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Veh gewinnt Machtkampf: Spinner tritt vorzeitig ab!

Der Machtkampf ist entschieden: Werner Spinner hat seinen vorzeitigen Rücktritt als Präsident des 1. FC Köln angekündigt. Das gaben die Geissböcke am Mittwochabend als Ergebnis eines Treffens des Gemeinsamen Ausschusses bekannt.

Köln – Wie der Effzeh erklärte, habe Spinner den Gemeinsamen Ausschuss von seinem Rücktritt in Kenntnis gesetzt. Der Satzung folgend soll bis zur nächsten Mitgliederversammlung ein Mitglied des Mitgliederrats kommissarisch an Spinners Stelle in den Vorstand aufrücken.

„Ich habe mich bereits zuvor dazu entschieden, für eine weitere Amtszeit über den Herbst hinaus nicht zur Verfügung zu stehen“, sagte Spinner in der Mitteilung des FC. „Nun ziehe ich diesen Schritt vor, weil mir klar geworden ist, dass es über die momentane und künftige Ausrichtung des 1. FC Köln Differenzen gibt. Ich wünsche dem 1. FC Köln, seinen Mitgliedern und Fans von Herzen den Aufstieg und für die Zukunft alles Gute.“

Wer rückt nach? Rüffel für Veh

In der Mitteilung dankte das Gremium dem neunten Präsidenten in der FC-Historie für die Arbeit von 2012 bis 2019. Man bedauere den Zeitpunkt des Rücktritts und habe Spinner für große Verdienste am Klub zu danken. Welches Mitglied des Mitgliederrates nun vorübergehend in den Vorstand aufrücken wird, wurde zunächst nicht bekannt. Es dürfte sich dabei aber wohl über einen der beiden Vorsitzenden, Stefan Müller-Römer oder Dr. Carsten Wettich, handeln.

Dem Rücktritt Spinners war ein Machtkampf mit Geschäftsführer Armin Veh vorausgegangen. Veh hatte sich zuletzt öffentlich mit deutlichen Worten kritisch an Spinner gewandt. Dafür kassierte der 58-Jährige nun einen deutlichen Rüffel vom Gemeinsamen Ausschuss. „Die Mitglieder des Gemeinsamen Ausschuss haben in der Sitzung ihr Missfallen über die jüngsten öffentlichen Äußerungen des Geschäftsführers Armin Veh ausgedrückt und ihm dies eindeutig mitgeteilt“, hieß es in der Mitteilung.

43 Kommentare
  1. Michael H says:

    Wunderbar. Dann hat Veh nun hoffentlich freiere Hand dabei, den Kader zu formen und dafür zu rogen, dass die Taktik zur Mannschaft passt.

    Und im September können wir dann einen komplett neuen Vorstand wählen. Hoffentlich.

  2. Ankerdensin says:

    Nun, in der Industrie wäre Veh rausgeflogen. Hätte auch hier rausfliegen müssen.
    Ich denke, Herr Spinner hat klar erkannt, dass er einer Lösung im Weg steht. Daher Rücktritt und Chapeau.
    Danke auch für die Rettung in 2012.
    Ich hoffe nun für unseren FC , dass sich keine neuen Baustellen auftun. Zum Beispiel, dass Herrn Veh die Rüge nicht gefällt oder der „Vollamateur“ aus dem Mitgliederrat ihm nicht missfällt.
    Aber vielleicht stellt er nun eigene Befindlichkeiten hinten an.
    Und an Alle die immer ein Problem mit dem Präsidium hatten: nicht vergessen, vor Spinner hat man Overath durchs Dorf getrieben.
    Come on FC!

    • major says:

      Ich denke, in der „Industrie“, die ja nun kein Maßstab für einen Verein ist, sonst wäre es ja kein Verein, sondern eine „Industrie“, hätte es erst eine Abmahnung gegeben, sonst steht man nämlich vor dem Arbeitsgericht möglicherweise schlecht da.
      Lediglich von einem Vertrauensbruch zu reden, ohne beleidigend zu werden, reicht einigen Gerichten vielleicht nicht als Kündigungsgrund.

