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Gegen den HSV: Terodde trifft auf seinen Ex-Aufstiegs-Coach


Wenn der 1. FC Köln am Montagabend auf den Hamburger SV trifft, ist es nicht nur das Duell der beiden größten Favoriten auf den Aufstieg. Mit dem neuen HSV-Coach Hannes Wolf trifft vor allem Simon Terodde auf einen alten Weggefährten. Den Stürmer und den Trainer verbindet der gemeinsame Aufstieg 2017 beim VfB Stuttgart in die Bundesliga. 

Köln – Zwei Bundesliga Gründungsmitglieder und zwei ehemalige Deutsche Meister. 94 Mal trafen der 1. FC Köln und der Hamburger SV in der Bundesligageschichte aufeinander. Jetzt begegnen sich die Teams erstmalig in der 2. Liga. Auch Markus Anfang gab vor der Partie zu: „Wir freuen uns auf das Spiel. Aber es wäre schöner, wenn es in der ersten Liga stattfinden würde.“ Aktuell liegen beide Mannschaften in der Tabelle punktgleich auf, lediglich aufgrund des besseren Torverhältnisses grüßen die Kölner von der Spitze. Das Topspiel der 2. Liga am Montagabend wird seinem Namen in diesem Duell also mehr als gerecht.

Überraschender Trainerwechsel in der Hansestadt

Trotz 18 Punkten und einem fünften Tabellenplatz hatten die Hanseaten nach dem zehnten Spieltag ihren Trainer Christian Titz entlassen und dafür Hannes Wolf geholt. Den Hamburgern um Chef Ralf Becker fehlte die Überzeugung, die gesteckten Ziele des HSV in dieser Konstellation zu erreichen. Eine Entscheidung, die vor allem bei den Fans für viel Unmut sorgte. Trotz des 1:0-Sieges über Magdeburg zum Einstand von Wolf riefen die Anhänger immer wieder den Namen ihres Ex-Coaches.

Terodde trifft auf seinen Ex-Aufstiegs-Trainer

Am Montag feiert Hannes Wolf gegen den Effzeh schließlich sein Heimdebüt in Hamburg. Vor allem auf einen Spieler in den Reihen der Kölner wird der Trainer seine Mannschaft gut vorbereiten können. Mit Simon Terodde war der 37-jährige in der Saison 2016/17 in die Bundesliga aufstiegen. Mit 25 Toren hatte der Stürmer maßgeblichen Anteil an der gewonnenen Zweitligameisterschaft des VfB. Terodde selbst hat viele gute Erinnerungen an seinen alten Coach: „Es war damals seine erste Station als Profi-Trainer, und er hat uns gleich zum Aufstieg geführt. Er setzt viel auf junge Spieler und ist ein guter Ausbilder, wir hatten eine sehr erfolgreiche Zeit. Wir immer stehen immer mal wieder in Kontakt, ich habe ihm zum Wechsel zum HSV gratuliert“, sagte der FC-Stürmer der Sport Bild.

Fußball-Deutschland freut sich auf dieses Spiel

Nachdem Terodde in der Bundesliga unter Wolf nur noch zwei Treffer in der Hinserie erzielen konnte und gegen Ende auch aus der Startelf gerutscht war, wechselte der Angreifer in der Winterpause an den Rhein. Nur kurze Zeit später musste auch Wolf die Schwaben nach sieben Niederlagen aus acht Spielen verlassen. Nun treffen am Montag beide in der 2. Liga wieder aufeinander. Doch auch wenn beide eine erfolgreiche Vergangenheit verbindet, will Terodde gegen den HSV am liebsten sein 14. Saisontor erzielen. Die Vorfreude auf die Partie ist beim Stürmer in jedem Fall groß. Eine Tendenz sieht Terodde jedoch noch nicht. „Fußball-Deutschland freut sich auf dieses Spiel. Hamburg spielt zum ersten Mal in der 2. Liga, wir haben auch eine ganz gute Mannschaft, da schauen viele Leute hin. Es wird ein 50:50-Spiel, und es gibt keinen Favoriten. Ich glaube, das kommt für uns zum richtigen Zeitpunkt.“

Köln hofft auf offensiven HSV

Nachdem der Effzeh im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 bereits eine starke Partie abgeliefert hatte, hoffen die Kölner, auch in Hamburg an diese Leistung anknüpfen zu können. Viel kommt dabei jedoch auch auf die Spielweise des Gegners an. Gegen Schalke profitierte der Effzeh von der offensive Spielweise der Gäste und den daraus resultierenden freien Räumen. „Ich hoffe, dass es von uns genauso ein Spiel wird, wie wir es gegen Schalke abgeliefert haben. Der HSV muss natürlich vor eigenem Publikum nach vorne spielen und wird versuchen, das Spiel zu gewinnen. Deswegen glaube ich nicht, dass es vergleichbar ist mit den Partien die wir bisher in der 2. Liga hatten“, ist Markus Anfang optimistisch, dass die Hamburger ebenfalls mit einer offensive Marschroute das Spiel angehen werden. Ob Simon Terodde dabei in der Startelf stehen wird, ließ Anfang noch offen. Der Angreifer hatte im Pokal erstmals wieder Jhon Cordoba den Vorzug lassen müssen. Und dieser dankte es mit einem Treffer.

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