, ,

Kommentar: Wie der Kater nach einer durchzechten Nacht

Der 1. FC Köln wollte in dieser Saison ausgelassen feiern. Seinen 70. Geburtstag, sein 40-jähriges Double-Jubiläum, die Rückkehr auf Europas Fußball-Bühne nach 25 Jahren. Doch nach dem 32. Bundesliga-Spieltag ist der Abstieg besiegelt. Das Unausweichliche ist eingetreten. Jetzt hilft nur ein klarer Kopf.

Köln – Wer feiern kann, kann auch arbeiten. Dieses Sprichwort kennt jeder. Doch der 1. FC Köln hat es in dieser Saison nicht beherzigt. Auf allen Ebenen war seit dem vergangenen Sommer zu viel gefeiert, aber zu wenig gearbeitet worden. Die Folge ist der sechste Abstieg in der Vereinsgeschichte.

Die Wahrheit kann brutal sein

Vom Präsidium über die Geschäftsführung und die sportliche Leitung bis in die Mannschaft hinein waren schlichtweg zu viele Verantwortliche überfordert mit der neuen Situation. Die Rückkehr nach Europa fraß enorme Ressourcen und Kraft, lenkte die Konzentration vom Wesentlichen auf Nebenschauplätze ab. Der Geburtstag und das Double-Jubiläum sollten den besonderen Rahmen bieten – und wurden doch wieder nur, wie schon vor 20 Jahren beim ersten Abstieg, das traurige Begleitprogramm.

Der 1. FC Köln erwacht am Sonntag, ironischerweise auf den Tag genau 40 Jahre nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft, mit einem gigantischen Kater. Der hat sich zwar schon seit Monaten angekündigt. Die Wahrheit aber kann in ihrer Unausweichlichkeit selbst dann brutal sein, wenn man ihr schon lange in die Augen geschaut hat. Zwei Spiele haben die Geissböcke noch vor sich, um sich mit Anstand aus der Liga zu verabschieden. Dieser Pflicht müssen sie nachkommen. Das haben vor allem die auch in Freiburg wieder großartigen Fans der Geissböcke verdient.

Ein Kater ist fast immer selbstverschuldet

Danach aber braucht es wieder einen klaren Kopf. Ein Kater ist fast immer selbstverschuldet. Er entsteht immer dann, wenn man seine eigenen Fähigkeiten überschätzt oder die Wirkung eines Rauschs unterschätzt. Der 1. FC Köln darf nun nicht glauben, bei aller finanzieller Wucht im nächsten Jahr als Krösus der Zweiten Liga durch das Unterhaus zu spazieren. Der direkte Wiederaufstieg wird auch ein sportlicher und mentaler Kraftakt. Dieser kann nur gelingen, wenn auf allen Ebenen wieder jene Professionalität und Seriosität Einzug hält, die vor vier Jahren zum Aufstieg und zu Jahren des Erfolgs geführt hatten. Daran müssen sich diejenigen, die noch da sind, dringend erinnern.

52 Kommentare
  1. Paul der Troll says:

    Doch, genau das glauben wir! Es entstand der Eindruck, dass manche die Aufstiegsfeierlichkeiten schon begonnen hatten, bevor wir überhaupt abgestiegen waren.

    Am ärgerlichsten in diesen traurigen Tagen sind natürlich der Sonnenkönig und seine Pappnasencombo von der heiligen Unschuld, die sich weder zu Wort melden, noch ihr Versagen eingestehen, noch in Erwägung ziehen, ihr Amt zur Verfügung zu stellen. Sie haben zu verantworten, dass der Verein sportlich vor die Wand gefahren wurde.

    Armin Veh hat dabei versagt, die Abstieg zu vermeiden, indem er diese Aufgabe gar nicht erst angenommen hat. Zumindest ist er deshalb in den Augen vieler unbelastet, weiß der Geier, warum?

    Ruthenbeck trifft keine Schuld, er ist kein Bundesligatrainer und hat dies mit seiner Karriereplanung anerkannt. Sonst wäre er wohl nicht U19-Trainer geworden. Man hätte in der Winterpause oder spätestens nach der Niederlage gegen Stuttgart einen anderen Trainer verpflichten müssen, siehe Hamburg, Bremen oder Stuttgart.

    Die Mannschaft trifft die Schuld, dass sie viel zu viel mit sich hat machen lassen. Die Führungsspieler hätten gegen den Verkauf von Modeste protestieren und personelle Verstärkung fordern müssen.

    Die Journaille hat auch total versagt, sie scheint über lange Strecken der Saison geradezu Spinner-, Schmadke- und Stöger-hörig gewesen zu sein. Erst in den letzten Tagen scheint der Wind aus einer anderen Richtung zu wehen, das wurde auch Zeit.

    Als letztes haben die Fans versagt, weil sie zwar hinter dem Verein stehen, aber auf eine kindlich-naive und unkritische Art und Weise. Heimspiele des 1 FC Köln sind kein Kampf, sie sind ein Happening, bei dem, um es mit Udo Lattek zu sagen, die Mannschaft oft das Einzige ist, was stört.

