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Berater zerrt Effzeh wegen Modeste-Deal vor Gericht

Der 1. FC Köln wartet weiter auf die Spielgenehmigung für Anthony Modeste. Derweil müssen sich die Geissböcke aber nicht nur mit der FIFA auseinandersetzen, sondern auch mit einem Spielerberater. Der Sizilianer Giacomo Petralito hat den Klub verklagt. Ein Gerichtstermin ist für den 22. Januar 2019 angesetzt.

Köln – Das Landgericht Köln bestätigte auf GBK-Nachfrage einen Bericht der Bild, wonach unter dem Aktenzeichen AZ 21 O 205/18 eine Klage eingereicht wurde, die am 22. Januar des kommenden Jahres verhandelt wird. Der Gegenstand der Klage: Giacomo Petralito will Geld vom 1. FC Köln, angeblich zwei Millionen Euro, für den Transfer von Anthony Modeste – allerdings nicht für die Rückholaktion, sondern für den ursprünglichen Wechsel 2017 aus Köln nach China.

Wer ist Giacomo Petralito? Kein Unbekannter in der Bundesliga, auch nicht beim FC. Einst hatte sich der Schweizer Ricardo Cabanas von dem mittlerweile 69-jährigen Italiener beraten lassen. Petralito ist aber auch bekannt durch seine Nähe zu Klaus Allofs. Der ehemalige Manager des SV Werder Bremen und des VfL Wolfsburg hatte einst beim VW-Klub angeblich ein Verbot auferlegt bekommen, weiter mit Petralito zusammenzuarbeiten. Die Nähe hatte den Wölfe-Bossen offenbar nicht gefallen. Zuletzt hatte der Berater einen Prozess gegen Christian Heidel und den FC Schalke 04 geführt, weil er für dessen Wechsel von Mainz zu den Königsblauen eine halbe Million Euro Honorar kassieren wollte. Das Verfahren war eingestellt worden.

Forderung des Beraters: Warum erst jetzt?

Nun muss sich also auch der FC mit Petralito auseinandersetzen. Für welche Beratertätigkeit der Italiener ein Honorar verlangt, ist allerdings wohl nicht klar. Der FC war zu einer Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen, doch aufgrund des laufenden Verfahren werden sich die Geissböcke wohl auch mit öffentlichen Aussagen zurückhalten. Zunächst steht die Spielgenehmigung für Modeste im Vordergrund. Anschließend dürfte die Frage nach dem Berater noch einmal aufkommen. Allerdings ist auch offen, warum sich der 69-Jährige erst jetzt, fast anderthalb Jahre später, gerichtlich an den FC wendet, um einen Anspruch geltend zu machen.

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