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Welche Spieler können vom Verletzungspech profitieren?

Drei langfristige Ausfälle: Was ändert sich?


Der 1. FC Köln muss wohl länger auf Christian Clemens, Vincent Koziello und Lasse Sobiech verzichten. Wenn die Geissböcke Pech haben, fehlt das Trio bis zur Winterpause. Alle drei gehörten in den letzten Wochen zum festen Kern des FC-Kaders. Nun fehlen sie. Wer rückt nach?

Köln – Diese Woche war keine gute für den 1. FC Köln. Erst die Niederlage gegen den MSV Duisburg, dann drei Verletzungen. Syndesmoseriss, Schulterverletzung, Zehenbruch: Dem Effzeh werden in den kommenden Wochen ein Außenbahnspieler, ein zentraler Mittelfeldspieler und ein Innenverteidiger fehlen.

Wie lange, ist noch offen. Sicher aber einige Wochen, wenn nicht gar Monate. Andere Spieler müssen nun also in die Bresche springen. In der Innenverteidigung fällt die Wahl nicht schwer. Jorge Meré ist ein ebenbürtiger Ersatz für Sobiech, zwar mit gänzlich unterschiedlichen Qualitäten, doch sicher weit mehr als nur ein Zweitliga-Spieler. Der Spanier wird neben Rafael Czichos gesetzt sein. Es bleibt lediglich die Frage, ob Trainer Markus Anfang in den kommenden Wochen Frederik Sörensen wieder näher ans Team heranführen wird. Der Däne, der bislang gänzlich außen vor geblieben war, ist nun vorübergehend Innenverteidiger Nummer drei.

Großes Gedränge im zentralen Mittelfeld

Auch im zentralen Mittelfeld fällt die Wahl eigentlich nicht schwer. Schließlich hatte der FC im zentralen, offensiven Mittelfeld vier Spieler vorgesehen: Dominick Drexler, Vincent Koziello, Louis Schaub und Niklas Hauptmann. Allerdings war Hauptmann zuletzt außen vor geblieben, musste sich gar in der U21 Spielpraxis holen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Anfang bescheinigt dem Neuzugang aus Dresden großes Talent, allerdings auch noch fehlende Ruhe am Ball. Daher ist längst nicht sicher, dass Hauptmann automatisch vom Ausfall Koziellos profitieren könnte.

Denn im Mittelfeldzentrum tummeln sich neben den vier offensiveren Spielern noch weitere Kandidaten. Jonas Hector übernahm zuletzt bereits den Part. Salih Özcan hat die Rolle Koziellos in den letzten Wochen ebenfalls bereits gespielt. Hier hat Anfang also mehr als genug Optionen, sodass sich Hauptmann trotz der Verletzung des Franzosen weiter strecken muss, um überhaupt für den Kader in Frage zu kommen.

10 Kommentare
  1. Paul says:

    Der Kader ist bei weitem nicht so stark, wie immer behauptet wird (z.B. Guirassy, Zoller, Cordoba, Bader) Es ist auch unbegreiflich, wie Spieler, die angeblich Bundesliga-Niveau haben, nicht in der Lage sind, in der Regionalliga dafür zu sorgen, dass die 2. Mannschaft endlich mal gewinnt. Es ist wie mit der Nationalmannschaft: Es stimmt vorne und hinten nicht beim FC. So bleiben wir eine Fahrstuhlmannschaft, und wer hat es zu verantworten: Das Präsidium! Wenn Spinner zugibt, dass er Schmadke für 3,3 Millionen rausgeschmissen hat, weil er an Stöger festhalten wollte, dann müsste er die Konsequenzen tragen, wenn Stöger anschließend so kläglich scheitert.

    Aber wer ist heute noch für den Dreck verantwortlich, den er produziert?

    • Jhen says:

      Selten ein so blödes Geschwätz gehört. Als ob 1 oder 2 gute Spieler eine schlechte Mannschaft zum Sieg verhelfen könnten. Außerdem sind die Spieler auch in der 2. Mannschaft dem Diktat des Trainers unterworfen. Die Spieler die du da aufzählst haben alle mindestens 2. Liga Niveau. Vor allem finde ich es so beschissen von vielen Kommentierenden hier dass sie in dieser Art und Weise über Bader herziehen. Ich halte ihn beispielsweise für keinen Deut schlechter als Hector, nur hat der mehr Erfahrung.