      • major says:

        Der „Verein“ ist Veh per se „scheißegal“, denn er arbeitet für die KGaA und er hat natürlich den VEREINSVORSITZENDEN kritisiert, mit dem er ja nichts zu tun hat ;)

        Ich bleibe bei meiner Meinung, daß Veh zwar moralisch nicht einwandfrei gehandelt hat, aber juristisch in einer streitbaren Weise. Gleichzeitig habe ich ein Körnchen Verständnis, siehe meine des öfteren geäußerte Meinung zu „Fußball ist Emotion“ ich füge hinzu: „und kein Gerichtssaal“.

  3. Jose Mourinho says:

    Spinners Entscheidung ist gut und richtig, wenngleich er es wohl vor allem gemacht hat um den anderen nochmal eins auszuwischen und 6 Monate mit SMR zu spendieren. Wenn der Mitgliederrat den jetzt wirklich nominiert, wovon ich ausgehen, wird es auch keine Ruhe im Laden geben. Denn egal was man von dem Mann hält – auf jeden Fall polarisiert er.

    • major says:

      Da bin ich Deiner Meinung, auch in der „Grabenfrage“ und SMR. Aus seiner Sicht wäre er dumm, wenn er sich als Interrimspräsident verheizen würde. Da hätte er ja schon zur Wahl was vorzuzeigen – oder eben auch nicht. Kann natürlich sein, daß da Ego und Ungeduld oder Gier zu groß sind. Bei SMR habe ich, wie schon an anderer Stelle gesagt, das Gefühl, er schiebt sich seit längerem mit Pilzgeschwindigkeit an seinen persönlichen Komfortposten ran.

      Da wird sich schon ein anderer finden, damit man zur Wahl eine weiße Weste hat. Den kann man dann ja an anderer Stelle „bedenken“, wenn die Strategie klappt.

  4. NICK says:

    Danke Werner Spinner für Vieles, dass Sie für den Effzeh getan haben. Ihnen alles Gute für die Zukunft. Hoffentlich sehen auch Ihre Vizepräsidenten ein, dass der Weg im Sommer zu Ende geht.

    Gibt’s eigentlich eine Abfindung? Na klaro…

  5. Heinz Bull says:

    Am Aschermittwoch ist alles vorbei….Am Aschermittwoch ist alles vorbei…Der erste vom Dreigestirn ist weg…fehlen noch zwei…
    Spürbar anders wird jetzt hoffentlich nicht anders spürbar. Aber beim Karnevalsverein FC weiß man ja nie…

  6. Robert H. says:

    Meinen Respekt an Herrn Spinner, ein derartiges Ende hat er nicht verdient. Ich denke, dass er seine Marschroute des ruhigen Einigkeitsprinzips aufgrund der Profilneurose eines Untergebenem als gescheitert ansah. Und auf einen „Machtkampf“ laut GBK, sprich Schlammschlacht auf seinen letzten Metern keinerlei Bestreben mehr hatte. Vielleicht war sein Schritt auch vom Gedanken an das Wohl des Vereins geprägt – lieber ein Vakuum in der Führung als ausgerechnet jetzt in der GF Sport.

    „Mei Ruh ist hin, das Herz ist schwer – die Ruh´die find ich nimmermehr!“

    Armin Veh mag sich gern im Erfolg suhlen, bei mir ist er unten durch. Ich empfinde sein Verhalten als ein Stück weit vereinsschädgigend, für das der erhobene Zeigefinger (Du, du…) des Gremiums nicht mal ansatzweise als Reaktion ausreichend ist.

    Seis drum: mit Müller-Römer im Vorstand dürfte sich die Halbwertszeit von AV auf ein Minimum reduzieren – nur das diesmal keiner klein beigeben wird, und der Machtkampf erst so richtig mit großem Geschirr ausbrechen wird. Das gilt für alle Protagonisten, oder sind der Tünn und MR etwa wieder gut Freund?

    Viel Spaß dabei.

    Wie auch immer das ausgeht – Paul und Heinz werden nicht länger als 4 bis 8 Wochen auf ihr „Vorstand raus-Geplärre“ verzichten müssen. Und dann werden sie auch allen Grund dazu haben.

        • Heinz Bull says:

          Toller Ulk…Im Gegensatz zu Ihnen brauche ich keinen falschen Namen um hier etwas zu schreiben. Und wo habe ich hier eine andere Meinung verboten? Hier geht es um Personen. Ist jetzt Flachnase auch eine Beleidigung? Dann, Entschuldigung Fräulein Mourinho . Ulk, am Rande.

