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Hector trainiert wieder – und verliert DFB-Rückennummer

Der 1. FC Köln trainiert in dieser Woche nur mit reduzierter Mannschaft. Drei Profis weilen bei ihren Nationalmannschaften, aus den U-Mannschaften kann niemand aufrücken und vier Spieler leiden noch an Krankheiten oder Verletzungen. Zumindest Jonas Hector und Rafael Czichos konnten wieder mit dem Team trainieren.

Köln – Florian Kainz für Österreich, Jorge Meré für die spanische U21, Salih Özcan und Jan-Christoph Bartels für die deutsche U20, Nikolas Nartey für die dänische U19: Fünf Profi-Abstellungen für ihre Nationalmannschaften reduzierten den FC-Kader zum Trainingsauftakt in der Länderspielpause am Montag. Und weil neben Nartey auch Darko Churlinov (mazedonische A-Nationalmannschaft) sowie Noah Katterbach (deutsche U18) und Tomas Ostrak (tschechische U19) berufen wurde, rückt aus dem Nachwuchs kein Spieler vorübergehend auf.

Darüber hinaus fehlte neben dem langzeitverletzten Niklas Hauptmann auch Routinier Matthias Lehmann. Der 35-Jährige plagt sich einmal mehr mit Achillessehnenproblemen herum. „Das schleppt er ja jetzt schon lange mit“, sagte Trainer Markus Anfang. „Je mehr er trainiert, desto schlimmer wird es wieder. Er muss mit dem Training kürzer treten.“ Gleich galt am Montag auch für den kränkelnden Dominick Drexler, der individuell am Geißbockheim trainierte. Simon Terodde hütet dagegen mit seiner Mandelentzündung noch das Bett. „Die Werte sind besser geworden. Er ist auf einem guten Weg, aber es gibt noch keinen Zeitplan. Wir sind aber auch nicht unter Zeitdruck“, sagte Anfang mit Blick auf das nächste Pflichtspiel in 13 Tagen.

Die 3 und die 14 beim DFB neu vergeben

Derweil konnten die zuletzt kranken Rafael Czichos und Jonas Hector wieder mit dem Team trainieren. Insbesondere der Nationalspieler kann nun die Länderspielpause ohne Nominierung ins DFB-Team dafür nutzen, sich wieder zu erholen und seine Form zu stabilisieren. Dabei dürfte ihm jedoch nicht entgangen sein, dass der Deutsche Fußball-Bund am Montag die Rückennummern für das Jahr 2019 neu geordnet und dabei mehrere Nummern neu vergeben hat. Jerome Boateng wird künftig seine Nummer 17 auf dem Rücken von Niklas Stark sehen, die 5 von Mats Hummels trägt künftig Jonathan Tah und die 13 von Thomas Müller wanderte zu Lukas Klostermann. Und dann war da noch die 3, die drei Jahre lang von Jonas Hector getragen wurde: Sie wird künftig von Marcel Halstenberg getragen, Hectors Konkurrent in der Nationalmannschaft. Weil zudem Nico Schulz, der zweite Kandidat auf der linken Seite, die 14 erhielt, mit der Hector einst debütierte, sind die Nummern des Kölners neu vergeben.

https://twitter.com/DFB_Team/status/1107608349468696577

Sein Debüt in der Nationalmannschaft hatte Hector im November 2014 mit der Nummer 14 auf dem Rücken gefeiert. Die Nummer, die er beim 1. FC Köln trägt und die ihn zum Nationalspieler gemacht hatte. In der Folge seiner 42 Länderspiele übernahm Hector im Vorfeld der Europameisterschaft 2016 die Rückennummer 3 und behielt sie bis in den November 2018 hinein, als er zuletzt beim DFB-Team weilte. Allen Beteuerungen von Bundestrainer Joachim Löw zum Trotz also ein Fingerzeig für Hectors Zukunft in der DFB-Elf? Nicht unwahrscheinlich, gehören Schulz (25) und Halstenberg (27) doch in Hoffenheim und Leipzig zu den Leistungsträgern, die wohl auch in Zukunft bei ihren Klubs regelmäßig auf internationale Spiele hoffen dürfen. Hector hingegen, der am Ende der Zweitliga-Saison 29 Jahre alt wird, muss erst einmal mit dem FC wieder aufsteigen. Darauf kann er nun in den kommenden Wochen seinen Fokus richten.

8 Kommentare
  1. Holger says:

    Einzige Chance für ein weiteres Spiel in der N11 ist ein Trainerwechsel :-)
    Dies impliziert allerdings, dass der Trainer WEITERHIN scheitert und endlich den Stuhl räumt, freiwillig!
    Die DFB Spezialisten entlassen den heiligen Löw garantiert nie.

  2. Gerd Mrosk says:

    ….ach übrigens ist der aufrechte Sack Reis mir wichtiger in China,als das Gekicke in der „Mannschaft“zumindest wenn es sich um Basmati Reis handelt Löw wird auf kurz oder lang gehen(müssen) Neue Impulse braucht nicht nur die DFB Elf sondern das ganze Fussball Deutschland,aber auch wenn nicht,mich interessiert eh nur der FC. Umso einfacher dann in ein paar Jahren wieder mal international mitkicken zu dürfen ,mehr ist auch langfristig nicht zu erwarten, wenn man auch nur halbwegs mit nem kleinen Zeh auf dem Boden (der Tatsachen) bleibt.

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