    Insgesamt muss man leider sagen, dass die Kölner Mentalität aus dem 1. FC Köln einen Looser-Verein gemacht hat, der offenkundig auch jetzt wieder nichts aus seinen Fehlern lernt. Franz Kremer und Hennes Weisweiler waren Männer, die unsere Schwäche ausgleichen konnten, aber diese Zeiten sind lange vorbei. Jetzt ist zumindest ein Rekord in Reichweite, wenn wir schon Tasmania Berlin nicht eingeholt haben: Bald sind wir der Verein mit den meisten Bundesliga-Abstiegen! Come on, FC!

    PRÄSIDIUM RAUS!!!

    • Huey L. says:

      Nochmal, auch wenn das wahrscheinlich nicht viel nützt, da du deine Forderungen/ Behauptungen schon länger gebetsmühlenartig wiederholst, ohne das diese dadurch richtiger werden.
      Das Präsidium hat ganz sicher Fehler (blindes Vertrauen/ zu lange Leine in und für Schmadke/ Stöger) gemacht, diese aber auch eingeräumt und Besserung gelobt, diese Chance muss man ihnen geben. Sie haben aber zweifelsohne auch sehr viel richtig gemacht, was leider zu häufig in deinen Rundumschlägen unter den Tisch fällt. Wo stand der FC vor 4 Jahren? Kurz vor dem Aus, da mussten sogar Anleihen bei den Fans bemüht, ein Clemens nach Schalke verkauft werden, um überhaupt noch existens- und handlungsfähig zu sein. Wir haben mit Alexander Wehrle einen Geschäftsführer, um den uns viele andere Bundesligisten beneiden. Die Arbeit von Armin Veh kann man ganz sicher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilen. Auch einer neuen Regierung gibt man 100 Tage Karenzzeit. Er macht auf mich aber einen absolut souveränen Eindruck und es wirkt so, dass er einen Plan hat, den er konsequent umsetzt, da er weiß, dass er schlussendlich nur daran gemessen wird. Er wird sehr schnell erkannt haben, dass es einer grundlegenden Sanierung bedarf, die in Liga 2 deutlich einfacher zu realisieren ist und der Weg unabwendbar in dieser saison dorthin führt, auch wenn wir in der 2. Liga die Gejagten sein werden und der Aufstieg kein Selbstläufer wird. Aber hier können sich junge Spieler beweisen und durchsetzen, hier werden Fehler eher mal verziehen, in der Bundesliga werden sie direkt bestraft (siehe diese saison, da gab es leider mehr als genug Beispiele). Ruthenbeck kann man dankbar sein, dass er diese Herkulesaufgabe überhaupt angegangen ist. Welcher von dir geforderte renomierte Trainer kommt denn in solch einer ausweglosen Lage um sich seinen Namen vollends zu ruinieren? Labbadia zeigt doch gerade in Wolfsburg, wie schwer es ist, einen fußballerischen Negativtrend aufzuhalten. Mit dem von dir geforderte Peter Neururer steckte der FC in der Spielzeit 1997/98 von Beginn an im Tabellenkeller fest. Neururer holte in den ersten acht Spielen nur sieben Punkte. Nach einer Niederlage in Berlin wurde er entlassen. Ruthenbeck musste mit dem Spielermaterial eines für diese Saison falsch zusammengestellten Kaders arbeiten, der auch mit der Verpflichtung eines rechten Verteidigers in der Winterpause nicht deutlich besser erstligatauglich gewesen wäre. dafür gab es zu viele Baustellen im Team, die sich übrigens in den schwachen Vorbereitungsspielen schon offensichtlich andeuteten, damals aber leider nicht korrigiert wurden. Zum Modeste Verkauf wurde hier an dieser Stelle schon viel geschrieben. Ich denke aber, bei aller fußballerischer Klasse, die Modeste auszeichnet, ist er ein Spieler, der aus dem Verein immer wieder mehr Geld rauspressen wollte um dann anschließend zuzugeben, dass das nur ein Spielchen war und dass er eigentlich immer bleiben wollte. Irgendwann muss man als Verein da auch mal Konsequenz zeigen, zumal bei der Ablösesumme, die man für einen Spieler seines Alters wohl nur noch sehr selten bekommt. Sportlich ein großer Verlust, gebe ich zu, aber der Verein muss über den Eigeninteressen stehen. Die wirklichen Fans (und hier schließe ich eindeutig die Chaoten aus, die den FC immer wieder in die Negativschlagzeilen und zum Zahlen hoher Geldstrafen bringen) sind wohl einzigartig in der Bundesliga. Das, was Sie als kindlich-naiv und unkritisch bezeichnen, sehe ich ganz anders. Lesen Sie doch nur mal die sachlich richtigen und konstruktiven Beiträge, die allein schon in diesem Forum geschrieben werden, dann sehen Sie, dasss Sie sich da in etwas verrannt haben. Den Fans vorzuwerfen, dass Heimspiele des 1 FC Köln kein Kampf, sondern ein Happening sind, entbehrt jeder Logik. Die Fans mögen für ein Happening sorgen und die Mannschaft bedingungslos unterstützen, auf dem Spielfeld kämpfen müssen andere, wobei wir wieder beim Punkt Kaderzusammenstellung wären.

        • Paul der Troll says:

          Ihr seid so lächerlich! Der FC ist abgestiegen wegen des Videobeweises. Alles klar! Die Ahnungslosigkeit scheint eine Vereinsseuche zu sein. Es ist leider auch logisch: Ein Looser-Verein hat natürlich auch viele Looser als Fans!
          P.S.: Der Express hat heute auf der Titelseite schon das Datum für den Wiederaufstieg verkündet! Mann, ist das armselig!

