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„Ich werde keine Spieler holen, die der Trainer nicht will“

Nach dem Aufstieg ist vor dem Kampf um den Klassenerhalt: Für den 1. FC Köln beginnt mit der perfekt gemachten Rückkehr in die Bundesliga die Vorbereitung auf die kommende Saison. Im Mittelpunkt steht Sportchef Armin Veh. Der 58-Jährige muss erst einen neuen Trainer verpflichten, ehe er sich um den Kader kümmern kann.

Köln – André Pawlak und Manfred Schmid haben den 1. FC Köln also über die Ziellinie geführt. Die beiden Trainer machten beim 4:0 der Geissböcke in Fürth alles richtig, die Mannschaft setzte die Spielidee um und ließ den Kleeblättern in eindrucksvoller Manier keine Chance. Nun geht es gegen Jahn Regensburg und abschließend zum 1. FC Magdeburg. Zwei Partien, die der FC unbedingt gewinnen will, um mit einem positiven Gefühl in Richtung Bundesliga zu steuern.

Aber auch zwei Spiele, mit denen Pawlak und Schmid Werbung für sich machen können. Der eigentliche U21-Coach hat noch ein Jahr Vertrag beim FC und war vor zwei Wochen noch davon ausgegangen, dass er diesen als Regionalliga-Coach des FC erfüllen würde. Nun wittert er die Chance auf eine dauerhafte Beförderungen zu den Profis. Schmid war eigentlich als Chefscout zum FC zurückgekehrt, musste nun aber auch aufgrund seiner emphatischen Fähigkeiten wieder als Co-Trainer ran. Auch ihn dauerhaft bei den Profis zu behalten, könnte für Sportchef Armin Veh eine Überlegung sein.

Darum ist Hecking ein geeigneter Kandidat

Der Geschäftsführer Sport muss zeitnah entscheiden, wie er den Trainerposten besetzen will. Das Duo Pawlak/Schmid wäre eine reizvolle Lösung, die aufgrund der Bundesliga-Unerfahrenheit Pawlak aber nicht gänzlich ohne Risiko wäre. Ohne Risiko ist jedoch bekanntlich keine Trainerverpflichtung, wie jene von Markus Anfang und Tom Cichon in dieser Saison gezeigt hat. Doch schon diese Verpflichtung war eigentlich Veh-untypisch gewesen. Hatte der 58-Jährige doch noch im Sommer 2017 kritisiert, dass es „noch nie so leicht“ gewesen sei, Bundesliga-Trainer zu werden. „Heutzutage ist es ja sogar möglich, dass man mit einer Drittliga-Mannschaft absteigt und trotzdem Bundesliga-Trainer wird“, hatte Veh vor zwei Jahren mit Blick auf Sandro Schwarz gesagt, der zu diesem Zeitpunkt beim 1. FSV Mainz 05 das Ruder übernommen hatte. „Wonach soll man denn noch gehen? Nur nach Sympathie, nach Einfachheit, oder nur nach Alter?“

Pawlak ist bekanntlich kein junger Trainer mehr, steht seit 18 Jahren an der Seitenlinie, ist 48 Jahre alt, hat gerade seinen Fußballlehrer gemacht. Auch deshalb ist er für Veh eine ernste Alternative für den Cheftrainer-Posten. Doch der Sportchef hält bekanntlich auch außerhalb des eigenen Klubs nach Alternativen Ausschau. Veh ist sich offenbar sehr bewusst, dass der Spielraum für Fehler auf der Trainerposition nach der Bundesliga-Rückkehr minimal ist. Daher überrascht der kursierende Name von Dieter Hecking nicht, schließlich blieb der 54-Jährige auf seinen fünf Bundesliga-Stationen im Schnitt jeweils drei Jahre – eine lange Zeit im kurzlebigen Trainerbusiness. Hecking stand dabei für Stabilität in seinen Klubs und holte auf all seinen Trainerstationen stets einen Punkteschnitt zwischen 1,33 und 1,75. Auch deshalb wäre Hecking wohl eine geeignete Lösung, um den FC in der Bundesliga wieder zu etablieren.

