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Kainz als Symbol des Kölner Wohlfühl-Systems

Nicht viele Experten dürften Florian Kainz als eine der Überraschungen der Vorbereitung beim 1. FC Köln auf der Liste gehabt haben. Doch der Österreicher blüht nach längerer Anlaufzeit bei den Geissböcken auf. Seine beiden Tore beim 3:1-Sieg des Effzeh gegen den FC Bologna waren Beleg für seine starke Form und für das positive Gefühl, das viele FC-Profis im neuen 4-4-2-System empfinden.

Aus Kitzbühel berichtet Marc L. Merten

Ja, Florian Kainz stand in den vergangenen 16 Rückrunden-Spielen 2019 in der Startformation des 1. FC Köln. Doch wirklich überzeugen konnte der Linksaußen lange nicht. Unter Markus Anfang beackerte der 26-Jährige die linke Seite in der 3-5-2-Grundordnung alleine. Das bekam dem Österreicher nicht. Erst in den letzten drei Spielen unter André Pawlak und Manfred Schmid, als der FC in einem 4-1-4-1 auflief, wusste Kainz zu gefallen. Drei Vorlagen gelangen ihm in den letzten drei Saisonspielen. Man hatte fast das Gefühl, einen anderen Kainz auf dem Platz zu sehen als vorher.

Nun, zwei Monate später, gehört Kainz zu den bisherigen Gewinnern der Vorbereitung. Zwar bekommt der Nationalspieler von Youngster Darko Churlinov ordentlich Druck. Doch der Rechtsfuß scheint endlich angekommen beim FC und deutet an, warum Sportchef Armin Veh im Winter bereit gewesen war, trotz enger finanzieller Ressourcen drei Millionen Euro für den Ex-Bremer hinzublättern. Nicht nur seine beiden Tore am Freitagabend gegen den FC Bologna, sondern sein gesamtes Auftreten beim FC verraten, dass sich in Kainz ein Wandel vollzogen hat.

Das Flügelspiel als neue Kölner Stärke

„Florian ist super drauf“, bescheinigte ihm auch Trainer Achim Beierlorzer nach dem 3:1-Sieg über den Serie-A-Klub. Kainz hatte zu den Besten gehört, hatte zwei Flanken von Kingsley Schindler (11.) und Kingsley Ehizibue (22.) eiskalt verwertet und damit eine der größten Stärken der Kölner Offensive in der bisherigen Vorbereitung eindrucksvoll untermauert: das Flügelspiel. Gegen die Italiener spielten die pfeilschnellen Kingsleys über rechts und bereiteten Bologna ungeheure Probleme. Über links kam Kainz und wusste, dass Kapitän Jonas Hector ihn nicht nur absicherte, sondern auch bei seinen Flankenläufen unterstützte, sodass Kainz immer wieder in die Mitte ziehen und den Abschluss oder den Schnittstellenpass suchen konnte.

„Es funktioniert schon sehr viel“, lobte Beierlorzer das Offensivspiel seiner Mannschaft. Zwar fand er auch, dass noch besser der Wechsel zwischen hohem Pressing und kompakter Defensive klappen könnte. Doch die vielen Balleroberungen, die insbesondere über die Flügel herausgespielten Chancen und das läuferische Engagement trotz der hohen Trainingsbelastung waren zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung aller Ehren wert. Der körperliche Zustand der Geissböcke scheint zu stimmen. Das spielerische Element ist offensichtlich. Die Durchschlagskraft könnte noch besser sein, doch dafür hat Beierlorzer in den kommenden Wochen noch genügend Zeit.

Dieses System passt zur Mannschaft

Der FC-Trainer scheint zu spüren, dass sich die Arbeit der ersten Wochen bereits bezahlt macht. Der Sieg gegen Bologna war nach den guten Tests gegen Osnabrück und Bremen die nächste Bestätigung, dass sich der FC auf dem richtigen Weg zu befinden scheint. Nicht nur die Stimmung, von der man allenthalben spricht rund um die Mannschaft. Auch das Gefühl der Spieler auf dem Platz in der neu vorgegebenen Grundordnung, dem 4-4-2. Schon unter Peter Stöger hatte sich die Mannschaft in dieser Formation am wohlsten gefühlt. Dies scheint nun auch wieder unter Beierlorzer der Fall zu sein.

Das sah auch Sportchef Armin Veh nach dem 3:1 in Kufstein so. „Wir haben gerade offensiv sehr viele Varianten und haben auf allen Positionen mehrere Optionen“, sagte der 58-Jährige. „Das macht uns flexibel. Dieses System passt zur Mannschaft.“ Spieler wie Florian Kainz über links, aber auch – im Konkurrenzkampf mit Schindler – Marcel Risse über rechts zeigen, dass es ihnen eher behagt, ihre Seite offensiv anzugehen in dem Wissen, dass hinter ihnen noch ein Außenverteidiger absichert und im Spiel nach vorne eine zusätzliche Option darstellen kann. Das Aufblühen der Kölner Flügelzangen mit Hector, Kainz und Churlinov über links sowie Ehizibue, Schmitz, Schindler, Risse und Schaub über rechts gehört zu den auffälligsten Entwicklungen der letzten Wochen.

Die Mannschaft hat Qualität

„Wir sehen in jedem Element unseres Spiels, was wir vorhaben. Das ist schön anzuschauen“, lobte Veh, dem das Spiel gegen Bologna ausgesprochen gut gefallen hatte. „Wir hatten ein gutes Tempo, nicht nur gegen den Ball, sondern auch mit dem Ball. Die Lauffreude, die Ideen, die die Spieler hatten – das hat mir gut gefallen. Die Mannschaft hat Qualität.“ Und auch der Formanstieg eines Florian Kainz als Symbol des Wandels, den das Team durchmacht, ist Veh nicht entgangen. „Er kommt wieder dazu, offensiv Akzente zu setzen und den Abschluss zu suchen. Dafür haben wir ihn geholt. Im 3-5-2 musste er auch die linke Abwehrseite schließen. Jetzt kann er entscheidende Dinge nach vorne machen. Im 4-4-2 ist das seine Position.“

Zwei Testspiele haben die Kölner noch vor der Brust, bevor es ernst wird. Gegen den FC Villarreal, der den FC Augsburg am Freitag mit 6:2 (!) besiegte, steht am Sonntag die nächste Hürde an. Eine Woche später geht es zum FC Southampton, eine für die Fans aufregende Auswärtstour auf die Insel. Für die FC-Profis werden diese beiden Spiele aber noch einmal zum Gradmesser für die eigene Form. Sicher scheint, was sich bereits unter Pawlak und Schmid in den letzten Spielen der Vorsaison angedeutet hatte: Mit einer Viererkette in der Defensive und zwei echten Flügelspielern hinter zwei Stürmern fühlt sich die Mannschaft wohl. Ein Gefühl, von dem diverse Spieler zu profitieren scheinen. Nicht nur Florian Kainz.

54 Kommentare
  1. Holger says:

    Nun werden auch die letzten verstehen, warum man sich von Anfang getrennt hat, nun hat der FC einen Trainer, der das Beste aus dem Kader herausholt und versucht jeden besser zu machen!
    Dies gilt spielerisch aber vor allem mental.
    Der FC ist endlich auf einem guten Weg und ich hoffe, dass es genau so weitergeht :-)

    • Ottla says:

      Ich finde das Nachtreten gegen Anfang müßig und ungerecht. Man erinnere sich bitte, wie gut sein Fußball gegen S04 im DFB Pokal funktioniert hat… unmöglich vorherzusagen, wie das in Liga 1 mit dem Kader aussähe; die Mannschaft ist ihm nicht gefolgt! Dann geht es natürlich nicht… aber, wie hier schon mal bemerkt, was sagt das über einen Teil der alten Mannschaft aus…?

  2. Ottla says:

    Mir gefällt die Ausrichtung auch richtig gut.
    Man muss auch festhalten, dass es gerade als Außenseiter (und das wird der FC in den meisten Spielen sein) wichtig ist, immer in der Aktivität zu sein. Denn wenn du dich passiv hinten reinstellst (in der Hoffnung, irgendwie als Erster das Tor zu machen, um dann hinten ganz dicht zu machen), ist es unglaublich schwer, bei Rückstand plötzlich in die aktive Rolle wechseln zu müssen. Du musst permanent on Fire sein, wenn die Gegner zunächst fast alle mindestens einen Ticken „besser“ sind (wenn auch nur vom Papier her).

    Und was die Spieler angeht: man sieht mehr positive als negative Entwicklungen, ja. Man sieht aber auch, wer es vom alten Stammpersonal her sehr schwer (Höger) und wer es überraschend schwer haben wird (Schaub)… für Spieler vom Typ Schaub und sogar auch Drexler könnte es schwierig werden, zum Stamm zu gehören, vor allem Schaub (aber ja auch Koziello) wurden geholt, weil man in Liga 2 Spieler brauchte, die in der Lage sind, mit Spielwitz tief stehende Gegner auszuspielen. Das ist jetzt in Liga 1 natürlich was anderes. Drexler kommt zugute, dass er deutlich giftiger und schneller ist als Schaub. Aber dennoch wird Schaub, weil er einfach Qualität hat, Einsätze bekommen – nur ob als Stammspieler… glaube ich derzeit nicht. Höger sehen wir, wenn überhaupt, vielleicht mal als Not-IV oder als dritten 6er für den Fall, dass man eine knappe Führung 5 Minuten vor Schluss über die Zeit bringen muss.

  3. Herrmann says:

    Ich glaube ganz entscheidend wird sein, dass man, in Anbetracht des schwierigen Startprogramms, auch dann Ruhe bewahrt, wenn nicht gepunktet wird, um eine Negativstimmung zu vermeiden. Das ist in Köln natürlich schwer. Ich sehe schon hier im Forum einen Shitstorm, wenn wir nach drei Spielen 0 Punkte haben.

    • Max Moor says:

      nun mal nicht zu negativ Denken . . klar kann sowas auch passieren aber der Trainer macht einen guten Job bisher . Das Team spielt schon ganz gut , sogar die neuen fügen sich Super ein . Da kann man etwas optimistischer ran gehen

      • Boom77 says:

        Der Herr Konsolen-Fußballer, ist doch auch nur am Wochenende optimistisch. Unter der Woche ist der Kainz kacke und fast alle unserer Spieler haben nicht die Qualität für die 1. Liga, insbesondere weil sie die falsche Hautfarbe haben. Halt du mal den Schnabel, wenn es um Optimismus geht….

    • Boom77 says:

      Meiner Meinung nach wird es bei einzelnen Spielern gar nicht so lange dauern. Gerade hier im Forum. Nehmen wir zum Beispiel einen der Protagonisten des Artikels und des vergangenen Spiels gegen Bologna… Kainz. Wenn der in nur einem der ersten drei Spiele mal nicht gut spielt und seine Flanken nicht ankommen, dann wird hier wieder der Shitstorm über ihn hreinbrechen und er wieder „sone sche… Spieler“ sein, der nichts kann und für den der Veh € 7,98 Mio. ausgegeben hat. Ist zwar traurig, aber wird leider so sein. Wirst schon sehen….

  4. Karl Heinz Lenz says:

    Markus Anfang hatte aus meiner Sicht das Problem, dass er ein System spielen wollte, für das er die Spieler nicht hatte. Die Abwehr stand zu hoch und die dafür notwendigen Sprinter-Verteidiger waren nicht vorhanden. Man hatte in der Mehrzahl der Partien das Gefühl, dass sich der FC in jedem Moment ein Gegentor fangen könnte. Es war oft ein Wettrennen: Hoffentlich schießen die Jungs vorne mehr Tore als wir hinten reinkriegen! Natürlich gab es auch wirklich gute Spiele, muss man der Gerechtigkeit halber sagen. Wenn ich das richtig gesehen und verstanden habe, dann legt Trainer Beierlorzer mehr Wert auf die defensive Stabilität. Und schon sehen auch unsere vorher viel kritisierten Abwehrspieler viel besser aus als vorher (z. B. Schmitz, Sobiech, Czichos). Auch der lange nicht mehr eingesetzte Sörensen hat mir gut gefallen. Das freut mich für ihn. Ich habe im Moment gar nicht das Gefühl, dass wir unbedingt auf der IV jemand Neues brauchen. Nach den Spielen gegen Villareal und Southampton sind wir vielleicht schlauer.
    Markus Anfang fand ich vom Typ Trainer her gesehen nicht schlecht. Durch Kritik ließ er sich nicht umblasen und zeigte als Persönlichkeit ein gutes Standing. Das muss man anerkennen. Auch hat er nach der für ihn sicherlich schmerzhaften Entlassung trotzdem Haltung gezeigt. Bei Trainer Beierlorzer fällt auf, dass er jemand ist, der gerne das Wort Optimismus verwendet. Einige von uns haben es hier ja schon geschrieben: Er verzichtet darauf, vom Teufel zu sprechen, wenn er über den nächsten Gegner redet. Auch scheint er auf der Basis einer natürlichen Autorität so etwas wie eine positive Vaterfigur zu sein. In dieser Hinsicht erinnert er an Peter Stöger. Es mag sein, dass sein Lehrerberuf ihm dabei hilft. Wir hatten ja schon einmal einen Lehrer, der später zu einem großartigen Trainer wurde: Ottmar Hitzfeld. Also auch ich bin von Beierlorzers Optimismus angesteckt!

    • Ottla says:

      Ich sehe die Schuld am Scheitern von Anfang auch als 50:50 zw. Verein und Trainer. Ich glaube auch, dass Veh (über den wir allerdings froh sein müssen, er macht es gut!) genauso „gelernt“ hat wie Anfang „lernen“ musste. Ich bin mir sicher, Veh würde mit der Erfahrung der letzten Saison einiges auch anders machen. Seien wir froh, dass wir diese Horror-Liga hinter uns haben, die dieses Jahr richtig richtig schwer geworden wäre… für den HSV sehe ich schwarz…

      • Max Moor says:

        Ich fand Anfang nicht gut ! Nicht als Mensch sondern wie er bei Köln aufgetreten ist !!! Alle anderen waren schuld , er …nie .. System war nie zu erkennen , die Spieler wirkten lahm und lustlos . Dann war er ständig gereizt , wenn richtige Dinge Angesprochen wurden usw. Da macht es dieser A. Beierlorzer in kurzer Zeit schon wesentlich besser . Ich hatte bei ihm auch so meine Bedenken , doch das sieht bisher gut aus

  5. Paul says:

    Der einzige, der sich nicht wohl fühlt, ist unser verschmähter ehemalige Weltklassetorwart und Beststeller-Autor (… Anpfiff). Er hat ein von Selbstmitleid triefendes Interview gegeben, bei dem er allen Ernstes behauptet hat, es hätte keine Begründung dafür gegeben, dass er nicht mehr für den Vorstand nominiert worden wäre. Dem Manne kann geholfen werden: Wie wäre es mit: Inkompetenz, Pflichtvernachlässigung oder vereinsschädigendem Verhalten (… Reckermann). Hat er wirklich erwartet, dass Dr. Sieger mit ihm zusammenarbeiten würde, nachdem er ihn zuvor mit Spinner zusammen aus dem Aufsichtsrat gemobbt hat? Und dann behauptet er auch noch, er hätte niemanden für eine Gegenkandidatur gefunden, weil man zu sehr beleidigt würde.

    Der 1. FC Köln hat mal wieder einen Negativ-Rekord aufgestellt: Wir hatten in den Jahren 2012 bis 2019 das intellektuell schlichteste Vorstandsmitglied, dass jemals im Bundesligafußball einen Vorstandsposten inne hatte.

    • Bockerer says:

      Ach herrje, was für ein Blech….aber was soll man von Leuten wie Paul auch erwarten!
      Diese drittklassigen Kommentare werden nichts, aber auch gar nichts daran ändern, dass der Tünn für den FC Großes geleistet hat. Seine Art mag vielleicht dem einen oder anderen nicht gefallen, diesen niveaulosen Quatsch hat er aber zu keiner Sekunde verdient!

        • Geissbock60 says:

          Absoluter Schwachsinn… wer hat uns denn damals mit aus der Schei… geholt???
          Waren es nicht die Herren Spinner,Ritterbach und auch Schuhmacher?
          Mensch Locutus, von Dir hätte ich wirklich einen vernünftigen Kommentar erwartet.
          Wie man sich täuschen kann…

          • Boom77 says:

            Ja, das wird allzu schnell vergessen. Und das ist traurig und zu weiten Teilen auch echt schäbig.

            Freilich kann man irgendwann mit einer Leistung eines Menschen im Verein nicht mehr zufrieden sein. Bei vielen lässt die Leistung mit zunehmender Zeit leider oft nach (so z.B. auch bei Stöger). Aber viele vergessen darüber dann sofort das, was diese Menschen in vielen Jahren zuvor Gutes geleistet haben (so auch bei Spinner, Ritterbach und Schuhmacher).

            Tatsächlich sollte man nicht vergessen, dass die drei es waren, die uns nach der „Overath-Ära“ aus dem Tal geführt und dafür gesorgt haben, dass wir uns finanziell und sportlich konsolidieren. Die Verpflichtungen von Wehrle (bis heute erfolgreich), Schmadtke (lange Zeit erfolgreich) und auch Stöger (ebenfalls lange und die weit überwiegende Zeit erfolgreich) fällt in die Regide der Herren Spinner, Ritterbach und Schumacher. Das können diese sich mit Fug und Recht als gute und richtige Leistung für den Verein neben dem Platz ans Revers heften. Auch der Tünn.

            Ich empfinde es deshalb als unverschämt, wie hier über den Spinner („Sonnenkönig“), den („unintelektuellen“) Tünn und Ritterbach hergezogen wird. Ich meine, das hat keiner von denen verdient. Mag deren Zeit nun auch vorbei sein und es Zeit für neue sein (ob da die richtigen für uns gefunden wurden, wird man sehen), aber sich so beleidigen zu lassen, haben sie nicht verdient. Zumal nicht von so gesichtslosen Forern, die wahrscheinlich selbst in ihrem Leben wenig bis nichts geleistet haben, außer sich hier ein Pseudonym auszudenken und ein Passwort auszuwählen und sich auch noch merken zu können (bei manchen wünschte ich, sie hätten es längst vergessen). Ist aber nur meine Meinung.

          • LOCUTUS says:

            Tut mir leid, wenn ich dich/euch enttäusche; aber wie sagt ihr alle immer so schön; man kann und muss nicht immer einer Meinung sein.
            Aber ich bleibe dabei, Spinner, Schuhmacher u Ritterbach haben die gute anfängliche Arbeit in schnellster Zeit wieder mit dem Arsch eingerissen. Das einzige durch was TS in der letzen Zeit noch auffällt, sind fragwürdige Interviews in denen er nachtritt und den Verlust seiner Machtposition beklagt. Für mich ist er ein Intrigant, der das ganze Vorstand-Chaos grösstenteils zu verantworten hat.

          • LOCUTUS says:

            Ich supporte den Club vor Ort, bei jedem Heim- und Auswärtsspiel.
            Das ist das „Große“, das jeder Fan leisten kann.. auch wenn er nach keinem Amt strebt ;)

  6. Dirk Hambach says:

    Ich kann Ottla voll zustimmen. Man hat gestern gesehen, wie ein souveränes Spiel kippen kann, wenn der „ alte“ 6er reinkommt, zu langsam, verspielt, ohne Übersicht usw, Herr Höger weiß schon warum er in der 2. Liga in Köln geblieben ist. Das wird der neue Matze Lehmann. Tut mir in der Seele weh, wenn der Tunesier jetzt noch kommt, das der Kaderplatz belegt wird von der Schnecke und große Talente wie Hauptmann oder Nartey abgeschoben oder verliehen werden. Und bei Modeste bin ich mal gespannt, ob der in dieses System so reinpasst und sich findet wie damals und Peter Stöger? Der brauch glaube ich do ein Vertrauen, was schon schwer durchzusetzen ist, wenn auch noch Córdoba und Terodde dahinter oder daneben sind. Aber bis jetzt sieht das schon ganz gut aus, vor allem mit dem Tempo und dem hohen Pressen, schon sehr sehr ansehnlich. Weiter so, Come on FC

    • Max Moor says:

      Modeste hat noch bissl Probleme , aber den würde ich nicht abschreiben. In Liga 2 hat er such gleich gezeigt das er es kann . Terodde tut sich auch noch schwer in der Vorbereitung und die beiden werden kommen , da bin ich mir sicher . Die Stürmer sind gut .

  7. Joe Thom says:

    mal zum Kommentar Weltklasse-Torwart oder Bestsellerautor, für mich bleibt der Tünn absolute Identifikationsfigur beim Fc und zu seiner Zeit ein absoluter Weltklasse -Torwart dem der Fc auch viel zu verdanken hat. Nicht jeder Profi eignet sich allerdings als Trainer oder Manager und auch nicht zum Präsidenten, das ist der Irrglaube der sich wie ein roter Faden durch den Profifußball zieht. Ein Beispiel ist doch der drittklassige Profi Anfang, für mich kein Kandidat für ein Toptrainer dagegen den nicht Top-Profi Beierlorzer allerdings ist der studierter Pädagoge was den Umgang mit Menschen deutlich vereinfacht, siehe ein Hitzfeld oder auch Rangnick. Daher ist es für mich nicht so verwunderlich das die Mannschaft nun ein anderes Gesicht zeigt, am Beispiel Kainz oder Risse die ganz anders auftreten wie unter Anfang

    • Jose Mourinho says:

      Der drittklassige Anfang hat in seiner Vita als Trainer nun den Aufstieg mit – damals keineswegs favorisierten – Kiel, danach den beinahe Durchmarsch mit Kiel und dann den Aufstieg mit dem FC. Seine ehemaligen Kieler Spieler bezeichnen ihn als guten oder gar ihren besten Trainer. Daher sind diese Kommentare hier für mich nicht nachvollziehbar. Hier bei uns hat es im Verhältnis zur Mannschaft nicht geklappt, daher Trennung ok. Aber sein Ziel hat er erreicht und ob an der Situation nicht auch zu einem beträchtliche Teil so “Führungsspieler” wie Höger oder Risse Anteil hätten, ist zumindest offen. Im Übrigen stimme ich zu, dass die Vorbereitung bislang gut läuft, aber das heißt letztlich noch garnix für die kommende Saison. Für den Trainer gilt ähnliches. Ich hoffe dies bestätigt sich dann auch auf längere Sicht. Ich kann mich noch gut an die Lobeshymnen erinnern, die vor seiner ersten Saison beim Effzeh alle Welt auf den sympathischen, charismatischen, erfolgreichen und mit den Medien spielenden Herrn Solbakken gehalten hat. Hinterher wollte davon keiner mehr was wissen…

      • Boom77 says:

        Sehe ich auch so, was Markus Anfang betrifft. Ich finde nicht, dass er sich schämen muss. Auch Kingsley Schindler spricht ja zum Beispiel in höchsten Tönen über ihn und hat ja nun keinen Grund dafür, dass nur zu sagen, weil er jetzt beim Fc ist.

        Ja, an die Euphorie in der Anfangszeit unter dem „hochmodernen Konzepttrainer“ Solbakken erinnere ich mich auch noch. Ähnlich war es unter Uwe Rappolder. Und bei dem kam dann auch nix. Wenn wir uns dagegen an den Anfang unter Stöger erinnern, wo es recht ruhig und zurückhaltend war, da den damals keiner kannte, sollte man es vielleicht auch unter Beierlorzer etwas weniger euphorisch angehen lassen und den Fans und im Umfeld. Ist sonst vielleicht ein schlechtes Omen ;)

        • ingman says:

          Och nö….boom…nicht auf die Euphoriebremse treten….wir brauchen doch Euphorie und Schwung für die ersten 7 Spiele :-)
          Ich würde übrigens MA auch nicht verteufeln….das 3 5 3 wurde ihm ja fast aufgezwungen….und genau genommen hat sein 4141 funktioniert… Nur der 6er war eben dafür zu lahm….aber genug mit der Vergangenheit…. Sonntag wird man sehen was das bisher alles Wert war….Villarreal ist noch Mal ne andere Hausnummer

          • Holger says:

            Ja, hätten wir den Anfang mal behalten!
            Oh man, der war ja so klasse und man hat ihn ja zu allem gezwungen und sowieso waren immer die anderen Schuld!!!

          • Boom77 says:

            Wenn er mal ein 3-5-3 hätte spielen dürfen… mit 11 Feldspielern wäre er vielleicht heute noch unser Trainer… netter Tippfehler :)

            @Holger: Keine Frage. Er hätte sich mehr durchsetzen müssen, was sein System angeht. Mehr „Brust raus“ hätte ihm vielleicht geholfen. Vielleicht auch, um auch mal die Fehler bei sich selbst zu suchen. Das war auch ein großes Manko an ihm. Sehe ich auch so. Wenn er sein System mehr verteidigt hätte, hätte er vielleicht auch darauf gedrängt, statt 2 neuer IVs einen 6er zu bekommen, der zumindest für die 2. Liga auch die Qualität mitbringt, sein System spielen zu können. Wenn er das nicht gemacht haben sollte, war das auch ein Fehler von ihm. Keine Frage in meinen Augen. Weiß ich aber nicht. Vielleicht jat er Veh darauf hingewiesen und der nur nichts unternommen. Offensichtlich ist für mich, was ingman sagte, dass wir mit Höger schlicht nicht den passenden 6er hatten, um dieses 4-1-4-1 zu spielen, da zu langsam sowohl im Kopf als auch in den Beinen.

            Ich will nur sagen, Anfang war nicht nur unerfolgreich. Dagegen sprechen alleine die Zahlen, nämlich, dass er Tabellenerster war. Es ist jetzt müßig darüber zu diskutieren, ob das daran alg, dass die anderen so schwach waren. Waren sie es halt. Dennoch war er erfolgreicher als die anderen 17 Mannschaften. Deshalb… schämen muss er sich nicht. Und er hat mit Kiel durchaus was geleistet, wie José Mourinho zurecht sagte. Das kann man ihm auch nicht absrchen. Und nicht jeder Trainer passt zu jedem Club. Zumal nicht zu jeder Zeit. Bei Kiel hat es super geklappt mit Anfang. Das wird keiner wirklich bestreiten können. In Köln hat es nicht so gut funktioniert, auch wenn es da ebenfalls erfolgreich war. Aber zu behaupten, Anfang wäre eich schlechter Trainer, geht mir da einfach zu weit.

            Die Frage ist aber auch immer, was man als Fan erwartet hat? Hat man erwartet, dass wir nach der Horrorabstiegssaison in der 2. Liga mit berauschendem und attraktiben Offensivfußball alles an die Wand spielen? Falls du das erwartet hast… okay… ist ja dein gutes Recht und deine Sache. Gerade aber hohe und vielleicht etwas „kühne“ Erwartungen haben aber oft den Nachteil, dass sie schnell große Enttäuschung mit sich bringen. Also ich erwarte, dass morgen früh, wenn ich aufstehe, ein neuer Sprtwagen in meinem Hof steht (ein schnieker Ferrari wäre toll, würde aber auch einen neuen Lamborghini nehmen). Schauen wir mal, ob ich enttäuscht werde oder nicht…

  8. Joe Thom says:

    Lieber Herr Mourinho, wenn du meinen Text richtig liest bezieht sich die dritt Klassigkeit auf die Zeit als Spieler. Was ich damit meine ist, dass ein ehemaliger Profi nicht unbedingt ein guter Trainer ist, sondern das speziell da andere Qualitäten gefragt sind und es ist sehr wohl ein Unterschied mit einem Drittligisten wie Kiel aufzusteigen und mit der Euphorie eine gute 2 Ligasaison zu spielen, als mit einem 100.000 Mitglieder Verein um den Aufstieg in die erste Liga und dieser Aufstieg war für mich sehr wohl in Gefahr mit Herrn Anfang, es ist immer noch Gegenwärtig wie die letzten 5 Spiele liefen und ich möchte nicht wissen hätte die Konkurrenz nicht auch gepatzt was dann hier einige über Anfang geschrieben hätten

    • Boom77 says:

      Das stimmt. Gerade die ehemaligen „Weltklassespieler“ sind häufig nicht die erfolgreichsten Trainer (siehe z. B. Bernd Schuster… wer redet heute noch über ihn und was hat der bei uns geleistet? Weniger als der Markus Anfang). Hitzfeld zum Beispiel war aber nicht nur Pädagoge sondern tatsächlich auch Fußballprofi… aber eben nicht in Deutschland sehr erfolgreich…. Lediglich in der Schweiz.

    • Geissbock60 says:

      Wenn A.Veh Herrn Anfang nicht zweimal den
      Arsch gerettet hätte, wäre er schon länger Vergangenheit.
      Bei diesem Gehalt,Ablöse und Aufstiegsprämie auf Hilfe
      des Sportdirektors angewiesen zu sein, schon ein Witz,oder?

    • Boom77 says:

      Warum schreibst du eigentlich immer den gleichen Sermon? Ein mal reicht doch. Wir haben dich schon verstanden. Du wolltest Anfang nicht, fandest ihn schlecht und bist froh, dass er weg ist. Kapiert! Damit ist aber auch gut. Du musst – zumal nicht unter einem Artikel – drei Mal einen Post mit ein und demselben Inhalt posten. Der Großteil hier kann lesen.

      Außerdem habe ich hier noch keinen gelesen, der sagte, er hätte gerne den Anfang wieder oder man ihn nicht hätte entlassen dürfen. Ich lese nur, dass ihn manche hier eben nicht als den absoluten „stümper“ sehen, wie du ihn siehst. Mehr nicht.

  9. NICK says:

    Ich schrieb schon als Anfang anfing, dass ich bezweifel, dass unsere Spieler sein System verstehen werden oder das sie in der Lage sein werden dieses umzusetzen…das war bestimmt auch das Hauptproblem. Anfang spielt dieses System seit Jahren und will auch nix anderes spielen lassen. Bei uns ist er aber auf eine verunsicherte Mannschaft gestossen, die seit Jahrem nur hinten drin gestanden ist – da hätte er flexibler reagieren müssen. Aber Flexibilität war keine Eigenschaft von ihm, Sturheit und Schuldunbewusstsein schon. Er hätte viel früher fliegen müssen. Wenn man nur die Ergebnisse gegen die obere Tabellenhälfte ansieht müsste einem (und es ging uns allen ja so) Angst und Bange vor der ersten Liga werden. Erst die ersten Tage von Beierlorzer machen ja Mut – hoffentlich zurecht. Die unter Hälfte der Bundesliga ist so stark wie nie, es wird richtig schwer werden drin zu bleiben…Hoffen wir das das System Beierlorzer funktioniert und das die Neuzugänge wirklich einschlagen…

  10. Boris Karis says:

    Also ich habe Anfang da immer ganz anders gesehen, fand ihn von vorne herein aufgesetzt, sein aufgesetztes Grinsen und seine selbstverliebtheit habe ich schon in den ersten Wochen durchschaut.
    Nahezu in jedem Interview betont wie sehr er doch Kölsche Jung ist und wie sehr er hinter seinen Spielern steht, ein Spiel später schiebt er eine misslungene Taktische Ausrichtung der Mannschaft in die Schuhe, vor versammelter Presse.
    Menschenführung Note 6 , taktische Flexibilität 5, Sonnebankkarte aufladen Note 1.
    Und dass er aufgestiegen ist war überwiegend dem geschuldet dass die Verfolger noch schlechter waren und das ist kein Indiz dafür dass ein Trainer was drauf hat, mit dem Kader war das einfach alles zu wenig, Null Entwicklung.
    Ich werde auch mit Bayern Meister wenn der Kader einfach 4 mal so viel Qualität hat wie der Rest der Liga, trotzdem werde ich am Ende entlassen weil man einfach sieht dass ich es nicht drauf habe. Oft genug in den Top Ligen zu sehen.
    Dass Anfang in Kiel so erfolgreich war lag einfach daran dass in Kiel alles gepasst hat, Tolle Spieler, Euphorie und etwas Glück.
    Nachdem Anfang weg war haben die weiter so gespielt, mit anderem Trainer und einigen Leistungträgern weniger.
    Und selbst da stellt der Anfang sich hin auf Nachfrage was er denn zur bisherigen Saison seines Ex Clubs sagt und hat kein Wort des Lobes übrig, der sagt einfach „da sieht man was wir für eine Vorarbeit geleistet haben und was wir da aufgebaut haben“
    Als ob der neue Trainer sich da in ein gemachtes Nest gesetzt hat und das ja sowieso alles von alleine läuft wegen ihm.
    An so was sieht man einfach was das für ein Typ ist, die Spieler hatten das lange durchschaut und so einem zu folgen würde mir dann auch im Traum nicht einfallen.
    Bin total begeistert dass er weg ist, wundert mich nicht dass er bei den ganzen neuen Trainer stellen keine abbekommen hat.

    • Boom77 says:

      Meiner Meinung nach ist es sehr wohl ein Indiz dafür, dass er kein schlechter Trainer ist, wenn er vier Speiltage vor Schluss besser war als die 17 anderen Teams. Oder haben die alle 17 schlechte Trainer (einen davon haben wir ja nun als Chef-Trainer verpflichtet). Und nur mit der guten individuellen Qualtitöt lässt sich das auch nicht erklären. Unsere Spieler haben sich nicht alleine trainiert. Ich weine Anfang aber keine Träne nach. Wünsche ihm viel Glück bei den sicherlich auch für ihn bald anstehenden kommenden Aufgaben.

      Und by the way… welche Leistungsträger hatte Pawlak denn nicht zur Verfügung?

      • Flizzy says:

        Anfang war ein Proll und triefte nur so vor Selbstherrlichkeit. Er ist keine Führungspersönlichkeit und hat das Charisma eines Pöblers (was er auch öfter zur Schau getragen hat an der Seitenlinie), und von daher kommt er auch mit unseren Spielern einfach nicht klar. Sein Gezappel und Gebölke an der Seitenlinie war ja unerträglich, als würde er eine F-Jugend bespaßen.

        Wir können froh sein mit Herrn Beierlorzer einen charismatischen, cleveren und vielversprechenden Trainer zu haben. Was er mit der Jahn Truppe erreicht hat ist schon beachtlich, und auch im Jahn Forum wird über ihn kein einzig schlechtes Wort geschrieben.

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