          • Dogs says:

            Lieber Paul, vielleicht orientierst Du Dich dann um. Du scheinst ja noch mehr zu leiden als der normale FC-Fan. Gibt ja noch den einen oder anderen Verein, der vielleicht eher Deinen Vorstellungen eher entspricht!

          • Paul der Troll says:

            Ich bin seit 50 Jahren FC-Fan! Als ich Fan wurde, war der FC immer bei den besten 5, mit dem Höhepunkt 1978 und den Pokalsiegen. Eure Positivität in Bezug auf den FC ist absurd, und wer so wenig Kraft wie ihr hat, der Wahrheit ins Angesicht zu blicken, der kann sich auch bestimmt den Verein aussuchen, der gerade passt. So ein Weichei bin ich nicht, und deshalb werden wir das hier schon aushalten müssen! Man stelle sich vor, der FC Liverpool würde absteigen, und die Fans würden sich noch vor dem Abstieg auf die kommende Saison und den mutmaßlichen Wiederaufstieg freuen. Das ist undenkbar, denn der FC Liverpool hat echte Fans und keine weichgespülten Juppies!

      • Paul der Troll says:

        1.) Ich habe Wehrle noch nie kritisiert. Er hat einen tollen Job gemacht.
        2.) Mich interessiert aktuell herzich wenig, was vor 4 Jahren war. Das Präsidium hat damals alles richtig und seitdem vieles falsch gemacht. In diesem Jahr haben sie nur versagt, und jetzt reicht es.
        3.) Veh hat in der Rückrunde versagt. Er hat damit den Abstieg mit zu verantworten! Er hat schwerwiegende Fehler bei den Transfers gemacht und den falschen Trainer beschäftigt. Ich fordere seinen Rücktritt nicht, aber er ist eindeutig schon beschädigt. Seine vorweggenommene Vorbereitungen auf die 2. Liga waren psychologisch fatal. Außerdem kostet der Abstieg ca. 80 Millionen (da Horn und Hector bleiben, ist es weniger geworden). Dagegen hat er sich nicht gestemmt.
        4.) Modeste hatte einen laufenden Vertrag ohne Ausstiegsklausel. Das Märchen von seiner Geldgier ist reine Präsidiumspropaganda. Ihm gegenüber ist es undankbar, denn er hat sich nichts zu schulden kommen lassen. Aber so ist das mit diesem Spinner: Alle anderen sind schuld, nur er nicht. Es war die Geldgier von Schmadke und Spinner, die den Verkauf bewirkt hat, sonst nichts!
        5.) Die Fans waren in dieser Saison viel zu unkritisch. Bei dieser Niederlagenserie in der Hinrunde hätte es viel früher massive Kritik von den Rängen geben müssen, dann wären die Verantwortlichen auch eher zur Tat geschritten. Dieser Fatalismus der Fans war beschämend!
        6.) Der Kader war nicht so schlecht! Ruthenbeck hat keinen Spieler besser gemacht, aber viele entmutigt. Er hat keine Lösungen für die Abwehr gefunden, Technik, Taktik und Kampf waren ungenügend. 4 Mannschaften haben sich durch einen Trainerwechsel gerettet, das zeigt doch, was erforderlich gewesen wäre. Ruthenbeck war eine Interimslösung bis zum Winter, dabei hätte es bleiben müssen. Er hat kein Bundesliga-Format und ist überall gescheitert, wo er bisher war!
        7.) Vor 5 Jahren war es schlimmer, aber es ist immer noch schlimm genug!

        Ich bleibe dabei: PRÄSIDIUM RAUS!!!

        • Michael H says:

          Tja, leider sehe ich auch nicht alles so wie Huey oben und muss hier leider wieder einmal im Wesentlichen zustimmen.

          Das Problem ist, dass die „Happening-Fans“ sich auch nun schon wieder von Aufstiegsdiskussionen haben einlullen lassen.

          Mir liegt das Wohlergehen des Vereins tatsächlich am Herzen. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass es dem überwiegenden Teil der Fans genauso geht, aber da machen sich die meisten halt doch etwas weniger Gedanken und rennen blind dem Vorstand, Trainer und/oder den Medien hinterher…

        • Boom77 says:

          „Ich bin seit 50 Jahren FC-Fan! Als ich Fan wurde, war der FC immer bei den besten 5…“

          Und da haben wir Ihr Problem, Paul der Troll. Sie sind ein reiner „Erfolgs-Fan“. Ähnlich wie „Sonntagsfahrer“ brauchen wir so Leute wie Sie nicht! Und man kann solche Leute wie Sie auch nicht ernst nehmen. Bitte gehen Sie zum FC Bayern München und werden Sie Bayern-Fan. Da sind Sie als „Erfolgs-Fan“ in besten Händen und sehr gut aufgehoben. Ist auch besser für Ihren Blutdruck und damit für Ihre Gesundheit.

          Achja… und falls Sie befürchten, Sie hätten als Bayern-Fan nichts mehr zu schimpfen und Ihre Leben würde dadruch schlagartig ärmer, bedenken Sie als vehemennter Gegner eines „Sonnenkönigs“, dass es bei Bayern einen Präsidenten mit dem Namen Uli Hoeneß gibt. Der wird „Sonnenkönig“ genug für sie sein, damit Sie sich auch dort ordentlich ausko…. können.