Erst Trainer, dann Spieler

Veh selbst kommentiert bislang keine Namen oder Überlegungen in der Trainerfrage. „Wir sind nicht unter Zeitdruck“, sagte der 58-Jährige am Mittwoch dem GEISSBLOG.KOELN. „Aber es sollte nicht mehr lange dauern.“ Der Grund für die doch gebotene Eile in der Trainerfrage ist offensichtlich: die Kaderplanung. „Ich werde keine Spieler holen, die der Trainer nicht will“, sagte Veh. Aufgrund des zuletzt noch nicht feststehenden Aufstiegs sowie wegen des Trainerwechsels musste der Sportchef noch warten, um Nägel mit Köpfen machen zu können. Nun ist der sportliche Ausgang der Saison geklärt, bleibt die Frage des neuen Trainers. „Wir haben schon viele Dinge intern durchgespielt“, sagte Veh mit Blick auf mögliche Spielerverpflichtungen. „Aber solange nichts fix ist, gehen wir nicht in die finalen Gespräche.“ Erst Trainer, dann Spieler – so lautet das Motto für Veh in den kommenden Tagen. Spätestens in der Woche nach dem Saisonende soll die Entscheidung fallen. Bis dahin können Pawlak und Schmid noch für sich werben.

32 Kommentare
  1. Tom51427 says:

    Jedem seine Meinung. Wie man aber auf das dünne Brett kommen kann, dass dieser Mensch neben seiner offensichtlichen Selbstgefälligkeit, Borniertheit und mangelnden Teamfähigkeit auch nur ansatzweise geeignet ist, für den FC „gut“ zu sein, ist zumindest mir schleierhaft.
    Veh steht für eine rückwärtsgewandte Sicht der Dinge. Wir haben dank seines „Einsatzes“ einen unglaublich langsamen und -in Relation zu den vorhandenen Skills- völlig überteuerten Kader mit nur sehr wenig Perspektive und Entwicklungspotential. Und dies nun über die kommenden Jahre. Der FC ist de fakto transfertechnisch fast handlungsunfähig.
    Wer diesen Mann (für was auch immer) feiert, hat den FC nie geliebt…

  2. Dieter says:

    Wir müssten erstmal ca. 10 Spieler (mindestens) verkaufen, dass dürfte schwer werden. Denn so fette Langzeitverträge wie bei uns, lassen sich sehr gut aussitzen. Wir brauchen unbedingt mehr individuelle Klasse und Geschwindigkeit, dass kostet :-(

  3. Tom51427 says:

    Du hast mit Fußball generell nicht so viel am Hut, oder? :-) Sonst hättest Du natürlich direkt erkannt, dass ich meinen Beitrag mit einem abgewandelten Rudi Völler (aka Pudel) Zitat beendet habe…

    Anyway: letzte Woche erklärte der Geschäftsführer Sport, dass er keinen Spieler (Schindler) holt, nur weil der Trainer das möchte – nun erklärt er, dass er keinen Spieler holt, den der Trainer nicht möchte. Könnte also insgesamt eine recht überschaubare Transferphase werden. Macht aber nix: wir haben eh weder offene Kaderplätze, noch allzu große Budgetmöglichkeiten. „Armin….find ich gut“:-)

    • J B says:

      Wieso haben wir keine freien Kaderplätze?
      4 Verträge laufen zum Ende der Saison aus und dazu kommen noch einige Streichkandidaten bei denen ein Abgang doch recht wahrscheinlich erscheint (Sörensen, J. Horn, Hauptmann, und sei es nur eine Leihe).
      Dann die Kandidaten die sich wahrscheinlich nicht noch ein weiteres Jahr auf die Bank setzen werden wenn sie anderswo mehr Einsatzzeiten wähnen: Özcan, Koziello.
      Was wir für Transfers locker machen können entzieht sich unserer Kenntnis.

    • Matthias says:

      Das ist überhaupt kein Widerspruch. Es bedeutet doch nur, das es keinen Alleingang geben wird, weder von ihm selbst noch von Trainer. Veh hört auf Trainers Wunsch, und realisiert diesen, soweit er davon überzeugt ist und überdies auch noch realisierbar.

  4. Tom51427 says:

    Ist vollkommen richtig. Wir haben außergewöhnlich viele Spieler, welche sich als nicht geeignet herauskristallisiert haben. Gleichwohl werden 29 Spieler bis 2020 mindestens unter Vertrag stehen. Zu wohlgemerkt sehr guten Konditionen. Bedeutet, dass der Geschäftsführer Sport nicht nur klug verpflichten, sondern ebenso geschickt abgeben muss. Dabei sind Transfererlöse ein Muss. Es müssen sich aufnehmende Vereine finden, welche gehaltstechnisch nicht abfallen gegenüber dem jetzigen Status. Es ist eine Mär, dass Spieler überwiegend auf Geld verzichten, wenn sie dafür nur endlich spielen können. Wenn sich die Lösungen finden, ohne dass Abfindungen oder Gehaltsausgleiche gezahlt werden müssen, bin ich der Erste, der seinen Hut zieht. Gleichwohl; ich persönlich glaube nicht, dass uns viele Spieler verlassen werden. Und erst Recht nicht mit Transfer Plus.

    • Gerd Mrosk says:

      Egal Tom Postleitzahl Wir brauchen 2-3 gute Abwehrakteure,dafür wird Geld da sein nach meiner Ansicht was wir nicht können ist eine achtstellige Ablöse für einen Spieler wie etwa Anton zahlen,aber wir sind handlungsfähig

  5. Jose Mourinho says:

    Freut mich, dass immer mehr Leute Vehs offensichtliche und zahlreiche Defizite sehen. Die Aussagen zu den Transfers mal nach mal ohne Trainerwunsch sprechen auch wieder für sich. Und zum Trainer mit H: ein Exgladbacher, den der Eberl dort für nicht zukunftsfähig hält, weil man einen modernen Trainer haben will, soll dann eine gute Lösung für den Effzeh sein? Kann man eigentlich nicht ernst meinen.

  6. Gerd Mrosk says:

    Den Schindler auf dieser Position zu holen war einfach nur richtig,egal wer oder was für ihn war. Wieviel Millionen hat der noch mal gekostet? Über Hecking sag ich nichts Nur so viel,ich will ihn eigentlich nicht.

  7. Holger says:

    Es gibt keinen Widerspruch in Vehs Aussage!
    Richtig lesen bitte:
    Er holt keinen Spieler nur weil es der Trainer will, heißt nur er muss ihn für den Verein schliesslich auch wollen!
    Das ist im Fall Schindler wohl so.
    Er holt keinen Spieler den der Trainer nicht will heißt nichts anderes als die geeigneten Kandidaten (sportlich und finanziell) mit dem Trainer abzustimmen!
    Mensch Meier, dass ist doch wohl logisch und sollte überall so sein.
    Warten wir doch mal ab, wie sich der aktuelle Kader in einem aktuellen (Nicht Anfang) System so entwickelt!
    Beim letzten Spiel wurden schon einige totgeglaubte (Risse) wiederbelebt und einige durchschnittliche (Kainz) besser :-)
    Ich bleibe dabei, so schlecht ist dieser Kader bei weitem nicht!
    Ein paar punktuelle Verbesserungen und das passt, wir werden es in den nächsten beiden Spielen sehen :-)
    NUR EINS MÖCHTE ICH AUF KEINEN FALL…..DIESEN BALD EX GLADBACHER!
    BEI DEN PONNYS NICHT GESCHAFFT UND DANN ZUM FC????

    • J B says:

      Holger, so sehr ich deinem Post in normaler Schreibweise zustimme, so sehr widerspreche ich deiner Meinung im Caps lock Modus. :)
      Guck dir bitte mal an wo Hecking Gladbach übernommen hat und wo er sie hingeführt hat.
      In dieser Saison stand Gladbach an 24 Spieltagen auf einem ChampionsLeaguemindestensQuali-Platz.
      Er startete mit einem 4-4-2 und stellte diese Saison auf ein 4-3-3 um, er entwickelt die Mannschaft also, hält nicht an einem System fest, sondern passt es dem Spielermaterial das ihm zur Verfügung stellt an.
      Ihn als Fallobst bei der verhassten Konkurrenz zu sehen wird Hecking nicht gerecht und lässt auch ausser Sicht was wir gerade brauchen: Einen Fachmann der den effzeh in der 1. Liga etabliert.

        • Boom77 says:

          Weisweiler war zwischendrin auch mal bei den Ponnys. So what? Wenn der Hazard sagen würde, er will Gladbach verlassen, weil er unbedingt für den FC spielen will, würdest du ihn dann deshalb nicht verpflichten, weil er mal das hässlichste Trikot der Welt getragen hat?

