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Wer zahlt 12 Mio. für Meré? Köln spricht mit Alex Kral

Armin Veh weilt im Urlaub. Der Sportchef des 1. FC Köln hat mit dem neuen Trainer Markus Anfang besprochen, zunächst mit dem bestehenden Kader in die Vorbereitung am 25. Juni zu starten. Diese Überlegung betrifft vor allem die Position des gesuchten Linksaußen. Doch auch in der Innenverteidigung könnte sich noch was tun.

Köln – Frederik Sörensen und Jorge Meré wollen den Klub bekanntlich noch verlassen. Während der Däne seine Ausstiegsklausel in Höhe von rund acht Millionen Euro nicht nutzen konnte, da ihm entsprechende Angebote fehlten, darf Meré noch sechs Tage lang von seiner Option in Höhe von zwölf Millionen Euro Gebrauch machen. Am 20. Juni, fünf Tage vor dem Trainingsstart, läuft die Klausel aus. Ob bis dahin noch etwas geschieht, ist aktuell eher unwahrscheinlich. Was danach käme, lässt sich kaum prognostizieren.

Effzeh trifft sich mit Alex Kral

Sörensen würden die Geissböcke für einen geringen Millionenbetrag ziehen lassen. Meré hingegen wollen die FC-Bosse unter nahezu allen Umständen halten. Die Berater des Spaniers versuchen zwar, einen Klub für den 21-Jährigen zu finden. Doch es gilt als unwahrscheinlich, dass Interessenten bereit sein werden, die Klausel zu erfüllen oder dem FC im Anschluss an den 20. Juni auch nur annähernd so viel Geld zu zahlen. Dennoch müssen sich Veh und seine rechte Hand Frank Aehlig darauf einstellen, dass zumindest einer der beiden Innenverteidiger den Klub noch verlassen wird.

Daher haben die Geissböcke ihre Fühler längst nach anderen zentralen Abwehrspielern ausgestreckt. Dabei sind die Kölner offenbar in Tschechien fündig geworden. Ein heißer Kandidat ist Alex Kral vom FK Teplice. Karol Kisel, der Berater des 20-Jährigen, sagte dem GEISSBLOG.KOELN: „Wir haben uns mit den Verantwortlichen des 1. FC Köln getroffen. Deutschland wäre für ihn ein guter nächster Schritt in seiner Karriere.“

Der 1. FC Köln wäre eine interessante Adresse

Kral ist ein 1,85 Meter großer Rechtsfuß, der beide Positionen in der Innenverteidigung bekleiden und auch auf der Sechs agieren kann. Der Tscheche besitzt in Teplice noch einen Vertrag bis 2020. Doch ein Abschied im Sommer gilt als sicher, da Kral in der letzten Saison zum U21-Nationalspieler seines Landes aufgestiegen ist und trotz seiner erst 20 Jahre Stammspieler ist. „Der 1. FC Köln wäre eine interessante Adresse, aber es sind auch andere Vereine an Alex interessiert“, sagte Kisel. „Es ist noch keine Entscheidung gefallen.“

Kral, der in seiner Heimat von der Spielart mit Sven Bender verglichen wird, wäre eine Alternative mit Potential im Defensivzentrum zu den beiden erfahrenen Rafael Czichos und Lasse Sobiech. Zusammen mit Yann Aurel Bisseck würde er ein junges, hungriges Back-up-Duo bilden, wobei gerade der Tscheche schnell den Sprung in die Startelf schaffen könnte. Die Zweite Liga wäre für ihn wohl das ideale Pflaster, um sich in Deutschland zu akklimatisieren. Doch alles hängt zunächst an Sörensen und Meré. Erst, wenn sich Klarheit in ihrer Zukunft abzeichnet, dürfte auch die Personalie Kral beim FC akut werden.

8 Kommentare
  1. Paul says:

    Mich nervt, dass Freddy momentan so wenig Respekt bekommt. Er ist als rechter Verteidiger verheizt worden. Vorher hat er seine Sache gut gemacht, und er hat immer Einsatz gezeigt. Anstatt andauernd Verteidiger zu kaufen, sollten mal ein paar gescheite Stürmer unter Vertrag genommen werden!

    • Flizzy says:

      Mit Terodde, Guirassy, Cordoba und Zoller im Sturm ist man für die zweite Liga bestens ausgestattet. Im Falle des Aufstieges zurück ins Oberhaus nächstes Jahr, wäre die Frage nach neuen Stürmern richtig. Zumal dann auch die Auswahl um einiges besser wäre als momentan. Da die Zukunft von Sörensen und Mere aber noch ungewiss ist, ist es folgerichtig einen IV im Blickfeld zu haben.

      Und was Sörensen angeht, er wurde selbst unter Stöger in der Spielzeit 16/17 öfter als RV eingesetzt. In der Hinrunde 16/17 hat er fast immer als RV gespielt, und Heintz und Maroh/Mavraj als IV. Also sülz ma‘ kein Tinnef, Sörensen hat einfach die letzte Saison weit unter seinen Möglichkeiten gespielt.

  2. Anti Raute says:

    Sörensen ist in der Form der letzten Saison keine Option für den Effzeh, auch nicht für die 2. Liga. Sörensen war mit Abstand der schlechteste Verteidiger in der letzten Saison, aber man muss im zu Gute halten, dass er kein RV ist, sondern ein IV. Trotzdem kam von Sörensen viel zu wenig.

    Meré wird wohl bei uns bleiben (müssen), denn die 12 Mio Euro wird niemand bezahlen,dafür waren auch seine Leistungen zu unbeständig.

    Thema Sturm: Ich wüsste manchmal mal gerne, was bei einigen Usern im Kopf so los ist: Glaubt ihr ernsthaft TOP Stürmer aus Liga 1 reissen sich darum zum Effzeh in die 2. Liga zu wechseln? Was habt ihr denn für überzogene Erwartungen? Der Effzeh hat mit den besten Sturm in Liga 2. Wenn der Aufstieg perfekt ist, kann man sich gerne nach einem anderen Stürmer umsehen für die 1. Liga, aber man macht doch nicht den 2. vor dem 1. Schritt, oder? @Paul: Welcher Stürmer wäre für dich denn gut genug für den Effzeh in der 2. Liga?

  3. Ottla says:

    Kann ich Flizzy nur recht geben, dass hier ziemlicher Tinnef verzapft wird. 1.) Sörensen hat auch weit vor Ruthenbeck als RV gespielt/ausgeholfen. Zudem bekennt er sich nicht klar. 2.) Was die Stürmer angeht: Über Terodde in Liga 2 muss man nicht sprechen – und Zoller hat in der Saison 13/14 als Stürmer neben Idrissou beim FCK 13 Buden gemacht… d.h. wenn der ma, wie ja sonst nie, ganz Vorne ran käme, weil bspw. Terodde nicht trifft, ginge da evtl. auch mehr. Und dann hat Guirassy vor seinem Verletzungspech in Liga 1 gezeigt, dass viel Talent in ihm steckt und getroffen – und selbst bei Cordoba muss man fair bleiben: der war doch im Prinzip auch nur verletzt… das MUSS und WIRD für Liga 2 Vorne reichen.

  4. FC-Freund says:

    Weiß‘ ja nicht, wie Veh und Anfang planen, aber in der Defensive sieht es m. E. personell ja ganz gut aus! Auch bei den IV. Mittelfeld sieht auch gut aus. Und der Sturm ist vom Personal her schon eine Nummer! Aber man sollte schon, wenn der Aufstieg professionell angegangen werden soll, keine offene Baustelle im Kader haben! Und da könnte ein gelernter LA bestimmt nicht schaden!

    • Rolf Moersch says:

      Ist auch meine Meinung. Es fehlt bein LA. Hier sollte AV ein paar Euros in die Hand nehmen. Es ist zu erwarten, dass viele Gegner in der zweiten Liga hinten drin stehen, da wäre ein LA, der die gegnerische Abwehr überlaufen kann und dann auch noch eine vernünftige Flanke in den Strafraum bringt und den vorhandenen Stoßstürmer Abschlussmöglichkeiten eröffnet eine gute Sache. Wenn er dann auch noch gelegentlich selber trifft, wäre das nicht schlecht. Diese Qualität bekommt man sicher nicht geschenkt, wäre aber gut investiertes Geld.

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