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Effektiv und mit Spielglück: Das war gut, das war schlecht

Taktische Umstellung entscheidend

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Einen Tag vor dem Start in die Karnevalssession hat der 1. FC Köln einen deutlichen 8:1 (2:0)-Heimsieg eingefahren. Von Beginn an vermittelte der Effzeh den Eindruck, den desaströsen Auftritt aus dem Hamburg-Spiel und die fünf sieglosen Partien in Folge vergessen machen zu wollen. Tatsächlich gelang den Domstädtern fast alles.

Aus Köln berichten Jonas Klee und Sonja Eich

Gegen den Hamburger SV hatten die Domstädter eine richtig schwache Leistung gezeigt. Gut war beim Spitzenspiel der 2. Bundesliga eigentlich gar nichts gewesen. Fünf Tage später empfing Köln Dynamo Dresden – und zeigte eine deutliche Leistungssteigerung. Es war eine Kehrtwende um 180 Grad. Dresden hatte kaum eine Chance und wurde am Ende regelrecht überrollt. Aus dem Spiel kann FC-Trainer Markus Anfang wichtige Lehren ziehen.

Das war gut

In den vergangenen Wochen konnte man den Eindruck gewinnen, der Effzeh wäre nicht immer voll bei der Sache. Ob ein verschlafene Anfangsphase oder Konzentrationsschwächen sowie damit verbundene Last-Minute-Gegentore – Köln hatte immer wieder Phasen im eigenen Spiel, in denen es nicht lief. Gegen Dresden sollte das anders werden. Anfang brachte im Vergleich zum 0:1 beim HSV für Salih Özcan und Serhou Guirassy das Duo Benno Schmitz und Jhon Cordoba – Letzterer lief als zweite Spitze neben Terodde auf. Die Veränderungen zeigten Wirkung, auch, weil Anfang neben den personellen auch taktische Veränderungen vornahm. Der FC spielte meist in einem 3-5-2 mit Schmitz, Meré und Czichos defensive, Risse und Hector auf den Außenbahnen, Schaub und Drexler vor Höger sowie der genannten Doppelspitze.

Eine Umstellung, die dem FC sofort mehr Durchschlagskraft bescherte. Zwei echte Spitzen, dahinter ein aufdrehender Schaub sowie zwei Flügelspieler, die ihre Aufgaben offensiv wie defensiv wahrnahmen, dazu eine ruhige Dreierkette in der Defensive: Dresden kam mit dem variablen, schnellen Spiel der Geissböcke selten zurecht, nur phasenweise in Hälfte eins gelang es den Gästen, dem FC Paroli zu bieten. Die Mankos der Geissböcke aus den letzten Spielen nahmen von Minute zu Minute ab: die mangelnde Kreativität, die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor, die individuellen Fehler in der Defensive.

Und dann war da noch das neue Sturmduo: Simon Terodde, der in vier Ligaspielen zuletzt nur einmal vom Elfmeterpunkt getroffen und gegen den HSV wie ein Fremdkörper gewirkt hatte, stand in der Kritik. Das änderte sich im Spiel gegen Dresden grundlegend. In der dritten Minute war es allerdings Jhon Cordoba, der den wichtigen Führungstreffer für die Rheinländer erzielte. In der Folge machten die Geissböcke aus jedem zweiten Torschuss ein Tor. Am Ende konnte Köln eine Chancenverwertung von 53 Prozent vorweisen. Drei Treffer steuerte Terodde bei, zwei Cordoba.

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