          Es gibt nur einen, den man dafür verabscheuen muss, dass er bei den Pferdeäpfeln war… und das werden einige sicher nicht gerne hören (vor allem wahrscheinlich der Max Moor, weil zweitbester Stürmer ever nach Modeste und so)… den Toni Polster! Nicht unbedingt zwingend, weil er da hin gegangen ist. Sondern wegen dem Grund und was dann danach kam. Wie war das vor seinem Wechsel nach Gladbach? „Ein Toni Polster steigt nicht ab?“ Ja…. und dann ist er mit denen abgestiegen und mit denen in die zweite Liga gegangen… PFUI!

  8. Wolfgang Ettelt says:

    Eine Diskussion über Veh mit sachlichen Argumenten und ohne Unterstellungen ist völlig in Ordnung. Dafür ist ein solches Forum ja da. Ich für meinen Teil bin mit der Arbeit von Veh bisher zufrieden. Er ist meinungsstark, übernimmt Verantwortung und scheut sich nicht davor, Entscheidungen zu treffen. Das ausgegebene Ziel Aufstieg ist erreicht und nun stehen die wirklich großen Entscheidungen an. Namentlich die Trainerfrage und die Kaderzusammenstellung. Bei der Trainerfrage bin ich mir sicher, dass er sich für Pawlak entscheiden wird, sofern auch die letzten Spiele so erfreulich wie in Fürth verlaufen und das Feedback von der Mannschaft positiv ausfällt. Wenn sich Veh den Pawlak nicht vorstellen könnte, hätte er gleich zu Beginn unmissverständlich erklärt, dass Pawlak nur eine Interimslösung ist. Genau das hat er aber nicht getan.
    Was die finanziellen Möglichkeiten bei der Kaderplanung anbelangt, lässt sich derzeit jedenfalls eines sagen: der FC wird keine übertriebenen Ablösesummen zahlen müssen wie derweil für Horn und Córdoba, weil wir nicht 30 Millionen im Topf haben aus Spielerverkäufen. Ferner konnte sich der FC schon lange einigermaßen sicher sein, in die 1. Liga aufzusteigen. Deshalb werden wohl viele Gespräche mit potentiellen Kandidaten schon weit fortgeschritten sein. Dass der Trainer nach dem Willen von Veh noch seine Zustimmung erteilen muss, ist nur logisch. Auch das ist durchaus ein Argument für Pawlak, denn er ist schon am Geißbockheim und die Art und Weise, wie er spielen lassen möchte und welche Spieler er dafür benötigt, dürfte Veh bekannt sein. Lassen wir uns einfach mal überraschen. Ich traue Veh jedenfalls Verhandlungsgeschick zu und auch die Fähigkeit, Spieler vom FC zu überzeugen. Und noch etwas ist völlig unzweifelhaft: Erfolg kann ein Verein nur haben, wenn an den entscheidenden Schlüsselstellen Kontinuität herrscht. Es wäre fatal, wenn nach dem Trainer und Präsidenten weitere Personalrochaden folgen würden. Das muss im Sinne einer erfolgreichen sportlichen Zukunft vermieden werden.

  9. Max Moor says:

    Also erstmal müssen mindestes 8 bis 10 Spieler verkauft werden und dann muss Verstärkung her ! Ob es 3 , 4 oder noch 5 neue werden ist mir Scheiß egal ! erstmal paar Wohlfühl Leute weg die für 2. Liga am Maximum angekommen waren / sind . Ich hoffe Herr Veh schafft es eine vernünftige Truppe für die Bundesliga zu stellen damit es nicht am Ende die bitte Enttäuschung wird . Ich möchte Köln Erfolgreich sehen und nicht als Fahrstuhlmannschaft

  10. Tom51427 says:

    In der Tat kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein- wenn diese jeweils respektvoll vorgetragen wird, sollten wir das hier auch alle ohne Schnappatmung ertragen können:-)
    Und Herr Veh beherrscht nach den Vorstellungen vieler Fans halt das Thema Aussenwirkung und vermittelt einen scheinbar souveränen Eindruck.
    Ich teile diese Meinung -wie im Übrigen durchaus viele andere Fans- halt nicht. Ich habe mich fremdgeschämt z.B. bei Veranstaltungen wie zuletzt der PK zur Anfang Entlassung, in der er wortreich erklärt, dass er mal wieder eigentlich nichts sagen möchte. Ich finde es respektlos, wie er verbal mehrfach die gewählten Gremien und dabei einzelne Personen angeht. Mich stößt ab, wie illoyal er sich gegenüber dem gewählten Präsidenten verhalten hat (dem ich selbst auch zum Ende hin kritisch gegenüber stand); dabei Indiskretionen beklagt, die er teilweise selbst initiiert hat. In einem Unternehmen mit vergleichbaren Umsatz wäre es das schon für ihn gewesen – und dies zu Recht. Man kann ihn meinungsstark nennen – ich zumindest empfinde ihn als unkontrollierbar und nicht teamfähig.
    Was ich ihm darüberhinaus konkret vorwerfe: er sagte zu, das Scouting auf neue Füße zu stellen. Tatsächlich hat uns die Mehrheit der eh schon wenigen Scouts mittlerweile verlassen. Als einzige Aktion, welche bisher zumindest kommuniziert wurde, stellte er Manni Schmid ein – der ein Pfundskerl ist…aber noch nie als Scout tätig war. Und in diesem Segment gibt es nun wirklich ausgewiesene Experten bei anderen Clubs.

    Zum Thema „2,3 neue Abwehrspieler“: er holte bereits 4 neue Abwehrspieler- allesamt mit der von ihm klar kommunizierten Perspektive „Verstärkung auch in der ersten Bundesliga“.
    Schmitz (über Jahre von Aehling beobachtet…und trotzdem als Verstärkung angepriesen); Sobiech (28/ 4 Jahres Vertrag) ablösefrei – und bereits beim HSV in jüngeren Jahren in Liga 1 gescheitert; Czichos (28/ 1 Jahr Zweite Liga als Referenz. Noch nie 1. Liga. Egal: auch 4 Jahres Vertrag), Bader, als Perspektivspieler geholt – aber selbst in der Zweiten keine Spielzeiten. Diese Spieler wurden neu geholt. Nicht einer hat hierbei eine Grund Schnelligkeit. Woher nehmen die Veh Befürworter die Hoffnung, dass in der kommenden Transfer Phase bei der Auswahl geeigneter Verstärkungen (nicht Ergänzungen) mehr Kompetenz an Bord sein wird? Wurden Veränderungen im Scouting vorgenommen? Diese Frage ist nicht nur rhetorischer Natur…bisher bedient sich Herr Veh lediglich bei Kicker Ranglisten, ehemaligen eigenen Spielern sowie üblichen Verdächtigen, von denen andere Vereine lieber Abstand nehmen (Kainz für 3,5 Mio. Bremen ist heute noch fassungslos).
    Und schließlich sehe ich bei Herrn Veh keine Anstalten, nachhaltig, zukunftsorientiert und vor allem perspektivisch im Sinne des Vereins zu agieren. Er pflegt eher einen altmodischen Personenkult. Seine persönliche Erfahrung reicht da bei allem aus – wobei er als Sportchef Novize ist. Aber diese Selbstwahrnehmung ist nicht vorhanden. Ich vermisse einen klaren perspektivischen Plan und Innovation. Wenn Veh geht, werden wir wieder von vorne beginnen. Nur unter finanziell schlechteren Bedingungen.
    Deshalb: Kontinuität ist ein Erfolgsgarant. Da stimme ich absolut zu – aber nur Kontinuität auf einem dauerhaft hohen Niveau. Weder die sportliche Geschäftsführung, noch die verbliebenen Vorstandsmitglieder Schumacher und Ritterbach stehen in meinen Augen für diese hohe Qualität. Deshalb wird ein „Augen zu und durch“ leider nicht funktionieren. Es müssen Veränderungen auf mehreren Ebenen durch einen professionellen neuen Vorstand sehr schnell in die Wege geleitet werden. Diese kommende Saison wird aber leider aufgrund des Zeitfenster eine (unter dem Gesichtspunkt notwendiger struktureller Veränderungen) verschenkte Saison werden, zumindest wenn Armin Veh bleibt.

    • Holger says:

      Du führst nachvollziehbar einige Themen auf, die in der Tat bedenklich sind, aber haben wir da wirklich immer Einblick darin warum Entscheidungen/Verpflichtungen getroffen wurden?
      Ich glaube eher nicht, wir interpretieren vieles und ja, einige seiner Aktionen waren mehr als grenzwertig aber wer außer AV sollte denn jetzt handeln?
      Da ist keiner mehr, einer der Vize Präsidenten?
      Wir müssen schon ein Stück weit darauf bauen, dass AV den richtigen Trainer einsetzt und eine Mannschaft baut, die ligareif ist.

