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Unterschiedsspieler? „Das ist nicht Hectors Naturell“


Vor der Saison schien klar, dass Jonas Hector als einer der überragenden Spieler der Zweiten Liga den 1. FC Köln zum Aufstieg führen würde. Die Spieler wählten ihn zum Kapitän, der Trainer machte ihn zur Allzweckwaffe. Doch der 28-Jährige ist aktuell von seiner Topform weit entfernt. Dennoch lässt Markus Anfang nichts auf den Nationalspieler kommen.

Köln – Er hat in dieser Saison schon auf fünf Positionen gespielt: Linksverteidiger in der Viererkette, halblinker Verteidiger in der Dreierkette, Linksaußen im 3-5-2, auf der Sechs und auf der Acht. Hector, der Allrounder – doch auch Hector, der unter dieser Positionsrochade leidet?

Zuletzt wirkte Hector fahrig. Gegen Sandhausen in Hälfte eins taktisch und im Spielaufbau mit vielen Fehlern, auch, wenn die Verantwortlichen den Kapitän noch zu den Stärkeren zählten. In Aue dann defensiv zunächst ebenfalls mit diversen Fehlern, später Teil einer Mannschaft, die zwar die Spielkontrolle übernahm, ohne dabei auch nur ansatzweise das eigene Potential abrufen zu können. Etwas, das für Hector schon häufiger in der Saison zu gelten schien. Den Unterschied konnte der Nationalspieler nur allzu selten ausmachen.

Markus Anfang jedoch nahm seinen Kapitän vor der Partie in Ingolstadt aber in Schutz.  „Ich sehe ihn überhaupt nicht kritisch“, sagte der FC-Trainer. „Von außen hat man an ihn eine Erwartungshaltung, weil er Nationalspieler ist. Er muss die Zweite Liga in Grund und Boden spielen. Aber nein, er muss für die Mannschaft da sein und seine Aufgaben erfüllen. Und das macht er.“ Anfang betonte, dass Hector eben kein Unterschiedsspieler sei, sondern sich immer in den Dienst seines Teams stelle.

„Er bekleidet immer wieder unterschiedliche Positionen und macht das gut, ohne ein Spieler zu sein, Spiele zu entscheiden“, betonte der 44-Jährige. „Aber das ist auch nicht sein Naturell. Wenn man ihn natürlich mit einem Spieler vergleicht, der viele Tore macht oder auf der Zehn hinter den Spitzen agiert, läuft ein Spieler, der für die Mannschaft arbeitet, manchmal unter dem Radar. Wir wissen ihn aber wertzuschätzen. Er ist sehr wichtig für unsere Mannschaft und wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.“ Rückendeckung und stärkende Worte also vom FC-Coach für seinen Führungsspieler – ob sie Hector in den kommenden Wochen Kraft und Überzeugung geben werden, um die Erwartungen an ihn und den FC zu erfüllen?

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