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Schmitz: „Die Dreierkette kommt mir entgegen“

Noch immer ist die Stimmung beim 1. FC Köln ob des 8:1-Erfolges über Dynamo Dresden gelöst. Eine veränderte taktische Marschrichtung brachte den Kölnern vor einer Woche den erlösenden Befreiungsschlag. Auch FC-Neuzugang Benno Schmitz konnte seine Stärken in dem neuen System erstmals zur Geltung bringen. 

Köln – Erst der 8:1-Kantersieg über Dynamo Dresden, dann einen Tag später der Sessionsauftakt im Kölner Karneval. Unter der Woche gab es für die Geißböcke statt dem gewöhnlichen Trainingsalltag in der Länderspielpause eine abwechslungsreiche Einheit am Padel-Tennisschläger. Die Stimmung am Geißbockheim könnte derzeit wohl kaum gelöster sein. Auch FC-Neuzugang Benno Schmitz, der nach seiner Verletzung zu Beginn der Saison nun in der Mannschaft angekommen zu sein scheint, ist gut drauf: „Natürlich ist die Stimmung gut. Der Sieg war sehr wichtig für uns. Wir haben diesen Befreiungsschlag einfach gebraucht. Jetzt wollen wir die Energie auch über die Länderspielpause hinaus mitnehmen und die Leistung in den nächsten Spielen wieder umsetzen“, sagte der Rechtsverteidiger dem GEISSBLOG.KOELN.

Für Schmitz war Geduld gefragt

Nach seinem Sehnenriss im Oberschenkel kurz vor Saisonstart musste sich der 23-jährige lange Zeit gedulden und zunächst hinten anstellen. Neun Spieltage lang war der bei Bayern München ausgebildete Rechtsverteidiger überhaupt nicht im Kader des Zweitligisten. In der Regionalliga holte sich der ehemalige Leipziger gegen Borussia Dortmunds zweite Mannschaft Spielpraxis, ehe er gegen den MSV Duisburg erstmals im Kader der Profis gestanden hatte. Gegen die Zebras noch ohne Einsatz, kam Schmitz im darauffolgenden Spiel gegen Holstein Kiel zu seinem Pflichtspieldebüt im Trikot des Effzeh. Doch dem Neuzugang fehlte es aufgrund mangelnder Spielpraxis noch an der nötigen Routine und den Abläufen. So musste der Abwehrspieler nach 79 Minuten gegen Heidenheim wieder für zwei Spiele auf der Bank Platz nehmen. Erst beim 8:1 gegen Dynamo zeigte der Rechtsverteidiger in einem veränderten System erstmals, dass er für die Kölner im Aufstiegsrennen noch wichtig werden könnte.

Man braucht schon Spielpraxis

Schmitz selbst ist froh, nun endlich in Köln angekommen zu sein und sich in die Mannschaft gespielt zu haben. „Es war für mich wichtig, zum Spielen zu kommen. Ich bin froh, jetzt einige Partien absolviert zu haben. Ich bin zufrieden, weiß aber auch, dass es immer noch besser geht“, ist der gebürtige Münchener selbstkritisch. „Ich habe wenige Spiele gemacht und war länger draußen. Man braucht schon Spielpraxis, um in den Rhythmus reinzukommen und auch die Automatismen besser umsetzen zu können. Da geht auch jetzt noch mehr“, sieht Schmitz für die Zukunft noch Verbesserungspotential.

Durchbruch durch Systemumstellung?

Gegen Dresden konnten sich viele Spieler in den Blickpunkt bringen und ihre Stärken im variablen 3-5-2 zum Vorschein bringen. Auch Benno Schmitz profitierte von Anfangs Systemumstellung. Durch seine Ruhe am Ball brachte er als rechter Part der Dreierkette Stabilität in den Abwehrverbund und war im Offensivspiel nicht mehr ganz so gefordert wie als klassischer Rechtsverteidiger in einer Viererkette. Mit 100 Ballaktionen hatte der Kölner gegen Dynamo die meisten Ballkontakte hinter Jorge Meré und auch 89 Prozent seiner Pässe fanden ihren Mitspieler. Auch der Spieler selbst war zufrieden mit seiner Leistung in der neuen taktischen Ausrichtung: „Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Ich habe das davor so noch nie gespielt, aber im Training und im Testspiel haben wir diese Formation schon einmal ausprobiert. Gegen Dresden hat das dann natürlich sehr gut geklappt.“ So hätte der Kölner Sommer-Neuzugang nichts dagegen, wenn sein Trainer ab sofort häufiger mit dem flexiblen 3-5-2 spielen lassen würde. „Die Dreierkette kommt meinem Spiel auch entgegen, aber schlussendlich spiele ich da, wo mich der Trainer aufstellt“, sagt Schmitz und ergänzt: „Ob das jetzt am Ende eine Dreier- oder Viererkette ist, ist für mich kein Problem.“

2 Kommentare
  1. Jhen says:

    Sagte ich ja schon, die hohe Passquote resultiert aber eher noch aus Rückpässen, für den Spielaufbau hat er noch nicht so viel getan. Ich wünsche Ihm auf jeden Fall, dass er Sicherheit gewinnt und dass das Mobbing gegen die beiden Neuen auf der Rechten Seite endlich aufhört. Bader, so glaube ich wird wieder eine Chance auf der rechten Ausenbahn bekommen, da halte ich ihn für besser als Schmitz und Risse ist leider gesundheitlich ein Wackelkandidat.

    • Anti Raute says:

      Bader wird seine Chancen bekommen, aber dass er besser als Schmitz sein soll, halte ich für höchst fragwürdig. Schmitz ist in seiner Entwicklung deutlich weiter als Bader, aber die Verletzung von Schmitz war deutlich schwerer als die von Bader. Deshalb kann man ihren Eindruck teilen, wenn man aber genauer hin schaut, dann sollte einem der Unterschied schon auffallen.

      Risse hat auf RV nichts zu suchen, das sollte eine Ausnahme bleiben, denn den brauchen wir dringend rechts vorne.

      Zum Thema Passquote, ja auch hier kann man ihren Ausführungen folgen, aber auch andere Mannschaften generieren eine hohe Passquote auch mit Quer- oder Rückspielen. Das kann man dem Effzeh nicht vorwerfen. Es gilt diese unnötigen Fehlpässe abzustellen, denn damit ergibt sich automatisch eine höhere Passquote, oder?

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