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Der FC lernt dazu: Das war gut, das war schlecht

Die Balance ist zurück

Der 1. FC Köln ist am Freitagabend mit drei Punkten zurück in die Domstadt gereist. In einer intensiven Partie gegen Arminia Bielefeld setzte sich der Effzeh mit 3:1 (1:0) durch. Es war der dritte Sieg in Folge – und in der Englischen Woche das überzeugendste.

Bielefeld – Der 1. FC Köln hat eine perfekte Woche hinter sich. Nach der 3:5-Pleite gegen Paderborn, war der FC in Sandhausen um defensive Stabilität bemüht und entschied das Spiel mit 2:0 für sich. Beim 2:1-Erfolg gegen den FC Ingolstadt war Köln phasenweise klar überlegen, erlaubte sich aber auch ganz schwache 20 Minuten. Beim 3:1 in Bielefeld fanden die Geissböcke die Balance zwischen Defensive und Offensive wieder – wenn auch nicht über 90 Minuten.

Das war gut

Ohne Gegentreffer blieb der 1. FC Köln gegen Bielefeld nicht. Dennoch zeigte sich das Team von Trainer Markus Anfang auf der Alm defensiv sehr stabil. Insbesondere in der ersten Hälfte hielt Köln dem Druck der Gastgeber Stand. Immer wieder versuchte Bielefeld den Effzeh unter Druck zu setzen, zwingende Torchancen konnte sich die Arminia aber so gut wie nicht erspielen. Das lag insbesondere am zentralen Defensiv-Trio um Marco Höger, Abwehrchef Rafael Czichos und Funkturm Lasse Sobiech.

Höger war im defensiven Mittelfeld gegen aggressive Arminen von der ersten Minute an gefragt. Doch der Sechser hielt in den Zweikämpfen dagegen und lief die gefährlichen Räumen zu, bevor Bielefeld den entscheidenden Pass spielen konnte. Auch die beiden Innenverteidiger Czichos und Sobiech machten ihre Sache gut. Am Boden und in der Luft waren beide kaum zu überwinden. Sie sorgten dafür, dass Timo Horn, vom Gegentor durch Staude mal abgesehen, einen ruhigen Abend hatte.

Das haben die Jungs dann gut gemacht

Auch offensiv gelang Köln gegen Bielefeld viel. Der spielfreudige und ballsichere Vincent Koziello wusste im Zentrum seine Vorderleute in Szene zu setzen. Auch lange Bälle aus der Abwehr heraus waren in Kölns Spieleröffnung ein probates Mittel. Bei der Entstehung der ersten beiden Treffer gingen jeweils Zuspiele in die Spitze von Czichos und Sobiech voraus. „Wir wussten, dass wir schnell in die gefährlichen Räume kommen, wenn wir die Kette überspielen. Das haben die Jungs gut gemacht“, lobte Markus Anfang seine Verteidiger.

Im letzten Drittel war es vor allem der überragende Dominick Drexler, der immer wieder mit Tempo in den Strafraum zog, um seine Mitspieler zu bedienen. Als treffsicherer Abnehmer war einmal mehr Simon Terodde zur Stelle. Mit seinen Saisontoren elf und zwölf und nebenbei noch den Treffern 100 und 101 in der Zweiten Liga unterstrich der Torjäger seinen außergewöhnlichen Lauf. Dass auch Jhon Cordoba nach einem späten Konter traf, stand sinnbildlich für die Effizienz der Kölner Angreifer an diesem Abend.

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