        • Boom77 says:

          Achja, und wenn der FC Liverpool absteigen sollte, wird „The Kop“ am letzten Spieltag mit 100 %-iger Sicherheit geschlossen aufstehen und „You´ll never walk alone“ singen. Da können Sie Gift darauf nehmen. Mal wieder so ein wirklich schwachsinniger Vergleich von Ihnen… So viel dazu!

        • Boom77 says:

          Und was Modeste angeht und seine angeblich nicht vorhandene Geldgier. Die Bilder als die Mendy-Brüder (seine „Berater“) mit leeren Sporttaschen auf der Geschäftstelle des FC aufschlugen, weil sie glaubten, der FC würde denen das Beraterhonorar in bar geben und ihnen schön die Taschen voll machen (im wahrsten Sinne des Wortes), haben Sie entweder schon vergessen oder gar nicht mitbekommen. So viel zum Leumund des Modeste-Clans. Wenn Sie Modeste so toll finden, fragen Sie ihn doch, ob er Sie heiraten möchte.

    • Peter Josef says:

      Wenn Sie einen Verein wünschen, der sich seinen Erfolg erkauft, wechseln Sie bitte zu Bayern, Hoffenheim, Leipzig, Wolfsburg, Leverkusen. Es ist durchaus legitim, deren Anhänger zu sein. Ich kenne alle drei Leverkusenfans und den einen Hoffenheimfan (ich glaub mehr gibt’s da nicht) die sind alle vier menschlich super. Aber trotzdem sind es Kackvereine. Aus genau den Gründen, die Sie als Idealvorstellung für den effzeh fordern.

  2. Karl Heinz Lenz says:

    Liebe Freunde, zum Abstieg unseres FC empfehle ich den sehr ehrlichen, sehr realistischen, aber auch sehr ermutigenden aktuellen Artikel von Frank Lußem auf der Internetseite des „Kicker“:

    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/722717/artikel_koelns-abstieg_stoeger-und-schmadtke-als-tragische-helden.html

    Ich bin mir sicher: Wir kommen wieder! Lasst uns die beiden letzten Spiele noch einmal engagiert bestreiten und genießen. Und dann sollten wir uns auf die neue Saison freuen! Ich jedenfalls bin schon ganz gespannt und werde bis dahin – wie bisher auch – alles mit großen Interesse verfolgen. Auch eure interessanten und engagierten Kommentare.
    Herzliche Grüße aus Rhein-Main!

    • Michael H says:

      Ich wünsche mir, dass er recht hat. Aber „von allem ein bisschen“ macht es einem zu einfach. Ja, der FC mag in bestimmten Bereichen nicht viel Glück gehabt haben in dieser Saison, aber es darauf zu schieben, dass man in allen Bereichen gerade so das Ziel verfehlt hätte – also bitte.

      Es wurden eklatante Fehler im Vorstand, Management und im Trainerstab gemacht. Dafür muss die Verantwortung übernommen werden. Entweder von den Verursachern (bisher hat niemand, außer ansatzweise Schmadtke, eine solche übernommen – spielt aber auch keine Rolle mehr, da er weg ist) – oder eben von den Mitgliedern.

      Ich glaube, dass Spinner mittlerweile durchaus bewusst ist, welche Rolle der Vorstand für die Misere gespielt hat. Wenn er denn wirklich bleiben möchte, soll er sich der Abstimmung stellen und sein Konzept präsentieren. Ich kann aber verstehen, wenn ein Vizepräsident aufgrund des Salärs lieber am Stuhl kleben bleiben möchte. Da muss dann vielleicht doch jemand Externes Verantwortung übernehmen und sich selbst ins Spiel bringen.

    • Uli Scherber says:

      Nick!!!!
      Wer????
      Daum als Präsident oder Vize?
      Schätze bisher Deine Kommentare…aber dieser?
      Falls das eintreffen sollte… werde ich höchstpersönlich meine Mitgliedskarte und alle FC- Utensilien am Geißbockheim abgeben.
      Vergessen, was dieser Typ uns allen angetan hat…
      Mein lieber Mann, ganz schön vergesslich….

      • NICK says:

        Ich glaub der Mann hat doch etwas Fussballkompetenz…als Trainer ist er verbraucht. Es kam oft die Frage auf, wenns um einen möglichen Rücktritt des Vorstands ging – „Wer solls denn machen?“ Ihn könnte ich mir schon vorstellen…evt. als Vize an der Seite eines etwas ruhigeren Typen…

        Ist ja nur ein Gedanke…einer muss es ja ab 2019 machen. Finde Daum sonst auch oft sehr wirr, aber sein Auftritt bei Wontorra war mal recht klar.

        • Huey L. says:

          Sorry Nick, wenn ich dir da widerspreche. Ich hab den Auftritt von Daum bei Wontorra auch gesehen. Das war ne „Best of“ aus Stadt Anzeiger/ Express“. Das was er als Insider-/Expertenwissenwissen ausgegeben hat, konnte man hier im Forum auch schon lesen. Überleg außerdem mal, was der bei seinem letzten Amtsantritt an Geld für Spieler verbrannt hat, die wir hinterher kaum verkauft bekamen. Da er zudem ein absolutes Alphatier ist, wird sich da kaum ein Manager mit seinen Vorstellungen durchsetzen können, außer, er ist Daums Meinung.

