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Rekordhalter Demandt: „20 Tore muss Terodde erst noch machen“

Sven Demandt ist gebürtiger Kölner. Der ehemalige Bundesliga-Stürmer traf einst für Fortuna Düsseldorf, den 1. FSV Mainz 05 und weitere Klubs aus der ersten und zweiten Liga, wie er wollte. Mit 121 Toren ist er der Rekordhalter im Bundesliga-Unterhaus. Noch – denn Simon Terodde schickt sich an, Demandt gefährlich zu werden.

Köln – Am Samstag saß Sven Demandt bei der U21 des 1. FC Köln auf der Tribüne und verfolgte das Lokalderby zwischen den Jung-Geissböcken und Viktoria Köln. Der 53-Jährige hat auch die FC-Profis bereits unter die Lupe genommen, vor allem Simon Terodde, der mit nun 101 Toren in Liga zwei auf Rekordjagd ist.

Zwölf Ligatore, vier im Pokal: Terodde ist ohne Frage der Zweitliga-Bomber in dieser Saison. Kann der Angreifer den FC in die Bundesliga schießen? Sven Demandt ist davon überzeugt. Doch kann Terodde dem Rekordmann Demandt auch gefährlich werden? Dafür müsste Terodde am Ende der Saison auf mindestens 32 Tore kommen. Eine ganze Menge, findet auch Demandt. Der GEISSBLOG.KOELN sprach mit dem ehemaligen Mittelstürmer über seinen potentiellen Thronfolger.

GBK: Herr Demandt, staunen auch Sie über den Lauf von Simon Terodde?

SVEN DEMANDT: „Ich weiß selbst, wie es als Stürmer ist, wenn man einen Lauf hat. Man weiß eigentlich gar nicht, wie, aber die Bälle fallen einem vor die Füße und sind dann auch meistens drin. Dazu kommt, dass Simon Terodde in einer sehr guten und erfolgreichen Mannschaft spielt. Da ist die Chance höher, Tore zu machen. Genau wie ich damals, schießt er heute die Elfmeter, das kommt auch noch dazu. Seine Quote ist aktuell zwar überraschend, aber dass er das Tor treffen kann, weiß man ja.“

Fürchten Sie um Ihren Rekord?

„Nein. Das Thema ist in der letzten Zeit aufgekommen. Ich hatte das vorher gar nicht auf dem Schirm. Und je nach Statistik, ob eingleisige oder zweigleisige Zweite Liga, bin ich gar nicht die Nummer eins. Wenn er am Ende mehr Tore machen sollte, ist das so, aber dafür muss er ja noch 20 Tore machen. Das ist eine ganze Menge. Wenn er gesund bleibt, wird er noch einige machen und den FC nach oben schießen. Die Frage ist, wie viele Tore er machen wird.“

Haben Sie Simon Terodde in dieser Saison schon live gesehen?

„Ja, ich war bei den Heimspielen gegen Union und Paderborn im Stadion. Beide hat Köln nicht gewonnen. Ob das ein Omen ist?“ (lacht)

Was zeichnet Terodde in Ihren Augen aus?

„Er ist im Strafraum enorm stark und dort eigentlich ein kompletter Stürmer. Er ist ein typischer Mittelstürmer. In einer guten Mannschaft, die ihn frei spielt, trifft er die richtigen Entscheidungen, um den Platz für das Tor zu haben. Das hat man auch gegen Bielefeld gesehen. Im entscheidenen Moment macht er den Schritt nach vorne oder hinten, täuscht an, um den einen Meter Vorsprung zu haben, den er braucht. Das ist sein Instinkt, die Nase, die einen Torjäger auszeichnet.“

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