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„Heute war es ganz leicht gegen uns zu gewinnen“


Der Auftritt des 1. FC Köln bei Dynamo Dresden grenzte bei der 0:3 (0:2)-Pleite an Arbeitsverweigerung. Kein einziger Akteur mit dem Geißbock auf der Brust erreichte auch nur annähernd Normalform. So deutlich sagten es auch die Spieler, die nach der vergebenen Vorentscheidung im Aufstiegskampf mehr als enttäuscht waren.

Aus Dresden berichtet Marc L. Merten

Marco Höger: „So kurz nach dem Spiel ist es schwierig, etwas zu sagen. Es gibt manchmal so Tage. Heute hatten alle, die gespielt haben, einen gebrauchten Tag und haben scheiße gespielt. Dem kann man nichts hinzufügen. Wir hatten zu leichte Ballverluste und waren zu inkonsequent und zu nachlässig bei Ballbesitz. Wenn wir jetzt aber eine Krise ausrufen, haben alle anderen Vereine auch eine Krise. Das Spiel ist uns nun mal passiert, das darf uns eigentlich nicht passieren. Wir wollten die Punkte so schnell wie möglich holen. Wir müssen das aber jetzt so schnell wie möglich abhaken und versuchen, gegen Darmstadt wieder die drei Punkte zu holen. Natürlich war es ein Ansporn, gegen Darmstadt aufsteigen zu können, aber das hat uns heute scheinbar nicht geholfen.“

So kannst du in keiner Liga ein Spiel gewinnen

Rafael Czichos: „Der FC hat heute zehn Prozent abgerufen von dem, was er kann. So kannst du in keiner Liga ein Spiel gewinnen. Wir standen allgemein nicht kompakt genug, es war sehr leicht für Dresden über unsere Kette zu spielen und dann im Eins gegen Eins gegen den Torwart zu laufen. Es hat heute alles nicht gepasst. Das werden wir analysieren. So etwas sollten wir nicht noch einmal anbieten. Man muss niemandem vorwerfen, dass er nicht wollte. Wir wollten alle und haben es versucht. Aber wenn du an so einem Tag immer einen Schritt zu spät bist und nie diese Frische im Kopf hast, dann wird es gegen so einen Gegner schwer, der brutal heiß auf dieses Spiel war. Heute war es auf Deutsch gesagt Scheiße.“

Markus Anfang: „Man muss ehrlicherweise sagen: Heute war es ganz leicht gegen uns zu gewinnen. Ich will gar nicht die Leistung der Dresdner schmälern, aber wir hätten heute gegen keine andere Mannschaft gewonnen. Wir sind nicht annähernd an unsere Leistung herangekommen. Kein Spieler hatte Normalform. Wir haben unnötige Fehler gemacht, hatten viel Ballbesitz, aber haben uns vorne nicht durchgesetzt. Das war ein gebrauchter Tag. Darüber müssen wir reden. Aber wir dürfen die Gesamtsituation nicht vergessen: Wir haben alles in unsere Hand und müssen es nächsten Freitag besser machen und das Spiel für uns entscheiden. Wir fliegen enttäuscht und mit Wut im Bauch über diese Leitung nach Hause.“

Wir sehen uns nächste Saison nicht mehr

Cristian Fiel:„Es war klar, dass wir einen außergewöhnlichen Tag brauchen würden und der FC einen gebrauchten. Wir waren vom ersten Moment bereit für dieses Spiel. Wir haben alles gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Das war der erste Schritt, am kommenden Freitag folgt in Ingolstadt der nächste Schritt. Uns muss bewusst sein, was jetzt noch auf uns zukommt. Ich will keine Party kaputt machen. Denn über die Art und Weise des Sieges dürfen wir uns freuen. Ich wünsche Markus Anfang alles Gute. Wir sehen uns nächste Saison nicht mehr. Deshalb: Viel Glück in der ersten Liga!“

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