Millionen-Missverständnis Queiros verlässt den Effzeh

Er kostete drei Millionen Euro, konnte aber nicht einmal in der U21 des 1. FC Köln überzeugen. Nun verlässt Joao Queiros den Effzeh nach nur einem Jahr wieder. Der 20-Jährige läuft künftig für die U23 von Sporting Lissabon auf.

Köln – Kein Spiel für die Profis, 14 Regionalliga-Einsätze, in der Rückrunde nicht einmal mehr im Training der ersten Mannschaft am Geißbockheim: Für Joao Queiros war der Transfer zum FC ebenso eine Enttäuschung wie für die Verantwortlichen, die sich viel von dem Innenverteidiger erhofft hatten. Doch der U-Nationalspieler Portugals kam nie wirklich in Deutschland an.

Es war keine einfache Erfahrung

Nun verlässt der schlaksige Innenverteidiger die Geissböcke trotz Vertrags bis 2022 wieder. „Es war keine einfache Erfahrung, aber ich bin als Spieler und Mensch gereift“, wird Queiros zitiert, nachdem er am Donnerstag im Trikot von Sporting Lissabon posiert und seinen Wechsel zur U23 des portugiesischen Hauptstadtklubs verkündet hatte. Über die Ablösemodalitäten wurde zunächst nichts bekannt. Doch das Kapitel Queiros ist beim FC nach nur einem Jahr wieder beendet.

18 Kommentare
  1. Karl Heinz Lenz says:

    Wir alle wissen es schon seit langem, wie locker die Millionen Euros bei Schmadtke/Stöger/Wehrle/Vorstand in der Transferperiode im Sommer 2017 saßen. Dennoch, es verblüfft einen doch immer wieder, wie jetzt auch im Fall von Joao Queiros. Was mag die Verantwortlichen dazu verführt haben, für ihn drei Millionen in die Hand zu nehmen? Für das selbe Geld bekommt Armin Veh heute einen gestandenen Bundesliga-Spieler, während Joao sich nicht einmal in der Regionalliga durchgesetzt hat. Oder hat der FC es versäumt, sich richtig um den Jungen zu kümmern? Auch das ist möglich. Es wurde ja berichtet, dass der damalige sympathische und beliebte Erfolgstrainer einige der 2017er „Schmadtke-Neuverpflichtungen“ nicht mal mit dem Hintern angeguckt hat.

    Ein Trost ist vielleicht der Fall des etwa gleichaltrigen Renato Sanches, einem ebenfalls ganz jungen portugiesischer Spieler, den die Bayern für 35 Millionen Euro (plus mögliche Bonuszahlungen) holten, dann feststellten, dass er sehr schlecht trainiert und sehr schlecht spielt, ihn nach Swansea ausliehen, wo er ebenfalls keinen Erfolg hatte und ihm jetzt in München „eine letzte Chance“ geben wollen.

    Klar, die aufgerufenen Beträge haben bei den Bayern naturgemäß eine andere Größenordnung als beim FC. Dennoch, beide Fälle weisen auf eine „Zockermentalität“ der verantwortlichen Vereinsgrößen hin. Vielleicht wurde es Jörg Schmadtke ja in seiner Schlussphase beim FC ein wenig langweilig und er brauchte 2017 ein wenig mehr Nervenkitzel als vorher.

