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Rekordzahlen im Abstiegsjahr: 43,3 Mio. Euro für Transfers

Wehrle nennt Rekordzahlen im Abstiegsjahr

Der 1. FC Köln hat in der abgelaufenen Saison 2017/18 erneut wirtschaftliche Rekordzahlen erreichen können. Der sportliche Abstieg konnte aber trotz Rekordeinnahmen und -ausgaben nicht verhindert werden. Das bestätigte Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle am Mittwoch.

Köln – Wehrle präsentierte am Mittwochabend auf der Mitgliederversammlung der Geissböcke die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2017/18. Demnach setzte der 1. FC Köln nicht nur 171,8 Millionen Euro um, sondern fuhr am Ende der Saison auch ein Rekordergebnis mit einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 27,4 Millionen Euro ein. Und das, obwohl der FC in der abgelaufenen Saison weit über fünf Millionen Euro an Abfindungen hatte zahlen müssen.

Der hohe Gewinn kam vor allem durch die Qualifikation für die Europa League sowie durch den Verkauf von Stürmer Anthony Modeste zustande. Dass der Transfer des Franzosen nach China aber nicht deutlich über, sondern deutlich unter 30 Millionen Euro eingebracht hatte, zeigten die Zahlen ebenfalls. Insgesamt nahm der FC durch drei Verkäufe (Modeste, Rausch, Hartel) insgesamt 28,6 Millionen Euro ein.

Mit 37,5 Mio. Euro Eigenkapital in die Zweite Liga

Wehrle erklärte, dass die vorgelegten Zahlen „einen wirtschaftlich stabilen und gesunden Klub“ beschreiben würden. Dazu passt, dass der FC durch den hohen Gewinn das Eigenkapital von 20,2 auf 37,5 Millionen Euro erhöhen konnte und damit inzwischen eine Eigenkapitalquote von rund 40 Prozent aufweist. Wehrle betonte, dass schon ein Wert von über 20 Prozent ein Hinweis auf ein sehr gesundes Unternehmen sei.

Alle Zahlen konnten am Abend aber nicht beschönigen, dass der 1. FC Köln mit diesen Rekordzahlen abgestiegen war. Dabei hatten die Rekordeinnahmen aus dem vergangenen Sommer dazu geführt, dass der Effzeh insgesamt 43,3 Millionen Euro in neue Spieler investierte. Diese Neuverpflichtungen hatten sich aber nicht bewährt, sodass am Ende der Saison zwar das beste Geschäftsjahr der Klubgeschichte stand, aber auch das sportlich schlechteste Jahr der FC-Historie.

9 Kommentare
  1. Paul says:

    Ganz großartig!!! Den besten Spieler verkauft, die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte hingelegt, 50 Millionen durch die Lappen gegangen, und trotzdem total zufrieden mit sich selbst!

    1 FC Köln – Loser für alle Zeiten!

  2. Franz-Josef Pesch says:

    tolles Ergebnis Herr Wehrle…. Hut ab !! Man muss sich trotzdem fragen das bei einer Investition von 45 Mil. es nicht gereicht hat den Klassenerhalt zu schaffen. Es wurde mit Sicherheit falsch investiert, viel Geld dem „Fenster heraus geworfen“ und alle sind trotzden zufrieden…..typisch FC !!

  3. Fabio says:

    Auch ich finde, dass Alexander Wehrle ein Top-Mann für unseren Verein ist. Wir sollten SEHR dankbar sein, dass wir jemanden haben, der die Finanzen bei unserem Club im Griff hat. Das war weiß Gott nicht immer so bei uns! Wehrle selbst hat auf der MV gestern aber auch angesprochen, dass die besten Zahlen natürlich nicht die sportliche Katastrophe ausgleichen. Es war also durchaus Selbstkritik da. Zudem muss man sagen, dass vom Club genügend Geld für gute Verpflichtungen zur Verfügung gestellt wurde. Welcher Spieler letztlich benötigt wird, bestimm(t)en vor allem Schmadtke und Stöger. Hätte Wehrle den Sportfachmännern widersprechen sollen, wenn diese der festen Überzeugung waren, Cordoba bringt den FC weiter?

    • Germann Lück says:

      Dem kann ich nur zustimmen: Es ist immer einfach, alle für Alles verantwortlich zu machen. Alexander Wehrle macht in seinem Verantwortungsbereich „Finanzen“ einen „Top-Job“; die sportlichen Themen liegen nicht oder nur sehr eingeschränkt in seinen Händen. Schmadtke und Stöger hatten mit ihren Neuzugängen Pech bzw. falsch gelegen. Das passiert; hilft uns aber jetzt nicht weiter.

