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Endspiele in Liga und Pokal: U19 im doppelten Derbyfieber


Die U19 des 1. FC Köln steht erstmals seit 2008 wieder vor dem Einzug in eine Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck benötigt dafür allerdings am Samstag im abschließenden Saisonspiel der A-Junioren-Staffel West einen Sieg über Bayer 04 Leverkusen. Dabei wird es nicht das letzte Derby gegen die Werkself in dieser Saison sein.

Köln – Am Dienstagnachmittag stand Stefan Ruthenbeck noch auf der Treppe zum Geißbockheim, als das Profi-Team von Interimstrainer André Pawlak mit dem Mannschaftsbus auf den Parkplatz rollte. Die anwesenden Fans und Mitarbeiter der Geschäftsstelle begrüßten und beglückwünschten die Bundesliga-Aufsteiger, auch Ruthenbeck applaudierte. Doch der Fokus des U19-Trainers lag zu diesem Zeitpunkt schon auf etwas anderem.

Nur drei Stunden später stand seine eigene Mannschaft im Halbfinale des FVM-Pokals auf dem Rasen. Gegner war Borussia Lindenthal-Hohenlind. Nach 90 Minuten durften Ruthenbeck und seine Spieler jubeln. Ein klarer 6:0-Sieg durch die Tore von Oliver Schmitt (2), Anil Aydin, Robert Voloder, Elmin Heric und Erkan Akalp bedeutete den Einzug ins Finale um den FVM-Pokal. Der Gegner dort heißt, na klar, Bayer 04 Leverkusen.

Ruhrpott- und Rhein-Derbys entscheiden über die Endrunde

Es werden also zwei hochbrisante Derbys, die die U19 in dieser Saison noch bestreiten wird. Das erste Aufeinandertreffen steigt am Samstag um 13.00 Uhr am Geißbockheim und wird über die Qualifikation für die A-Junioren-Endrunde entscheiden. Wie knapp es in der U19-Bundesliga zugeht, zeigt ein Blick auf den vergangenen Spieltag. Da rettete sich der Effzeh nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 bei Fortuna Düsseldorf. Ein wichtiger Punkt, denn so hat es die Ruthenbeck-Elf gegen Leverkusen in der eigenen Hand, mit einem Sieg ins Halbfinale einzuziehen.

Der FC Schalke 04 liegt punktgleich, aber mit dem deutlich schlechteren Torverhältnis, hinter den Geissböcken und muss in einem schweren Auswärtsspiel beim Tabellen-Vierten aus Bochum ran. Der FC trifft daheim auf den Fünften. Zwei Derbys, eines im Ruhrpott, eines am Rhein, die über die Qualifikation für die Endrunde entscheiden werden. Der Tabellenführer aus Dortmund, ebenfalls nur einen Punkt vor seinen beiden Verfolgern (jedoch mit dem besten Torverhältnis), darf sich im Heimspiel gegen den Siebten aus Duisburg auch keinen Ausrutscher mehr erlauben.

Erste Endrunde seit 2008?

Wer patzt, ist raus – gewinnt aber der FC, darf er feiern, egal, wie die Konkurrenz spielt. Dann stünden die Geissböcke erstmals seit 2008 wieder in der Endrunde. Damals verlor Köln im Halbfinale gegen den SC Freiburg. Überhaupt nur viermal schaffte der 1. FC Köln in seiner Geschichte den Sprung ins Finale, zuletzt 1992. Das Finale ging mit 1:5 gegen den 1. FC Kaiserslautern verloren. Genauso wie zwei weitere Finals zuvor. Den Titel holte Köln nur ein einziges Mal. Das ist inzwischen 48 Jahre her (1971). Den letzten großen Titel sicherten sich die Kölner U19-Junioren sensationell im Jahr 2013, als die damalige Mannschaft von Boris Schommers mit Spielern wie Yannick Gerhardt den DFB-Pokal gewann.

Nun versucht es Ruthenbeck mit Noah Katterbach, Darko Churlinov, Tomas Ostrak und Co. Sollte am Samstag gegen Leverkusen ein Sieg herausspringen, verlängert sich die Saison. Schon am 15. Mai in einer Woche würde es mit dem Halbfinal-Hinspiel (gegen den zweiten West-Vertreter) weitergehen, am 19. Mai – dem Tag des 34. Zweitliga-Spieltags – mit dem Rückspiel. Das Finale gäbe es am 2. Juni zu bestaunen. Für Die U19 ist dieses Datum zum großen Ziel geworden. Auch, wenn die Geissböcke als Außenseiter in die Endrunde einziehen würden. Doch von nun an stehen in dieser Saison nur noch K.o.-Spiele an – nicht nur die beiden Duelle gegen Bayer 04 Leverkusen.

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