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Veh: „Müssen uns erst wieder daran gewöhnen zu gewinnen“

Wenn der 1. FC Köln am Samstag beim VfL Bochum antritt, liegt der letzte Pflichtspielsieg fast fünf Monate zurück. Seit dem 2:0-Heimerfolg über Bayer Leverkusen am 18. März 2018 warten die Geissböcke auf einen Erfolg. Zum Zweitliga-Start soll es soweit sein. Doch auch als großer Favorit in der Liga wird es für den Effzeh schwer werden.

Köln – Armin Veh versteht in einer Hinsicht keinen Spaß. Noch vor Saisonstart der Zweiten Liga schon wieder über die Zeit nach dem Wiederaufstieg in der Bundesliga zu reden, verbittet sich der Sportchef des Effzeh. „Das wäre eine Frechheit“, sagte Veh am Rande der Pressekonferenz am Donnerstag. Sein Mantra lautet: „Es wird schwieriger aufzusteigen als dann in der Bundesliga zu bleiben.“

Testspiel-Siege für das Selbstvertrauen

First things first also beim 1. FC Köln. Und der erste aller 34 nötigen Schritte soll am Samstag im Ruhrstadion gelingen. „Ein guter Start würde vieles einfacher machen“, sagte Veh. Dabei wies er aber auf die wohl größte Herausforderung für viele Kölner Spieler hin: „Wir müssen uns erst wieder daran gewöhnen zu gewinnen.“ Fünf Monate ohne Pflichtspielsieg sind eine lange Zeit für jene Profis, die den Abstieg miterlebten. Umso wichtiger waren die jüngsten Testspiel-Erfolge über Bremen (1:0) und Mainz (5:3). Vor allem die fünf Treffer gegen den FSV dürften den Geissböcken gut getan haben. Sie waren der Beweis, dass die offensiven Spielzüge im Anfang’schen System schon funktionieren.

Bochum gilt als eingespielte Mannschaft. Die Startelf wurde im Vergleich zur erfolgreichen Rückrunde im Frühjahr 2018 unter Trainer Robin Dutt nur an einer Position verändert. Für Spielmacher Kevin Stöger (wechselte zu Fortuna Düsseldorf) kam Sebastian Maier von Hannover 96. Ein positionstreuer Wechsel, der in der Vorbereitung aber noch dazu führte, dass der VfL im Offensivspiel nicht das Tempo der letzten Rückrunde entwickeln konnte. Ein Vorteil für die Geissböcke? Nur, wenn der Kopf beim Effzeh mitspielt.

Wir haben zwar einen 23-Millionen-Euro-Etat

Gerade im Hinblick auf die mentale Herausforderung Zweite Liga könnte Bochum für den FC aber ein guter Gegner zum Auftakt sein. Der VfL ist für seine Heimstärke ebenso bekannt wie für seine aggressive Spielweise. Bochum will in der kommenden Saison oben mitspielen, will die beiden Großen (Köln und Hamburg) ärgern. Die Ansprüche sind also auch im Ruhrgebiet hoch, es kommt gleich zu einer Art Spitzenspiel in der Zweiten Liga. Die Geissböcke werden also sofort mit einer echten Hürde konfrontiert.

„Wir haben zwar einen 23-Millionen-Euro-Etat“, verriet Veh am Donnerstag das Kräfteverhältnis in der Liga. Nur der Hamburger SV wird mehr Geld in seine Lizenzspielerabteilung stecken. „Aber der Spieleretat ist nicht immer entscheidend.“ Als Beispiel führte der Geschäftsführer Sport seinen Ex-Klub aus Wolfsburg an, der trotz millionenschwerer Aufwendungen in der vergangenen Saison beinahe aus der Bundesliga abgestiegen wäre. Und auch die Kölner hatten in der Vorsaison aus ihren riesigen finanziellen Möglichkeiten nichts gemacht. Weshalb das Ende der Sieglos-Serie seit März am Samstag ein erster wichtigster Schritt wäre, um beim FC wieder bessere Zeiten einzuleiten.

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