      • Stefan Schmitz says:

        Daum hat den FC einst in der 2.Liga übernommen. Es folgte der Aufstieg und ein für viele sehr überraschender Abgang. Ja, das war damals ein Schock. Aber es war nachvollziehbar. Er hat erkannt, das man ihm falsche finanzielle Versprechungen gemacht hat. Das ihm versprochene Budget für Neuverpflichtungen war nicht ansatzweise vorhanden, nur ein gemaltes Luftschloß von (ACHTUNG): Wolfgang Overath u Michael Meier.

        Die kurzfristige Perspektive beim FC war einfach mies. Außerdem hatte Daum damals noch ordentlich an seinem Koks-Skandal zu kauen. Es folgte ein gutes Angebot aus der Türkei, in jenem Land wo er seine größten Erfolg feiern konnte und ihm kaum einer wegen seiner vergangenen Fehltritte behelligte. Er hat sich nicht nur fürs Geld entschieden, sondern für den Rückzugsort Türkei.

  3. NICK says:

    Wie gesagt. Ich könnte mir ihn als Kandidat vorstellen, ob ich ihn dann wählen würde, liegt dann an seinen Ideen und Vorstellungen. Kalli Thielen ist evt. mit 78 altersbedingt raus…Was ich mir wünschen würde – Spinner & Co suchen im Hintergrund per Headhunter geeignete Kandidaten und wenn jemand Vernünftiges gefunden wurde, stellen sie Ihre Posten zur Verfügung…aber das wird wohl nicht passieren.

    Es ist nicht so, dass ich sage „Daum soll es werden!“, aber es wäre jemand der es machen könnte. Im Hinblick auf die Frage „Wer soll es denn machen?“

    • Stefan Schmitz says:

      Könnte sein das ich in seinen heutigen Auftritt zu viel hinein interpretiere, aber viele seiner Aussagen deuten auf eine mögliche Kandidatur hin.

      Bevor er auf die erste Frage antwortete, sagte er vorweg:

      „Also erstens muss ich sagen der 1.FC Köln ist kein Fußballverein, sondern ein Lebensgefühl. Aber da muss man in der Stadt leben, um das zu Verstehen. Das würden warscheinlich viele Vereine für sich in Anspruch nehmen…“

      Danach folgte ein gute Analyse über die Versäumnisse. Er kritisierte maßvoll die „Entscheidungsträger“, nannte allerdings kein Namen.

      Abschließende Aussage zur Zukunft: „WIR steigen garantiert wieder auf“

      Auch Wontorra bemerkte, das der FC Daum sehr am Herzen liegt. Wenn das die erste Vorbereitung für eine mögliche Kandidatur sein sollte, kann man jetzt schon sagen: Die Schlüsselwörter hat er voll drauf.

      Wenn man das mit seinen Aussagen von 4-5 Monaten vergleicht…da war er noch wesentlich distanzierter. Naja, warten wir es ab. Bis 2019 ist noch lang.

    • Boom77 says:

      Das mit den Headhuntern finde ich gar keine so schlechte Idee. Vielleicht ist es auch mal an der Zeit, dass wir versuchen, im Vorstand Leute zu haben, die emotional etwas Abstand vom FC haben (siehe z.B Bobic in Frankfurt und auch andere). Fußballvereine sind schon seit Jahren eher Wirtschaftsunternehmen, in denen auch so gearbeitet und gehandelt werden muss, um wirtschaftlich und letztlich auch sportlich erfolgreich zu sein. Für den Pathos sind dann die Geschichte und die Fans auf den Rängen verantwortlich.

      Vielleicht ist das bisher auch ein Teil des Problems. Wir bei 1. FC Köln versuchen immer noch Leute im Vorstand zu haben, die mit der Stadt, der Region und auch dem Verein zu sehr verbandelt sind. Dann kommen da noch persönliche Eitelkeiten hinzu und schon ist der „nüchterne Blick“ fürs Wesentliche versperrt. Versuchen könnte man es zumindest mal mit jemandem „von außen“. Zumindest sollte man sich dieser Überlegung nicht verschließen. Wenn es nicht gut funktioniert, hat man wenigstens mal was anderes versucht. Und man kann immer nur sagen, dass man etwas nicht machen will, weil es schlecht ist, wenn man die Erfahrung gemacht hat, das es tatsächlich schlecht ist. Ansonsten weiß man gar nicht wovon man redet.

  4. NICK says:

    Als er anfing mit „Mein Leben ist 90% Effzeh“ dachte ich auch erst “ Du Arsch!“ Aber als er dann zu Thema FC anfing, fand ich ihn eigentlich recht klar und deutlich und dachte “ Hätten wir den mal anstatt Schumacher vor der Saison im Vorstand gehabt…“ und hab mich ja dann auch zu obigen Kommentar hinreissen lassen – also mir hat ser Auftritt ganz gut gefallen…

  5. udo schmidt says:

    Fußballsachverstand ist das Hauptkriterium für mindestens 1 von 3 Vorständen.Mit Daum (Z.B. statt Tünn) könnte ich trotz einiger Vorbehalte wie Selbstdarstellung usw. leben,aber es gibt sicherlich noch weitere Kandidaten.Auch wenn ein Veh das nicht gerne hört:“Vertrauen ist gut,Kontrolle ist besser“.Und kontrollieren kann nur jemand,der selber was vom Fußballgeschäft versteht.