          • Jose Mourinho says:

            Im Netz seinen echten Namen zu verwenden ist wirklich clever, ich gebe es ja zu. Da bin ich dummes Fräulein leider damals nicht drauf gekommen und nun findet mich der Briefträger nicht und die Postings kommen nicht an.

  7. Ali Perez says:

    Alle, die hier meinen, dass es nur um Veh gegen Spinner ging, tun mir leid. So naiv kann man nicht sein. Hier hatten einige Leute mehr die Zusammenarbeit mit Spinner im Geiste gekündigt. Wenn ein Präsident gegen den GF-Sport hinten rum ätzt, der seit gut einem Jahr sämtliche sportlich wichtigen Personalien besetzt, der macht sich ganz sicher keine Freunde beim Personal des GF-Sports. Mal ganz abgesehen davon, dass Veh und Wehrle ganz gut miteinander können. Und zwischen Wehrle und Spinner das Verhältnis auch abgekühlt ist. Spinner war mittlerweile ein Störfaktor im Verein und es ist gut, dass er das eingesehen hat.

  8. Paul says:

    Das kommt eindeutig zu spät! Gestern hätte man diesen Schritt entsprechend feiern können, aber heute??? Rücktritt am Aschermittwoch??? Auch wenn ich Herrn Spinner vieles vorgeworfen habe, muss ich seinem konsequenten Schritt Respekt zollen. Er hätte ihn früher machen sollen. Vermutlich hat seine Krankheit ihm erheblich zugesetzt, und dann macht es keinen Sinn, an einem solchen Amt zu kleben. Er hat den Verein in dunklen Zeiten übernommen und anfangs viel Gutes bewirkt. Am Ende ging es immer weiter bergab, und ich vermute, dass es kein Vergnügen ist, Präsident unter einem Vizepräsidenten zu sein, der einfach nicht mehr alle Latten am Zaun hat. Schumacher ist ein krankhaft ergeiziger Quartalsirrer, und man kann nur hoffen, dass er jetzt nicht in die Bresche springt, die Spinner hinterlässt.

    • Bockerer says:

      Nicht mal zum richtigen Zeitpunkt zurücktreten konnte dieser Präsident, was?! Wirklich unerhört.
      Aber was solls, weiter gehts, gleich den nächsten beleidigen und niedermachen.
      Wer solche „Fans“ hat, braucht keine Feinde mehr!!

  9. Huey L. says:

    Herr Spinner ist der dritte FC-Präsident hintereinander, der seine Amtszeit nicht erfüllt. Albert Caspers wurde übel mitgespielt, so dass er lange Zeit noch nicht einmal mehr das Stadion betreten hat, an dessen Umbau er maßgeblich beteiligt war. Wolfgang Overath und Werner Spinner haben auf Druck jeweils hingeschmissen. In der Hinsicht dürfte der FC tatsächlich „spürbar anders“, als andere Bundesliga- Vereine sein.
    Wünschenswert wäre jetzt ein Präsident, der wieder eint, Visionen hat und Fans, Mitglieder und Mitarbeiter dafür mit ins Boot nimmt. Wo der herkommen soll, kann ich nicht sagen. Ist zum Glück auch nicht meine Aufgabe, den zu finden. Dass man sich bei der Aufgabe FC Präsident zu werden/ sein eher eine blutige Nase als, als Meriten holt, sollte diesem bewusst sein, Beispiele hierfür sind die drei aufgeführten Amtsvorgänger. Da dies kein Geheimnis ist, ist es spannend, wer sich dieses Amt freiwillig antun wird, bei dem es offensichtlich nicht viel zu gewinnen, aber ne Menge zu verlieren gibt… .

    • Woeschelterjong says:

      Die Aufzählung der letzten 3 Präsidenten ist ja schön und gut, wer war doch das vereinschef so auf das Trockene gefahren hat, wie Wolfgang Overath es getan hat, der darf doch nicht erwarten, seiner Amtszeit zu Ende bringen zu dürfen. Als Fußballspieler genial, privat als Kaufmann erfolgreich, aber als Präsident fast der Ruin für den Verein gewesen!
      Wegen meiner tatsächlichen Unwissenheit in Sachen Schumacher würde mich an dieser Stelle doch einmal interessieren, was man ihm konkret vorwirft. Bisher habe ich hier nur Allgemeinplätze gelesen!?

