzten Tagen. Auch bei mir. Ich gehe nicht davon aus, das gegen die Hertha was geht. Und dann hat es sich ja ohnehin endlich und final endgültig erledigt mit Liga 1. Waren drei schöne und ein nicht so schönes Jahr…

    • Stefan Schmitz says:

      „Einen nachhaltig erfolgreichen, „großen“ FC will man gar nicht mehr als Möglichkeit ansehen.“

      Wieso auch. Nach 5 Abstiegen hatte man sich längst damit abgefunden, das der „große FC“ endgültig Geschichte ist. Wir waren DIE Fahrstuhlmannschaft schlechthin. Ein großer Name mit kleiner Bedeutung. Das neue Nürnberg.

      Und dann kam das Undenkbare: Der Glaube, das es doch nicht so enden muss. 3 Jahre steil bergauf bis nach Europa. Das Tal der Tränen schien endgültig überquert zu sein. Wir sind wieder ein ordentliches, gefestigtes Mitglied der BL und wir gucken künftig eher nach oben statt nach unten. Pah!

      Was wir hier mitmachen, ist wohl DIE Definition von Höchststrafe schlechthin. Das ist quälerei. Ich kann es durchaus verstehen, wenn der ein oder andere jetzt seine Hoffnungen endgültig begräbt und seelisch Abstand vom FC nimmt.

  3. Elke L. says:

    Ich sehe das eher so, dass man Ruhe haben möchte von FC Seite aus. Da sich die Medien dieses Themas angenommen haben, war davon auszugehen, dass weiter ständig danach gefragt werden würde. – Und jetzt herrscht Klarheit und das ist gut so. Danke an das Team Ruthenbeck für dieses schwierige Unterfangen, was sie sich seit Dezember angetan haben.

  4. Detlef Lodenkämper says:

    Gut, dass Veh das so offen handhabt. Jetzt noch fix einen neuen Trainer engagieren, mit dem man frühzeitig die 2. Liga planen kann. Danke an Ruthe, er hat’s ordentlich bis gut gemacht. An ihm lag es nicht, dass wir absteigen werden, sondern daran, dass unser Jahrhunderttrainer zu spät herausgewienert wurde Sei’s drum, wir kommen wieder!!:-).

  5. Karl Heinz Lenz says:

    Meines Erachtens war es ein guter Griff, Stefan Ruthenbeck und sein Team als Trainer der FC-Profis zu holen. Es mag sein, dass er manches nicht richtig gemacht hat – aber welcher Trainer macht alles richtig? Stefan hat einer am Boden liegenden Mannschaft wieder Leben eingehaucht. Auch war und ist er ein guter Botschafter des des FC Köln. Weit über Köln hinaus wurde und wird er als authentischer Trainer wahrgenommen, der für einen ehrlichen Fußball mit viel Kampfgeist und viel Mannschaftsgeist steht, der aber auch Wert auf die spielerische Qualität legt.

    Im Unterschied, so meine ich, zu den beiden vor ihm sportlich Verantwortlichen. Der Kölner Stadt-Anzeiger hat es in diesen Tagen für seine Verhältnisse erstaunlich genau auf den Punkt gebracht, dass Jörg Schmadtke und Peter Stöger beide im Jahr 2017 – was den FC angeht – von einer „rätselhaften Lustlosigkeit“ befallen waren, was schließlich zum sportlichen Absturz geführt habe. Das kuriose Verhalten dieser beiden Männer, die in den Jahren zuvor viel Gutes für den FC getan hatten, war in unserem Forum ja oft beobachtet und treffend kommentiert worden. Ganz anders als diese zum Schluss offenbar abgehobenen „Alpha-Tiere“ war und ist Stefan Ruthenbeck. Bei ihm hat man immer gespürt, dass er für den FC brennt und dass er für alles, auch für die erlittenen Rückschläge, als Cheftrainer die Verantwortung übernimmt. Anders als beispielsweise sein Vorgänger, der bis heute es nicht geschafft hat, die Verantwortung für die Hinrunde zu übernehmen und dessen letztes Wort über den FC immer das von jener letzten Pressekonferenz ist, auf der er dem FC und seinem Vorstand vorwarf, man habe ihm gegen „menschliche Werte“ mit Füßen getreten.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Interview von Leo Bittencourt, das heute in der Bild-Zeitung veröffentlicht wurde. Hier ein Zitat:

    BILD: Leo, warum ist Köln in dieser Saison abgestürzt?
    Bittencourt: „Ich denke, wir sind zu lange auf der Euphorie-Welle Europa League geschwommen. Wir haben in der Liga Woche für Woche verloren und trotzdem noch dieses Solero-Eis in der Hand gehalten. Soll heißen: ‚Egal wie es gelaufen ist, Donnerstag gibt es wieder lecker Eis in Europa, also große Gegner, die große Bühne.‘ Du spielst in London, in Belgrad – und am Wochenende konnten wir für Augsburg oder Hamburg nicht den Schalter umlegen – ja, ich glaube das war unser Hauptproblem neben den vielen Verletzten. Die Situation, also die Brisanz, haben wir nicht erkannt.“
    BILD: Wen meinen Sie mit wir?
    Bittencourt: „Alle im Verein. Es ist immer leicht, nur den Trainer verantwortlich zu machen. Aber wenn ein Trainer fast fünf Jahre alles richtig macht, kann doch nicht plötzlich am Ende alles falsch sein.“

    Wenn man sich das einmal überlegt: Wenn Leo die Wahrheit sagt, dann waren die Jungs bis zum 14. Spieltag sorgenlos und mehr oder weniger gut drauf. Keine Spur von schlechtem Gefühl wegen der Bundesliga! Erstaunlich, dass er Kerl das so erzählt, offenbar ohne rot zu werden. Und: „Schade, dass unser alter Trainer weg ist!“. In diesem Sinne äußerte Leo sich dann noch am Ende des Interviews.

    Wenn man bedenkt, dass Stefan Ruthenbeck es mit solchen Spielern zu tun hatte, kann man das, was er daraus gemacht hat, gar nicht hoch genug bewerten.

      • Flizzy says:

        Wenn man die Leistung auf dem Platz revü passieren lässt, ist das gar nicht so abwegig. Gegen Leipzig und Leverkusen wurde auf Grund extrem schwacher Leistung beider Gegner gewonnen. Die wirklich wichtigen Spiele wurden ALLE (!) nach Führung vergeigt. Von der Hinrunde brauchen wir gar nicht reden. Und ich habe alle Spiele live auf Sky gesehen…

    • Flizzy says:

      „Wenn man bedenkt, dass Stefan Ruthenbeck es mit solchen Spielern zu tun hatte, kann man das, was er daraus gemacht hat, gar nicht hoch genug bewerten.“ – Sehe ich ähnlich. Meiner Meinung nach wäre es auch nicht wirklich schlecht den Kader soweit wie möglich auszutauschen. Das Spiel gegen Mainz war schon sowas wie eine Offenbarung. Das was die letzten 5 Minuten geboten wurde hätte 90 Minuten stattfinden müssen. Der nicht eingefahrene Sieg lag, meines Erachtens nach, definitiv an der Einstellung einiger bzw. vieler, aber nicht aller, Spieler.

  6. Ali Perez says:

    Ich habe heute das Bittencourt-Interview auch gelesen und es bestätigt meine Eindrücke, die ich von der Mannschaft diese Saison gesammelt habe. Er ist ja nicht der erste, der diese Saison realitätsfremde Aussagen getätigt hat. Dieser Eisvergleich ist echt zum schreien doof; donnerstags in Europa haben sie doch auch nix auf die Kette gekriegt. Wir haben es beim FC scheinbar überwiegend mit einem charakterschwachen Haufen zu tun, der zufrieden ist, Fußballprofi zu sein. Von Ehrgeiz zerfressen ist da keiner. Und Gehirn scheint auch nicht viel vorhanden zu sein. Das erklärt auch, warum es innerhalb der Mannschaft nie geknallt hat. Also Sorgen, dass einer aus der Truppe psychisch erkranken könnte, müssen wir uns keine machen. Also von Mertesackers Druckschilderungen sind die meilenweit entfernt.