  6. Ali Perez says:

    Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich erleichtert bin, dass jetzt das Gerede von der allerletzten Chance, von Euphorie und „die Mannschaft wird noch mal alles raushauen“ endlich vorbei ist. Und zum Glück sind wir punktemäßig mit so großem Abstand von Platz 16 weg, dass man den Abstieg am Ende nicht nur an ein Spiel festmachen kann; so wie beim ersten Gang in Liga 2. Kopf aus, Ende, vorbei. Katerstimmung bereitet mir vielmehr das Wiederaufstiegsgeplapper unserer kölner Medien. Trotz riesigen Etats wird das kein Selbstläufer werden. Wir reden hier von einer Liga, wo sich diese Saison Mannschaften mit 42 Punkten am 32. Spieltag noch Sorgen auf die Klasse machen müssen. Wenn wir Pech haben, gehen zwei Erstligisten mit runter. Die Mannschaft muss stark verändert werden, vorallem braucht der Kader eine andere Mentalität und ob alle neuen Spieler gleich einschlagen werden, muss man abwarten. Einige Medien vermelden ja schon, dass unser Grundgerüst schon stünde. Das sehe ich nicht ganz so. Hector, Horn und Koziello sind noch kein Grundgerüst. Höger klammer ich ganz bewußt aus. Wir täten gut daran, diese Wiederaufstiegseuphorie zu bremsen. Warten wir mal die Neuverpflichtungen ab, denn die werden entscheidend sein.

    Zu Daum als Vorstand: Ich bin mir nicht sicher, ob er dem Verein gut tun würde, aber meiner Forderung, dass die DNA eines Clubs vom Verein selber (Vorstand) vorgegeben werden muss und nicht von einem GF-Sport kreiert werden sollte, käme er ganz sicher nach.

    • Michael H says:

      Volle Zustimmung.

      Auch ich habe die Befürchtung, dass die Diskussion um die Fehler dieser Saison (und der vorherigen) nun durch die Wiederaufstiegsdiskussion erstickt wird.

      Und natürlich wird das nächstes Jahr kein Selbstläufer. Ich kann nicht glauben, dass ich hoffe, dass Mainz absteigt und nicht der HSV (wenn er denn dann weiterhin finanzielle Unterstützung erhalten sollte). Auch Wolfsburg als direkten Konkurrenten würde ich mir lieber ersparen wollen. Aber das haben wir ja zum Glück noch selber in der Hand (ja, ich halte es für vollkommen legitim, gegen sie am letzten Spieltag zu verlieren, um unser Leben im nächsten Jahr etwas einfacher zu machen).

  7. FC-Freund says:

    Stimme voll zu: Die nächste Saison wird kein Selbstläufer und bis dahin muss die Mentalität auf dem Platz kräftig umgepolt werden, was ich mir bei Teilen des aktuell verbleibenden Personals nicht wirklich Erfolg versprechend vorstellen kann. Dazu braucht es junge und vor allem hungrige neue Kräfte!!

    • OlliW says:

      Yo. Gestern beim Spiel dachte ich auch wieder, dass es mit dieser Mentalität, fehlender Laufleistung und mangelnder Aggressivität auch in Liga 2 nix wird. Da muss an einigem gearbeitet werden ab dem 1. Juli!
      Denn alle anderen Teams – Wolfsburg ausgenommen – krienge es hin. Bremen hat recht früh dir Kurve gekriegt, Stuttgart auch, jetzt Mainz und sogar der HSV! Die sind alle nicht reicher, nicht besser aufgesteellt und können nicht zaubern. Aber sie haben es hinbekommen und spielen zum Teil in jeder Hinsicht besser als unsere Jungs, die zwischendurch und komplett nach dem Leverkusen-Sieg mit allem aufgehört haben, was nötig ist.

      Ich verstehe es einfach nicht. Es muss an der Luft hier liegen…

        • Ali Perez says:

          Ja genau! Wann hat es denn bei uns mal gekracht? Spätestens nach der Klatsche in Hoffenheim hätte es die angedrohten Konsequenzen geben müssen. Passiert ist nichts. Wenn die Mannschaft weiß, dass ihr Trainer voll durchzieht, zieht auch sie voll durch. Du kannst nicht mit etwas drohen und dann den Schwanz einziehen. Ruthenbeck fehlte der Mumm, im Zweifel einen Jungspund aus einer U-Mannschaft hoch zu holen. Stattdessen hat er auf aussortierte gesetzt. Aber so funktioniert das nicht. Du kannst nicht erwarten, dass aussortierte Spieler wie Clemens auf einmal die Kastanien für dich aus dem Feuer holen. Da wird doch jedem klar, dass der Trainer keine Lösung mehr hat. Es geht hier um Respekt. Ist die Autorität erst mal futsch, kann man einpacken. Es ist schon ganz gut, dass es für Ruthenbeck nicht mehr weiter geht.

          • Ali Perez says:

            Und ich gehöre zu denen, die Ruthenbeck am Anfang sehr positiv gegenüber gestanden haben. Bis man irgendwann bemerkt, dass das PK-Gerede sich nicht mit der Einstellung auf dem Platz deckt.

          • Peter Josef says:

            Eine offene Frag, ich weiß die Antwort nicht aber kann es sein, dass er keinen aus der 2. hochholen durfte, weil die auch alle Mann braucht? Die spielen ja auch gegen den Abstieg -und lacht nicht, für den Verein und seine Zukunft ist der Abstieg der zweiten so schlimm wie der ersten Mannschaft, wenn nicht schlimmer.

