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Anfang: „Um zu sensibilisieren, kann man das machen“


Beim 1. FC Köln ist die Anspannung greifbar. Nach dem 2:3 in Paderborn sind Trainer und Mannschaft gefordert, in der bevorstehenden Englischen Woche eine Reaktion zu zeigen. Markus Anfang hat die Worte seines Sportchefs Armin Veh zur Kenntnis genommen.

Köln – Es war auffällig. Am Montag trainierte der FC Standards. Die anfälligste Mannschaft der Liga nach ruhenden Bällen baute Freistöße und Ecken in ihren Trainingsablauf ein. Und das, nachdem nicht nur die Medien, sondern auch Armin Veh die ständigen Probleme bei Standards kritisiert hatte.

Aktionismus oder eine echte Lehre aus den letzten Wochen? „Wir haben uns durch eine einzige Standardsituation aus dem Tritt bringen lassen“, fasste Markus Anfang das Spiel in Paderborn aus seiner Sicht zusammen. Seine Spieler hätten über 80 Minuten kein schlechtes Spiel gemacht. Genauso wie bei Union Berlin, wo man ebenfalls ein Tor nach ruhendem Ball kassiert hatte. Aber man habe in Paderborn alles herschenkt, „weil wir nach dem Gegentor nur noch irgendwie das Ergebnis über die Zeit retten wollten, aber nicht mit den Mitteln, die wir besprochen hatten“.

Ein warnendes Signal

Die Spieler hatten sich also von den taktischen Vorgaben des Trainerteams gelöst und den Faden verloren. Armin Veh hatte am Samstag erklärt, er erwarte eine eingehende Analyse des Geschehenen und die richtigen Konsequenzen daraus. Die deutlichen Worte des Sportchefs sind bei Anfang angekommen. „Wir sind in einer Situation, in der man ein warnendes Signal geben kann. Das hat Armin getan“, sagte Anfang. „Er hat noch mal für die Situation sensibilisiert.“

Auf die Frage, ob er überrascht gewesen sei, dass der Sportchef auch die Arbeit des Trainers in dieser Deutlichkeit kritisiert habe, ließ Anfang erkennen, dass er die Zwischentöne sehr wohl zur Kenntnis genommen hat. „Um noch einmal zu sensibilisieren, kann man das machen“, wiederholte der FC-Coach und ergänzte: „Am Ende wissen wir sowieso, dass wir Ergebnisse erzielen müssen.“ Und das am besten schon am Samstag im Heimspiel gegen den SV Sandhausen. Denn Anfang weiß, was die Stunde geschlagen hat. Schließlich dürfte der ehemalige Trainer Veh seine Worte am Samstag sehr bewusst gewählt haben. Auch, weil kaum ein anderer Sportchef besser wissen dürfte als Veh selbst, wie die Worte eines Managers bei einem Trainer ankommen.

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