      • Paul says:

        Mann, ich rede nicht von 2. Liga-Niveau, ich rede von einem Kader, der angeblich so gut sei, dass der FC zwingend in die Bundesliga gehört. Warum sollen denn Spieler aus der 1. Mannschaft die 2. Mannschaft nicht wesentlich verstärken. Ich denke, es ist klar, wer hier der Schwätzer ist!

      • Huey L. says:

        Wer steht denn für diesen Neuanfang? Nennt mal Namen. Es ist ja nicht so, dass hier wahnsinnig tolle Leute nicht in die erste Reihe gelassen werden. Ich glaube eher, dass sich sehr viele Leute – die vielleicht qualifiziert und für dieses Amt durchaus in Frage kämen- bewusst zurückhalten. Ihnen wird doch „eindrucksvoll“ vor Augen geführt, wie mit Leuten umgegangen wird, die einen in allen Bereichen am Boden liegenden Verein saniert und dafür gesorgt haben, dass wir nicht mehr die Lachnummer der Bundesliga sind.
        Wenn man allerdings weiß, dass man eh früher oder später als „Sau durchs Dorf getrieben wird“ (ich entschuldige mich für die krasse aber notwendige Ausdrucksweise), muss man ja fast schon masochistisch veranlagt sein, um sich für dieses Amt zu bewerben.
        Sicherlich kann man über einige fragwürdige Entscheidungen des Präsidiums diskutieren, aber hier besteht ja durchaus auch Einsicht und Diskussionsbereitschaft der entsprechenden Herren. Solange aber immer nur der stets gleiche Polemikhammer rausgeholt wird, glaube ich nicht daran, dass sich ernstzunehmende Alternativkandidaten zur Verfügung stellen werden. Zur Zeit wird eher wieder der Boden für Leute bereitet, die mit vollmundigen Sprüchen und Ankündigungen auf Stimmenfang gehen (Stichwort: „elitäre Arroganz“) und davon hatten wir in der Vergangenheit leider genug. Seriöse und ernstzunehmende Menschen werden sich ein so undankbares Amt, bei dem man nur verlieren kann, nicht antun.

        • chris crypto says:

          wo genau siehst du einsicht und diskussionsbereitschaft der herren? hast du die MV verfolgt? was schumacher alles zum besten gegeben hat? die arroganz mit der spinner den vorträgern begegnet ist? ihren „rechenschaftbericht“ der alles war, nur nicht das?

          namen müssen wir keine nennen, die werden die dafür zuständigen schon ausgraben, dafür gibts ja ein entsprechendes prozedere. tatsache ist, die aktuell herrschenden haben einen am boden liegenden verein saniert (allerdings mit tatkräftiger hilfe der fans, stichwort anleite, stichwort unterstützung auch in den übelsten zeiten), und haben dann komplett den realitätssinn und respekt vor ebendiesen verloren.

          die herren spinner und co glauben, sie wären die retter des vereins, und hätten einen job gepackt, den sonst keiner hinbekommen hätte. die wahrheit sieht etwas anders aus. leider ist durch dieses selbstbild JEDE demut abhanden gekommen.

          die redensart „sau durchs dorf“ treiben bezieht sich eigentlich auf diejenige sau, die eher zu unrecht, oder völlig übertrieben durchs dorf gejagdt wird. dies ist bei spinner und co absolut nicht der fall. die kritik, sowohl vor als auch während der MV, war sogar eher sachlich. leider sind besagte herren absolut nicht auf die kritikpunkte eingegangen, sondern lügen, dass sich die balken biegen (stichwort presseleak, stichwort schmaddi abfindung). die krönung von allem bietet aber zweifelsohne der tünn. da fehlen mir sämtliche worte.

