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FC stellt personelle Weichen in der sportlichen Führung

Der 1. FC Köln stellt in einer Phase, in der die Ligazugehörigkeit der Profis für die kommende Saison noch nicht klar ist, personelle Weichen. Stefan Ruthenbeck bleibt langfristig beim 1. FC Köln. Im Gegenzug verlässt Teammanger Max Vollmar die Geissböcke. Und dann wäre da noch die Rückkehr von Manfred Schmid.

Köln – Am Dienstag tat sich einiges hinter den Kulissen des 1. FC Köln. Mittags gab der FC bekannt, dass Teammanager Maximilian Vollmar den Klub auf eigenen Wunsch verlassen und nach Hoffenheim wechseln werde. Dort trifft Vollmar mit Leonardo Bittencourt und Kevin Vogt zwei alte Bekannte, die dem Vernehmen nach bei der TSG 1899 für Vollmar ein gutes Wort eingelegt haben sollen.

Der gebürtige Bonner war seit 2011 für das Teammanagement am Geißbockheim zuständig. Er war das Mädchen für alles für die Profis, war vom Chauffeur bis zum Party-Organisator auch für viele private Dinge der Mannschaft verantwortlich. Der 33-Jährige kümmerte sich auch um die Trainingslager, Unterkünfte und Versorgung der Spieler auf Reisen. Er gehörte zu den Vertrauten der Spieler und wird ab Mai nicht mehr beim FC arbeiten. Auf eigenen Wunsch, wie es in der Mitteilung hieß. Wer der Nachfolger werden wird, ist noch unklar. Doch die Position wird intern als überaus wichtig für das Mannschaftsklima eingestuft.

Ruthenbeck will Coup mit der U19

Nach der Bekanntgabe des Vollmar-Abgangs gab der FC aber auch bekannt, dass ein anderer Mitarbeiter noch länger am Geißbockheim bleiben wird. Stefan Ruthenbeck, der den Abstieg der Profis in der Rückrunde 2017/18 nicht hatte verhindern können, bleibt bis 2022 in seiner Position als Cheftrainer der U19. In dieser Saison arbeitet der 46-Jährige mit seiner Mannschaft an einer Erfolgsgeschichte, führt die Tabelle der A-Junioren (Staffel West) nach 17 Spieltagen mit einem Punkt Vorsprung vor Borussia Dortmund an und hofft auf die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.

Der FC verlängerte mit Ruthenbeck nun um drei Jahre, nachdem es immer wieder Gerüchte um mögliches Interesse anderer Zweitliga-Vereine an dem Fußballlehrer gegeben hatte. Doch die Geissböcke wollen mit der Vertragsverlängerung ein Zeichen für Kontinuität im Nachwuchs setzen. Nachdem es zuletzt immer wieder Trainerwechsel in der U17, U19 und vor allem U21 gegeben hatte, will der FC nun zu dauerhafteren Lösungen zurück, wie sie unter Boris Schommers geherrscht hatte, der inzwischen Interimstrainer beim 1. FC Nürnberg in der Bundesliga ist. „Stefan leistet sehr gute Arbeit bei der U19. Er ist ein Trainer, der die Jungs nicht nur sportlich weiterentwickelt, sondern auch dafür sorgt, dass sie auf den Schritt in den Herrenbereich richtig gut vorbereitet sind“, lobte NLZ-Chef Matthias Heidrich den erfahrenen Trainer.

Schmid komplettiert sportliche Führungsriege

Und dann sickerte am Dienstag durch, dass ein alter Bekannter eine ebenso wichtige Position künftig übernehmen würde. Der GEISSBLOG.KOELN konnte exklusiv über die Rückkehr von Manfred Schmid zum FC berichten. Der ehemalige Co-Trainer unter Peter Stöger soll noch an diesem Mittwoch und damit an seinem 48. Geburtstag zum Chefscout der Geissböcke ernannt werden und im März seine Arbeit aufnehmen. Die Scouting-Abteilung soll künftig von einem Fußballlehrer geführt werden, nachdem Sportchef Armin Veh bereits bei seinem Amtsantritt erklärt hatte, das Sichten potentieller FC-Spieler umstrukturieren zu wollen. Nach dem Abgang von Nils Schmadtke Ende des Jahres 2018 war der Posten des Chefscouts vakant. Künftig soll Schmid in enger Abstimmung mit dem Leiter der Lizenzspielerabteilung, Frank Aehlig, das Scouting federführend leiten.

Weil der FC zudem mit André Pawlak über die Saison hinaus als Trainer der U21 plant – unabhängig der Ligazugehörigkeit, haben die Geissböcke nun alle führenden Positionen vom Geschäftsführer Sport (Veh) über den Sportdirektor (Aehlig) und den Chefscout (Schmid) bis hin zu den Trainer der Profis (Anfang), U21 (Pawlak) und U19 (Ruthenbeck) fest besetzt. Einzig unklar ist noch, ob Martin Heck auch in der kommenden Saison die U17 leiten wird, da der 36-Jährige ein Kandidat für den kommenden Fußballlehrer-Jahrgang ist. Die Entscheidung über seine Bewerbung beim DFB soll im März fallen.

6 Kommentare
  1. Gerd Mrosk says:

    Wichtige Position?Nicht übertreiben.Die sind alle 3×7 alt und Profis Manch einer mag ja mal sein Herz ausschütten wollen,aber wenn da jemand ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat wird das ja jetzt nicht abrupt beendet Wäre schon interessant zu wissen was ihn dazu bewogen hat sein gewohntes Umfeld „freiwillig“ zu verlassen nach längerer Zeit.Können ja auch mal zum Friseur gehen…aber erst nach dem Spiel

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