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Erstklassige Stimmung: „Ein großes Glück, diese Fans zu haben“


Dass der 1. FC Köln zurück in der Bundesliga ist, hat sich zwar auf dem Punktekonto noch nicht widergespiegelt. Die Stimmung am Freitagabend in Müngersdorf unterschied sich aber in jeder Hinsicht von der Atmosphäre, die im Laufe der Zweitliga-Saison im RheinEnergieStadion vorgeherrscht hatte. Dies übertrug sich auch auf den Rasen – und umgekehrt.

Köln – Achim Beierlorzer hatte vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund erklärt, dass die Stimmung in Müngersdorf in beide Richtungen funktionieren könne. Es dürfe nicht nur die Aufgabe der Fans sein, die Spieler mitzureißen. Vielmehr sei es die Aufgabe seiner Mannschaft, den Funken vom Rasen auf die Ränge überspringen zu lassen. Dies gelang.

„Das war heute ein komplett anderes Spiel. Das habe ich hier bislang noch nicht so erlebt“, schwärmte nach der Partie Sportchef Armin Veh. „Die Stimmung war sensationell. Die Fans hatten ein Gespür dafür, wie die Mannschaft gespielt hat. Ich hätte an ihrer Stelle auch applaudiert.“ Die 50.000 Zuschauer im ausverkauften RheinEnergieStadion hatten von der ersten Sekunde an ein Feuerwerk auf den Rängen abgebrannt, in einem Moment sogar sprichwörtlich, als in der Südkurve ein Bengalo-Feuer entfacht wurde.

Danke an jeden, der heute gekommen ist

Dieses quittierte das weite Runde in Müngersdorf zwar mit Pfiffen, darüber hinaus aber waren sich die Zuschauer einig: Über die 90 Minuten hinweg kochte es auf den Tribünen, und weil die FC-Profis ihrerseits eine starke Leistung abriefen und jene Emotionen versprühten, die Beierlorzer versprochen hatte, entstand eine Wechselwirkung zwischen Rasen und Rängen, die man so zuletzt im März 2018 erlebt hatte, als der FC mit 2:0 gegen Bayer 04 Leverkusen gewonnen hatte.

Auch die Spieler spürten, dass dieser Abend kein normales Fußballspiel war. „Wir haben mit zwölf Mann gespielt, unsere Fans waren die ganze Zeit da“, bedankte sich Anthony Modeste nach der Partie bei den Anhängern. „Es ist ein großes Glück, diese Fans zu haben.“ Rafael Czichos erklärte: „Danke an jeden, der heute gekommen ist und es zu einem besonderen Abend gemacht hat.“ Und Neuzugang Kingsley Ehizibue, der sich in seinem ersten FC-Heimspiel sichtlich von der Stimmung hatte mitreißen lassen, fügte an: „Die Atmosphäre war wirklich beeindruckend, es hat sich angefühlt, als wären wir ein Mann mehr auf dem Platz.“

Zum Sieg reichte es nach 90 Minuten plus Nachspielzeit bekanntlich nicht. Doch jene Aufbruchstimmung, die man in den Wochen vor Saisonbeginn im Umfeld des FC gespürt hatte, schwappte am Freitagabend vom Rasen auf die Zuschauerränge und wieder zurück.

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