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Konkurrenzkampf: Der Angriff auf zwei Positionen

Wenn am Samstagmittag um 13 Uhr der Anpfiff im Bonner Sportpark Nord ertönt, geht es für die Spieler des 1. FC Köln im zweiten Test der Sommervorbereitung um die nächste Stufe der Taktikschulung. Was können die Geissböcke besser umsetzen als im Test beim VfB Eichstätt? Welche Spieler tun sich besonders hervor?

Köln – Der GEISSBLOG.KOELN hat in den vergangenen Tagen die einzelnen Positionen in der neuen Grundordnung von Trainer Markus Anfang vorgestellt und die Spieler benannt, die in diesen Rollen bislang um die Plätze konkurrieren. Im letzten Teil der Serie geht es um die beiden Positionen, auf denen die nominellen Stürmer im Kader zum Einsatz kommen dürften.

Linksaußen: zwei Stürmer und ein Talent

Noch haben die Geissböcke keinen neuen Linksaußen verpflichtet. Markus Anfang erklärte zwar im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN, dass nicht ausgeschlossen sei, noch einen Spieler zu verpflichten, der insbesondere im Eins gegen Eins über die Flügel seine Stärken hat. Doch aktuell dürfen sich drei Spieler auf links präsentieren: Sehrou Guirassy, Simon Zoller und Youngster Chris Führich, der auch über die rechte Seite zum Einsatz kommt (mehr zu Führich hier).

Im Kader des 1. FC Köln stehen bekanntlich vier Mittelstürmer im Kader. Kein Wunder, dass Markus Anfang nun versucht herauszufinden, ob mit Guirassy und Zoller die Position des Linksaußen nicht aus dem Kreis dieser Angreifer besetzt werden könnte. Das Ziel des Trainers: Es sollen so viele torgefährliche Spieler wie möglich in der Startelf stehen, um es der gegnerischen Verteidigung so schwer wie möglich zu machen. Zur Erinnerung: In Kiel trafen letzte Saison drei Spieler zweistellig, ein vierter (Steven Lewerenz) kam auf acht Tore und acht Vorlagen. Lewerenz war der Linksaußen bei Holstein.

Nun also sucht Anfang den Kölner Lewerenz. Guirassy zeigte im Training in Bad Gögging, dass er die Rolle mit viel Zug zum Tor und mit Selbstvertrauen im Eins gegen Eins interpretiert. Zoller weist dagegen deutliche Schnelligkeitsvorteile gegenüber dem Franzosen auf, ging im Testspiel in Eichstätt auch mal bis auf die Grundlinie durch und schloss ebenso ab. Beide versuchen sich in dieser für sie neuen Rolle einzufinden, beiden scheint dies auch deswegen zu gelingen, weil Anfang ihnen Freiheiten gestattet, die sich nicht zum Flügelspieler, sondern zu einem weiteren Stürmer im Dreierverbund mit dem Mittelstürmer und dem Rechtsaußen macht. In Bonn und in Wuppertal werden gerade sie im Blickfeld stehen. Und man darf gespannt sein, ob Anfang auch Christian Clemens und Louis Schaub noch mal auf der linken Seite testet. Beide kamen vornehmlich auf rechts zum Einsatz. Doch in Eichstätt war es auch Clemens, der links zu gefallen wusste.

Mittelstürmer: Terodde gegen Cordoba

Mit Guirassy und Zoller auf der Außenbahn hat sich Anfang im Zentrum ein Hauen und Stechen von gleich vier Mittelstürmern erspart. Aktuell sind Simon Terodde und Jhon Cordoba die beiden Kontrahenten um die Position ganz vorne. Terodde kennt die Zweite Liga in- und auswendig, weiß, dass er dort über Jahre hinweg viele Tore geschossen hat. Dieses Selbstvertrauen dürfte kostbar sein für die Geissböcke, denn in den letzten Monaten in der Bundesliga blieb der Stürmer bekanntlich überaus glücklos. In Eichstätt traf er vom Punkt. Im Training klappte es dagegen bislang noch nicht so gut.

Auch Cordoba hat Ladehemmungen. Der Kolumbianer scheint vor dem Tor noch immer blockiert. Allerdings hat sich der Angreifer darüber hinaus etwas befreit. Der 25-Jährige wirkte in Bad Gögging gewillt, die neue Saison als zweite Chance anzusehen. Dank des Dolmetschers ist Cordoba nun besser eingebunden, versteht mehr, was von ihm verlangt ist, kann seine eigenen Fragen oder Probleme besser kommunizieren. Diese Hilfe wäre deutlich früher nötig gewesen. Nun hofft der FC, dass sie nicht zu spät kommt. Gegen Eichstätt zeigte sich Cordoba aggressiv, laufstark, körperlich robust und mit einem guten Verständnis mit den Mitspielern. Jetzt müssen ihm nur noch die Tore gelingen. Im Team, so scheint es, gibt es niemanden, der es ihm nicht gönnen würde. Einzig gegen Bonn und Wuppertal wird der Kolumbianer passen müssen. Ein grippaler Infekt macht einen Einsatz unmöglich.

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