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Kölner Tafelsilber: Wie viel Geld kosten die FC-Stars wirklich?

Falsche Hoffnung auf hohe Transfererlöse

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Die Rechnungen beliefen sich schnell auf über 50 Millionen Euro. Timo Horn, Jonas Hector, Dominique Heintz, Leonardo Bittencourt, Frederik Sörensen, Yuya Osako: Wenn der 1. FC Köln diese Spieler mittels Ausstiegsklauseln verkauft hätte, hätte es im Sommer zwar einen Aderlass, aber auch einen Reibach gegeben. Nun gibt es offenbar beides nicht.

Köln – Zumindest teilweise nicht. Bekanntlich wird es keine Transfereinnahmen für Timo Horn und Jonas Hector geben, weil die beiden Leistungsträger beim 1. FC Köln bleiben werden. Das sind positive Nachrichten, zumal der Effzeh mit ihnen und um sie herum eine schlagkräftige Aufstiegsmannschaft basteln will.

Sieben Spieler noch mit Ausstiegsklauseln

Aber was wird aus den weiteren Spielern, die potentiell die Geissböcke verlassen können? In den letzten Tagen ist es ruhiger geworden um die möglichen Abgänge. Eigentlich hatte man damit gerechnet, dass im Moment des feststehenden Abstiegs zumindest einige Spieler mit ihren neuen Klubs beim FC vorstellig werden würden. Doch das passierte nicht. Sportchef Armin Veh musste nach dem 2:3 in Freiburg keinen einzigen Anruf entgegen nehmen, in dem es hieß: „Spieler X wird Gebrauch von seiner Ausstiegsklausel machen und zu Verein Y wechseln. Schönen Tag noch.“

Leonardo Bittencourt, Dominique Heintz, Jorge Meré, Frederik Sörensen, Milos Jojic, Yuya Osako, Simon Zoller: Sie alle besitzen noch die ominöse Klausel in ihrem Kontrakt, die es ihnen ermöglicht, den Klub zu wechseln. „Aber viele Klubs sind mit den Planungen noch nicht so weit“, sagte unlängst Veh mit Blick auf die Unsicherheiten, denen viele Vereine noch ausgesetzt sind. Die Qualifikation für internationale Wettbewerbe ist für einige Bundesligisten und auch im Ausland noch nicht sicher. Champions League, Europa League oder ein Verpassen des internationalen Geschäfts – daran hängt für einige Klubs, wie viel Geld sie im Sommer für Transfers zur Verfügung haben werden.

Beispiel Bittencourt: Leo wartet Saisonende ab

Bittencourt beispielsweise, so berichtet der Express, war sich angeblich schon mit Werder Bremen einig, ehe sich andere Optionen auftaten. Einerseits, weil der Kölner Offensivspieler im Schlussspurt der Saison noch einmal auftrumpfte und neue Klubs auf sich aufmerksam machte. Andererseits, weil diese Klubs – wie zum Beispiel Hoffenheim – um die Königsklasse mitspielen, während Bremen in der kommenden Saison nur das Tagesgeschäft Bundesliga vor der Brust haben wird. Schließlich aber ist auch zu erkennen, dass die Preise der Kölner Spieler auf dem Markt sinken. Von Ausstiegsklauseln in zweistelliger Millionenhöhe ist bei vielen FC-Spielern plötzlich keine Rede mehr.

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