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Hector: „Es geht darum, eine Einheit zu werden“

Jonas Hector hat die WM 2018 in Russland hinter sich gelassen. Zumindest sagt der Nationalspieler das. Beim 1. FC Köln trifft er eine neue formierte Mannschaft vor, in der sich in den kommenden Wochen erst noch eine neue Hierarchie bilden muss. Das sieht auch der 28-Jährige so und wird sich am Freitagabend gegen Bremen erstmals von der Qualität des Kaders überzeugen können.

Aus Kitzbühel berichtet Marc L. Merten

Die WM habe er „überwiegend“ nicht mehr verfolgt, seit die Deutschen ausgeschieden waren. Dennoch habe er aus Russland auch positive Gedanken mitnehmen können. „Ich werde in 20 oder 30 Jahren noch sagen können, dass ich mal an einer WM teilgenommen habe.“ Hector wird nun beobachten, was sich beim Deutschen Fußball-Bund tun wird. Der loyale Hector wird wohl hoffen, dass es mit Joachim Löw weitergeht. „Für mich war er der Trainer, der mich zum Nationalspieler gemacht hat“, drückte Hector seine Verbundenheit zu Löw aus.

Um das nächste Jahr geschlossen zu überstehen…

Eine Verbundenheit, die zwischen Markus Anfang und den Spielern des 1. FC Köln erst noch entstehen muss, vor allem aber im Team selbst. Die Mannschaft wurde umgestaltet, viele Spieler haben den Klub verlassen. Der neue Kader muss erst zueinander finden. Das weiß auch Hector. „Die neuen Jungs passen gut rein, glaube ich. Jetzt geht es darum, eine Einheit zu werden, um dieses nächste Jahr geschlossen zu überstehen.“

Hector weiß, dass von dieser Einheit in der letzten Saison nicht mehr viel übrig geblieben war. Gleichzeitig geht es für den Klub darum, die Zweite Liga so anzunehmen, dass es bei einem Jahr im Unterhaus bleibt. Dafür wird neben den fußballerischen Qualitäten vor allem ein guter Zusammenhalt und der unbedingte Einsatzwille auch gegen die vermeintlich unattraktiven Gegner dringend nötig sein. Hector will dann voran gehen, als Kapitän wie in den letzten Monaten oder ohne die Binde.

Wichtig ist der Umgang miteinander

„Nicht einer alleine führt eine Mannschaft. Es ist notwendig, dass mehrere Spieler dazugehören“, sagte Hector. „Wer die Binde trägt, ist eigentlich egal. Wenn ich es sein sollte, würde ich nicht Nein sagen. Aber es gehört mehr als ein Spieler dazu, eine Mannschaft zu führen.“ Entscheidend sei weniger die Hierarchie als das gute Binnenverhältnis im Team. „Wichtig ist der Umgang miteinander“, sagte Hector und nahm dabei nicht nur die älteren Spieler in die Pflicht, sondern auch die Neuzugänge. „Das zählt für die neuen Spieler genauso wie für die, die schon länger dabei sind, damit die Spieler gut integriert werden können und sich die Neuen so weit öffnen, dass sie sich gut integrieren lassen. Dann können wir zu einer geschlossenen Mannschaft werden.“

Inzwischen ist klar, dass die Kapitänsfrage erst nach Kitzbühel entschieden wird. Hector gilt neben dem amtierenden Kapitän Matthias Lehmann als ein möglicher Kandidat, Timo Horn und Marco Höger als die anderen beiden. Höger hatte das Team bis zu seiner Verletzung in Eichstätt auf den Platz geführt. In Kitzbühel war es Lehmann gegen Wattens und Marcel Risse gegen Watford. Am Freitagabend im letzten Test gegen Bremen dürfte es erneut Lehmann sein, so er denn von Beginn an spielt. Dann dürfte auch Hector erstmals zu Einsatzminuten kommen.

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