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Torschützenkönig Terodde bleibt heiß auf den ewigen Rekord


Simon Terodde hat beim 1:1-Unentschieden im letzten Saisonspiel gegen Magdeburg nicht nur zur Führung des 1. FC Köln getroffen, sondern gleichzeitig sein 29. Saisontor erzielt. Zwar fehlen dem Torjäger drei Tore zum ewigen Rekord von Sven Demandt. Trotzdem kann sich Terodde über ein Novum in der Zweitliga-Geschichte freuen. 

Magdeburg/Köln – Nach nur drei Minuten konnte Simon Terodde in Magdeburg jubeln: Der Stürmer erzielte nach Vorarbeit von Florian Kainz sein 29. Saisontor, sein elftes dabei per Kopf. Danach blieben dem Stürmer noch 87 Minuten, um vielleicht doch noch die fehlenden drei Treffer zum ewigen Tor-Rekord von Sven Demandt (121 Zweitligatore) einzustellen. Utopisch schien dieses Vorhaben nicht, schließlich erzielte Terodde in der nun abgelaufenen Saison gleich drei Mal einen Dreierpack.

Zum dritten Mal Torschützenkönig

Nach 90 Minuten endete die Partie jedoch bekanntermaßen mit einem 1:1-Unentschieden und Terodde konnte keinen weiteren Treffer auf seinem Torkonto verbuchen. Doch der 31-Jährige wird es verschmerzen können, schließlich bedeuten seine 29 Tore erneut die Torjägerkanone der Zweiten Liga. Nach 2016 und 2017, wo sich Terodde mit jeweils 25 Toren in Diensten des VfL Bochum und des VfB Stuttgart zum Torschützenkönig schoss, erzielte auch in der Saison 2018/19 kein Spieler mehr Tore als Simon Terodde. Und auch, wenn der Angreifer den Demandt-Rekord in dieser Saison nicht einstellen konnte, brach Terodde zumindest einen persönlichen Rekord: Noch nie erzielte der Stürmer mehr Tore in einer Saison. Gleichzeitig ist dem gebürtigen Bocholter damit ein Novum in der Zweiten Liga gelungen: Zwar war Manuel Günther für den Karlsruher SC ebenfalls drei Mal der erfolgreichste Torschütze. Noch nie ist einem Spieler dieses Kunststück aber mit drei unterschiedlichen Vereinen gelungen.

Dass sich Terodde zum dritten Mal den Titel des Torschützenkönigs sichern würde, stand nach seinen 21 Treffern in der Hinrunde eigentlich schon zur Winterpause fest. Mit Jhon Cordoba (20 Tore) kam der ärgste Verfolger am Ende sogar aus dem eigenen Lager. Überhaupt muss man in der Geschichte weit zurückgehen, um den gleichen Wert noch einmal zu finden. In der Saison 1990/91, und damit fast vor 30 Jahren, erzielte Michael Tönnies für den MSV Duisburg ebenfalls 29 Tore.

Da muss ich mich schon etwas kneifen

Terodde selbst hätte vor der Saison nicht mit einer solchen Ausbeute gerechnet, gab der Stürmer nach dem Spiel in Magdeburg zu. „29 Tore hätte ich mir nicht vorstellen können. Das hat es die letzten Jahre nicht gegeben und deshalb bin ich unglaublich stolz. Da muss ich mich schon etwas kneifen.“ Nach der Saison und dem geschafften Aufstieg ist von dem Stürmer eine große Last gefallen. Dass es gegen Magdeburg am letzten Spieltag nicht mehr zu einem Sieg reichte, störte Terodde daher gar nicht so sehr. „Bei Mannschaften, die aufsteigen, fällt auch mal eine Last ab, weil du das ganze Jahr für den Aufstieg Gas gibst. Da muss man die Mannschaft auch etwas in Schutz nehmen.“ Bevor es am 1. Juli mit der Vorbereitung auf die neue Saison weitergeht, freut sich Terodde nun erstmal auf den verdienten Urlaub: „Man hat gesehen, wie schwer es ist, aufzusteigen, deshalb sind wir zufrieden. Jetzt ist erstmal Urlaub und wir können abschalten. Dann haben wir eine lange Vorbereitung und freuen uns auf das neue Jahr.“

So ganz abgeschrieben hat Terodde den Tor-Rekord von Demandt aber noch nicht. Die fehlenden Treffer will sich der Angreifer irgendwann anders holen. „Den Rekord möchte ich mir irgendwann auch noch holen, bevor ich meine Fußballschuhe an den Nagel hänge“, sagte Terodde. Aber jetzt geht es für den 29-Tore-Stürmer erstmal mit dem Effzeh in die Bundesliga.

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