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Beide Frauen-Teams des Effzeh sind abgestiegen

Für den 1. FC Köln ist eine katastrophale Saison am Sonntag zu Ende gegangen. Nicht nur die Profis mussten den Gang in die Zweite Liga antreten, auch beide Frauen-Teams stehen als Absteiger fest. Am Sonntag verloren die ersten Damen ihr entscheidendes Spiel gegen Bremen.

Köln – Es war die letzte Chance auf die Rettung: Doch die FC-Frauen konnten sie nicht nutzen. Gegen den SV Werder Bremen verlor das Team von Willi Breuer zuhause mit 0:2 und ist damit nach 21 von 22 Spieltagen mit nur zehn Punkten und vier Zählern Rückstand auf den SVW abgestiegen. Auch der FF USV Jena muss den Gang in die Zweite Liga antreten.

Torverhältnis von acht zu 76

Die FC-Frauen waren zu keiner Zeit in der Bundesliga konkurrenzfähig und erzielten in den 21 Spielen nur acht Tore. Dagegen kassierten sie sage und schreibe 76 Gegentore und konnten sich nur aufgrund zweier Siege gegen die direkte Konkurrenz zwischenzeitlich auf einen Nicht-Abstiegsplatz hieven. Damit geht zum zweiten Mal das Abenteuer Bundesliga nach nur einer Saison für den Effzeh zu Ende.

Auch die zweite Mannschaft der FC-Frauen ereilte das Schicksal, allerdings schon einen Spieltag früher. Als Tabellenletzter ging es schließlich mit 14 Punkten und 23:54 Toren zurück in Liga drei. Damit haben sich von den vier Erwachsenen-Mannschaften des Effzeh nur die Regionalliga-Herren in ihrer Liga halten können – am letzten Spieltag dank Schützenhilfe und des besseren Torverhältnisses.

4 Kommentare
  1. Anti Raute says:

    und jetzt freut sich der Geissblog.koeln über diese Situation? Könnte man meinen, wenn man diesen Artikel liest…

    Die Frauenabteilung beim Effzeh wird leider stiefmütterlich behandelt, es interessiert niemanden ernsthaft und man stellt auch nicht ausreichend finanzielle Mittel für die Frauen Abteilung zur Verfügung. Deshalb ist es kein Wunder, dass die Effzeh Frauen abgestiegen sind. Andere Frauen Mannschaften von Bundesligisten haben viel bessere Möglichkeiten als der Effzeh, werden mit ganz anderen finanziellen Mitteln ausgestattet, man nimmt diese Vereine auch anders wahr. Man sieht hier mal wieder recht deutlich: Ohne Moos Nix los.

    Der Effzeh sollte seine Einstellung zur Frauen Mannschaft überdenken und sie so mit finanziellen Mitteln ausstatten, dass man konkurrenzfähig ist oder aber die Frauen Mannschaft abmelden vom Spielbetrieb. So wie es jetzt ist, schadet das dem ganzen Verein. Ein Armutszeugnis vom 1. FC Köln und nicht gerade spürbar anders, sondern eher spürbar dämlich.

  2. Anti Raute says:

    P.S. Lieber Geissblog.koeln Redaktion, statt so einen Bericht zu verfassen, fragt lieber mal beim Effzeh nach, warum man diese Frauenabteilung so verhungern lässt? Die Begründung würde mich mal interessieren, denn an Geld mangelt es beim Effzeh ja nun nicht gerade.

  3. C W says:

    Das Problem gestaltet sich an der Stelle mehrgleisig. Zum Einen ist gerade in der Frauen BuLi die Leistungsdifferenz zur zweiten Liga (genau genommen den zweiten Ligen) um Längen größer als bei den Herren. Die Sache mit dem direkten Wiederabstieg hat dabei in den letzten Jahren nicht nur dem Effzeh (zweimal) passiert. Grundsätzlich hats in den letzten knapp 10 Jahren eigentlich immer mindestens einen der Aufsteiger wieder erwischt.

    Was aber auch daran liegt das die Frauen BuLi von einigen wenigen etablierten (Frankfurt, Potsdam) Frauenfußballklubs und finanzstarken (München, Wolfsburg, Hoffenheim) Klubs dominiert wird deren Zweitvertretungen in den zweiten Ligen nicht selten Platz 1 belegen, wodurch der 2. aufsteigt der aber selbst hinter diese Zweitmannschaft zurück bleibt. Wie soll eine solche Truppe sich dann mit den mit Nationalspielerinnen gespickten Kadern aus VW-Hausen durchsetzen. David gegen Goliath ist nichts gegen ein solches Spiel.

    Aber und hier kommt der Knackpunkt man muss es als Verein natürlich auch wollen. Wenn ein VFL Wolfsburg mit einem Gesamtetat irgendwo um die 4 Mio als Liga Krösus agiert verwundert es schon warum man beim FC nicht mal bereit ist wenigstens etwas Geld in den Frauen Fußball zu stecken.

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