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Bosbach trifft Kommission – keine Gespräche mit Vize-Duo

Der 1. FC Köln kann bei Greuther Fürth den Aufstieg in die Bundesliga am Montagabend auch rechnerisch perfekt machen. Dann dürfte auch die Diskussion weiter Fahrt aufnehmen, wer für das Amt des Vorstands bei den Geissböcken kandidieren wird. Denn die Findungskommission für das neue Präsidium dürfte bald Nägel mit Köpfen machen.

Köln – Toni Schumacher und Markus Ritterbach haben in den letzten Monaten mehrfach betont, sich erst dann zu ihrer eigenen Zukunft beim 1. FC Köln äußern zu wollen, wenn der FC sportlich wieder erstklassig sei. Man wolle erst einmal alles dafür tun, dass die Geissböcke aufsteigen. Zwar hätten die beiden Vizepräsidenten in dieser Zeit hinter verschlossenen Türen durchaus das Gespräch mit der Findungskommission für den neuen Vorstand suchen können. Doch das ist nach GBK-Informationen bis heute nicht geschehen.

Vor einem Monat hatte Carsten Wettich, Vorsitzender des Mitgliederrates und Teil der Findungskommission, erklärt: „Wir haben die amtierenden Vorstandsmitglieder jeweils eingeladen, sich mit uns zusammenzusetzen. Diese haben jedoch uns gegenüber und auch öffentlich erklärt, die Kräfte für den Aufstieg bündeln und das Gespräch mit uns hintenan stellen zu wollen. Sie haben uns angekündigt, man werde auf uns zukommen.“ Dies ist jedoch nicht geschehen. Ob alleine die sportliche Situation dafür ausschlaggebend ist, darf bezweifelt werden. Schließlich hat sich die Findungskommission schon länger anderweitig nach Mitgliedern für den kommenden Vorstand umgesehen. Das Verhältnis von Schumacher und Ritterbach zum Mitgliederrat gilt schon länger als unterkühlt.

Mitgliederrat will bis Ende Mai entscheiden

Während die beiden amtierenden Vizepräsidenten also der Einladung der Findungskommission nicht nachkamen, traf sich der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach inzwischen mit Wettich und Co. Der 66-Jährige macht keinen Hehl mehr aus seinen Ambitionen, Präsident des 1. FC Köln werden zu wollen. Doch seinen öffentlichen Bekundungen zufolge steht der amtierende Beirat des Effzeh weiterhin zu seiner Sicht, nur dann für eine Wahl zur Verfügung zu stehen, sollte er von der Findungskommission des Mitgliederrates gefragt werden. Zuletzt schien allerdings klar, dass der Mitgliederrat Dr. Werner Wolf als Präsidenten vorschlagen will.

Die Entscheidung steht derweil kurz bevor. Heute in zwei Wochen, am 19. Mai 2019, geht die Saison 2018/19 zu Ende. Der 1. FC Köln dürfte nach menschlichem Ermessen dann als Zweitliga-Meister in die Bundesliga zurückkehren. Nach GBK-Informationen will der Mitgliederrat in den dann folgenden zwei Wochen nach der Saison seine endgültige Entscheidung treffen und diese auch öffentlich kommunizieren. Bis Ende Mai werden die FC-Mitglieder also wissen, wen das Gremium am 8. September zur Mitgliederversammlung als neuen Vorstand ins Rennen schicken wird.

27 Kommentare
  1. major says:

    Wer erinnert sich noch an „Ich mache das nur, wenn es keine Kampfkandidatur gibt“ von Bosbach ? Nur mal so zu der Legende „Ein Mann, ein Wort“. Der wechselt seine Meinung aus Bedeutungsgeilheit genauso wie jeder andere in dem Beruf. Noch so ein Ego kann der Verein nicht ertragen, zumal er keinerlei fußballerische Kompetenz einbringt und Juristen haben wir wohl genug. Seine Berufung ist vor allem selbst empfunden, ebenso seine Fähigkeiten- in welchen richtungweisenden Positionen war Bosbach denn mal? Höchstes Amt: Abgeordneter und Vorsitzender des Innenausschusses. Beides eher so…gähn….
    Dieser Mann ist mehr Schein als Sein und das nicht ohne Grund.

