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„Nicht überraschend, dass Schalke da oben steht“

Am Sonntagabend empfängt der 1. FC Köln den FC Schalke 04. Auch, wenn Stefan Ruthenbeck am Freitag betonte, es sei noch nicht vorbei, geht es realistisch betrachtet für den Effzeh wohl nur noch darum, sich mit Anstand aus der Bundesliga zu verabschieden. Die Gäste dagegen wollen das verlorene Halbfinale im DFB-Pokal wieder ausbügeln und den zweiten Tabellenplatz in der Liga sichern. Auf die Kölner wartet eine schwierige Aufgabe.

Köln – Unter Domenico Tedesco hat sich Schalke 04 wieder zu einer Spitzenmannschaft entwickelt. Trotz des Ausscheidens im Pokal spielt das Team in dieser Saison stark auf. Allerdings nicht mit berauschendem Offensiv-Fußball, wie es der Rivale aus Dortmund vor einigen Jahren vorgemacht hat.

Bei den Knappen geht es um defensive Stabilität, eine gute Grundordnung und Disziplin. Gepaart mit großer Effektivität im Angriff hat Tedesco seine Mannschaft auf einen Weg geführt, der mit der Vizemeisterschaft enden könnte. Stefan Ruthenbeck ist von dieser Entwicklung beeindruckt, aber nicht überrascht.

Schalke gehört zu den Top-Fünf

„Aus der Ferne betrachtet, hat Schalke eine gute Entwicklung genommen. Sie haben einen sehr guten Kader. Deswegen überrascht es mich nicht, dass sie da oben stehen“, sagte der FC-Coach am Freitag. Schalkes Defensiv-Stärke ist für Ruthenbeck der Schlüssel zum Erfolg: „Wenn eine Mannschaft so gut verteidigt wie Schalke, dann steht sie zurecht da, wo sie jetzt steht.“

Dass der Matchplan vieler Bundesligisten inzwischen eine defensive und teils sogar erst einmal destruktive Spielweise vorsieht, ist für den FC-Trainer dem Erfolgsdruck geschuldet. „Von Spiel zu Spiel geht es um das nackte Ergebnis. Stehst du hinten sicher, hast du häufig schon einen Punkt sicher. Das ist der Ansatz der meisten Trainer“, sagte Ruthenbeck.

Kuriose Statistik zur Defensive

Auch der FC hatte diesen Weg unter Peter Stöger lange bestritten, genau diese Qualität aber in dieser Saison komplett eingebüßt. Eine statistische Note brachte der kicker nun mit ein: Sollten die Geissböcke es am Sonntag tatsächlich schaffen, ohne Gegentor zu bleiben, wäre es die 400. Weiße Weste des FC in der Bundesliga-Geschichte. Gleichzeitig wäre es für Schalke das 400. Bundesliga-Spiel ohne eigenen Torerfolg. Doch wie schwer dies zu erreichen sein wird, zeigen zwei andere Statistiken: Die Königsblauen trafen zuletzt in 24 (!) Spielen in Folge immer. Köln dagegen ist mit 58 Gegentoren die Schießbude der Liga.

6 Kommentare
  1. FC-Freund says:

    Stimme teilweise zu. Sie sind vorne brutal effizient und können hinten auch sehr gut einmal die Null stehen lassen!! ( es gibt auch Teams die das im Moment gar nicht können) und deshalb stehen die zurecht da oben! Will gar nicht wissen wie viele Spiele Bayern so gewonnen hat, nur da regt man sich nicht drüber auf!

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