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Kritik, Aussprache, Leak – jetzt eine Satzungsänderung?

Kritik, Aussprache, Leak - jetzt eine Satzungsänderung?

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E-Mail-Leak hin oder her: Armin Veh und der Mitgliederrat haben sich am Montagabend ausgesprochen. Man wolle künftig mit- statt übereinander reden, hieß es. Darüber hinaus, so teilte der Klub mit, wolle der Mitgliederrat „auch nicht z.B. Spielerverträge im Mitgliederrat einsehen“. Doch wie lange ist dieses Versprechen gültig?

Köln – Armin Veh hatte mit seinem Gefühlsausbruch nach dem Spiel gegen Ingolstadt für eine Welle an Diskussionen gesorgt. Der FC-Geschäftsführer und damit Angestellte der KGaA hatte gewählte Vereinsvertreter harsch kritisiert und damit für Empörung gesorgt. Zwar teilten einige FC-Mitglieder die generelle Kritik am Mitgliederrat. Doch der Ton gefiel der großen Mehrheit nicht.

Darüber sprachen sich Veh und die Mitglieder des Gremiums am Montagabend aus. Man wolle sich zudem künftig häufiger treffen, um Missverständnissen vorzugreifen. „Keinesfalls“ jedoch, so hieß es in der Mitteilung des Klubs, wolle der Mitgliederrat „ins operative Tagesgeschäft des Profibereichs eingreifen und auch nicht z.B. Spielerverträge im Mitgliederrat einsehen“. Es reiche aus, „wenn die beiden Vertreter des Mitgliederrats im Gemeinsamen Ausschuss Einsicht haben und die von ihnen erbetenen Informationen vor der Beschlussfassung erhalten“.

Mitgliederräte wollen, was der Rat angeblich gar nicht will

Genau dieser Punkt hatte Veh dem Vernehmen nach auf der Seele gelegen. Das war am Donnerstag noch klarer geworden, da eine E-Mail von Stefan Müller-Römer geleakt worden war. Darin hatte der Mitgliederrats-Vorsitzende im Dezember 2017 seine Zweifel zum Ausdruck gebracht, ob Simon Terodde ein für das damals gezahlte Geld und Gehalt bundesligatauglicher Stürmer sei. Veh hatte dies als Misstrauen an seiner Arbeit empfunden. Am Montagabend gab es die Aussprache. Zunächst sollen die Probleme aus der Welt geschafft sein.

Doch nicht nur die geleakte Mail bringt den Frieden wieder in Gefahr. Veh und sein Co-Geschäftsführer Alexander Wehrle sehen einen Antrag auf Satzungsänderung kritisch, über den die Mitglieder des 1. FC Köln am 10. Oktober auf der Mitgliederversammlung abstimmen werden. Dieser Antrag wurde von Friedhelm Henze und Michael Tuchscherer gestellt, also von zwei aktuellen Mitgliedern des Mitgliederrates. Sie wollen die Satzung an drei Punkten verändern. Diese Änderungen würden dem Mitgliederrat mehr Gewicht verleihen. Doch sie würden auch dazu führen, dass künftig eine Minderheit von 25 Prozent im Gremium ausreichen würde, um dem gesamten Mitgliederrat alle Verträge der KGaA zugänglich zu machen – und damit genau das erreichen, was der Mitgliederrat laut der Mitteilung vom Dienstag gar nicht will, nämlich „z.B. Spielerverträge im Mitgliederrat einsehen“.

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