    Gerade dieser Meinungswechsel zeigt doch wieder, wie der tickt. Bosbach hat ein narzisstisches Problem, deshalb kann er trotz Krebs (inzwischen schon mit Lungentumor) nicht aufhören. Und soll der FC nach Spinner schon wieder zum Vorstandslazarett mit „Ein bißchen mehr Respekt, bitte“ werden? Kann man den Altherrenfußball der Profis bemeckern und Pflegefälle in einen Vorstand wählen, der ohnhin seit Jahren schon so untätig wirkt? Haben wir nicht schon genug Egos, die alle ihren eigenen Brei rühren? Schon allein, wie der mit seiner Krankheit taktiert: die Presse weiß es als erstes, deshalb gehört das auch in eine Diskussion. Er sorgt ja selbst dafür.

    Bruche mer nit, kann fott.

    Ich werde jedenfalls keinen Verein angehören, in dem ein Bosbach seine ganz persönliche Ego-Wohlfühloase einrichtet. Dem Fußballverein 1. FC Köln wird er die nötigen Impulse nicht geben und ob wir uns noch mal 4 Jahre einen fußballfremden Club der alten Männer da oben leisten können?

  2. major says:

    Ach, glatt überlesen: Er will GEBETEN werden.

    Tja. da kann ja jeder seine eigenen Schlüsse draus ziehen, ob Bosbach der richtige Kandidat ist, den der FC erst „verdient“ hat, wenn er auf Knien angebettelt wird.

    Ja, dann gibt es wohl dies Jahr keine Hoodies, sondern Knieschoner.

  3. Matthias says:

    An Major gerichtet:
    Man kann natürlich Qualifikation von Herrn Bosbach bezweifeln! Zuvor sollte allerdings mal die notwendige Qualifikation benannt werden!
    vor allem aber möchte ich nicht Leute in meinem Verein haben, die dermaßen respektlos und rücksichtslos über einen schwer erkrankten Menschen schreiben, damit meine ich, deren Krankheit so zu thematisieren! Sie sollten sich schämen!

    • major says:

      Die Krankheit thematisiert Bosbach selbst mit großer Regelmäßigkeit. Das muss ich gar nicht selbst machen, den Gesundheitszustand kann jeder in der Presse und der Wikipedia nachlesen. Den „leakt“ Bosbach selbst. Dann muss er sich aber auch gefallen lassen, daß er nicht nur auf der Mitleidswelle schwimmt, sondern man auch seine Gesundheit zum objektiven Thema macht. Das ist nicht respektlos. Er hat den Ball gespielt.

      Und wenn Mitleid eine Qualifikation sein soll, Präsident des FC in einem ständig hektischer werdenden Geschäft zu werden, dann sollte der FC ein Pflegeheim aufmachen und sich vom Fußball verabschieden. Im Berufsleben wäre so ein Bewerber schon damit raus.

      Die einzige nennenswerte Qualifikation Bosbachs ist Jura. ich weiß nicht, was man damit in einem Fußballverein soll, außer daß sich Juristen für universell qualifiziert halten. Den 1977 erlernten Betriebswirt nehme ich nicht ernst, weil nie nennenswert ausgeübt. Wer meint, da wäre was wert, würde sich auch von Ursula von der Leyern operieren lassen.

      Bosbach fordert mit seinem „Ich bin todkrank“ seit Jahren Rücksichtnahme und reitet auf der Mitleidswelle. Ich wünsche ihm alles Gute, aber schon deswegen ist er ungeeignet und muss vor seinem eigenen Ego geschützt werden.

    • major says:

      Warte nur etwas, dann wird sich hier schon jemand finden, der ihre einmaligen Fähigkeiten preist und warum der Effzeh auf keinen Fall ohne Juttfurt auskommt.

      Ich bringe mal Ozzy Lafontaine ins Spiel. Absehbare Amtszeit ohne Abfindung, da quasi bei der ersten Leberwurst selbstzurücktretend.