    • TanteKaethe says:

      Denke…auch wenn ich dir in den meisten Punkten voll zustimme…dass der Transfermarkt in der genannten Zeit einfach unter dem Eindruck des Naymar Transfers und der aufkommenden irrsinnigen Transfersummen die den Chinesen nachgesagt wurden stand. Hinzu kammen die Modeste Millionen…und wenn man einmal das Portemonnaie voll hat, schaltet mitunter der Kopf schneller ab…

    • Peter Josef says:

      Für das exzessive Einkaufsverhalten gab es zwei Gründe: Erstens: Die abgebeneden Vereine wollten ihren Anteil an den 30 Modestemillionen. Da machst Du als Sportdirektor gar nichts gegen. Du must Talente kaufen, und bezahlst für jeden den doppelten Preis. Da machst Du nichts. Das Zweite: Schmadtke und die anderen hatten eine alte Stöger Aussage verdrängt: Stöger wollte auch mal einen Meisterverein trainieren. Stöger hat jahrelang Talente verbessert, dann den Europapokalplatz glücklich erreicht und wollte nicht wieder sysiphosmäßig unten mit Talenten anfangen. Schmadtke wollte es machen wie bisher: Talente kaufen, Mitfeldplatz halten, ausgebildete Spieler teuer verkaufen. Stöger war dafür nach vier Jahren zu müde. Und so wurden aus den Transfers Millionenschäden – selbst wenn man einen angemessenen Preis bezahlt hätte. Und das Unangemessene an den Preisen lag halt (siehe Grund 1) an der „Ihr-habt’s-doch“-Mentalität des abgebenden Vereins. Schmadtke war also nicht auf Droge, sonderen dachte halt „klappt schon, der Stöger wird auch wieder normal und macht das dann“.

      • OlliW says:

        Yepp. ich erinnere noch an den öffentlichen Auftritt von Herrn Schröder von M05, als er allen Ernstes sagte, dass der FC den Cordoba nicht für schlappe 6 oder 8 Mios haben könne, wo man jetzt auf 40 Mio allein wegen Modeste säße. Da hätte ich gesagt, lieber Herr Schröder, wir haben für jedes Tor von Mo eine Mio bekommen. Wie viele hat Cordoba geschossen? Eben. Lassen wir das und vergleichen wir nicht Äpfel mit Birnen.
        Doch offenbar hatte Schmadtke irgendwann Torschlusspanik, auch weil kein anderer zum FC wollte und hoffte dann, dass JC eine ähnliche explosive Entwicklung durchmachen würde die ehedem Modeste.

        • Boom77 says:

          Es war doch nicht so, dass keiner zum FC wollte. Uth wäre gerne gekommen. Man hörte, dass Hoffenheim ihn nicht ziehen lassen wollte.

          Aber Uth hatte nur noch ein Jahr Vertrag. Wenn man zuerst einmal der TSG Hoffenheim die € 17 Mio. für Uth geboten hätte, die man dann für Cordoba gezahlt hat, hätte die Sache womöglich anders ausgesehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Hoffenheim ihn für diese Geld hätte ziehen lassen. Und dann hätte man dem Herrn Schröder sagen können, dass man gar nicht mehr so viel Geld hat, da man ja schon Uth verpflichtet hat. Der richtige Weg wäre gewesen, zuerst go for Uth oder einen anderen richtigen Mittelstürmer und danach mit dem Geld, dass dann noch zur Verfügung stand, versuchen, den Cordoba zu verpflichten.

          Will ja jetzt nicht behaupten, dass Uth selbst € 17 Mio. wert war. Aber er war sie eher wert als Cordoba. Zumal Uth auch viel einfacher zu integrieren gewesen wäre, was bei Cordoba offensichtlich bis heute nicht so wirklich gut geklappt hat.

          • OlliW says:

            Ja, das stimmt mit Uth. Der wollte zum FC im Sommer. Und ich hab auch schon darüber sinniert, warum man dem Hopp nicht mehr geboten hat. Es gab sicher eine Schmerzgrenze, die über 10 gelegen haben muss. Und trotzdem er „gezwungen“ wurde in Sinsheim zu bleiben, spielt er eine super Saison mit wie viel Toren?! Echt schade. Und dass der Scheinriese Schalke den jetzt für umme kriegt, ist zusätzlich ärgerlich!

