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Nehmen die Verletzten dem Trainerteam die Wahl ab?

Bis vor zehn Tagen galt der 3. August 2018 als erster Tag der Härtefälle beim 1. FC Köln. Am Freitag bricht der Effzeh nach dem Abschlusstraining nach Bochum zum ersten Pflichtspiel der Saison auf. Markus Anfang wird dann erstmals einen Kader nominieren müssen. Die Verletzten nehmen ihm nun viele Entscheidungen ab.

Köln – Als der FC-Tross aus Kitzbühel zurückreiste, war Marco Höger nominell der einzige Verletzte im Kader des 1. FC Köln. Ohne Eigenverschulden im Test in Eichstätt hatte sich der Sechser an der linken Schulter verletzt. Doch schon auf der Rückreise bahnte sich der zweite Verletzte an: Matthias Bader war gegen Werder Bremen im Rasen hängen geblieben. Die Bestätigung folgte montags. Muskelverletzung im Hüftbeuger, einige Wochen Pause.

Zwei Streichkandidaten plus die Youngster?

Es folgte der Test gegen den 1. FSV Mainz 05 und der nächste Verletzte, diesmal sofort für alle sichtbar: Benno Schmitz erlitt eine Sehnenverletzung im Oberschenkel. Auch er wird mehrere Wochen ausfallen. Drei Testspiele, drei Verletzte. Noch schlimmer: Der FC stand plötzlich ohne Rechtsverteidiger da. Ärgerlich, dachten die Verantwortlichen, aber dann muss eben Marcel Risse einspringen. Bis der Rechtsaußen nun erkrankte und erhöhte Temperatur bekam. Ob Risse fit wird für Bochum, entscheidet sich kurzfristig am Freitag.

Die plötzlich komplett blanke rechte Defensivseite ist das große Problem der Geissböcke vor dem Spiel beim VfL. Auf der anderen Seite der Medaille nehmen die Verletzungssorgen Anfang aber auch einige knifflige Entscheidungen ab. Unter der Prämisse, dass inklusive Risse vier Spieler verletzt oder krank fehlen würden und aktuell die drei Youngster Bisseck, Führich und Nartey noch nicht nahe genug am FC-Kader dran sind, müsste Anfang nur noch zwei weitere FC-Profis für das Bochum-Spiel streichen. Frederik Sörensen gilt als ein Kandidat, auch Tim Handwerker könnte es treffen. Es sei denn, einer der beiden stünde aufgrund der Defensivprobleme doch im Kader. Dann müsste es einen anderen treffen. Doch aus Anfangs großer Aufgabe vor dem ersten Spieltag ist plötzlich eine überschaubare Übung geworden. Dem FC-Coach wäre es anders herum wohl lieber gewesen.

2 Kommentare
  1. NICK says:

    Sörensen kann es. Solange er jeden Monat Geld überwiesen bekommt, sollte er auch eine Option sein. Lehmann traue ich es auch zu und noch eine Option wäre Simon Zoller, den könnte ich mir auch noch da vorstellen. Also Optionen sind reichlich vorhanden. Das sind alles Fussballprofis, die müssen auch mal auf einer ungewohnten Position ein Spiel bestreiten können.

  2. Anti Raute says:

    Lehmann und Sörensen sind nicht mit nach Bochum gefahren, Risse aber schon. Damit wird Risse auch auf RV spielen und Meré ihn ersetzen, wenn Risse nicht mehr kann. Sollte Risse wider Erwarten doch nicht spielen können, wird Meré auf RV beginnen. Beide Lösungen sind tauglich, also kein Alibi, falls es nicht zum Punktgewinn reichen sollte.

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