  4. Jose Mourinho says:

    Bosbach will als Präsident gebeten werden und Veh trifft Hecking als möglichen Trainer. Ich hatte ja betont, dass diejenigen, die Trainer/Vorstand raus rufen, sich noch umschauen werden, wen man dafür bekommen könnte.

    • major says:

      In irgendeinem alten Kommentar von mir habe ich auch Vorstand raus gefordert, aber erst, wenn man weiß, wie es danach aussehen soll.

      Nur: diese Möglichkeit fehlt doch völlig. Die Findungskommission im „Mitglieder“rat macht ihr eigenes Ding, vor allem ohne lästiges Mitgliedergeschmeiss, dank Satzung kann man nur ein Team und keine Einzelkandidaten wählen und überhaupt wird das Ergebnis, eigentlich nennt man das Proklamation, erst später verkündet, wenn es den Räten geruht. Damit ist aber die Arbeit abgeschlossen, Änderungen sind nicht mehr möglich. Fresst oder sterbt.

      Und so kann es heißen: Pflegeleitung Bosbach, Ritterbach, Schumacher, Ego-Veh und Hecking als Trainer. Spannend, aber nicht mehr für mich. In dem Fall wünsche ich Euch alles Gute ;)

  5. major says:

    Aus den Argumenten „Schwer kranker Mensch“ und „Der muss aber Präsident werden“ kommt hier keiner raus. Deshalb wird das Thema auch eher so unterschwellig transportiert. Mitleid nimmt man gerne mit, aber das darf natürlich keine Zweifel an der Befähigung wecken.

    Das ist kein schmaler Grat mehr, das ist ein Widerspruch.

    Ich habe einen Nachbarn, ein netter Kerl, der steht wegen Sauerstoffmangel bei der Geburt den ganzen Tag mit einem Teddybären im Arm auf der Strasse. Der ist Kölner, hat von Fußball keine Ahnung und ist gut vernetzt – der kennt hier jeden. Hier im Veedel ist er bekannt und beliebt. Sein Lieblingsspruch ist „Du bess beklopp“. Das reicht schon mal aus, um ausreichend mit Armin Veh zu kommunizieren.
    Würden Sie den wählen, nur weil ER meint, er könne das, aber wir müssten ihn schon bitten?

    • Bockerer says:

      Mensch Major, du bist aber auch ein ganz Unzufriedener ;-)
      Wen würdest du denn als Präsi vorschlagen? Was sollte der neue Chef denn alles so können, um „würdig“ füs Amt zu sein?
      Es wird wohl auf dieser Welt keinen geben, der es allen recht machen kann, oder?

      • Hans-Georg Skowronek says:

        Das ist eine sehr gute Frage – habe ich mir auch schon gestellt: Wie soll das Anforderungsprofil für den neuen Präsidenten und seinen Vize aussehen? Immerhin sollt er über machbare Visionen und gute Beziehungen verfügen. Was sonst noch?

      • major says:

        Man darf ja gar keinen Präsidenten wählen, sondern nur ein „Team“ und wer von denen Präsident wird, kaspern die unter sich aus. Das ist schon mal der falsche Wahlmodus.

        Ich für meinen Teil lege mehr Wert auf ein modernes Wissen vom Fußballgeschäft. Jemand mit dem entsprechenden Studium „Sportmanagment und -kommunikation“ statt BWL im Supermarkt oder der allmächtigen Juristerei.

        Und ich muss,ihn nicht mögen. Er oder sie (!) muss es nur können.

  6. Dirk Schütz says:

    Meines Erachtens ist es richtig wieder einen Wirtschaftsboss als Präsident zu installieren.
    Also der Rewe Chef !! Alles andere ist Bullshit.
    Die sportlichen Entscheidungen müssen hauptsächlich vom Sportdirektor getätigt und auch verantwortet
    werden. In gewisser Weise finde ich die Aussage von AV richtig das man den Verein nicht zu 100 %
    demokratisch führen kann. Paradebeispiel : Bayern München

    • major says:

      Ich finde nicht, dass der Präsident eines Vereines toll Bananen aus der Region verkaufen können muss, denn er ist Präsident des VEREINS, nicht der KGaA.
      Den geschäftlichen Teil machen Geschäftsführer. Deshalb heissen die so.

