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Szöke-Transfer! Die U21 muss jetzt noch einmal nachrüsten


Eigentlich hätte Adrian Szöke eine der Stützen im Kader der U21 des 1. FC Köln sein sollen. Doch der Zwölf-Tore-Mann der letzten Saison, der am Ende der vergangenen Saison für seine starken Leistungen mit einem Testspiel-Einsatz bei den Profis belohnt worden war, hat die Geissböcke verlassen und sich dem niederländischen Erstligisten Heracles Almelo angeschlossen. Ein erfolgreicher Aufstieg für den 21-Jährigen, doch ein großes Problem für die Kölner U21.

Köln – Seit drei Wochen bereitet sich Mark Zimmermann mit seiner neuen Mannschaft auf die kommende Regionalliga-Saison vor. Der neue Trainer der FC-U21 muss das umgestaltete Team zu einer erfolgreichen Einheit formen, die von Saisonbeginn an in der Lage ist, sich zumindest im Mittelfeld der Tabelle halten zu können. Unter allen Umständen wollen die Geissböcke in dieser Saison vermeiden, wieder in den Abstiegskampf zu rutschen.

Adrian Szöke hätte für das Erreichen dieses Ziels eine wichtige Rolle spielen sollen. Der variable Offensivspieler war fest eingeplant, insbesondere nach seinen zwölf Toren in der Vorsaison, als Szöke zu einem der Retter im Abstiegskampf wurde. Doch diese Leistungen haben andere Klubs auf den Plan gerufen und Szöke schließlich zu einem Wechsel überredet. Die Eredivisie mit Heracles Almelo statt die Regionalliga mit dem FC II – da fiel Szöke die Entscheidung nicht schwer. Plötzlich steht der Angreifer auf der großen Fußball-Bühne. Viele Spieler – auch aus Köln – haben es über diesen Weg geschafft. Nicht zuletzt Mark Uth, der einst von der U21 zum SC Heerenveen wechselte und später zu Almelo weiterzog.

Auch deswegen wollte man beim FC dem Angreifer keine Steine in den Weg legen. „Adi wollte gerne in die erste niederländische Liga wechseln. Wir hätten ihn gerne behalten, wollten ihm diese Chance aber nicht verbauen.“ Die Kehrseite der Medaille: Die Geissböcke, in der letzten Saison lange mit großen Problemen in der Offensive, haben damit einen der wenigen Spieler gehen lassen, der zwischen zehn und 15 Tore in einer Saison hätte möglich machen können. „Natürlich ist sein Abgang ein herber Verlust“, sagte Trainer Mark Zimmermann auf GBK-Nachfrage. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir ihn ersetzen.“

Szöke und Ciftci schaffen den Sprung – aber nicht beim FC

Dies soll mit einem externen Neuzugang geschehen, der den Geissböcken sofort weiterhelfen kann. Die Liga beginnt bereits in drei Wochen. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Der Abgang, so nachvollziehbar er für Szöke auch ist, bringt den FC in arge Nöte. Die NLZ-Chefs Matthias Heidrich und Carsten Schiel sind jetzt ebenso gefragt wie der neue U21-Kaderplaner Manfred Schadt, einen Nachfolger für Szöke an Land zu ziehen, der die Rolle des Angreifers ausfüllen kann. Dabei soll der Neue möglichst im Zentrum agieren, aber genauso im offensiven Mittelfeld wie auch in der Spitze spielen können.

Eigentlich hatten die Geissböcke gehofft, Spieler wie Szöke oder auch Hikmet Ciftci noch einmal für die Regionalliga begeistern zu können. Doch im Alter von 21 Jahren haben sich beide nun entschieden, den FC zu verlassen und den nächsten Schritt zu gehen. Ciftci spielt künftig in Aue in der Zweiten Liga. Szöke schaffte es gar in die niederländische erste Liga. Für den FC eine Auszeichnung, dass die beiden Talente – wenn auch nicht beim FC – den Sprung in den Profifußball geschafft haben. Für die U21 könnte der Abgang dagegen zu einem ausgewachsenen Problem werden. Ob sich die Geissböcke bei Szöke, dessen Vertrag noch ein Jahr gelaufen wäre, zumindest einen Rückkaufoption sichern konnten (wie einst bei Mark Uth), wurde zunächst nicht bekannt.

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