  2. OlliW says:

    Tja. Du hast Recht: Wer tut sich das noch an? Köln hat eine lange Tradition, auf Schwätzer zu setzen. Ich erinnere zB an die Stiftung Stadtgedächtnnis. Außer Spesen nichts gewesen und dann musste man allen erst wieder erklären und bei Null anfangen, was man eigentlich davon hat, eine Erinnerungskultur zu pflegen! Der FC geht den gleichen Weg. Wenn es dann sachlich und etwas ruhiger läuft, kommt was anderes hoch. Wenn man mal die letzten 20 Jahre Revue passieren lässt, kommen einem echte Zweifel, ob es je irgend ein Präsidium, Trianerteam, Sportgeschäftsführer oder wer auch immer dauerhaft schafft, Fans und Stadt für länger als eine Saison zufriedenzustellen UND noch sportlich erfolgreich zu sein. Der FC, seine Fans, Mitglieder und die Stadt reißen regelmäßig immer wieder selbst mit dem Hintern das ein, was sie mühsam wieder aufgebaut hatten!

    Wir sind jetzt wohl an einem Punkt, an der der Vorstand nichts mehr richtig machen KANN. Es ist vorbei. Zumindest Spinner ist Geschichte. Er wird nicht mehr kandidieren. So bescheuert kann man nicht sein, und es ist wohl auch gut so. Ritterbach und der Tünn könnten es per Imagepflege noch mal schaffen.
    Doch egal, wer im Präsidium sitzt, es wird immer Störfeuer geben, angefangen bei einer die kleinkarierten Unterstellung der Bestechung wegen eines lächerlichen Pullovers bis hin zu berechtigter Kritik. Doch selbst diese wird verwässert durch Unfug, Unwahrheiten, Unterstellungen und Pöbeleien.

    Es scheint dabei schlichtweg unmöglich, dass es dauerhaft möglich ist, eine Gruppe von Leuten zu installieren, die immer einer Meinung sind, dass immer alle Vereinsorgane und die des Lizenzbetriebes am selben Strang ziehen und das auch immer mit dem Segen der 105.000 Mitglieder.

    • chris crypto says:

      nicht die fans oder mitglieder haben das eingerissen, was der FC sich mühsam aufgebaut hat, sondern die entscheidenden herren. angefangen im sommer 16, als zugelassen wurde, dass unser damaliger manager den kader nur verwaltet, anstatt klar ersichtliche lücken zu schliessen. leider wurde dieses fehlverhalten auch noch mit einer EL qualifikationbelohnt, gefolgt von einer reihe massiver fehlentscheidungen des selben managers, und tatenlosigkeit der führung, die schon 16 hätte verwarnen („warum erkennt man lücken, schliesst diese aber nicht?“) und im sommer 17 hätten handeln müssen. die fans haben hier absolut keinen anteil dran, deren unterstützung war egal in welcher liga entscheidend für die finanzielle gesundung des fcs.

      störfeuer haben die hohen herren selbst zu verantworten, weil sie sich über allem schwebend geben. besagter pullover ist tatsächlich eine bestechungsform. wenn man den fans wirklich was hätte zurückgeben wollen, wie hochheilig versprochen wurde, hätte man z.b. essen und trinken kostenlos ausschenken können. aber da werden absolute mondpreise verlangt. wie passt das zusammen? angeblich grosszügig, aber gleichzeitig horrende kohle fürs leibliche wohl verlangen? ich sage es dir : weil die gabe des pullis nichts mit grosszügigkeit zu tun hatte.

      unwahrheiten und unterstellungen kamen auch nur von seiten des präsidiums. mir ein rätsel, wie man einen kommentar derart formulieren kann, dass etwaige leser glauben müssen, dass dies beidseitig oder von mitgliederseite geschehen ist. die wahrheit sieht leider anders aus.

      glauben sie im ernst, dass die mitglieder spinner und co aus persönlichen gründen weghaben wollen? die hohen herren haben seit 2016 jegliche arbeit eingestellt und sonnen sich nur noch im erfolg. resultat ist ein übeler abstieg und die verpflichung eines teuren managernovizen, der dort weitermacht wo der düsseldorfer aufgehört hat – nämlich bei kaderfehlplanung und geschwätz („wir brauchen unbedingt eine Alösung auf linksaussen“ paar wochen später „wir schauen erstmal“ paar wochen später „kommt keiner mehr“ – drexler ist kein LA, sondern spielt dort nur aushilfsweise!)

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