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Anfang: „Müssen jetzt zur Tagesordnung übergehen“


Zwei Tage vor dem Spiel des 1. FC Köln beim SV Darmstadt 98 versucht Markus Anfang das Thema Anthony Modeste zur Seite zu legen. Der Trainer der Geissböcke wird am Freitag mit einem Kader ohne den Franzosen zum Zweitliga-Spiel am Böllenfalltor aufbrechen und betonte daher, dass es jetzt nur noch um das Duell gegen die Lilien gehen dürfe.

Köln – Leichter hat es Markus Anfang dieser Tage nicht beim 1. FC Köln. Das 8:1 gegen Dresden, der 11.11. und die 70-Jahr-Feier des FC wirken zwar noch nach. „Die Stimmung ist sehr gut“, bestätig Anfang. „Das Dresden-Spiel war für die Spieler ein Brustlöser, das merkt man. Aber das müssen wir hinter uns lassen.“ Das Trainerteam muss die Spannung unter den FC-Profis wieder aufbauen. Die Länderspielpause, die Feierlichkeiten und die Rückkehr von Anthony Modeste haben den Fokus in der Öffentlichkeit etwas von der nächsten Aufgabe abgelenkt.

Am Mittwoch hatte Anfang extra zwei Trainingseinheiten angesetzt, um die Aufmerksamkeit der Spieler wieder auf den Alltag zu lenken. Am Donnerstag gab es eine Taktikeinheit, am Freitag das Abschlusstraining. Alle Spieler außer Lasse Sobiech und Christian Clemens sind fit, alle Spieler – außer Modeste – stehen Anfang zur Verfügung. Anlässe zu Änderungen in der Startformationen gibt es nach dem Kantersieg gegen Dresden zwar nicht. Doch kein Spieler soll das Gefühl haben, nachlassen zu dürfen.

Es wäre schade, wenn wir einen Spieler verlieren würden

„Ich verstehe, dass mehr los war“, sagt Anfang und meint damit vornehmlich die Aufregung um den Modeste-Transfer. „Aber es ist wichtig, dass wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und zur Tagesordnung übergehen.“ Diese sieht gegen Darmstadt am Böllenfalltor eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison vor. Da kommt das Schützenfest gegen Dresden genau richtig. Es soll ähnlichen Auftrieb und ähnliche Sicherheit verleihen wie das 9:1 im DFB-Pokal in Berlin, woraufhin die FC-Profis sichtlich mehr Zutrauen gerade in die offensiven Abläufe gefunden hatten.

Für diese offensiven Abläufe werden am Samstag erneut Simon Terodde und Jhon Cordoba zuständig sein, die in dieser Woche in den Trainingsspielen stets zusammen in einer Mannschaft agierten. Anfang weiß, dass er nach deren fünf Toren gegen Dynamo keine Gründe und Nöte hat, etwas zu verändern. Das Gespräch hat er dennoch mit den beiden Angreifern gesucht. Das Thema war klar: Modeste. „Es ist logisch, dass wir mit ihnen gesprochen haben. Dass man da noch drauf eingeht, ist normal“, erklärte Anfang. „Wir sind froh, dass wir Spieler mit so einer Qualität haben. Deswegen wäre es schade, wenn wir einen Spieler verlieren, weil wir einen anderen dazu bekommen.“

Freude ja, Störfaktor nein

Noch hat der FC den weiteren Spieler aber nicht dazu bekommen, und so muss Anfang auch noch nicht auswählen, entscheiden, wer im Kader steht, wer in der Startelf. Das ergibt sich zunächst weiter aufgrund des starken letzten Spiels. Anfang glaubt auch, dass ihm das Moderieren künftig nicht schwerer fallen werde, weil dies im Umkehrschluss bedeuten würde, dass es ihm vorher leichter gefallen sei. Eine Aussage als Hinweis darauf, dass Anfang darum bemüht ist, einerseits die Freude über die Modeste-Rückkehr nicht zu ersticken, sie andererseits aber nicht zu einem Störfaktor ausbreiten zu lassen, solange der Franzose nicht für den FC spielberechtigt ist. Denn am Samstag wird Modeste seinem Team nicht helfen können. Das sollen Terodde und Cordoba übernehmen.


In einer früheren Version des Artikels hieß es, Darmstadt habe in dieser Saison erst einmal zuhause verloren. Dies ist nicht korrekt. Der SV98 verlor zweimal daheim. Der Fehler wurde korrigiert.

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