  4. Max Moor says:

    da liegen die ja beim FC schon 27 Jahre daneben mit den Transfers .. lächerlich . Die anderen Vereine holen auch Spieler und da gehts meistens gut bis auf 1-2 und Köln kauft bis auf Mondragon , Novakovic , Ujah , Voigt , Modeste fast nur die falschen ein ! das kann kein Zufall sein mit Quieroz , J. Horn so teuer .. Bader , Schmitz und wie die Alle heißen

  5. Max Moor says:

    lasst endlich das Thema Cordoba . An diesen einen Spieler liegt es nicht und die 17 Millionen dafür kann dieser Spieler nix !!! immer diese Sündenböcke suchen ob mit Brecko damals dann Rausch und Olkowski nun den Cordoba das finde ich Scheiße . Dann fangt mal bei ganz anderen Spielern an die jede Woche Mist spielen und nicht im Sturm stehen sondern das Spiel ….. Cordoba ist ein guter Spieler der braucht Unterstützung

  6. Max Moor says:

    Paul hat Recht ! und so gut kann dieser Abstieg garnicht gewesen sein diese Millionen die dadurch entstanden sind sind mehr als 50 Mio wenn nicht sogar 75 ! ! ! Ich sehe das hier nicht so toll wie Alles berichtet wird und nur das schöne sehen das ist nicht die Realität .

  7. Klio says:

    @Max Moor 12:07: „Ich sehe das hier nicht so toll wie Alles berichtet wird und nur das schöne sehen das ist nicht die Realität .“

    Willst du behaupten, Alex Wehrle hätte auf der Mitgliederversammlung falsche Zahlen präsentiert? Das wäre ein Straftat und das kannst du nicht allen Ernstes in den Raum stellen?

    Es ging nicht darum, wie „gut … dieser Abstieg“ war. Wehrle hat die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2017/18 präsentiert (steht auch so im Artikel). Die Millionen, die der Abstieg kostet, kommen v.a. im Geschäftsjahr 2018/19 zum Tragen (und z.B. bei den Fernsehgeldern selbst danach noch wegen der Verluste bei den Platzierungen). Die gute wirtschaftliche Basis erlaubt es aber, ganz anders zu agieren als nach dem Abstieg 2012, wo der FC vor einem wirtschaftlichen Trümmerfeld stand.

    @Max Moor 12:00: „da liegen die ja beim FC schon 27 Jahre daneben mit den Transfers .. lächerlich . Die anderen Vereine holen auch Spieler und da gehts meistens gut bis auf 1-2 und Köln kauft bis auf Mondragon , Novakovic , Ujah , Voigt , Modeste fast nur die falschen ein !“

    Meinst du mit „fast nur die falschen“ allein aus den letzten Jahren Heintz, Wimmer, Bittencourt, Risse, Maroh, Mavraj … Auch wenn die letzte Saison noch bitter nachhallt: Viele der Transfers der letzten Jahre haben den FC (neben dem wirtschaftlichen Gewinn) auch sportlich weitergebracht. Gerade weil du (zu Recht) Cordoba in Schutz nimmst, ist schwer zu verstehen, weshalb du über andere Spieler so den Stab brichst, z.B. Schmitz, der verletzungsbedingt noch kein Spiel bei den Profis spielen konnte, oder Bader als sehr jungem Spieler, der (auch nach einer Verletzungsphase) noch mit der Nervosität zu kämpfen hat. Und „J. Horn so teuer“ die Ablösesumme vorzuwerfen (quasi konträr zu Cordoba), ist widersprüchlich.

    Bei allem Ärger über die Versäumnisse der letzten Saison und Schmadtkes unschönen Abgang: Seine Transfers waren insgesamt ein Erfolg für den FC und haben Anteil daran, dass der Verein jetzt finanziell gesund sind. Und das bei einem Verein, der nicht sponsorfinanziert einkaufen kann.

    Beim Blick auf andere Vereine verschätzt man sich übrigens leicht, was das Einschlagen von Transfers betrifft, weil man meist nur auf die wenigen großen Transfers schaut. Beim FC „fast nur die falschen“ und bei allen anderen „gehts meistens gut bis auf 1-2“ stimmt so einfach nicht. Wenn man wirklich mal schaut, welche Spieler bei vergleichbaren Vereinen geholt werden und wie sich diese Transfers bewähren, macht man sich nicht mehr so viel Illusionen darüber, wie gut das bei allen anderen Vereinen angeblich läuft.

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