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Die Tor-Festspiele der Ex-Kölner in der Bundesliga

In der Bundesliga spielt der 1. FC Köln in dieser Saison nicht. Die Geissböcke müssen samstags um 15.30 Uhr zuschauen, wie die Erstligisten gegeneinander antreten. Am Samstag standen jedoch erstaunlich viele ehemalige Kölner im Mittelpunkt der Geschehnisse in Liga eins und trafen für ihre neuen Klubs. 

Köln – Alles begann mit Leonardo Bittencourt. Der Neu-Hoffenheimer, der im Frühjahr noch mit einem Saunaschwur Hoffnungen auf einen Verbleib in Köln gemacht hatte, brachte die TSG 1899 gegen den SC Freiburg in Führung. Doch das Tor wurde nachträglich vom Videoassistenten wegen einer Abseitsstellung wieder aberkannt.

Vier Tore, eine Vorlage und zwei aberkannte Treffer

Doch was Bittencourt nicht vergönnt war, sollte mehreren anderen Ex-Kölner besser gelingen. In der 23. Minute brachte in Frankfurt der Japaner Yuya Osako seinen neuen Klub, den SV Werder Bremen, mit 1:0 in Führung. Diesmal zählte der Treffer dank des Videoassistenten. Und Osako war gleichzeitig der erste Japaner seit eines gewissen Yasuhiko Okudera, der im Trikot des SV Werder traf. Okudera war bekanntlich mit den Geissböcken in der Saison 1977/78 Double-Sieger geworden, ehe er später auch für Bremen auflief.

Nach Osako ging es wieder zurück nach Hoffenheim: Doch nicht Bittencourt, sondern Dominique Heintz traf. In der 36. Minute brachte der Innenverteidiger den SC Freiburg nach einem Freistoß mit 1:0 in Führung und machte es damit besser als sein ehemaliger Mitspieler. Nur eine Minute später jubelte in Leverkusen Yannick Gerhardt, der fast von der Torauslinie dank freundlicher Mithilfe von Ramazan Özcan zum zwischenzeitlichen 1:1 für Wolfsburg traf. In der 48. Minute schoss dann Mikael Ishak, das einstige Sturmtalent, das Volker Finke nach Köln geholt hatte, für Nürnberg das 1:1 gegen Mainz. In der 61. Minute jubelte erneut Osako, jedoch zu früh, denn sein erneuter Führungstreffer zum 2:1 wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. Und in der Nachspielzeit bekam Bittencourt dann zumindest noch einen Assist – er bereitete das 3:1 durch Kramaric vor.

Insgesamt standen am Samstag in den fünf Nachmittagspartien elf Ex-Kölner auf dem Rasen: Leonardo Bittencourt und Kevin Vogt (1899 Hoffenheim), Dominique Heintz (SC Freiburg), Mitchell Weiser (Bayer Leverkusen), Yannick Gerhardt (VfL Wolfsburg), Yuya Osako und Claudio Pizarro (Werder Bremen), Tobias Strobl (Borussia Mönchengladbach), Mikael Ishak und Kevin Goden (1. FC Nürnberg) sowie Daniel Brosinski (1. FSV Mainz 05). Einzig ein Torhüter fehlte, um eine Elf aus ehemaligen Geissböcken auf die Beine zu stellen. Michael Rensing (Fortuna Düsseldorf) spielt aber erst am Sonntag.

So könnte eine Bundesliga-Elf aus Ex-Kölnern aussehen: Rensing – Strobl, Vogt, Heintz – Brosinski, Gerhardt, Bittencourt, Weiser – Osako, Pizarro, Ishak

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