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U21 vor Abstiegskrimi – Steht ein Absteiger schon fest?

Für die U21 des 1. FC Köln beginnt am Samstag die Rückrunde. Mit dem alten und neuen Trainer André Pawlak starten die Geißböcke morgen gleichzeitig in die vorentscheidenden Wochen vor Weihnachten. Mit dem 1. FC Kaan-Marienborn kommt der erste von drei direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ins Franz-Kremer-Stadion. Unterdessen hat ein weiterer Regionalliga-Verein erhebliche finanzielle Probleme, wovon die Kölner am Ende profitieren könnten. 

Köln – Eine lange Eingewöhnungszeit vor dem ersten Spiel hatte U21-Trainer André Pawlak wahrlich nicht. Erst am Anfang der Woche hatte der 47-jährige, der die U21 in der Vorsaison zum Klassenerhalt geführt hatte, seine alte Mannschaft wieder übernommen. Nun steht mit dem 1. FC Kaan-Marienborn am Samstag gleich das erste richtungsweisende Duell für den Trainer, der derzeit noch seine Ausbildung zum Fußballlehrer beim Deutschen-Fußball-Bund absolviert, auf dem Spielplan.

Konkurrenzkampf neu entfacht

Seit Pawlak wieder im Amt ist, geht es im Training der U21 auch wieder intensiver zu. „Wir schenken dem Kader das maximale Vertrauen, aber man merkt, dass die Konkurrenzsituation durch den Trainerwechsel wieder gestiegen ist“, erklärte Matthias Heidrich, Leiter des Nachwuchsleistungszetrum, dem GEISSBLOG.KOELN. Nach dem Trainerwechsel müssen sich die Spieler erst wieder neu beweisen und können sich nicht sicher sein, wie ihr neuer Trainer in den nächsten Wochen und zunächst am Samstag gegen Kaan-Marienborn aufstellen wird.

Sieg gegen Aufsteiger Pflicht

Der Aufsteiger steht nur einen Platz in der Tabelle über den Kölnern, hat aber bereits sechs Punkte mehr auf dem Konto. Auch die aktuelle Formkurve spricht für die Gäste: Aus den letzten fünf Spielen holte Kaan-Marienborn zwei Siege und zwei Unentschieden. Im Hinspiel trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden. Doch für den Effzeh wäre selbst ein erneutes Unentschieden am Wochenende zu wenig, um sich im Abstiegskampf wieder in eine aussichtsreiche Position zu bringen. Und das, obwohl in der Endabrechnung sogar der 15. Platz in der Regionalliga zum Klassenerhalt reichen könnte.

Wattenscheid mit Zahlungsproblemen

Denn der derzeit Tabellen-13., SG Wattenscheid 09, hat zurzeit mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen. Schon seit zwei Monaten warten die Spieler des Regionalligisten auf ihre Gehälter und sind deshalb am Donnerstag in einen Trainingsstreik getreten. Auch personell herrscht in Wattenscheid derzeit Chaos: Nachdem zahlreichen Rücktritten besteht der Aufsichtsrat der SG 09 derzeit nur noch aus zwei Mitgliedern. Auf eine offizielle Aussage vom Aufsichtsratsvorsitzenden Oguzhan Can, wie es aktuell um den Verein bestellt ist, wartet man in Wattenscheid bislang vergebens. Wattenscheid dürfte damit erhebliche Probleme haben, in der kommenden Saison eine Lizenz für die Regionalliga zu erhalten. Auch über andere Klubs der Regionalliga West ist immer wieder zu hören, finanziell nicht auf Rosen gebettet zu sein. Schon in den letzten Jahren konnten immer wieder Vereine von der Zahlungsunfähigkeit anderer Klubs profitieren und sich somit vor dem Gang in die Mittelrheinliga retten.

Effzeh will sich selbst aus der Krise befreien

Doch darauf kann und wird sich die U21 des 1. FC Köln nicht verlassen. Die Kölner wollen unter ihren neuen alten Trainer André Pawlak zurück in die Erfolgsspur kommen. „Wir wollen in den letzten Spielen des Jahres in einen Lauf kommen“, sagte Heidrich und betonte, dass man sich nicht auf wirtschaftliche Faktoren anderer Vereine verlassen wolle, sondern erst einmal selbst dafür sorgen müsse, überhaupt in Richtung der Nichtabstiegsplätze zu kommen. Dafür brauchen die Kölner am Samstag gegen Kaan-Marienborn unbedingt einen Sieg, um wieder ein Lebenszeichen auszurufen und für die kommenden, wichtigen Wochen vor Weihnachten noch einmal Selbstvertrauen zu tanken. Denn nach dem Spiel am Samstag folgen zwei weitere Duelle gegen die direkten Abstiegskonkurrenten  Bonner SC und den TV Herkenrath. Doch zunächst steht ausschließlich das Spiel gegen Kaan-Marienborn im Fokus. Verzichten muss Pawlak dabei auf den verletzten Kaan Caliskaner sowie die Junioren-Nationalspieler Yann Aurel Bisseck, Brady Scott, Jan-Christoph Bartels und Hikmet Ciftci. Da beide Torhüter mit ihren Nationalmannschaften im Einsatz sind, wird U19-Keeper Vincent Müller in die Mannschaft rutschen. Anstoß ist am Samstag um 14 Uhr im Franz-Kremer-Stadion.

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