      Der Präsident eines Fussballvereins sollte zumindest mal Fussballer gewesen sein. Bananenverkäufer schmeissen die Unis zu hundertausenden auf den Arbeitsmarkt.

  7. major says:

    Ich werfe noch mal Fritz Schramma in den Ring. Ist in Köln auch vernetzt, kann kommunizieren, ohne hochnäsig zu erscheinen, sitzt bei (fast) jedem Spiel im Stadion, kann als Ex-OB im Team arbeiten, und hat sonst die gleiche Qualifikation bezüglich Fußball wie Bosbach.
    Schramma war relativ beliebt als OB und ist dem FC auch über die notorische Beiratsmitgliedschaft der OBs verbunden.

    Dazu noch einen Ex-Profi, nicht zu lange aus dem Geschäft, und einen Zeremonienmeister für Stiftung und Folklore. Warum nicht Ritterbach als versöhnliches Bindeglied zwischen Tradition und Neuanfang? Der falscheste war er in dem Vorstand nicht.

    Seit ich weiss, dass Kess ein entsprechendes Studium hat, wäre er auf der langen Liste für Platz zwei. Quasi noch voll im Geschäft und sicher auch gut vernetzt. Eventuell sogar zweigeteilt als GFS im Vorstand, neben der eigenständigen Funktion. Traue ich ihm zu und umgänglicher als Veh sowieso.

  8. major says:

    Noch mal an die, die Bosbach bejubeln, oder einen Supermarktleiter wollen oder den Weihnachtsmann für kompetent halten. Eine kurze Bestandsaufnahme zur Qualifikation der führenden Fachkräfte im VEREIN (!):

    Aus dem GBK-Artikel zu „Sportliches Beratergremium gefunden“

    „Überhaupt ist der ehemalige Sportdirektor (Jörg Jakobs) der Geissböcke im Aufsichts- sowie im Beirat das einzige Gremienmitglied mit Erfahrung im operativen Geschäft des Profifußballs.“

    Der EINZIGE. Der Rest sind „Amateure“ – frei nach Armin Veh.

  9. Michael H says:

    Major, und andere: im Wesentlichen stimme ich ja zu, Bosbach (und Schramma) wären schon außergewöhnlich schlechte Optionen für einen Vorstandsposten.

    Während wir Fußballvergangenheit im derzeitigen Vorstand sitzen haben, hat das natürlich mit (modernem) Fußballsachverstand nicht zwingend was zu tun. Das haben wir in den vergangenen Jahren ja zur Genüge mitbekommen. Dass wer mit Fußballsachverstand im kommenden Vorstand landet ist sicherlich auch wünschenswert – wenn nicht sogar zwingend notwendig.

    Allerdings, wie schon richtig beschrieben, ist der Vereinsvorstand nicht mit der KGaA-Führung gleichzusetzen. Somit würde ich mir einen Präsidenten wünschen, der die von Jose Mourinho und anderen befürwortete Vision mitbringt, die den Verein mit Leben füllt. Dieses spürbar anders Marketing bla bla ist ja nicht zu ertragen und ist tatsächlich keine Augenwischerei. Mit der, ja, Tradition, mit den Mitgliederzahlen, mit dem Stellenwert für die Region, und auch der schon fast herzzereißenden emotionalen Bindung vieler an den Verein könnte man so viel mehr machen. Dafür braucht man aber halt einen Präsidenten, der das konsequent durchzieht, dem Verein ein Herz zu geben. Overrath hätte das womöglich tun können, wäre er nicht dermaßen imkompetent gewesen. Spinner weiß vermutlich gar nicht, was ich hier meine.

    Mir ist es herzlich egal was jemand für Abschlüsse oder an Erfahrung im Fußballsektor mitbringt. Mir geht es darum, dass der künftige Präsident, und mit ihm der Vorstand, eine Vision für den Verein hat und diese aktiv verfolgen möchte. Das wird viele Jahre dauern – aber die soll er dann auch bekommen, wenn ich mich mit ideser Vision indentifizieren kann.

    PS: Gerne auch eine Präsidentin. Würde dem Verein nur gut tun.

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