Sieg in München! U17 gewinnt das Halbfinal-Hinspiel gegen Bayern

Die U17 des 1. FC Köln hat das Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den FC Bayern München mit 1:0 (1:0) gewonnen. Nach der Führung von Thielmann spielte ein Platzverweis für die Bayern im ersten Durchgang dem FC in die Karten. Damit sicherten sich die Kölner eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Samstag in Köln. 

München/Köln – Ein einziges Tor brachte die Kölner U17 in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Durch zwei Niederlagen zu Saisonende der B-Junioren Bundesliga West machte es die Mannschaft von Martin Heck noch einmal spannend. Hätten die Nachwuchs-Geißböcke am letzten Spieltag gegen Bayer 04 Leverkusen ein Gegentor mehr kassiert, wären sie noch aus den Qualifikationsrängen gerutscht. Doch am Ende blieb es bei einer 0:2-Niederlage und der FC-Tross machte sich am Dienstag auf den Weg nach München, wo der Staffelsieger der Bundesliga Süd die Geißböcke zum Halbfinal-Hinspiel empfing.

Thielmann mit sehenswertem Führungstreffer

Der FC setzte den Nachwuchs des Rekordmeisters von Beginn an unter Druck. Während der FCB lediglich nach einer kurz ausgeführten Eckballvariante ihre einzige Chance im ersten Durchgang hatten, fanden die Kölner gleich mehrfach den Abschluss vor dem gegnerischen Tor. Mit einem sehenswerten Treffer erzielte Jan Thielmann in der 17. Minute schließlich die verdiente Führung. Nach einer Flanke von Marvin Obuz zirkelte Thielmann den Ball mit dem Außenrist ins Eck. Auch in der Folge blieb der FC die spielbestimmende Mannschaft und kam durch Florian Wirtz und Obuz zu weiteren Gelegenheiten. Aus einer stabilen Defensive heraus kombinierte sich die Heck-Elf mit schnellen Direktpass-Spiel immer wieder vor den Kasten von Manuel Kainz. In der 34. Minute musste Münchens Yusuf Kabadayi mit Rot vom Platz, nachdem er Obuz im Mittelfeld von hinten von den Beinen geholt hatte. Für die Kölner bedeutete das bei heißen Temperaturen über eine Halbzeit lang in Überzahl zu spielen. Kurze Zeit nach dem Platzverweis traf Wirtz mit einem strammen Schuss nur die Latte und verpasste damit die mögliche Vorentscheidung im ersten Durchgang.

Bayern drückt in Unterzahl

Der Münchener Trainer Miroslav Klose schien in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Bayern kamen wie verwandelt aus der Kabine und schnürten die Kölner in der eigenen Hälfte fest. Lasse Günther und David Herold kamen zunächst zu den besten Gelegenheiten auf Münchener Seite. Danach stand erneut Torschütze Thielmann im Mittelpunkt, diesmal jedoch auf der anderen Seite: Einen schnell ausgeführten Freistoß aus 16 Metern kratzte der Kölner Angreifer mit der Hacke von der eigenen Linie. Für die Kölner hatte Joshua Schwirten nach einer schönen Kombination die beste Chance zum 2:0, doch sein Schuss wurde in letzter Sekunde abgefälscht. Kurze Zeit später hatte der FC Glück, als der Schiedsrichter nach einem Handspiel von Papalia nicht auf Strafstoß für die Gastgeber entschied. In der Nachspielzeit hätte Yusuf Örnek alles klar machen können, doch nach einem Sprint über den gesamten Platz scheiterte der Innenverteidiger an Kainz im Tor der Münchener. Am Ende brachte die Mannschaft von Martin Heck den Sieg auch etwas glücklich über Zeit und sicherte sich damit eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Samstag im Franz-Kremer-Stadion (11 Uhr). Dort reicht den Kölnern schon ein Unentschieden, um ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen. Die Auswärtstorregel spielt hierbei allerdings keine Rolle. Es zählt einzig die Tordifferenz. Im zweiten Halbfinale stehen sich der VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund gegenüber.

5 Kommentare
  1. Gerd Mrosk says:

    Wenn ich sehe das ein 15-16 Jahre alter Spieler so eine Geste macht mit dem Finger vor dem Mund….der wäre bei mir direkt in nem Gespräch unter 4 Augen….Dieses Gehabe oder Nachgeäffe von irgendwelchen Profis tut den Jungs selten gut

    • Boom77 says:

      Stimmt schon grundsätzlich… Aber wer weiß, vielleicht wurde er ja „einbestellt“ und ganz ehrlich… Mir ist es lieber, die leben sich in jungen Jahren insofern aus, als dass sie es als Erwachsene tun. Junge Kerle dürfen Flausen im Kopf haben… Das „verwächst“ sich dann hoffentlich wieder.

  2. Ulrich Treimer says:

    Glückwunsch an die Mannschaft. Es zeigt, dass unser Jugendbereich in den letzten Jahren aufgeholt hat und der Standort FC Köln im Jugendbereich zu den stärksten im Lande zählt. Und diese Arbeit wird auf Dauer Früchte für den Profibereich tragen.
    Weiter so und lasst Euch von negativen Äußerungen nicht vom Weg abbringen.

  3. Eckhard Stiller says:

    Lieber Gerd, alles hat seine Zeit. Du hast recht, früher gab es diese Gesten noch nicht. Ich bin aber froh, dass Deine antiquierte Ansicht, mit einem Vieraugengespräch, den Jungs nicht mehr die Lust am Fußballspielen nimmt. Der Erfolg gibt den Jung-Trainern, wie zum Beispiel Lukas Kraus, recht. Es war eine Freude mit anzusehen, wie selbst ausgewechselte Spieler zur Seitenlinie kamen und herzlich in Empfang genommen wurden. Hier stimmt die Chemie zwischen Spielern und Trainern. Ich freue mich auf das Rückspiel und drücke alle 4 Daumen. Übrigens : Bei einem FC-Tor erkennst Du mich mit dem Finger auf dem Mund….

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