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Hitzeschlacht: „Ich freue mich ungemein auf die kalte Dusche“

Die Spieler des 1. FC Köln und Trainer Markus Anfang haben sich nach dem 2:0-Sieg beim VfL Bochum erleichtert über das Ergebnis geäußert. Alle waren sich aber auch bewusst, dass die fußballerische Leistung bei knapp 40 Grad im Ruhrstadion besser hätte sein müssen. Die Stimmen zum Spiel.

Dominick Drexler: „Wir sind eigentlich ganz gut ins Spiel gekommen, haben dann aber einige Chancen zugelassen. Man hat schon am Freitag bei Hamburg gegen Kiel gesehen, dass man Tore machen muss. Die haben wir gemacht. Beim ersten Tor wollte Crille den Ball zu mir chippen. Der Torhüter ruft ‚Leo‘, der Spieler ist dann nicht mehr mit seinem Kopf weggekommen, weil ich ihn auch leicht geschubst habe. Dann war es ein schönes Eigentor. Am Ende in Unterzahl haben wir das Ergebnis verwaltet und über die Zeit gebracht. Das war bei den Temperaturen nicht so einfach. Aber solche Siege sind sehr wichtig, gerade zum Anfang der Saison. Das sollte uns sehr viel Selbstvertrauen geben für das Heimspiel gegen Union.“

Jetzt feiere ich ordentlich Geburtstag

Christian Clemens: „Es war sehr schwer heute, wir haben es uns auch schwer gemacht, weil wir nicht das gespielt haben, was wir uns vorgenommen hatten. Das 1:0 war etwas glücklich, danach hatten wir die Bochumer aber bis zum Platzverweis im Griff. Deshalb nehmen wir die drei Punkte mit, die waren sehr wichtig für uns. Vielleicht war der Sieg nicht gerade verdient, aber jetzt kommen zwei Heimspiele, in denen wir dann auch besseren Fußball spielen wollen. Wir haben das Spiel des HSV alle gesehen. Das wird kein Selbstläufer, das ist eine Warnung. Bei uns ist noch viel Luft nach oben. Bei mir persönlich auch, obwohl es zwei indirekte Scorerpunkte waren. Jetzt feiere ich ordentlich Geburtstag und freue mich ungemein, unter die kalte Dusche zu kommen.“

Timo Horn: „Über die Wichtigkeit des Sieges müssen wir nicht diskutieren. Gerade in der ersten Hälfte hatten wir noch Probleme, haben Bochum mit Fehlpässen eingeladen und hatten spielerische Schwierigkeiten. Da hatten wir Glück, auch beim 1:0. In der zweiten Hälfte hatten wir dann 25 gute Minuten, hatten es im Griff, hätten das dritte oder vierte Tor sogar machen können. Nach dem Platzverweis mussten wir alles verteidigen, das haben wir geschafft. Wir hatten Glück bei der Elfmeter-Situation, vielleicht hält sich das in dieser Saison etwas mehr die Waage wie im letzten Jahr. Aber auch solche Phasen muss man überstehen, um dann selbst zu Chancen und zum Erfolg zu kommen. In der ersten Halbzeit hat uns noch etwas der Punch in den Zweikämpfen gefehlt, deshalb sind wir hinterher gelaufen. Das war mühselig. Jetzt sind wir mit einem Sieg in die Saison gestartet. Die letzten zwei Jahre in der Zweiten Liga waren es Unentschieden. Umso schöner, dass es jetzt anders ist und jetzt zuhause nachlegen können. Heute war aber auch schon wieder ein halbes Heimspiel. Das halbe Stadion in Rot-Weiß, das ist ein Faustpfand, dass uns die Fans so unterstützen. Für diese Aufbruchstimmung können wir uns nur bedanken.“

Zum Schluss in der Hitze in Unterzahl zu spielen, war brutal

Markus Anfang: „Bochum hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Unser Beginn war okay, aber dann haben wir den Faden verloren und einige Chance zugelassen. Wir haben uns erst nach und nach reingekämpft, sind glücklich in Führung gegangen. Man muss sagen, das Ergebnis spiegelte zu dem Zeitpunkt nicht den Spielverlauf wieder. Wir wussten, dass wir in der zweiten Halbzeit nachlegen müssen, machen dann auch das zweite Tor. Zum Schluss in der Hitze in Unterzahl zu spielen, war dann aber brutal. Daher ein Kompliment an meine Jungs, die sich zum Schluss mit Mann und Maus gewehrt haben, um kein Gegentor zu kriegen. Das muss man hervorheben, das war richtig gut. Wir haben zwar kein gutes Fußballspiel gezeigt, aber dafür haben sich die Jungs gewehrt und gekämpft.“

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