    • Robert H. says:

      Mit „geeignet“ ist wohl einer gemeint, der mindestens die DM, besser noch das Triple schafft. So einen „geeigneten“ Trainer kann man gerne suchen.

      Finden wird man ihn für diesen Verein nicht. Das gleiche gilt für einen Präsidenten.

      • major says:

        Es wird wieder irgend ein Wirtschaftsanwalt, ein abgehalfterter Stadwerkemurkel oder Martin Börschel.

        Vielleicht wirft Henriette, die mit dem Effzeh so gar nichts anfangen kann, auch ihren Hut für eine grüne Landschaftmalerin in den Ring, damit Laschet ihr beim nächsten Regierungspräsidenten entgegen kommt.

        Diese zu erwartende Pöstchenschieberei geht mir jetzt schon mächtig auf die Naht und langsam sehne ich mich sogar nach so einem Psychopathen wie Uli Hoeneß…

  10. mcwolli77 says:

    Bei aller sicherlich auch berechtigter Kritik am Vorstand, bleibt trotzdem festzuhalten das Herr Spinner und Kollegen den Verein in einer Situation übernommen haben die mehr als prikär war.
    Er hat den Herrn Wehrle geholt der ja wohl über jeden Zweifel erhaben sein dürfte.
    Gemeinsam haben diese Herren dem Verein seit 2012 bis 2017 tolle Zeiten beschert und es ging unüblicher Weise nur bergauf.
    Dabei wurden sicherlich in den letzten anderthalb Jahren viele Dinge und Werte aus den Augen verloren die zu diesen Erfolgen geführt haben. Man würde zu zufrieden und blind für die Vorkommnisse im und um den Verein herum. Das muss sich die Spitze des Verein ankreiden. Die daraus resultierende Aussenwirkung tragen ihren Teil dann auch noch bei.

    Daher ist der Rücktritt nur konsequent, wenn auch etwas zu spät.
    Das es solch eine unverantwortliche Aufführung des AV braucht und er damit durch kommt ist die eigentliche Posse daran und macht uns wieder mal zur Lachnummer.

    Es ist Zeit für einen neuen Vorstand, ja. Jedoch hört auf diese Personen, insbesondere Herrn Spinner, der Art zu diskreditierten.

    Denn fest steht auch bei aller berehtigeter Kritik:
    Wenn diese Herrn nicht da gewesen wären 2012, wissen wir doch nicht ob wir hier überhaupt noch über unseren Verein schreiben könnten.

    Vielleicht über Vorkommnisse In der 4 oder 5 Liga. Siehe mal nach Aachen.

    Also Leute, bitte sachlich bleiben.

  11. Adam Klöppel says:

    Ich muss jetzt mal eines loswerden: Dieses Argument „Angestellter fliegt raus, wenn er sich ggü. seinem Chef ungebührlich verhält“, kann Ich nicht für diese Situation akzeptieren. Wenn keiner der Vorstandskollegen und beide GF sich gegen den Vorsitzenden wenden bzw. diesen nicht unterstützen, dann ist doch dem Angestellten zu danken, dass er den Mut hat Aufzustehen und sich gegen den Achtung jetzt: Tyrannen aufzulehnen (Wording habe ich jetzt so gewählt, weil auch die Wortwahl des Königsmörders immer wieder in den Foren oder Medien Auftritt).
    Ergo muss seit längerer Zeit ein größeres Problem mit Herrn Spinner vorhanden gewesen sein. Ein Herr Veh ist nicht dafür bekannt, sich ruhig zu verhalten, wenn ihm etwas schwer gegen den Strich geht. Er hat also nicht gezögert (wie die anderen Protagonisten), sondern e hat gehandelt. Wenn man einen Herrn Veh einstellt, sollte man wissen was man erhält. Mir jedenfalls ist das klar. Wenn es Herrn Spinner nicht klar war, dann weiß er es jetzt.
    Und das ist unabhängig von denpositiven Ergebnissen zu Anfang von Herrn Spinners Amtszeit. Und auch Unabhängig von den sportlichen Erfolgen eines Armin Veh.

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