    • Jose Mourinho says:

      Ausgezeichneter Kommentar, Tom. Das fasst das Wirken von AV sehr pointiert zusammen und ich kann nahezu jedes Wort unterschreiben. Genau diese Einkaufspolitik der langsamen, für den Profifußball älteren Spieler, droht uns hier nämlich aufgrund der Vertragslaufzeiten in 2-3 Jahren spätestens auf die Füße zu fallen. Und leider bin ich ziemlich sicher, dass der Verantwortliche damit noch nicht fertig ist, denn ohne vernünftiges Scouting wird es wohl kaum besser werden.

      • Gerd Mrosk says:

        Ist ja auch fundiert und zutreffend was Tom da schreibt .Einige wurden extrem hoch „beziffert“ als „Perspektivspieler“.Dadurch kommt es jetzt in eine Art Engpass,was finanzielle Ressourcen betrifft.Jetzt muss nicht nur der Trainer „sitzen“ der es richten soll,sondern auch der ein-oder andere Neuzugang,sonst hat AV eine breite Angriffsfläche geschaffen.Er sagt er hätte keinen Zeitdruck…mit der Aussage setzt er sich noch weiter unter Druck,wenns nicht rund läuft

  11. Ernst Schwederski says:

    https://hsv24.mopo.de/

    Laut der Seite steht mit Beierlorzer der neue Coach fest. Also für mich geht die Art und Weise gar nicht wie man mit AP umgeht.
    Warum erhält er keine richtige Chance? Was hat Beierlorzer denn vorzuweisen?
    Für mich ist das einmal mehr Kohle zum Fenster rauswerfen. Ich könnte kotzen.
    Wenn sich die Meldung bestätigt geht die Kündigung für meine Mitgliedschaft raus. Allmählich habe ich die Schnauze sowas von voll, meine Kohle kann ich auch selber verbrennen! ;-(((

  12. Tom51427 says:

    Tja, es geht scheinbar in der Ära Veh so unkreativ weiter wie bisher….

    Aufsteiger Köln kehrt nach dem Aus von Markus Anfang (44) mit einem neuen Trainer in die Bundesliga zurück. Nach Informationen von BILD und Sport BILD wird das Achim Beierlorzer (51) sein!
    Die Zusage des Trainer ist längst da, die Trainer-Wahl von Sport-Boss Armin Veh (58) muss nur noch von den Vereins-Gremien abgenickt werden. Beim FC wollte die Personalie niemand kommentieren. Neben Beierlorzer war auch Gladbachs Noch-Trainer Dieter Hecking (54) ein Kandidat.

    Falls sich diese Meldung tasächlich bewahrheitet, ist dies auch aus meiner Sicht mal wieder mieser Stil in der internen Kommunikation. Pawlak erklärt aktuell in jedem Interview, dass man sich darauf verständigt hat, nach der Saison ergebnisoffen miteinander zu sprechen. So zumindest die formulierte Zusage von Veh. Und Herr Beierlorzer ist nicht zu beneiden: die zu zahlende Ablöse wird als zusätzlicher Ballast seinen Einstieg beim FC nicht gerade leichter machen.

    Bin gespannt, ob die Gremien diese Entscheidung so mittragen werden…

    • Ernst Schwederski says:

      Mann muss sich das mal vorstellen. Irgendwann war der FC mal ein Erfolgreicher Verein.
      Thomas Häßler wurde verkauft, das damals viele Gemd
      war aber plötzlich verschwunden. Was dann geschah weiß ja jeder. Es wurde Jahrelang viel Geld für mittelmäßige Spieler ausgegeben und der FC verkümmerte zur Fahrstuhlmannschaft.
      Etliche Jahre später. Der FC ist wieder Erfolgreich, AM wird für viel Geld verkauft. Was kommt…. weiß ja auch jeder.
      Werde das Gefühl nicht los ein Dejavu zu haben. Nur mit dem
      unterschied das man die Kohle nicht nur für Spieler verprasst, nein. Nun werden auch in schöner Regelmäßigkeit Trainer aus ihren Verträgen gekauft um sie dann nach relativ kurzer Zeit wieder rauszuwerfen und ihnen als Dankeschön noch für ihren Bockmist eine kleine Anerkennung in Form einer Abfindung zukommen zulassen.
      Es wiederholt sich nicht nur alles, es wird immer schlimmer!

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