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50-Millionen-Etat: Wie groß ist das Transferpotential?


Der 1. FC Köln schreibt mittlerweile konstant schwarze Zahlen – wenn auch wohl nicht in dem laufenden Zweitliga-Jahr – und kann sich nach dem Wiederaufstieg über einen warmen Geldregen aus den TV-Töpfen der Bundesliga freuen. Im Falle nächstjähriger Erstliga-Zugehörigkeit kalkuliert man mit einem Etat von rund 50 Millionen Euro. Doch wie sieht das Investitionspotenzial in Sachen Transfers für Armin Veh und Co. aus?

Köln – Es ist und bleibt ein Ausnahmesommer: Modeste verlässt  in der Transferperiode 2017 den Effzeh für rund 35 Millionen Euro, das erlaubt Spielerkäufe wie Jhon Cordoba (17 Millionen Euro), Jannes Horn oder Jorge Meré (beide circa sieben Millionen Euro). Davon kann die aktuelle Geschäftsführung nur träumen: Zweistellige Millionensummen für Transfers sind aktuell nicht realisierbar für den Effzeh.

Millionensummen höchstens durch Verkäufe

„Für eine Investition von zehn Millionen Euro müssen es schon zwei oder drei Spieler sein“, hieß es am Donnerstag in einem Bericht des kicker. Der FC muss im Sommer also kleinere Brötchen backen. Auch, weil die Geissböcke in dieser Saison wohl ein Minus einfahren werden und im Winter mit den Verpflichtungen von Anthony Modeste und Florian Kainz bereits teure Vorgriffe auf die nächste Saison getätigt worden waren. Obwohl der FC kein normaler Aufsteiger sein wird, wie zuletzt Geschäftsführer Alexander Wehrle bestätigt hatte, und das Eigenkapital auf rund 40 Millionen angewachsen ist, sind keine große Sprünge realisierbar.

Dies könnte sich nur ändern, sollte der Effzeh, ähnlich wie vor zwei Jahren, durch Spielerverkäufe bedeutende Erträge erzielen. Zwar gibt es offenbar noch keine konkreten Angebote, ein Fall wie 2017 könnte dennoch auftreten: Jorge Meré, ausgestattet mit einer Ausstiegsklausel von 30 Millionen Euro im Vertrag bis 2023, gilt in seiner Heimat als großes Talent und zieht seit letztem Sommer die Aufmerksamkeit der großen Klubs auf sich. Der FC hätte hier das Heft des Handelns nicht selbst in der Hand, könnte sich aber über einen bedeutenden Geldsegen freuen, sofern ein Klub bereit wäre, den Spanier aus seinem Vertrag heraus zu kaufen.

Defensivspieler sollen es sein

So oder so steht das Aufgabengebiet für Sportchef Armin Veh bereits fest: In der Defensive besteht dringend Verbesserungsbedarf. Schnelle und aggressive Zentrumsspieler sollen es für das Pressing-orientierte System von Trainer Markus Anfang sein. Es ist schwierig genug, diese zu finden. Das nicht allzu prall gefüllte Portemonnaie des FC macht die Sache für Veh nicht einfacher. Gut, dass der Kader zumindest in der Offensive sehr wohl bundesligatauglich zu sein scheint.

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