          • NICK says:

            Mit dem Auftauchen von Veh, verschwanden auch die „Geb ich nicht mehr her“-Jungs wieder in den U-Mannschaften. Weiß nicht ob SR wirklich „machen konnte als er wollte“…

            Wie auch immer. Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Jetzt müssen wir alle es wieder raus holen…

  8. Michael H says:

    Ich gehe auch davon aus, dass Ruthenbeck die zweite Mannschaft nicht weiter destabilisieren wollte. Zudem könnte man auch ein Talent schnell dadurch verbrennen, es im Abstiegskampf drei Mal in Folge verlieren zu lassen. Und wenn es nicht verbrannt wird, braucht es vermutlich eine Saison, um mental wieder auf die Höhe zu kommen. Ich schätze Ruthenbeck so ein, dass ihm die Entwicklung der Nachwuchsspieler mehr am Herzen liegt als die Emotionen derjenigen, die es „geschafft haben“. Ob das für oder gegen ihn spricht? Das muss jeder selbst entscheiden.

      • Boom77 says:

        Ich bin auch der Ansicht, dass Ruthenbeck nach (eigentlich unmittelbar vor) dem Spiel, welches auf das Hoffenheim-Spiel folgte, bei der Mannshcfat durch war, weil er seinen Worten („im Kader wird sich einiges ändern“) keine Taten folgen ließ. Ich fand, dass Ruthenbeck (und finde es mit dieser einen Ausnahme immer noch) es sehr ordentlich bis gut gemacht hat. Aber seit diesem Zeitpunkt folgte ihm die Mannschaft nicht mehr, da sie wusste, sie können machen, was sie wollen, der „zahnlose Tiger“ tut eh nichts. Das war tödlich!

  9. udo schmidt says:

    SR hatte sich nach dem Bayern Spiel sehr weit zum Fenster rausgelehnt als er z.B. den Satz sagte „Chris Führig gebe ich nicht mehr her“.Dies hat bei Spielern und Fans den Eindruck erweckt,er sei bereit durchzugreifen und gegebenenfalls auch alte Zöpfe abzuschneiden und talentierten und hungrigen Nachwuchsspielern eine Chance zu geben.Das ist danach nie geschehen,im Gegenteil,er hat stur an seinem Konzept festgehalten,daß die „Alten“ es schon richten werden.Selbst später hat ein Koziello nur bedingt Chancen erhalten.
    Ich fand es Klasse,daß SR dieses Himmelfahrtskommando übernommen hat und mag seine ehrliche authentische Art.Aber ein Erstliga Trainer ist er nicht.

    • Knut says:

      Stimme dir zu zu deiner Einschätzung, dass SR kein Erstligatrainer ist, aber wenn wir uns die Rückrundentabelle anschauen, ist der Job den er gemacht hat nicht super, aber auch nicht so schlecht.

      Ich kann verstehen, dass er die „Alten“ es richten lassen will, zumal wir ja in grossen Teilen der Hinrunde mit jungen und nicht sehr erfahrenen Spielern gespielt haben und auch deswegen nur drei Punkte hatten als SR übernahm. Wie gesagt, die Rückrundentabelle legt Nahe, dass er auch vieles richtig gemacht hat.

      • OlliW says:

        Es ist sehr müßig, ob ein neuer Trainer schon ab Saisonbeginn oder im Oktober mehr, das gleiche oder gar nichts bewirkt hätte. Wenn man die Rückrudentabelle allein nimmt, ist das unbenommen sehr ordentlich. Wäre hätte hätte würde könnte die vermaledeite Hinrunde genau so „schlecht“ verlaufen wie die diese, reden wir schon jetzt über 44 Punkte! Und wir holen noch 3 in Wolfsburg! ;-)
        Aber DAS, meine Damen und Herren, wäre momentan Rang 8 und damit eine in meinen Augen unerwartet gute Saison wieder mit Schlagdistanz zu Europa gewesen! Nu mal so am Rande. Ist nicht, hat nicht, war nicht. Aber zieht man das Unglück und das Pech der Hinrunde ab, war es sogar gut möglich gewesen…

        • Robert H. says:

          Das würde ich unterschreiben. Würde aber nicht von „hätte Europa“ sprechen sondern von „guter Ausgangslage im Abstiegskampf“.
          Entscheidend waren für mich die 4 Spiele gegen Stuttgart und Freiburg. Allesamt verloren durch Pech, Schicksal (VB) oder slapstickhaftes Unvermögen – fast immer in der Nachspielzeit den Knüppel auf den Kopf, wo wenigstens ein Unentschieden sich abgezeichnet hat.
          Diese 4 Spiele als Siege und wir wären heute im Keller in guter Ausgangslage – dazu noch 2 bis 3 Unentschieden und wir wären schon jetzt gerettet.
          Anders ausgedrückt: nur 2 Siege mehr jeweils in Hin- und Rückrunde…
          DAS ist mein persönliches Fazit dieser Saison! Ich will nicht alles auf Pech und Schicksal schieben. Aber das ist ein Bestandteil, dass dem FC das nötige Glück fehlte. Es sind auf jeden Fall Fehler gemacht worden bei allen Beteiligten. Aber komplettes Versagen ist etwas anderes.
          Betrachte ich die allgemeine Stimmungslage, so glaube ich, dass die meisten Fans das genauso sehen.