          • Boom77 says:

            Hallo OlliW! Also Uth hat diese Saison 14 Tore und 8 Torvorlagen in 31 Bundesligaspielen hingelegt. Zum Vergleich: Cordoba 0 Tore und 2 Torvorlagen in 18 Bundesliagspielen.

            Und hier noch die Statisitken aus 2016/2017 sowie 2015/2016:

            2016/2017:

            Uth: 7 Tore, 3 Torlvorlagen in 22 Bundesligaspielen.
            Cordoba: 5 Tore, 5 Torvorlagen in 29 Bundesligaspielen

            2015/2016:
            Uth: 8 Tore, 1 Torvorlage in 25 Bundesligaspielen
            Cordoba: 5 Tore. 2 Vorlagen in 22 Bundesligaspielen.

            In den Saisons 2015/2016 und 2016/2017 waren die beiden was die Torbeteiligungen (Tore und Vorlagen) betrifft, also ziemlich vergleichbar. Uth hat aber immer öfter eingenetzt.

    • FC-Freund says:

      Ich kann dem Gesagten zustimmen, allerdings wenn man sich umschaut so werden auch von anderen Vereinen junge Perspektivspieler für meiner Meinung nach zu hohe Summen gekauft und die meisten davon werden nach 1-2 Jahren wenn Sie sich nicht durchgesetzt haben wieder verliehen, oder verkauft. Es ist ein Zocken auf die Zukunft, bei der die meisten Talente auf der Strecke bleiben. (Bin mal gespannt ob sich Nartey und Guirassy endlich mal durchsetzen, sonst gehören die auch bald dazu!!)) Von den eigenen Talenten möchte ich hier nicht Reden, da schaffen es in der Regel nämlich überhaupt nur etwa 2% aus den vereinseigenen Leistungszentren bis in die Bundesligamannschaften (1. und 2. Liga).
      Bleibt tatsächlich nur die Frage was den Schmadtke damals geritten hat , wenn schon so ein Talent zu verpflichten, warum dann ausgerechnet einen IV davon waren nämlich 4 solide vorhanden.

  2. Karl Heinz Lenz says:

    Ein Nachtrag: Eben las ich in der „Bild“, dass der FC sich entschlossen hat, für das Training den ausländischen FC-Profis (nicht nur für Jhon Cordoba) Dolmetscher zur Verfügung zu stellen. Das heißt im Umkehrschluss, dass alle unsere Jungs, die bisher aus dem Ausland und ohne Deutsch-Kenntnis zur Mannschaft stießen, alleine gucken mussten, wie sie zurechtkommen. Manchmal hört man ja in diesem Zusammenhang: „Sprachkenntnisse? Unsinn! Die Sprache des Fußballs ist international!“

    Man muss sich das mal vorstellen. Da werden ausländische Jungs, beispielsweise Cordoba, Meré, Queiros, Koziello, Guirassy (Ablösesumme insgesamt ca. 35 Millionen Euro), zum FC geholt mit der Erwartung, dass sie möglichst schnell einschlagen – nur die Jungs verstehen den Trainer nicht. „Macht nichts! Der Sehrou kann ja den Vincent fragen!“

    Es ist schon o. K., wenn der aufnehmende Verein von den Spielern, was die deutsche Sprache angeht, auch Eigenverantwortung abverlangt. Aber trotzdem: Keine Firma würde neue Mitarbeiter aus dem Ausland, die millionenschwere Arbeitsverträge besitzen, sich selbst überlassen und mal schauen, ob das denn funktioniert oder nicht.

    Ob das Prinzip „Erfolg durch Zufall“ auch von anderen Bundesliga-Klubs so gehandhabt wird? Unter Armin Veh jedenfalls scheint man sich jetzt über das Thema Gedanken gemacht zu haben.

