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Meré raus, Sobiech rein: Erster Wechsel der Saison

Der 1. FC Köln musste beim 2:0 (1:0)-Erfolg beim VfL Bochum die letzten 20 Minuten in Unterzahl überstehen. Jorge Meré hatte nach einem harten Einsteigen an der Seitenauslinie die zu Recht die Gelb-Rote Karte gesehen. Damit ist Lasse Sobiech für das Heimspiel gegen Union Berlin zunächst gesetzt. 

Köln – Binnen 20 Minuten hatte sich Jorge Meré selbst rausgespielt. Zunächst holte der Spanier in der 50. Minute Robbie Kruse von hinten aus taktischen Gründen von den Beinen, ehe er in der 71. Minute an der Seitenlinie viel zu spät gegen Sidney Sam in den Zweikampf kam. Schiedsrichter Zwayer hatte keine andere Wahl, als den Innenverteidiger mit Gelb-Rot vom Platz zu stellen.

„Jorge hat zwei Foulspiele gemacht und ist dann vom Platz gegangen. Das zweite Foul war eines, gar keine Frage. Aber ich hätte mir gewünscht, dass der Schiedsrichter dann auch bei den Bochumer Innenverteidigern so reagiert hätte. Aber wir haben das ein Stück weit selbst eingebrockt. Wir konnten reagieren und Lasse bringen“, sagte Markus Anfang nach dem Spiel zum Platzverweis von Meré.

Meré schon in Hälfte eins im Glück

Der Spanier, der sich in der Vorbereitung gegen Lasse Sobiech durchgesetzt hatte, kämpfte vor allem in der ersten Halbzeit mit einigen Problem. Häufig war der Innenverteidiger zu weit von seinen Gegenspielern entfernt und lies den Bochumern so gefährlichen Freiraum. Kurz vor der Pause war Meré dann im Glück, als Zwayer bei seinem klaren Foulspiel im Strafraum an Danilo Soares nicht auf Strafstoß entschied. Soares konnte die Partie anschließend nicht beenden und blieb verletzungsbedingt in der Kabine.

Nach dem Seitenwechsel fand Meré dann, wie die gesamte Kölner Defensive, besser ins Spiel und hielt das Bochumer Angriffsspiel in Schach, sodass Timo Horn kaum noch eingreifen musste. Bis zu seinem überflüssigen Platzverweis in der 71. Minute. Mit einer Verwarnung im Rücken hätte der Spanier diese Situation anders lösen müssen, zumal von der Position an der linken Seitenauslinie keine akute Torgefahr ausgegangen war.

Lasse Sobiech profitiert

Eigentlich wollte Markus Anfang in den Schlussminuten mit Simon Terodde noch einmal frischen Wind für die Offensive bringen. Doch durch den Platzverweis des Innenverteidigers wurde daraus nichts. Stattdessen kam Lasse Sobiech für Serhou Guirassy in die Partie. Der Neuzugang aus St. Pauli hatte vor dem Spiel keinen Hehl daraus gemacht, dass er eigentlich gerne in der Startelf stehen würde: „Ich bin nicht gekommen, um mich auf die Bank zu setzen“, sagte der 1,96-Meter-Mann. Nach seiner Einwechslung machte Sobiech seine Sache dann gut. Mit einer Zweikampfquote von 100 Prozent köpfte der Innenverteidiger jeden Ball raus, der auch nur in die Nähe des Strafraumes geflogen kam und empfahl sich somit für weitere Einsätze.

Diesen wird er im nächsten Heimspiel gegen Union Berlin sicher haben. Während Youngster Yann Aurel Bisseck noch weit von der Startformation entfernt scheint, hat auch Frederik Sörensen derzeit keine Chance auf einen Platz in Anfangs erster Elf. Für Sobiech ist Merés Sperre also die Chance, sich mit einer guten Leistung gegen Union Berlin selbst zu belohnen und in die Mannschaft zu spielen. Dass Sobiech und Meré einmal zusammen in der Innenverteidigung auflaufen können, ist zumindest unwahrscheinlich, solange Rafael Czichos gesund bleibt. Der Neuzugang aus Kiel etablierte sich gleich im ersten Spiel als Abwehrchef und konnte sich zudem mit seinem Abstauber zum 2:0 in die Torschützenliste eintragen.

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