          • Karl Heinz Lenz says:

            “ … dass dem FC das nötige Glück fehlte.“

            Lieber Robert, wenn du recht hättest, dann würde ich mich freuen. Doch schau mal: Wenn ein Verein in 20 Jahren 6 mal absteigt, dann steckt da mehr hinter als nur Pech!
            Dass wir Kölner aber trotzdem glauben, der FC hätte einfach nur Pech gehabt, dass sagt viel über uns als Kölner aus. So sind wir eben. „Un fiere dunn me trotzdem!“

          • Peter Josef says:

            eigentlich will ich auf Karl-Heinz antworten, aber da wird mir die Schaltfläche nicht angeboten. Es geht mir nicht um „einfach nur Pech gehabt“. Wir hatten aber das wirklich ungewöhnliche Pech, dass jeder, aber wirklich jeder unserer Fehler konsequent bestraft wurde. Im kleinen, wie im großen. Ein Beispiel unter 40: Das 1:3 im ominösen Freiburg-Genickbruchspiel: Den Freistoß muss man nicht geben (kann man, muss man nicht). Man muss den Heintz nicht während der Ausführung draußen lassen. Man muss als Guirrasy nicht ausrutschen und man kann als Petersen den Volleyschuss auf glattem Untergrund auch in die Wolken setzen. 4 mal kein Glück, 1:3, Spiel kippt. Das zieht sich in jedem Detail durch die ganze Saison. Verletzte. Schiri / Videobeweis. Kaderplanung für die Zukunft statt für jetzt. Durchhänger beim Trainer. Es kam geballt und dass jeder, aber auch jeder Fehler wirklich bestraft wurde, ist eben auch Pech.

          • Robert H. says:

            Lieber Karl Heinz, ich sagte ja: „Es sind auf jeden Fall Fehler gemacht worden bei allen Beteiligten.“ Die gilt es auch zu korrigieren. Mit den letzten Abstiegssaisons würde ich diese nicht vergleichen wollen, da war es deutlich schlimmer. Und ich negiere auch nicht die Defizite im Spiel der Mannschaft.

            Aber den Faktor „Pech“ kann ich gefühlsmäßig nicht aus der Betrachtung herausnehmen. Beispiel Stuttgart in der Hinrunde: man hat da kontrolliert auf den Ausgleich gedrängt und wurde in der 82. belohnt. Dann der Elferpfiff für uns, da hatte ich mich richtig gefreut – und fand ihn nach der ersten Zeitlupe zumindest vertretbar. Dann die 6 min. VB-Studium nach dem der Schiri gar nichts mehr wusste. Im Gegenzug das abgefälschte Gurken-Gegentor. Und zu guter Letzt die 100 %ige von Guirassy versemmelt.

            Dieses und das von Peter Josef erwähnte Freiburg-Spiel – sie haben sich auf die nächsten 10 Jahre in mein Gedächtnis eingebrannt als geradezu groteskes Pech. Nichts aber auch gar nichts in diesen Spielen hatte irgend etwas mit „Fehlern“ von egal wem zu tun! Das ist meine Meinung.

            Es sind momentan einfach schlechte Zeiten. Hoffe, es kommen wieder bessere!

          • Uli Scherber says:

            …man sollte sich auch an die Großchance beim Heimspiel gegen Bremen, kurz vor Schluß durch Guirrasy erinnern…bekomme jetzt noch Gänsehaut, im negativen Sinne.

  10. Knut Østlyngen says:

    Weiss hier einer was es mit dem Streit zwischen Benny Kugel und den jeweils verantwortlichen Trainern auf sich hatte? War er der Meinung sie müssten mehr Kondition trainieren und die Cheftrainer nicht, oder was steckte dahinter?

    Mir ist schon in der Hinrunde die eklatanten Fitnessrückstände aufgefallen und auch in der Rückrunde fiel es immer wieder auf, zuletzt gegen Freiburg, wo wir nach dem 2-2 nicht in der Lage waren zurückzulaufen, um die Freiburger bei ihren Kontern das Leben schwer zu machen.

    Regelmässig laufen die gegnerischen Mannschaften 3 bis 4 Kilometer mehr als der FC. Wenn wir eine Mannschaft mit sehr hohen Ballbesitzanteilen wären, wäre es vertretbar, aber so wie wir spielen haben wir quasi in jedem Spiel einen halben Mann weniger als der Gegner. Da hilft dann auch der Wille nicht, wenn die Fitness fehlt. Bei den Spielen, die wir gewonnen haben, sind wir mehr gelaufen als der Gegner, ansonsten fast immer umgekehrt. Warum war es nicht möglich diese Fitnessrückstände aufzuholen?

    Weiss hier jemand mehr?

    • OlliW says:

      Es lag eindeutig an mangelnder Fitness, flächendeckend fehlender Technik, unzureichender Kaltschnäuzigkeit und „Dreck“ im Spiel und Inkonsequenz im Zweikampfverhalten. Ich habe die Statistik jetzt nicht parat. Aber wie viele der bisher 62 Tore sind durch Konter entstanden? Wie viele durch schlecht verteidigte Angriffe über rechts, wie viele durch Standards? – Die Abwehr hat die Saison verloren. Ausgerechnet die Abwehr! Mit den gleichen Leuten, die zwei, drei Jahre lang hinten dicht gemacht hat.

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar