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Kaderplanung: Beendet Veh die Experimente mit Hector?


Man stelle sich vor: Eine Mannschaft wie der 1. FC Köln verfügt über den besten Linksverteidiger Deutschlands im Kader und setzt ihn dort nur selten ein. Der Effzeh beraubte sich in der Vergangenheit immer wieder einer seiner größten Stärken. Damit muss Sportchef Armin Veh in seiner Kaderplanung nun abschließen. Kann dann auch Jannes Horn den FC verlassen?

Köln – Ja, Jonas Hector hat in der Jugend im zentralen Mittelfeld gespielt. Mal defensiv, mal offensiv. Doch der Linksfuß schaffte den Sprung in die Bundesliga als Linksverteidiger, spielte dort drei Jahre unter Holger Stanislawski und Peter Stöger, ehe er – mehr aus der Not heraus – immer häufiger auch auf der Sechs zum Einsatz kam. Das lag vor allem daran, dass die sportliche Leitung es nie schaffte, einen dominanten, defensiv denkenden und gleichfalls im Spielaufbau beschlagenen Sechser zu verpflichten.

Hector als Linksverteidiger nicht zu ersetzen

So wurde Hector diese Aufgabe zugeteilt. Er sei taktisch so gut geschult, dass er überall spielen könne, hieß es. Er habe eine Ruhe am Ball, die dem FC im Zentrum gut tun würde. Doch dass auf der Linksverteidiger-Position in dieser Zeit eigentlich kein Vertreter auch nur ansatzweise Hectors Niveau erreichen konnte, nahmen Peter Stöger und Stefan Ruthenbeck in Kauf. Bis der Verschiebebahnhof mit Hector zuletzt groteske Züge annahm und der Nationalspieler gegen Schalke plötzlich auf der halbrechten Position hinter Simon Terodde im offensiven Mittelfeld auf.

Es gehört nun zu Armin Vehs Aufgaben, den Kader des 1. FC Köln so zu gestalten, dass Jonas Hector nur noch und ausschließlich auf der Linksverteidiger-Position respektive im Falle einer Dreierkette im linken Mittelfeld zum Einsatz kommen wird. Dort liegen bewiesenermaßen seine Stärken, dort gehört er zu den Besten der Bundesliga, dort wurde er Nationalspieler und dort wird er auch bei der WM 2018 als Stammspieler im Kader des amtierenden Weltmeisters auflaufen. Alles andere als ein Jonas Hector auf links beim 1. FC Köln wäre ein Armutszeugnis für die Kaderplanung der Geissböcke.

Kehrt Jannes Horn dem Effzeh den Rücken?

Dass sich Jonas Hector zum 1. FC Köln bekannt hat, dürfte auch die Karriere von Jannes Horn bei den Geissböcken zu einem Ende bringen. Der Youngster schien in den letzten Wochen ohnehin kaum bereit, sich noch einmal für den Effzeh aufzuopfern. Eine Saison in der 2. Bundesliga, in der beide Linksverteidiger dem FC-Kader angehören, scheint unwahrscheinlich. Und RB Leipzig gilt weiterhin als Wechsel-Option für Jannes Horn.

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