    • Michael H says:

      Ich bleibe dabei, dass diese Mentalität auf Stögers Mist gewachsen ist. Das geht eine gewisse Zeit lang gut – bis es eben nicht mehr läuft. Für uns ging es erstaunlich lange gut, aber als der Erfolg dann ausblieb, hatte der (nicht mal durchschnittliche) Trainer keine Antworten parat. Vielleicht hat er es auch ebensowenig wie die Spieler realisiert.

      Das Problem ist also ein mentales und kulturelles. Dafür hat Ruthenbeck eine Menge aus der Mannschaft herausgeholt und ich finde es schade, dass er nun dennoch beschädigt wird. Ich könnte es ihm nicht übel nehmen, wenn er tatsächlich nach England ginge, wie es der Express letztens angedeutet hat.

      Und was die Zukunft der Mannschaft angeht? Schwierig. Man wird sich von vielen Altlasten trennen müssen. Wohl auch von einigen Kölnern. Sonst geht das nicht gut, da ich bezweifle, dass die „Heimatverbundenheit“ mit „Ehrgeiz“ zu vereinbaren ist. Nicht mit den Spielern, die unter Stöger indoktriniert wurden, diesen Ehrgeiz nicht zu zeigen.

  7. FC-Freund says:

    Danke an SR und sein Team! Er stand parat als der Verein total am Boden lag und hat der Mannschaft wieder Leben eingehaucht! Welcher halbwegs arrivierte und einigermaßen erfolgsorientierte Trainer hätte sich das angetan ( vielleicht der Neururer, aber der ist auch schon lange aus dem Geschäft und irgendwie auch nicht mehr ernst zu nehmen)? Er hat viel für den Club getan und ihn nach Außen gut, professionell und würdig vertreten! Hans Meyer sagte mal: „ Auch der beste Trainer kann aus Sch… keine Butter machen!“ Ich finde SR hat/hätte es fast geschafft!

  8. OlliW says:

    Ich bin mal wieder sehr gespannt auf Samstag. Zeigt die Mannschaft jetzt mal eine Art Trotzreaktion? Spielen sie mit oder sogar mal voll auf Sieg? Nutzen sie die Chance, die sie eigentlich nicht mehr haben? Oder lassen sie sich auch in Berlin 3-4 Null abziehen? Vielleicht wollen sie es jetzt einfach nur hinter sich bringen und dann wie auch immer neu orientieren.
    Wer weiß…
    Alles eine Frage der Moral, des Sportsgeistes und des Anstands.

  9. NICK says:

    Also für mich macht der Zeitpunkt der Verkündung, dass es nicht weiter geht, wenig Sinn. Gerade nach dem Mainz-Ergebnis kommt das einem „Aufgeben“ nahe. Da hätte man auch sagen können -SR ist ab sofort wieder für die U19 tätig für die letzten Spiele mache ich (Veh) den Finke und versuche es nochmal selbst, hole vier Siege und den Klassenerhalt selbst, das hätte ich noch verstehen können…

    Auch das man offen lässt ob SR überhaupt im Verein bleibt, wird doch wieder für Spekulationen sorgen…wird er dann im Abstiegskampf mal paar Tage freigestellt um mit Nottingham Forest verhandeln zu können oder wie?

    Also die paar Nachfragen über die SR-Zunkunft hätte man auch bis Saisonende „aushalten“ können…ich sehe nichts was hierdurch nochmal Kräfte für die letzten Spiele freisetzen sollte…für mich ist es das Aufgeben der Saison von oberster Ebene…

  10. Elke L. says:

    Sehe ich genauso wie AV und Ruthe: damit ist er jetzt aus der Schußlinie der Medien heraus und sie nerven nicht mehr mit Fragen, was nach der Saison ist. Wie oft hat man schon hilflos aussehende Trainer, die auf dem Abgang waren bei ihren Vereinen, bei den Interviews vor dem Spiel gesehen und mehr als einer war nach den penetranten Fragen (z.B. von Ecki Heuser) völlig genervt. Von daher kann ich das nachvollziehen. – Genauso wie AV jetzt ja wohl begonnen hat bei unseren Spielern auszuloten, wo es für sie nach der Saison hingeht. Irgendwann muss er ja mal seine Arbeit beginnen. Das hat nichts mit Pessimismus zu tun in meinen Augen, sondern mit Realismus.

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