    • J B says:

      Vollkommen alleine lässt der Verein die Spieler wohl nicht wie dieser Artikel zeigt:
      https://fc.de/fc-info/news/detailseite/details/grammatik-in-der-dreierkette/
      2015 fällt schon unter die Schmadtke Zeit, glaube nicht dass daran etwas verändert wurde. Was Dolmetscher auf dem Platz angeht magst du aber Recht haben. Ausser zur damaligen Zeit eines Nagasawa, der seinen Dolmetscher selber mitbrachte (der aber auch sicher vom FC bezahlt worden ist), wurde das wohl mit englisch oder unter den Spielern geregelt.
      Daher hielt ich die Verpflichtung von Pizarro damals auch in der Hinsicht als geschickt, da er den spanischen Mitspielern beim Training helfen konnte.
      Jetzt wo Piza weg ist hat Veh das Problem wohl erkannt.

    • Peter Josef says:

      Hier haben wir ein Beispiel für den oft herangezogenen Vergleich „In der freien Wirtschaft würde dieses Verhalten nicht verwendet.“ Und dieser Vergleich ist jedesmal falsch – hier auch. Natürlich kann kein internationaler Manager eines Dax-Unternehmens auch nur ein Wort deutsch.

    • Boom77 says:

      Also erstmal muss ich sagen, dass ich nachfolgend nur aufgrund meiner Eindrücke das Geschehen beim FC bewerte. Ich habe ja kein internes Wissen und kann mich nur auf meine Eindrück berufen, die in manchen Punkten falsch oder auch übertrieben sein können. Aber…

      Ich habe schon seit langem den Eindruck, dass es unserem FC in vielen Bereichen an der notwendigen Professionalität fehlt, um ein dauerhaft erfolgreicher Club zu sein. Die Ausführungen von Herrn Lenz zum Thema Dometscher sind hierfür nur ein Beispiel.

      Auch hier kann ich nicht sagen, ob das alles stimmt, was die Bild so sagt. Aber, wenn dem so sein sollte, muss ich schon sagen, hallo??? Aufwachen FC! Wie unprofessionel ist das denn? Auch dieses Gerede von der Eigenverantwortung der Profis kann ich nicht mehr hören. Da gibt es keine Eigenverantwortung. Die Jungs haben deutsch zu lernen. Punkt! Da gibt es eben vertraglich verpflichtende Deutschkurse für die Spieler, die der FC bezahlt und diese auch zu besuchen haben. Den Dom,etscher für den Trainingsbetrieb natürlich dazu. Wie unprofessionell ist das denn, was beim Fc da angeblich läuft? Kann mich kaum halten. In anderen Vereinen geht sowas auch und läuft ganz anders. Beim „großen“ FC Barcelona sind die Spieler vertraglich nicht nur verpflichtet spanisch zu lernen sondern auch katalanisch (das wäre so, wie wenn unsere Spieler kölsch lernen müssten) und darauf wird auch penibel geachtet. Und jetzt komme mir keiner damit, dass wir uns mit dem „großen“ FC Barcelona nicht vergleichen können. Das können wir in solchen Punkten sehr wohl. Es geht hier um eine professionelle Arbeit und professionelle Arbeits-, Spiel- und Rahmenbedingungen, die zudem nicht die Welt kosten. In diesem Punkten können wir uns sehr wohl mit dem FC Barcelona u.a. Vereinen vergleichen. Es sind alles nämlich „nur“ professionelle Fußballvereine.

      Gleiches gilt für die Nachwuchsarbeit. Auch da finde ich, dass schon über Jahre rumdilletiert wird. Das ist nicht professionell und auch da muss diese Professionalität endlich einzug erhalten. Hinweise einiger Fans, wie z.B…. ja, aber nur wenn wir uns mit den „großen Bundesligaclubs“ vergleichen, sind da völlig fehl am Platze. Wir sind ein großer Club. Wir sind der gröte Club in der viertgrößten Stadt Deutschlands mit der vierthöchsten Mitgliederanzahl… will man es denn noch größer und wenn ja, wie groß darf es denn sein? Selbstverständlich müssen wir ein Nachwuchsleistungszentrum mit Bedingungen haben, was sich mit den besten messen kann (erstmal zumindest national). Zumal wir nun auch kein Verein sind, der sich seine Spieler für je € 20 Mio. ständig dazu kaufen kann. Wir sind schon ein Verein, der auf eine gute Jugendarbeit mit angewiesen ist. Und da darf es auch gerne dazu gehören, dass man ein Jugendscouting hat, was mal etwas weiter fährt als bis nach Euskirchen. Das wäre professionell. Bei uns offensichtlich nicht vorhanden.

      Auch im Marketing geht es wenig professionell zu. Ich möchte jetzt mal dahingestellt lassen, ob wir wirklich nach China sollen/müssen (ich bin kein Freund von dieser Idee). Aber wenn ich im Verein (Vorstand und Geschäftsleitung) so eine Entscheidung treffe, dass ich in diesen Märkten (z.B. auch Japan, weshalb ja angeblich der Besuch vom Tünn und Wehrle bei Podolski stattfand) präsent und dort Werbepartner oder was auch immer gewinnen und Marktanteile generieren möchte, dann muss ich doch den Gedanken nicht nur bis zu Ende denken sondern den Weg dann auch konsequent und ehrlich bis zu Ende gehen. Und zwar von anfang an. Auch da, Pustekuchen und keine Professionalität. Denn wenn ich solche Pläne habe, wäre doch das erste, dass ich z.B. mal dafür sorge, dass es unsere Homepgae in den entsprechenden Sprachen gibt. Da fährt man nach China und Japan und will dort u.a. „japanische Fußballfans“ gewinnen (teilweise kamen ja zu Nagasawa- und Osako-Zeiten vereinzelt welche ins Stadion) und dann können die sich über unseren Club nicht einmal in ihrer Landessprache informieren. Wie will ich da dann z.B. mehr als 10 Trikots in Japan oder China verkaufen? Auch das wenig professionell und auch da ein Vergleich mit dem „großen“ FC Barcelona, den, wie ich finde, man auch an dieser Stelle sehr wohl anbringen kann, denn auch dieses öffentliche Auftreten kostet nicht die Welt. Die Homepage vom FC Barcelona gibt es (das Katalanische ausgenommen) in 9 Sprachen (neben spanisch und englisch z.b. auf französisch, japanisch, englisch, indonesisch und türkisch). Die Fc- Homepage kann man lediglich auf deutsch und englisch abrufen. Obwohl wir z.B. in der letzten Saison mit Pizarro, Mere und Cordoba drei spanisch sprechende Spieler hatten. Warum dann nicht die FC-Homepage mal fix ins spanische übersetzen und launchen lassen?

      Von durchaus vorhandenen, dilettantischen Voraussetzungen im Profibereich will ich darüber hinaus gar nicht anfangen. Ich will nur zeigen, woran es nach meiner Meinung grundsätzlich beim FC fehlt und was auch einem dauerhaft in der Bundesliga erfolgreich agierendem Club alles andere als förderlich ist.

      Und für die notwendige Professionalität in allen Bereichen ist der Vorstand verantwortlich, der das auch regelmäßig überprüfen, handeln und durchsetzen muss. Dieser Verantwortung kommt der Vorstand aber offensichtlich nicht nach. Da tut sich nach meinem Dafürhalten wenig bis gar nichts. Ich habe aber die Hoffnung, dass Armin Veh zumindest in den Bereichen, die seinem Einfluss unterstehen, nach und nach für die notwenidge Professionalität sorgen wird. Bisher lässt sich seine Arbeit dahingehend ganz gut an. Aber das geht ja auch nicht von heute auf morgen.

  3. Paul says:

    Schmadke muss im Sommer 2017 auf Droge gewesen sein. Er hat in dieser Transferperiode total versagt. Nicht nur, dass er unseren einzigen Spieler von internationaler Klasse unbedingt verkloppen wollte (#artzBolt_gruesst_von_cayman_mit_haesslergruss), er hat den Betrag, der nach der Zahlung an Hoffenheim und nach Steuern nicht mehr so berauschend war, danach wie ein Neureicher verprasst. Mainz wird ewig dankbar sein, dass wir denen haben wir erst den Clemens und dann noch den Cordoba abgenommen haben. Man sollte in der Satzung festschreiben, dass nie wieder ein Spieler aus Mainz gekauft werden darf, dessen Nachname mit „C“ anfängt.

    Den besten Deal im letzten Jahr hat er gemacht, als er unseren Sonnenkönig bezüglich seiner Abfindung über den Tisch gezogen hat. Man muss schon im Präsidium eines Bekloppten-Vereins wie dem FC sitzen, um für diese regelmäßige Veruntreuung von Vereinsvermögen (#TuenSchuma_verschenkt_lebenslange_Sitzplatzkarte_an_Reckermann) nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden.

    Forever Loser – aber Spaß dabei! Spürbar anders halt … der 1. FC Köln!

    • Boom77 says:

      Sie regen sich aber wegen einer geschenkten Dauerkarte echt mächtig viel auf. Was macht das denn für einen Verlust, wenn man dem Reckermann lebenslang eine Sitzplatzdauerkarte schenkt? Das fällt doch überhaupt nicht ins Gewicht. Und es hatte ja auch einen werbemäßigen Mehrwert für den FC, dass man einem Olympiasieger, der zudem FC-Fan ist, als „Belohnung“ und Anerkennung eine lebenslange Dauerkarte schenkt. Ist doch sehr sympathisch. Ich finde Ihren Einwand dagegen überhaupt nicht nachvollziehbar.

      Mit dem gleichen Arguemnt könnten Sie sich dagegen wehren, dass man den Mitgliedern, die eine lebenslange Mitgliedschaft eingehen, auch noch eine Uhr schenkt. Echt hanebüchen, was sie diesbezüglich so alles schreiben.

    • der 8. Tag says:

      Vielen Dank Boom77!

      Und Paul, ich wiederhole es ungerne. Ihre unsachliche, häufig polemische Art der Rückmeldung ist Wasser auf die Mühlen eines jeden „Vorstandsjünger“. Sollen jene bekräftigt werden, die jegliche Kritik als Angriff werten?

      Wen möchten Sie erreichen?

      Weder jene, die eh nicht Ihrer Meinung sind und jene, die vielleicht in Ansätzen eine Meinung teilen würden, sich aber ob Ihrer kopfschüttelnd Art abwenden?

      In Bezug auf die sachliche Kritik, welche ich u.a. von Seiten Boom oder KHL sehr schätze vielleicht noch eine Ergänzung zu den vielen Beispielen, was recht unausgegoren und unprofessionell erscheint, nach meinem Empfinden eines 1. Fußball-Club Kölns unwürdig ist:

      Z.B. die Vorgehensweise rund um das Thema eSport. Man besetzt ein Thema, kann ein paar effektvolle „News raushauen“ und dann scheint ein Thema tot bzw. wird nicht zu Ende gedacht / ausgeführt. Oder findet jemand anderes noch etwas auf den Seiten von „SK Gaming“ über uns oder auf unserer Seite über eSport, wenn man nicht detektivisch veranlagt ist. Das ist ein Wachstumsmarkt, der da anscheinend ohne uns stattfindet.

      Auch hier sehe ich es ähnlich wie Boom zum Beispiel China ausführte: ich bin nicht traurig drum und suche an spielfreien Tagen kein eSport-Team mit Geißbock, dem ich zujubeln könnte… Es fehlt jedoch an Professionalität und Präzision, um Themen zu Ende zu spielen. Zudem mangelt es offensichtlich an der Strategie, um Projekte und Maßnahmen miteinander zu integrieren.

      Oder wie wäre es z.B. mit dem chinesischen Kooperationspartner Liaoning FC. Die Partnerschaft ist auch schon wieder begraben, aber Hauptsache das Thema wurde erst einmal besetzt und man könnte sich für eine Woche im Express als Vorreiter der Bundesliga verkaufen, während in Schalke oder Hamburg tatsächlich Geld mit einem solchen Kooperationsprojekt verdient wird / wurde.

      • Boom77 says:

        Sehr richtig. Das eSport-Thema hatte ich gar nicht bedacht (das findet sich z.B. überhaupt nicht auf der Homepage des FC… zumindest für mich auf den ersten Blick nicht ersichtlich). Nun kann man, wie bei allem, ja einfach sagen… Ja nun gut… wir haben uns z.B. beim Thema China von der massiven Kritik aus dem Lager der Fans und Mitglieder überzeugen lassen und das ad acta gelegt. Das kann man womöglich bei vielen Dingen (z.B. auch eSports) so verargumentieren. Aber zuerst hyped und forciert man ein Thema und lässt es dann versanden. Das ist auch unprofessionell und wirtschaftlich echt nicht zielführend…. so nach dem Motto „außer Spesen nichts gewesen“ und Hauptsache der Tünn und Herr Wehrle sind mal für ein paar Tage auf Vereinskosten nach Japan geflogen und haben den Poldi mal wieder gedrückt und geherzt und darüber hinaus auch wieder unnötig für Spekulationen um dessen Rückkehr gesorgt, die auch für den sportlichen Bereich nicht zielführend sind. Das kann es doch nicht sein, oder?

        Zumal es durchaus ein paar Themen gibt, die der Vorstand – ich sag das jetzt vorsichtig – auch mal gegen den Willen der Fans und Mitglieder ruhig durchdrücken kann. Damit meine ich jetzt nicht das Thema China. Dass das „gestorben“ ist, finde ich gut. Man hätte es gar nicht erst anpacken sollen.

        Aber nehmen wir mal die Erschließung ausländischer Märkte wie z.B. Japan oder das eSports-Thema. Da wird es sicherlich auch Widerstände (womöglich bei dem einen oder anderen Thema nicht zu knapp) bei den Fans und Mitgliedern geben. so a la „was wollen wir den in Japan“ oder „lasst uns bloß mit so neumodischem Kram wie eSports in Ruhe“. Wenn der Vorstand und die Geschäftsführung – die da mehr Einblicke, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Gebieten haben (hoffen wir mal) – da wirtschaftliches Potenzail für unseren Verein sieht, was uns dann irgendwann mittelbar auch sportlich mehr Möglichkeiten verschafft, dann sollen sie es einfach machen. Dann aber von A bis Z und professionell. Manchmal muss man uns Fans und Mietglieder auch in manchen Bereichen durch vollendete Tatsachen und daraus folgenden positiven Ergebnissen halt zeigen, dass unsere Kritik falsch war.

        PS: Wenn Paul aufmerksam lesen würde, wäre ihm jetzt nicht entgangen, dass wir nicht alle dem Vorstand um unseren „Sonnenkönig“ huldigen und alles gut finden, was die machen… Aber auf solches aufmerksames Lesen zu hoffen, wird wohl zu viel verlangt sein ;-)

  4. NICK says:

    In Anbetracht der sportlichen Lage, sind mit Sicherheit auch einige Projekte vorübergehend zurück gestellt worden. Was hätten sich die Führungspersonen anhören können – der Effzeh kämpft gegen den Abstieg und Spinner & Co kümmern sich um Indianapolis & Liaoning…aber blendet man die Situation der letztem Saison einmal komplett aus, sieht es schon so aus, als ob überall ein neues Projekt angestossen wird und dass das nicht wirklich weiter voran getrieben wird…

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