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Ersatz hinten rechts? Eher Lehmann als Sörensen


Markus Anfang hat vier Tage Zeit. Ab Dienstag muss der Trainer des 1. FC Köln einen neuen Rechtsverteidiger in seinem Kader finden. Die Kandidatenliste erinnert an die großen Probleme der letzten Saison. Doch Anfang ist optimistisch, dass ein Spieler den Anforderungen genügen wird.

Köln – Mit ihnen sollte alles besser werden: Benno Schmitz und Matthias Bader. Jetzt sind beide neuen Rechtsverteidiger verletzt und fallen wohl jeweils einen Monat aus. Wenn der Effzeh Pech hat, kehren beide erst nach der Länderspielpause Mitte September zurück und stünden somit in den ersten vier Zweitliga-Spielen sowie im DFB-Pokal nicht zur Verfügung.

Anfang bringt Lehmann ins Gespräch

Nachrüsten werden die Geissböcke deswegen auf dieser Position nicht mehr. Man will sich intern behelfen. Das schlug zwar schon in der letzten Saison krachend fehl, doch diesmal soll es anders sein. Erstens, weil sich die Rolle des Rechtsverteidigers im Ballbesitz deutlich verändert hat. Die Außenverteidiger agieren im Spielaufbau eher als weitere Sechser auf den Halbpositionen im Mittelfeld. Defensiv müssen sie allerdings umso kniffligere Aufgaben erfüllen, nämlich als Abfangjäger für Konter.

„Jetzt kommen vielleicht Spieler auf einer Position zum Einsatz, auf der sie nicht die Nummer eins wären, aber sie haben die Qualität, die Rolle auszufüllen“, sagte Markus Anfang am Sonntag. Der Trainer nannte auch gleich einige Kandidaten und überraschte dabei mit einem Namen, den man auf dieser Position nicht auf der Rechnung hatte: „Wir haben Marcel Risse. Wir hätten die Möglichkeit, Jorge Meré rauszuschieben und Lasse Sobiech ins Zentrum zu stellen. Wir könnten auch mit Matthias Lehmann einen Allrounder einbauen, der es dort mit seiner Erfahrung auch lösen könnte. Wir werden eine Lösung finden.“

Sörensen bleibt außen vor

Lehmann als Rechtsverteidiger? Aufgrund der mangelnden Schnelligkeiten des ehemaligen FC-Kapitäns dürfte diese Überlegung wohl eher unwahrscheinlich sein. Doch auffällig war auch, dass Anfang einen anderen Spieler nicht namentlich nannte: Frederik Sörensen. Anfang erklärte daraufhin vielsagend: „Jeder hat in der Vorbereitung die Möglichkeit bekommen sich zu beweisen.“ Doch Sörensen hat diese Chance offenbar nicht genutzt. Alles andere als eine Trennung in den kommenden Wochen wäre eine Überraschung.

Sidney Sam oder Anfangs Ex-Spieler als Gegner

Besonders bitter ist der Ausfall der beiden etatmäßigen Rechtsverteidiger, da der erste Liga-Gegner mit einem besonderen Spieler gegen den FC antreten wird. Beim VfL Bochum findet Sidney Sam langsam aber sicher zu seiner alten Stärke zurück. Der ehemalige deutsche Nationalspieler wird gegen die Geissböcke von Beginn an auflaufen und wohl über die linke Angriffsseite kommen. Damit würde er auf Kölns Notlösung hinten rechts treffen – direkt ein Schlüsselduell im ersten Spiel. Sollte Sam über rechts kommen, hätte VfL-Trainer Robin Dutt für die linke Seite einen anderen Spieler in der Hinterhand, den wiederum Markus Anfang gut kennt. Tom Weilandt spielte in der letzten Saison noch für Holstein Kiel und kam dort unter Anfang auf 18 Spiele. Dieser dürfte also genau wissen, wie Köln spielen wird – und welche Schwachpunkte die Defensive ihm bieten könnte.

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